Bayer stürzt weiter ab

  • Nur 1:1 gegen Bochum
    Verballer-Rekord! Bayer stürzt weiter ab
    Düsseldorf – Die LTU-Arena war bereits menschenleer, da marschierten die Bayer-Stars die Treppen hoch und betraten den durchpflügten Rasen. Tristesse spiegelte sich in ihren Gesichtern. Und das bittere Mienenspiel passte perfekt ins Gesamtbild des ambitionierten Klubs.

    Vier Tage nach dem wundervollen 4:2-Pokaltriumph über die Bayern hatte der graue Ligaalltag wieder Einzug gehalten. Gegen den Abstiegskandidaten Bochum nur ein 1:1. Absturz auf Rang 8. Bereits fünf Punkte Abstand zu einem UEFA-Cup-Platz. So etwas nennt man ganz böser Absturz.

    Die Zahlen sind beängstigend. In den letzten zehn Partien gab es nur zwei Siege – Bayer kommt einfach nicht in Fahrt. Erklärungsversuche. „Man hat heute gesehen, dass die Mannschaft nicht frisch war“, sagte Sportchef Rudi Völler, „die englische Woche steckte in den Knochen.“ :LEV11

    Das aber war nur die halbe Wahrheit. Die andere hieß Daniel Fernandes, stand im Bochumer Tor und verdiente sich an diesem tristen Fußball-Abend den Titel Hexer. Gleich ein halbes Dutzend bester Gelegenheiten der Bayer-Profis vereitelte der Portugiese auf wundersame Weise. „Der hat gehalten wie ein Teufel“, schüttelte Bayers Stürmer Stefan Kießling ungläubig den Kopf. Dass man die Bochumer wohlmöglich unterschätzt habe, verneinte der Nationalspieler mit großer Vehemenz. „Wir sind so ins Spiel gegangen wie gegen München.“

    Und die Zahlen belegen dies beeindruckend. 31 Mal schossen die Bayer-Profis auf das Bochumer Tor – Saisonrekord. Der Gastgeber hatte 74 Prozent Ballbesitz. Aber mehr als der 17. Saisontreffer von Tormaschine Patrick Helmes per Elfmeter kam nicht dabei heraus. Auch der Sturmlauf in Überzahl – Bochums Mergim Mavraj flog nach Handspiel in der 65. Minute vom Platz – blieb erfolglos.

    Ist der UEFA-Cup-Platz damit bereits abgeschenkt? „Nein“, entgegnete Völler energisch, „wir haben noch zehn Spiele. Wir werden es schaffen.“ Und gleich darauf richtete er eine kernige Kampfansage an Spitzenreiter Hertha BSC Berlin, Leverkusens nächsten Gegner. „Wir sind gut genug, um in Berlin zu punkten. Die Mannschaft hat die nötige Qualität.

    (Express.de)

    Hans Meyer : "In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde."