Offensiver Spaßfußball

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    Völler: „Der Ball ist unser Freund!“
    Von THOMAS GASSMANN und ALEXANDER HAUBRICHS

    Augsburg – Das Strahlen wollte nicht aus den Gesichtern der Bayer-Chefs weichen. „Das war eine ganz klare Angelegenheit“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.

    Sportchef Rudi Völler war beeindruckt von der Souveränität. Und dann sagte er einen Satz, dem man nichts mehr hinzufügen muss. „Man hat heute gesehen: Der Ball ist unser Freund.“

    In der Tat war das, was sich in Augsburg abspielte, ein fußballerischer Leckerbissen. Der 2:0-Sieg gegen den Zweitligisten drückte die Überlegenheit des Bayer-Ensembles nur unzureichend aus. Blitzschnelle Kombinationen, freche Tricks, tolle Dribblings und beneidenswerte Tore - Bayer begeistert mit seinem modernen, offensivem Spaßfußball die Fans. Erst die 4:0-Gala gegen Hannover, dann der lockere Pokal-Durchmarsch.

    „Das war Fußball aus der Abteilung Feinschmecker“, attestierte Augsburgs Manager Andreas Rettig, „wir wussten, dass es gegen diese ausgezeichneten Einzelspieler schwer wird.“

    Ob Castro, Renato, ob Helmes, Barnetta oder Vidal – Bruno Labbadias Jungs verzücken mit technisch anspruchsvollem Fußball. Und das lässt Träume reifen. Zum Beispiel vom Pokal-Coup.

    „Endlich sind wir wieder im Achtelfinale“, fiel Völler ein Stein vom Herzen, „warum sollten wir jetzt nicht ins Finale einziehen.“ Schließlich sei es relativ simpel über den Pokal in den europäischen Wettbewerb einzuziehen. Vorher aber will man endlich mal den Losfluch beenden. „Wir hatten jetzt 14 Auswärtsspiele in Folge. Wir wollen endlich mal ein Heimspiel.“ Das würde am 28. oder 29. Januar in Düsseldorf stattfinden.

    „Eine perfekte Generalprobe für die Rückrunde in der LTU-Arena“, findet Marketing-Chef Meinolf Sprink. Dann soll es Richtung Finale gehen. Und die Chancen stehen glänzend. Die fabelhaften Bayer-Boys sind in glänzender Verfassung, die Arbeit unter dem neuen Coach Bruno Labbadia zahlt sich aus. „Klar wollen wir ganz weit kommen“, sagte Stefan Kießling, dem ein 33-Meter-Wunderschuss zur Führung gelang. Klare Sache: Bayer will den Cup.

    (Express.de)

    Hans Meyer : "In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde."