• 20 Euro für alle
    Wenn Helmes trifft, kassiert auch die Putzfrau
    Von THOMAS GASSMANN
    Leverkusen - Es ist einmalig in der Bundesliga. Wenn Bayer-Torjäger Patrik Helmes trifft, kassiert sogar die Putztfrau in der Geschäftsstelle.

    Klub-Chef Wolfgang Holzhäuser hat sich etwas Wunderbares ausgedacht: Seine rund 120 festangestellten Mitarbeiter erhalten eine Punkteprämie. 20 Euro gibt es Ende des Monats auf das Konto für jedes Unentschieden der Herren Profis. 60 Euro, wenn sie gewinnen.

    Die Folgen: Die Mitarbeiter dürfen sich nicht nur über mehr Kohle freuen, sie sind auch weitaus motivierter.

    Wir wollen mit dieser Prämie unseren Mitarbeitern signalisieren, dass auch sie einen hohen Anteil am sportlichen Erfolg von Bayer 04 haben“, sagt Holzhäuser. Dann verrät er: „Sollten wir uns zum Ende der Saison für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren, satteln wir unseren festangestellten Mitarbeiter noch einmal den gleichen Betrag drauf.“

    Kommen die Bayer-Profis auf 50 Punkte, gibt es somit 1000 Euro extra. Stehen Helmes und Co. dann auch noch auf einen Europacup-Platz, gibt es noch einmal 1000 Euro. Macht zusammen 2000 Euro.

    Laut Holzhäuser sei solch eine Prämie in der Bundesliga bislang einzigartig. Und bewirke wundersame Dinge. „Wir haben festgestellt, dass die emotionale Bindung unserer Mitarbeiter zu den Spielern auf dem Platz seitdem deutlich höher ist.“

    Das bestätigt auch Axel Sonnenberg (44) aus der Personalberatung, der neben Holzhäuser der Impulsgeber dieser wunderbaren Aktion war. „Unsere Mitarbeiter fiebern während des Spiels wie bei der Ziehung der Lottozahlen mit.“

    Aber auch der Mannschaft wird damit signalisiert: Gebt Gas. Ihr tragt nicht nur die Verantwortung für euch, sondern auch über die Mitarbeiter aller Abteilungen.

    Sportchef Rudi Völler ist begeistert: „Tolle Idee, das schweißt zusätzlich zusammen.“ Nationalspieler Helmes meint sogar, dass diese Mitarbeiter-Prämie die Motivation der Mannschaft heben würde: „Wir wissen, dass wir auch für die Leute spielen, die hart für den Klub arbeiten.“

    Fazit: Tolle Idee. Warum ist erst jetzt jemand darauf gekommen?

    http://www.express.de/nachrichten/sp…0435645620.html

    Hans Meyer : "In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde."