„Meine Oma heißt Elsa Weber-Schmidt“

  • Aus dem Bayer- Trainingslager berichtet PHILLIP ARENS
    31 Grad im Schwarzwald. Da stöhnt selbst ein Brasilianer.

    „Eine Hitze wie in Rio“, meinte Henrique (21) gestern beim BILD-Termin.

    Das erste Interview mit Bayers Neu-Star, der für ein Jahr vom FC Barcelona ausgeliehen ist.

    BILD: Sie heißen mit vollem Namen Henrique Adriano Buss. Ihre Oma ist eine Deutsche, stimmt’s?

    Henrique: „Ja, sie heißt Nelse Elsa Weber-Schmidt. Mein Opa heißt Osmar Schmidt. Sie kommen aus Marechal Candido Rondon – dort leben nur Deutsche.“

    BILD: Letzte Woche landeten Sie in Barcelona, unterschrieben dort bis 2013 und flogen gleich weiter nach Deutschland zu Bayer. Ungewöhnlich...

    Henrique: „Einerseits bin ich froh, bei einem Klub wie Barca zu sein, aber jetzt bin ich erst mal bei Bayer. Das ist der richtige Weg. Leverkusen ist inner- und außerhalb Brasiliens hoch angesehen. Und es macht mir nach nur wenigen Tagen großen Spaß, hier mitzumachen. Der herzliche Empfang hat mir Mut gemacht.“

    BILD: Acht Millionen Euro hat Barcelona an Palmeiras für Sie bezahlt. Erschlägt Sie die hohe Summe nicht?

    Henrique: „Nein, die Ablöse lässt mich völlig kalt. Um Geld kümmern sich meine Berater, ich kümmere mich nur um den Fußball.“

    BILD: Kannten Sie Ihren Landsmann Renato Augusto eigentlich vorher?

    Henrique: „Nur grob, vom Namen her. Wir haben uns hier kennen gelernt.“

    BILD: Sie haben im Juni ihr erstes Länderspiel gemacht. Ihr Traum?

    Henrique: „Natürlich die WM 2010 – da will jeder hin.“

    BILD: Sie tragen auf dem Arm ein Tattoo mit der Aufschrift „Henri & Ju“.

    Henrique: „Es steht für Henrique und Juliana. Wir sind seit zwei Jahren ein Paar, haben unmittelbar vor meinem Abflug nach Barcelona in Coritiba geheiratet. Sobald ich mich eingelebt habe, kommt sie nach.“

    Quelle

    Aufstieg W11 Liga 1 2012

    Weltmeister 2010
    Europameister 2012