Fürths Käpt’n erklärt
So tickt Bruno Labbadia
Fürth – „Er achtet auf jedes Detail. Er schottet alles äußere ab, seine Arbeit dreht sich nur um sich und die Mannschaft.“ So beschreibt Daniel Felgenhauer, Kapitän bei Zweitligist Greuther Fürth, seinen Ex-Trainer Bruno Labbadia, der nun Bayer Leverkusen zurück in die Champions League führen soll.
Zwecks Teambuilding habe Labbadia auch mal zum Ritteressen oder Luftgewehrschießen eingeladen, erinnert sich der 32-Jährige, doch eigentlich sei eher knüppelharte Arbeit auf dem Platz angesagt: „Er legt größten Wert auf die Fitness. Das beginnt mit der Vorbereitung auf die Vorbereitung – jeder bekommt Pläne für den Urlaub, damit er nicht bei null wieder einsteigt.“
Duzen ist bei Labbadia nicht drin, wie der bereits selbst angekündigt hat. Felgenhauer: „Das muss auch so sein, im Spieler-Trainer-Verhältnis muss eine gewisse Distanz gewahrt sein, darauf achtet Labbadia.“ Diese Linie werde der Coach auch in Leverkusen durchziehen, obwohl er „Acht geben“ müsse, so Felgenhauer: „Wir haben als junge Truppe alle zu ihm aufgeschaut. Der Umgang mit Nationalspielern kann da schon was anderes sein. Aber Labbadia wird sich durchsetzen und seinen Weg gehen.“
[Express.de, 27.05.2008]