Bayer Leverkusen
Völler: „Für uns ist das ein Hopp-oder-Top-Spiel“
Leverkusen – Trotz des Sieges in Rostock – die Stimmung bei Bayer bleibt bescheiden. Die Fans der Werkself stehen Trainer Michael Skibbe weiterhin kritisch gegenüber, nur ein überzeugender Saisonabschluss könnte die Wogen glätten.
Deshalb ruft Rudi Völler noch einmal zum kollektiven Schulterschluss auf. „Egal, was in den letzten Wochen war – das ist unser Pokalendspiel. Wir müssen uns jetzt alle noch einmal zusammenreißen und für unser Saisonziel kämpfen.“
Der Sportchef weiß: „Es ist ein Hopp-oder-Top-Spiel. Entweder wir werden Vierter oder Siebter. Etwas dazwischen kommt angesichts der Konstellation kaum in Frage.“
Für Platz vier muss man allerdings Werder schlagen. Wie das ging, zeigte die Bayer-Elf im Hinspiel zwanzig Minuten lang. Da war sie Werder in allen Belangen überlegen – ehe Bremens Coach Thomas Schaaf nach 31 Minuten den fassungslosen Tim Borowski und Vranjes auswechselte und mit dieser Maßnahme das Spiel drehte.
So was gelang Skibbe selten, auch wenn Völler sagt, dass „die Arbeit des Trainers hier in Leverkusen im Grunde zu wenig gewürdigt wird.“
Der Coach muss mit allerlei Problemen kämpfen: Stefan Kießling ist gesperrt, Schneider, Sinkiewicz und Haggui sind verletzt – lediglich Paul Freier hat sich für das Wochenende noch einmal zurückgemeldet.
Für Bayer geht es um viel. „Unser Anspruch ist die Internationalität“, sagt Marketing-Chef Meinolf Sprink und setzt damit die Latte. Sergej Barbarez, der am Samstag gegen Werder vielleicht das letzte Mal für Bayer aufläuft, will sie nicht reißen. „Ich glaube fest daran, dass wir es schaffen.“
[15.05.2008]
(Express.de)