Adler contra Skibbe

  • Dicke Bayer-Luft
    Adler kontra Skibbe – Ausreden „zu billig“
    Von ALEXANDER HAUBRICHS
    Leverkusen – Während Sergej Barbarez in seinem noblen Aston Martin Richtung Hamburg aufbrach, wurde der Rest der frustrierten Bayer-Truppe im Mannschaftsbus aus Ostwestfalen zurück ins Rheinland gekarrt.
    Vor allem in einem Spieler rumorte es: Keeper René Adler, seit Monaten bester Leverkusener, stemmte sich auch auf der Alm beinahe als Einziger gegen die drohende Niederlage: „Wir haben hier bei einer Mannschaft gespielt, die um die Existenz kämpft. Gemessen an unseren Zielen war das viel zu wenig.“

    Seine Teamkollegen und vor allem sein Trainer schienen in Bielefeld nie recht auf einen Sieg ausgewesen zu sein. „Schade, dass wir nicht den einen eigenen Punkt geholt haben“, lamentierte Michael Skibbe nach der Partie.

    „Aber uns hat die nötige Frische gefehlt. Die Mannschaft musste den Belastungen der letzten Wochen Tribut zollen.“

    Aber Adler wollte nicht in das Gejammer einstimmen und stellt sich klar kontra Skibbe. „Das ist mir zu billig. Das sehe ich nicht so. Fakt ist, dass wir in 90 Minuten nicht eine Torchance hatten.“

    Stattdessen ließ man in Ostwestfalen alles vermissen und die Arminen quasi im Spaziergang auf einen Nichtabstiegsplatz marschieren. Allein Torschütze Mijatovic hatte noch mehrere große Gelegenheiten, darunter einen Strafstoß, und hätte Bayer im Alleingang abschießen müssen.

    „Normalerweise nimmt man aus so einem Spiel einen Punkt mit“, sagt Gonzalo Castro. Aber das sieht er falsch: Ohne Einsatz und Einstellung ist in der Bundesliga nichts zu holen.

    Aber vielleicht verpassen die Leverkusener noch durch ihre Formkrise das internationale Geschäft. Dann müsste Trainer Skibbe wenigstens nicht mehr über die ach so unmenschliche Belastung jammern…

    (Express.de)

    Hans Meyer : "In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde."