Ende der Europa Tournee

  • St. Petersburg – Raus mit Applaus!
    Bayer siegte gestern im UEFA-Cup-Rückspiel bei Zenit St. Petersburg mit 1:0. Zwar ist der Sieg nach dem 1:4-Debakel vom Hinspiel wertlos, doch könnte er zumindest das angeknackste Selbstvertrauen von Michael Skibbes Kickern für den Bundesliga-Endspurt wieder etwas stärken.

    „Es war wichtig, das Spiel vernünftig zu Ende zu spielen und mit einem Sieg vom Platz zu gehen“, zeigte sich der erst spät eingewechselte Kapitän Simon Rolfes nach dem Schlusspfiff erleichtert, ärgerte sich aber auch noch etwas über das Hinspiel: „Wir haben heute schon gesehen, wie es besser geht. Wenn wir vor der Halbzeit noch das zweite Tor machen, kann es nochmal richtig spannend werden. aber wir haben zumindest gesehen, wie wichtig es ist, kompakt zu stehen und nicht in Konter zu laufen.“

    Als Bulykin in der 4. Minute nach feinem Pass von Schneider eine „Hundertprozentige“ versiebte, schien klar – hier gibt’s kein Wunder. Oder doch?

    In der 18. Minute durfte Bayers Russe es nochmal probieren, diesmal per Kopf nach schöner Flanke von Castro – Tor!

    Doch weil so recht niemand mehr ans Wunder glaubte und Skibbe neben Rolfes auch seine Offensiv-Trümpfe Barbarez, Kießling und Gekas fürs richtungsweisende Liga-Spiel gegen Stuttgart am Sonntag schonte, plätscherte die Partie bis zur Pause vor sich hin – Zenit-Torwart Malafejew widmete sich schon früh dem Zeitspiel…

    Auch nach der Pause kamen die 40 mitgereisten Bayer-Fans nicht mehr wirklich in Wallung. Im Gegenteil – Zenit wollte vor eigenem Publikum nicht als Verlierer vom Platz gehen und zog das Tempo noch einmal an.

    Doch Igor Denisow traf in der 70. Minute nur den Pfosten, Anatoli Timoschtschuk scheiterte mit einem schwach geschossenen Foulelfmeter an Bayer-Keeper René Adler (85.) - so gingen die Rheinländer mit erhobenem Haupt aus dem Wettbewerb.

    „Nach vier Niederlagen haben wir uns mit diesem Sieg aus dem Sumpf gezogen“, meinte Skibbe erleichtert. Abwarten – Sonntag kommt Stuttgart, dann gilt’s!
    (Express.de)

    Hans Meyer : "In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde."