Goldene Bayer-Aktien

  • Spieler als Kapital
    Die goldenen Bayer-Aktien

    Von THOMAS GASSMANN
    Leverkusen – Platz drei in der Liga. Achtelfinale im UEFA-Cup. Spektakulärer Fußball. Bayers junge Wilde sind in aller Munde.

    Europas Spitzenklubs sind Dauergast in der BayArena. Beim 5:1-Triumph der Leverkusener über Galatasaray Istanbul saßen Scouts von Arsenal London, Manchester United, Real Madrid und Tottenham Hotspurs auf der Tribüne.

    Ihre Objekte der Begierde heißen Kießling, Adler, Barnetta, Castro oder Rolfes.

    „Für Kießling, Barnetta und Rolfes hatten wir bereits Angebote im zweistelligen Millionenbereich“, verrät Manager Michael Reschke, „wir haben abgelehnt, wir wollen bei Bayer etwas aufbauen.“

    Und das machen die Bayer-Chefs Reschke, Sportchef Völler und Spürnase Norbert Ziegler so erfolgreich wie kaum ein anderer Klub in Deutschland. Mit Castro und Adler katapultierten sich zwei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs in die Stammelf. Investition: null. Adler wird heute auf 12 Millionen € taxiert, Castro auf 6,5 Millionen €.

    Barnetta kostete 264.000 € Ablöse. Der Schweizer hat die Investition vervielfacht, kostet mindestens 8,5 Millionen €. Und nun soll auch Tottenham Hotspurs Stefan Kießling locken. Reschke sagt: „Bei uns kein Thema. Er wird nicht verkauft.“

    Vorbei die Zeiten der kostspieligen Einkaufstouren. Bayer macht es wie clevere Fondsmanager. Einsteigen, wenn der Kurs niedrig ist, dann geht die Kurve steil nach oben.

    Die Rendite: Erfolg und toller Fußball. Und was ist mit Kohle? „Adler würden wir nicht einmal für 15 Millionen € verkaufen“, sagt Völler.
    (Express.de)

    Hans Meyer : "In jedem Kader gibt es fünf richtig blöde Spieler. Von denen würde einer auf jeden Fall unter der Brücke landen, wenn er nicht Fußball spielen würde."