Bielefeld: Torwart äußert sich nach Kritik am Verband schriftlich zu den Vorwürfen - 29.03.2006 15:53
Arminia Bielefelds Torwart Mathias Hain hat sich für seine derbe Kritik am DFB entschuldigt. Ihm lägen keine konkreten Hinweise für eine Manipulation des Bundesliga-Spiels zwischen dem 1. FC Nürnberg und Bayer Leverkusen (0:1) vom 24. März 2003 vor. Dies teilte der Torhüter dem DFB-Kontrollausschuss mit.
Dieser hatte ihn zuvor zu einer schriftlichen Stellungnahme aufgefordert. "Ich bedaure, dass meine Aussagen fehlinterpretiert wurden. Ich will noch einmal klarstellen, dass diese Äußerungen nur auf Presseartikeln beruhen und mir keine weiteren Beweismittel vorliegen", schrieb Hain.
Der DFB-Kontrollausschussvorsitzende Horst Hilpert erklärte daraufhin: "Durch die von Herrn Hain abgegebene Erklärung wird die Angelegenheit vom Kontrollausschuss als erledigt angesehen."
Hain hatte nach dem 0:0 gegen den 1. FC Nürnberg am Sonntag den DFB scharf kritisiert: "Ich habe damals als einziger Spieler laut ausgesprochen, was sich sonst niemand getraut hat. Der DFB hat mit Engstirnigkeit und Sesselpupserei reagiert und mich mit einer Geldstrafe abgewatscht." Wie der DFB jedoch klarstellte, hatte Hain für seine damaligen Äußerungen keine Geldstrafe bekommen. Das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt.
DFB gibt Hain Kontra
Vor dem letzten Spieltag der Saison 2002/03 schwebten Bielefeld und Nürnberg in Abstiegsgefahr. Hain hatte damals im Vorfeld der Partie Leverkusen gegen Nürnberg in einem kicker-Interview die Verantworltichen unter den Verdacht gestellt, dass Spiel manipuliert zu haben.
kicker.de