Bayer 04 stolpert über Mainz 05

  • Der Ausrutscher in Bielfeld sollte eigentlich die letzte Enttäuschung der Saison gewesen sein. Doch auch im Heimspiel gegen Mainz konnte Bayer 04 nie an seine starke Form zu Beginn der Rückrunde anknüpfen und unterlag gefährlicheren Mainzern verdient.
    Den gesperrten Juan ersetzte Michael Skibbe erwartungsgemäß durch Ahmed Madouni, Andrej Voronin kehrte nach abgelaufener Sperre für Jacek Krzynowek in die Startelf zurück. Marko Babic begann anstelle von Fredrik Stenman.

    Erwartungsgemäß auch das forsche Auftreten der Mainzer, die früh störten und sich keineswegs hinten einigelten. Aber die erste Chance bot sich Bayer 04: Bernd Schneider hatte halbrechts im Strafraum freie Schussbahn, traf den Ball nicht voll (5.).

    Nowotny verletzt

    Und dann die große Schrecksekunde in der BayArena. Michael Thurk fiel unglücklich auf das Knie von Jens Nowotny, der mit Schmerzen liegen blieb. Der 32-Jährige, der bereits vier Kreuzbandrisse erlitt, spielte zunächst weiter, musste aber nach 18 Minuten gegen Carsten Ramelow ausgetauscht werden. Die erste Diagnose macht Mut, vielleicht nur eine Prellung bei Nowotny.

    Vielleicht steckte der Mannschaft auch dieser Schreck derart in Köpfen und Beinen, dass bis zur Pause kaum noch was gelingen wollte. Die gefährlichen Situationen spielten sich fast ausnahmslos vor Jörg Butts Tor ab.

    Mainzer Chancen

    Barnetta fälschte einen Auer-Schuss zur Ecke ab (16.), Butt packte bei Demirtas’ Fernschuss sicher zu (22.) und ein direkter Freistoß von da Silva senkte sich nur Zentimeter über die Latte (26.). Pech für Bayer, dass Voronin zu Unrecht wegen Abseits zurückgepfiffen wurde, er hätte freie Bahn gehabt (32.).

    Nicht überraschend die Führung für Mainz. Der starke Zidan, der nie in den Griff zu bekommen war, ließ Butt mit einem Schuss aus elf Metern in den Winkel keine Chance (34.).

    Bemühen war da

    Erst kurz vor dem Wechsel fing sich Bayer. Simon Rolfes köpfte einen Babic-Freistoß drüber, ehe der beste Angriff über Voronin und Schneider mit einer Flanke auf die verwaiste linke Seite endete. Glück, dass Demirtas in den Nachspielsekunden nicht noch auf 2:0 erhöhte.

    Das Bemühen war Bayer nicht abzusprechen, doch es fehlte an Kombinationen, Ideen und dem letzten Biss. Die Chance für Berbatov, der aus sehr spitzem Winkel an Wetklo scheiterte, war bezeichnend für Qualität der erspielten Tormöglichkeiten (51.).

    Butts Fehler

    Mainz, das jetzt nicht mehr so früh wie im ersten Durchgang störte, wirkte bei seinen Angriffen gefährlicher. Es lag aber eher an einem Verschätzen von Butt, dass das 2:0 fiel. Butt lief nach Abels langem Ball aus seinem Tor, kam aber zu spät gegen Zidan, der den Ball ins leere Tor köpfte (64.).

    Die Entscheidung, auch wenn Bayer sich wehrte. Rolfes und Krzynowek scheiterten mit Gewaltschüssen am guten Wetklo. Bis doch noch Hoffnung aufkeimte. Paul Freier verlängerte einen Voronin-Freistoß aus fünf Metern zum 1:2 ins Netz (85.).

    Noch eine Möglichkeit, doch Voronins 20-Meter-Schuss landete im Fan-Block. „Wir haben es nicht geschafft, ein Kampf- oder Zweikampfspiel gegen Mainz zu führen. Wir haben aus dem Hinspiel nicht gelernt“, war Skibbe nach 90 Minuten komplett bedient.

    Bayer 04: Butt - Fritz, Nowotny, Madouni - Rolfes - Barnetta, Schneider, Babic - Freier, Berbatov, Voronin

    1. FSV Mainz 05: Wetklo - Abel, M. Friedrich, Noveski, Rose - Babatz - Demirtas, da Silva - Thurk - Zidan, Auer

    Tore: 0:1 Zidan (34.), 0:2 Zidan (64.), 1:2 Freier (85.)

    Eingewechselt: 16. Ramelow für Nowotny, 67. Krzynowek für Babic, 87. Papadopulos für Fritz - 71. Ruman für Auer, 90. Casey für Thurk

    Schiedsrichter: Dr. Helmut Fleischer

    Zuschauer: 21000

    Gelbe Karten: Ruman, Thurk, Noveski, Wetklo


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