Beiträge von Soßenbender

    Die Frage ist ja, ob den alten Vereinen diese Entwicklung durch neue Konstrukte aufgezwungen wird und sie mitziehen müssen, um halbwegs wettbewerbsfähig zu bleiben oder ob in den Köpfen derer Verantwortlichen sowieso der Wille vorhanden ist, alles und jeden zu kommerzialisieren. Wenn ich mir die Herren ala Bierhoff ansehe, dann haben die in ihren BWL-Seminaren an der Fernuni letzteres eingeimpft bekommen und jetzt nur "freie Hand".

    Mal jenseits der Frage, ob uns das interessieren muss, wie wir von anderen beurteilt werden... ist das mit "für viele kein Problem" tatsächlich so oder schwingt dort nicht viel eigener Wunsch mit? Ich habe das Gefühl, dass Leverkusen als Wurzel und alle anderen nur als weitere Auswüchse gesehen werden. Und weil die anderen Konsorten ihr Spielchen exzessiv betreiben, um insgesamt aufzuholen, erscheint Bayer in der Runde nur als gemäßigt. Solche Ansichten höre ich von anderen Fans nach dem fünften Bier eigentlich meist:


    Leverkusen: Pionier; erster Retortenverein, der den Werbeeffekt erkannt und angestoßen hat. In den 1980ern / 1990ern den Erfolg erkauft und trotzdem kein Meister geworden, haha. Danach fast pleite gegangen, haha. Schade, dass es nicht geklappt hat! Mag ja sein, dass die mittlerweile mehr als 5 Leute im Stadion haben - Stimmung gibt's trotzdem keine. Und Tradition sowieso nicht.
    Wolfsburg: Nachahmer; zweiter Retortenverein. Macht jetzt das, was Bayer damals gemacht hat.
    Hoffenheim: Nur Spielzeug vom alten, geltungssüchtigen Opa.
    Leipzig: Nachzügler; verbindet den ganzen Mist (Werbemaßnahme mit geltungssüchtigem Opa an der Spitze) und pervertiert alles.


    Auch BigB

    Gut, dann hören wir wohl unterschiedliche Meinungen oder sehen was anderes als repräsentativ. Tut mir natürlich auch für dich leid, dass du so dumme Menschen kennst. Ich kann auch nur von meinem Umfeld sprechen bzw. noch transfermarkt.de, selbst auf Facebook-Kommentare gab es aufgrund des Logo-Streits deutlich mehr differenzierte Betriebssportverein-Beiträge. Kann natürlich sein, dass das in NRW dann anders gesehen wird als hier in Franken, jedoch hörst du ja jetzt selbst von Medien schon öfter den Begriff Traditionsverein(Doppelpass, Lehmann bei Sky usw.) oder es wird die Arbeit mit 25 Millionen gelobt. Mein eigener Wunsch ist eigentlich nur, dass der Bayer selbst mal mehr tun würde, um von diesen anscheinend bei euren Bekannten noch bestehenden Image wegzukommen. Das wäre auch nicht wirklich schwer, aber vielleicht wird das ja jetzt laaaaangsam besser. Unter Holzhäuser konnte man diesbezüglich ja nur weinen, was da teilweise für Aussagen zu diesem Thema kamen. Aber um auch grundsätzlich zu sagen: Alle, die dies so empfinden, leben eben gerne mit Fakten(nichts anderes ist die Auflistung oben) und der Rest reimt sich halt was aus Phrasen zusammen. Bei Dummköpfen werden wirs natürlich immer schwerer haben, aber da ist dann auch die Frage, ob man die paar Hohlbirnen auf Facebook repräsentativ findet oder eben nicht.

    Kann irgendwie beide Seiten verstehen
    ...
    Also an alle Traditionalisten- einfach mal die Fr*sse halten....

    Es ist nicht so, dass man den anderen Vereinen jetzt anders gegenübersteht, sondern nur, dass man es als Steigerung empfindet.

    Leverkusen: Für viele kein Problem, da gemäßigtes Sponsoring mit entsprechenden Gegenwert und historischer Betriebssportverein
    Wolfsburg: Geldverbrenner ohne entsprechenenden Gegenwert, kein historischer Betriebssportverein, jedoch VW schon immer verbunden mit der Stadt
    Sinsheim: hochgepushter Dorfclub, der eigentlich gar nichts vorzuweisen, auch wenn Dietmar ja gerne seinen FC Heidelberg gehabt hätte, die Verbundenheit zum Jugendverein ist irgendwo gegeben
    Leipzig: Standortsuche, wo man das Produkt am besten vermarkten kann: Nach zahlreichen Absagen wählt man den Osten bzw. Leipzig als besten Markt, löscht den alten Verein (mal wieder) aus. Das Sponsoring an sich reicht ja nicht, man nennt das neue Konstrukt RasenBallsport, schmückt das neue Wappen mit zwei Roten Bullen und nennt sein Team die Roten Bullen. Die Überschreitung der dunkelroten Linie, hat es irgendwer genannt, passt da schon ganz gut. Selbst wenn es die DFL ok findet, muss das der Fußballfan trotzdem nicht gutheißen, was da abläuft. Derartige Spielernetzwerke innerhalb des Unternehmens tun dann noch ihr Übriges dazu.

    Der Vorwurf des Schwarz-Weiß-Denkens kam daher, dass es immer nur "entweder boykottiert man alles, dass Ähnlichkeiten hat oder gar nicht". Dass mit dem ostdeutschen Fußball hat ja dertorgarant als "Betroffener" ja auch schon erläutert, da kann man auch dagegen argumentieren. Die Gründe dafür sind in meinen Augen sowieso nicht wirklich relevant, weil die Umsetzung ihres Vorhabens nun mal einzigartig und in Augen vieler eben die Überschreitung sämtlicher Grenzen ist, da dieser Verein eben an diesem Ort und mit diesem Logo/Spitznamen nur der Vermarktung dient. All das hab ich bei der Fremdfinanzierung von Schalke & Co nicht.

    Gut, natürlich fließt da jetzt auch meine persönliche Meinung mit ein, ich kann ja auch schlecht für die Braunschweiger Szene sprechen, aber ich denke Logo etc. sind die gleichen Kritikpunkte, auch wenn sie nicht explizit genannt werden.

    Klar, der Aufstieg ist ähnlich rasant, da hast du recht, aber wahrscheinlich ist eben die Logo/Namensgebung bei RB dann zu offensichtlich und die oben angesprochene Überschreitung der Grenze. Die Bayer AG hat keine Standortsuche betrieben, sondern hat den einzigen Betriebssportverein, der als solcher gegründet wurde, immer bei sich behalten. RB hat dagegen verschiedene Standorte(Essen, Düsseldorf so viel ich weiß) abgeklappert, sich dann jedoch für RB entschieden, da ihr Projekt bei obigen Vereinen auf Ablehnung gestoßen ist. Diese reine Standortsuche, wo ich denn meine Marke am besten präsentieren kann(große Stadt, Bundesligafußball weit entfernt), hast du sonst nirgendwo. Das Schade-Zitat könntest du ebenso auf jeden Trikotsponsor anwenden, selbst in den untersten Klassen verspricht man sich von neuen Fußball-Trikots als Pizzeria doch mehr Aufmerksamkeit als beim Handball.

    Gut, beim historischen Unterschied kommen wir dann sowieso nicht auf einen Nenner, kann man demnach außen vor lassen.

    Wer "wir" in dem Fall ist? Die aktive Braunschweiger Fanszene müsste das sein, sind ja wie gesagt zahlreiche Gruppen, Fanclubs und eben Einzelpersonen dabei, die sich das anschließen. Gegenstimmen gibt es immer, in den Stadien gab es ja bei 12:12 auch Stimmen für das Konzeptpapier, in dem Schreiben wurde dennoch oft von wir geredet. Soll einfach heißen, dass man NIE für jeden sprechen kann, aber die aufgezählten Fanclubs, Einzelpersonen ja definitv dahinter stehen.

    Der Kernpunkt unseres Streitthemas ist ja einfach, dass für dich RB einer von vielen ist während es für andere z.B. eben die Braunschweiger Fanclubs ein einzigartiger Sonderfall ist, der eben jeden Punkt abhakt, den man nicht möchte und aufgrund seines Logos, Namens und seiner Standortsuche inklusive Brüdervereinen im Ausland, mit denen munter Handel betrieben wird, für das steht, was man nicht möchte. In Salzburg hat man ja noch dazu den alten Verein Austria einfach gelöscht und schei.ßt darauf, was vor 2005 war. Sowas steht dann eben auch für Dinge, die niemand bei seinem Klub haben möchte.

    Niemand hat von DFB-Grenzen geredet, sondern es sind wie immer subjektive. Überschreiten 23 € für einen Stehplatz irgendwelche DFB-Richtlinien? Nein. Es geht hier nur um den subjektiven Eindruck.

    Du redest mal wieder im Konjunktiv. Wenn sie dürften, dürfen sie aber aus irgendeinem Grund nicht und anscheinend sind sie nicht so dreist und probieren dann eben so ein dämliches Wortspiel(nichts anderes ist RB) und packen dann die Roten Bullen einfach ins Wappen bzw. geht es dann durch, dass die Sonne entfernt wird und bei RB Leipzig aka die roten Bullen mit eben diesen zwei roten Bullen dann niemand mehr an Red Bull denkt? Ja, der DFB findet das ok, aber so eine lächerliche Schei.ße ist dann eben die Überschreitung der persönlichen Grenze von vielen und das hast du bei deinen Beispielen mit vielen Konjunktiven eben nicht.

    Ingolstadt finde ich persönlich auch schei.ße, dennoch hast du da z.B. nicht die Standortsuche, das lächerliche Wappen, die Initialen der Firma im Namen und auch nicht einen Spitznamen, der auf die Firma hinweist. Uerdingen wollte übrigens unabhängig von Bayer sein, falls es dir bekannt ist. Dass Bayer den Breitensport nicht mehr fördert, gefällt mir übrigens auch nicht, aber nochmal:

    Wieso sollte es einen Boykott in Richtung Bayer geben? Du wirfst mir Polemik vor, bringst aber selbst die wirrsten Quervergleiche, "weil das ja alles ähnlich ist, und wer das macht, muss auch das machen". Ist das Bayer im Namen, weil die Firma damit werben wollte oder einfach weil es sich ergeben hat, weil nun mal Arbeiter des Bayer-Konzerns Sport treiben wollten? Ist das Bayer-Kreuz auf der Brust, weil die Firma damit werben wollte oder weil die Arbeiter so ihre Verbundenheit zeigen wollten? DESWEGEN gibt es keinen Boykott, bei RB stand aber schon immer und nie etwas anderes als die Vermarktung der Marke im Vordergrund. Es hätte auch RB Berlin oder RB Düsseldorf geben können, hätte keine Sau interessiert, es wäre jetzt alles genau gleich, aber Leipzig war eben der beste Standort für die Vermarktung, im Gegensatz zu Leverkusen, Wolfsburg oder Ingolstadt. Den historischen Ursprung eines Betriebssportvereins hast du aber trotzdem nur hier in Leverkusen. Dass es jetzt nur noch um Name-Dropping etc. geht, ist natürlich logisch, aber Bayer hat da nun mal einen historischen Vorteil und bei den einen schustert man da eben extrem viel Geld durch Trikot/Stadionsponsoring rein und bei RB wird da eben auf extrem lächerliche Weise im Namen durch die Abkürzung und im Logo Werbung gemacht. Die DFL greift nicht ein, aber wer behauptet denn ernsthaft, dass einen die roten Bullen von RB Leipzig mit diesem Wappen: http://media61.kanal8.de/MediaFrontend/…eipzig_LOGO.JPG ... pardon, sie haben es ja jetzt so abgeändert, dass es nicht mehr in Verbindung zu Red Bull steht :LEV18 : http://sportbuzzer.emcdn.net/images/modifie…ac1e883_742.jpg , daran erinnern. Jetzt kannst du natürlich wieder erwirdern: Ja, aber wenn sie dürften, dann würden und dann wäre es auch so. Es ist aber nicht so. Genauso gibt es nun mal kein Bayer Uerdingen mehr, weil diese unabhängig sein wollten und im Rückblick mMn sowieso komisch waren, da sie ja nicht als Werksverein gegründet wurden, sondern sich anschlossen. Fakt ist nun mal: RB hat so viele Sondermerkmale, die einem ins Auge springen, dass für viele da einfach die PERSÖNLICHE Grenze erreicht ist. Wenn deine aufgrund potentieller Szenarien, wie es denn aber auch sein könnte und warum das ja doch alles gleich ist, noch nicht erreicht ist, dann ist das natürlich auch dein gutes Recht.

    Wo hat jemals jemand gesagt, dass alles andere gut ist und nur RB böse? RB überschreitet einfach nur in den Augen vieler jede Grenze, das ist der Punkt.

    Mir wäre jetzt nicht bekannt, dass sich Finke überall umgesehen hat, paar mal abgelehnt wurde und dann den SCP neu gründete, dazu heißt er ja komischerweise nicht Fußball-Interessenten-Nationaler-Kegel-Erlebnisbund Paderborn, auch Ingolstadt kenn ich nicht als Altherren-Und-Damenclub Ingolstadt, soviel ich weiß nennen sich die Ingolstädter auch nicht die Herr der Vier Ringe und ich habe auch bei keinem der beiden Vereine einen Hinweis auf den Sponsor im Logo gesehen. Komisch, wenn das doch alles so gleich ist, müsste das doch dann überall so sein? Ich kenn jetzt auch keinen Fall von Finke New York und Finke Salzburg, bei Audi hast du natürlich die Bayern-Anteile, aber ob das mit dem munteren Spielertausch untereinander vergleichbar ist und man dann in Leipzig einen Spieler aus Österreich kauft, weil der nicht im Inland wechseln darf und dann dieser ganz zufällig zu Salzburg ausgeliehen wird? Es ist keineswegs ein alle sind gut und RB ist böse, RB unterscheidet sich einfach nur durch so viele Dinge von deinen Beispielen.

    Eine Bayer und RB History-Diskussion kann es auch nicht geben, da RB ja keine Geschichte hat.

    Bei Stehplatzpreisen über 20 € lassen sich die Vereine auch nichts zu Schulden kommen, sie dürfen ja als Veranstalter machen was sie wollen. Dennoch protestiert man da und ja, natürlich ist da auch DFB/DFL schuld, dass sie sowas durchgehen lassen. Wenn du das nur schwarz-weiß, entweder ganz oder gar nicht siehst, ok, aber ich denke, dass da noch ein Zwischenraum ist. Die Schuld trägt natürlich der DFB, aber dieses scheinheilige Ausnutzen der Regeln ist doch genauso ekelhaft.

    Leute, die bei RB waren, kann ich natürlich kritisieren, wenn sie sich so einem Projekt anschließen, das wurde ja auch getan. Doch es ist doch ein Unterschied, ob ich dort mein Geld verdiene oder eben da mehr ist, aber wenn du jetzt wieder mit der schwarz-weiß-Sicht siehst, ja, dann ist das wohl genauso schei.ße.

    Dennoch vergleichst du Äpfel mit Birnen. Zunächst ist ja Wattenscheid selbst ein gepushter Verein, aber all diese Vereine sind eben kein reines Marketingspielzeug von einer Firma und nein, das sind wir meiner Meinung nach auch nicht. Bayer hat nicht bei zig Vereinen angefragt, um sich dann doch selbst den Verein zu bauen, indem man einen bestehenden Klub quasi ausradiert und sich alles neubaut. Wenn du da keinen Unterschied sehen willst, was soll man denn dann sagen, dann verstehst natürlich auch nicht, wenn Leute da anders reagieren.

    Die meisten haben sicher Angst, dass RB der Anfang war, aber es wird ja schon deutlich, wo der Unterschied liegt: Du hast kein großes Problem mit RB, ist ja eh das gleiche wie alles bestehende und die machen ja nichts falsches.

    Wieso RB als Projekt, welches man nicht mit Geld durch Eintrittskarten zusätzlich unterstützt, aber der falsche Ansprechpartner ist, ist für mich ebenso unverständlich. Wobei, wenn wir eben in der schwarz-weiß-Welt bleiben, dann muss man doch eigentlich ganz aufhören, Fußball zu gucken. Selbst in der niedrigsten Spielklasse läuft man mit anderen Trikots auf, weil dem Sponsor schwarz-rot lieber als rot-weiß ist, also ist das doch genau das selbe, wie wenn eine Firma aus Österreich bei paar Vereinen anfragt, dann abgewiesen wird, deswegen überlegt, wo man seine Produkt RB am besten vermarkten kann und einen bestehenden Verein dann ausradiert, um RBL zu gründen.

    Wenn Union das Spiel überhaupt besucht...

    Tapeworm

    Die Frage bleibt ja, wie man das sonst angehen soll? Alle Proteste haben ja nichts gebracht, sein ganzes Fanleben wegen RB aufzugeben(kompletter Boykott der Liga wie du gemeint hast) ist wohl auch falsch, dann bleibt eben doch vor allem das Gastspiel,bei dem man ganz klar RBL Geld zukommen lässt.

    Ich bin ja kein Braunschweiger, nur so hab ich mir versucht, die Reaktion zu erklären, weil eben das Geld dem eigenen Verein und nicht RB zu gute kommt.

    Was es gebracht hat? Man muss doch nicht immer, nur weil es wahrscheinlich nichts bringt, immer die Sache mittragen, das ist es doch. Irgendwann werden die Preise auch über 20 € für nen Stehplatz liegen, soll man dann jetzt auch schon das bezahlen? Irgendwann wird auch wieder etwas in Richtung Sicherheitspapier kommen, deswegen kann ich es für den Moment ja trotzdem noch "verhindern". RB kommt nach oben, das steht fest, nur müssen ja die Vereine durch Testspiele dann nicht auch noch freiwillig den sportlichen Gegner mimen und dann soll eben RB von Anfang an solche Vereine nehmen, bei denen die GF nicht einknickt, wo ist denn das Problem?

    Wow, hätte mich auch überrascht, wenn Rangnick jetzt sagt, dass ihn das stört. Nochmal: Jeder Fan bzw. dann jeder Verein kann doch für sich selbst entscheiden, wie er mit RB umgehen möchte. Dass man aber den Leuten, die überhaupt irgendwas machen wie für Spielabsagen "werben" oder eben gar nicht hinfahren, irgendwie Inkonsequenz zu unterstellen, ist doch einfach falsch, weil das eben subjektiv ist, was man seine Grenze zieht und wenn man das durch irgendwelche Konstrukte "wer das boykottiert, muss auch das und das und das machen" in Frage stellt, kannst du jeden Protest irgendwelcher Fans in Frage stellen.

    Weißt du denn sicher, ob die das nächste Spiel in Leipzig besuchen oder beziehst du das aufs folgende Auswärtsspiel? Dazu ist der Unterschied wohl deshalb zu sehen, dass der Heimverein gern finanzielle Unterstützung in Form von Eintrittsgeld bekommen darf, RB aber nicht. Natürlich geht das RB am Arsch vorbei, aber deswegen ist doch der Protest nicht schlechter. Der Block war auch schon trotz Kein Zwanni Boykott voll(Stuttgart-BVB), deswegen ist es doch auch nicht falsch. Es geht hier hier einzig und allein drum, was die Braunschweiger Fans eben noch mittragen wollen und anscheinend wollen sie nicht Geld zahlen, um in einem Stadion eines Vereins zu stehen, den sie verachten und der gegen Kritik rigoros vorgeht. Du kannst es mit der Konsequenz immer weiter konstruieren, nach dem das Sicherheitspapier durchgekommen ist, wenn auch abgeschwächt, wurde ja trotzdem weiter supportet. War dann ganz 12:12 inkonsequent? Ist es nicht inkonsequent, wenn man einen Dialog will und denen dennoch Fi.ck Dich entgegen brüllt? Wie soll man denn dem DFB/DFL eine Reaktion zeigen, die angebracht wäre? Mir kommt da eben nur in den Sinn, dass man Spiele mit deren Beteiligung eben nicht besuchen möchte. Wenn das auch Heimspiele wären, wäre das sicherlich nicht verkehrt, aber darunter leidet ja dann der eigene Verein, beim Auswärtsspiel gibt man eben symbolisch nix aus. Es hindert ja RB auch nicht, dass kaum einer der Gegner deren Gesöff trinkt, dennoch machen es viele. Du kannst letztendlich jeden Protest irgendwie in einem Zusammenhang zeigen, in dem er dann inkonsequent wirkt(gerade im Fußball) oder halt einfach das mit "Bringt ja eh nix" abstempeln, aber so schlecht sehe ich diese Alternative eben nicht an.

    Der Verein hat sich auch geäußert und wird kein Public Viewing organisieren

    http://www.faszination-fankurve.de/index.php?head…d=22&bild_nr=17

    Dein Argument Spiel gucken ist trotzdem Aufmerksamkeit, kann ich ja schon auf gewisse Weise nachvollziehen(habe selbst 0 Sekunden WM geschaut), nur ist es in meinen Augen eben schon ein Unterschied, ob man das mitmacht und da wie an einen normalen Stadionbesuch rangeht oder eben nicht. Bei den Kein Zwanni Protesten gabs ja jetzt auch schon verschiedene Verhaltensweisen(keine Karten kaufen, Spiel im Radio verfolgen, Spiel der Amateure verfolgen), aber sie alle haben eben was gemeinsam: Es wird eine Reaktion auf etwas gezeigt, was einem nicht gefällt und da halte ich das für deutlich konsequenter als wenn man seit Jahren die Entwicklung des modernen Fußballs anprangert und dann doch null Reaktion zeigt, aber wie gesagt, das muss eben jede Fanszene für sich entscheiden.

    Das hier ist der 2. Bundesliga - Thread, das steht hier irgendwo versteckt, vielleicht hast du es überlesen. Ich finde es ganz interessant, wie diverse Fanszenen auf RB reagieren und daher hab ich es hier gepostet und ja, meiner Meinung nach, macht es schon einen Unterschied, ob im Zentralstadion dann ein voller Gästeblock steht oder eben nicht. Aber schön, wenn es dir egal ist, wieso äußerst du dich dann? Genau das ist doch eigentlich dein Vorwurf, nur selbst redest du darüber anstatt solche Themen, die dir ja anscheinend so egal sind, einfach zu ignorieren.

    "In Eintracht gegen Red Bull

    Der 13. September wird kein schöner Tag sein, das steht schon jetzt fest. Denn ganz egal, wie unsere Eintracht an jenem Samstag im Leipziger Zentralstadion gegen “Rasenballsport” Leipzig spielen wird – dass wir überhaupt zu einem Pflichtspiel gegen das Farmteam von Red Bulls Gnaden antreten müssen, ist eine Schande für den deutschen Fußball. Dass sowohl DFB, als auch DFL trotz aller Lippenbekenntnisse für das Wahren von Tradition in der Bundesliga den Leipzigern eine Lizenz erteilt haben, ist ungeheuerlich – aber leider nicht mehr zu ändern.

    Gleichwohl können wir Fans – im Gegensatz zu den Funktionären in Frankfurt – eine klare Linie verfolgen. Wir können unser mindestmögliche Machen – und Red Bull damit das zukommen lassen, was sie verdienen: NICHTS! Keine Aufmerksamkeit und nicht einen Cent an Eintrittsgeldern."

    http://www.cattiva-brunsviga.de/wordpress/?p=2354

    Der Auftakt der Werkself im Überblick:

    1. Spieltag,
    Sa. 23.08., 18.30 Uhr: Borussia Dortmund – Bayer 04

    2. Spieltag,
    Sa. 30.08., 15.30 Uhr: Bayer 04 – Hertha BSC

    3. Spieltag,
    Fr., 12.09., 20.30 Uhr: Bayer 04 – Werder Bremen

    4. Spieltag,
    So, 21.09., 15.30 Uhr: VfL Wolfsburg – Bayer 04


    Quelle: bayer04.de