Naja, gleichzeitig wird man aber auch als Gesellschaft immer produktiver. Es wird eine ordentliche Delle bei den Babyboomern geben, aber ich sehe das prinzipiell schon zu wuppen. Es müsste halt nur mehr beim Thema Bildung passieren und Innovationskraft muss gefördert werden. Übrigens ist es im Kapitalismus völlig bescheuert, Kapital so zu schützen, wie es viele Länder machen. Innovationen entstehen vor allem im Kapitalismus durch das Versprechen auf höhere Gewinne. Wenn ich aber die Sau fett werden lasse und ihr das Essen nicht verknappe, wird sie niemals aufstehen und sich ne andere Futterstelle erschließen. So hat Deutschland z.B. die Automobilbranche so lange verhätschelt, bis sie irgendwann krepieren wird, weil sie einfach null innovativ war und es auch nicht sein musste.
Letztendlich muss nur Arbeit besser bezahlt werden, schon kann auch die Rente auf sicheren Beinen stehen. Solange aber immer mehr Arbeit zu Kapital abfliest, gibt es Probleme. In Deutschland, wie auch in vielen anderen Ländern, akkumuliert sich das Kapital immer mehr auf einzelne Personen oder Konzerne.
Oder anders gesagt: Als Gesellschaft sind wir produktiv genug, um ausreichend Geld (oder besser gesagt: die Grundbedürfnisse + paar Extras) zu erwirtschaften. Es ist halt nur nicht sozialverträglich verteilt, deswegen fliegt uns alles (Fluchtbewegungen, Klimakatastrophe, Verlust hochwertiger Arbeitsplätze usw.) zeitnah um die Ohren.
Da wird auch längeres Arbeiten oder ein zynisches Zusatz-Pflichtjahr nichts bringen. Es sei denn, man will das alte Menschen einfach nur früh sterben, weil sie entweder einfach umfallen oder suizidär wären. Halte ich beides für völlig inhuman und nicht akzeptabel.
Wird gruselig werden...