Beiträge von Merkwuerden

    Bei aller berechtigten Kritik an der 2021er Wahl in Berlin: Dass dort ein Wahlhelfer Wahlbetrug durch Umwidmung von Stimmen von der AFD zu den Grünen zugegeben haben soll, ist eine Erfindung von dir.

    Evtl. hat er das nur verwechselt, da in Pankow ein Linker Politiker mit den Stimmen der AfD zum Bezirksbürgermeister gewählt wurde.

    Alleine, dass man hierzulande den Staat als Bananenrepublik bezeichnen kann oder Politikerinnen und Politiker als das eine oder andere titulieren kann ohne direkt irgenwohin zu verschwinden oder Frauen bei Schwangerschaft über ihren eigenen Körper entscheiden können oder 99 von 100 Wahlen korrekt ablaufen oder, oder, oder macht diesen Staat sicherlich nicht perfekt, aber Bananenrepublik?

    Auch hier empfehle ich den Film das Leben des Brian: "Was haben die Römer für uns getan?"

    Es steht hier jedem frei, in die Politik zu gehen und es besser zu machen.

    Dass bei der Wahl in Berlin wirklich gröbster Mist gebaut wurde ist unbestritten. Da hat man wohl die Herausforderung vier(!!!) Wahlen gleichzeitig durchzuführen massiv unterschätzt - obwohl man dachte damit Geld sparen zu können. Dass aufgrund der Versäumnisse Wähler, die schon Stunden anstanden, auch nach 18 Uhr noch wählen durften ist unbestritten - und sieht übrigens das Wahlgesetz auch vor. Aufgrund der Unregelmäßigkeiten, wurden Nachzählungen veranlasst und von nahezu allen Parteien Neuwahlen gefordert. Das Ganze ging von vorne bis hinten durch die Presse und wurde thematisiert. In einer Bananenrepublik hätte als Ergebnis 99,7 % für eine Partei dagestanden und keiner hätte auch nur einen Hauch an Zweifel am Wahlergebnis äußern dürfen. Mir fehlen hier bei einigen Beurteilungen die Relationen.

    Und jetzt mal ernsthaft hinterfragt, Willibert1967: Läuft in der von dir organisierten Familie alles immer nach Plan und immer alles gerecht und macht in deiner Familie keiner Fehler und sagt hinterher: Mist, das war nix? Vielleicht erscheint dir zum Zeitpunkt der Entscheidung eine Lösung als richtig und stellt sich hinterher als falsch raus. Mir jedenfalls geht es so und ich glaube, dass dies auch durchaus menschlich ist, dass man halt Dinge nicht aus Bosheit, sondern aus zu dem Zeitpunkt richtig erscheinenden Gründen macht. Den Stab über Personen zu brechen und immer Bosheit zu unterstellen, ohne selber in der Verantwortung zu stehen, finde ich gewagt. Was nicht abstreitet, dass es Mißbrauch, Bosheit und Betrug gibt. Im Großen wie im Kleinen (eventuell sollte jeder mal seine Steuererklärung genaustens überprüfen).

    Was mir auffällt - nicht nur in diesem Forum - ist, dass der Respekt vor den Anderen geringer wird. Hier wird ein Spieler heute willkommen geheißen und morgen verdammt. Ein Politiker, der sich vielleicht ernsthafte Sorgen macht und in Verantwortung steht, wird - egal was er macht - als Idiot bezeichnet. Es ist so leicht geworden Leute zu beleidigen, zu diffamieren, zu verurteilen - und man findet immer irgendwie Gleichgesinnte, fühlt sich bestätigt und setzt noch einen drauf, weitet die Grenzen aus. Und leider schwappt dieses Verhalten auch immer mehr ins reale Leben über.

    Ich habe die Wahl ein Erleuchteter zu sein oder ein Schlafschaf - folge ich der heiligen Sandale oder der Flasche des Meisters - um beim Leben des Brian zu bleiben.

    Nachdem ich mir das jetzt wirklich alles durchgelesen habe, bin ich für die Umbenennung des Threads in "Glaube und Religion". Jeder sucht sich seinen Messias, dem er folgt, jeder kann seine ureigensten persönlichen Erleuchtungen und Erfahrungen zum Besten geben, selber Messias werden und Jünger um sich scharen.

    Auf das Solidaritätsgefasel habe ich noch nie etwas gegeben. Ich bin kein Wohlfahrer und werde mit Sicherheit keine vorbeugenden Maßnahmen treffen, um mit der Corona Infektion verbundene leichte Erkältungssymptome zu verhüten.

    Und die ganze Faselei um das Tragen einer Maske hat einen Logikfehler: Man kann mit dem Masketragen das Infektionsgeschehen verlangsamen. Das führt aber nicht zur Verhinderung von Infektionen, sondern lediglich zu einer Streckung der Infektionskurve. Kurzum es ist alberner Blödsinn, der in Laborstudien super Ergebnisse erzielt, aber in der Praxis versagt.

    Und auch wenn SPD Journaille schon wieder den "vollen Instrumentenkasten" fordert bleibe ich vorsichtig optimistisch für den Herbst/Winter. Die FDP hat bei uns in Niedersachsen und in Bayern (2023) Landtagswahlen zu bestreiten und die eigenen Wähler erwarten, dass die FDP als Leuchtturm gegen totalitäre, antifreiheitliche und kollektivistische Strömungen standhält.

    Ein liberaler Vordenker hat einmal treffend formuliert: "Ein freier Mensch muss es ertragen können, dass seine Mitmenschen anders handeln und anders leben, als er es für richtig hält, und muss sich abgewöhnen, sobald ihm etwas nicht gefällt, nach der Polizei zu rufen".

    Wie ich schon schrieb, es sollte jeder für sich entscheiden und die Fragen beantworten, wie er oder sie es für richtig hält. Was mir allerdings bei deiner Schreiberei auffällt ist, dass du latent agressiv formulierst. Fühlst du dich eigentlich besser, wenn es die anderen sind die "faseln" oder "Blödsinn" erzählen und nur du bist derjenige der "komplex" argumentiert und den Durchblick hat? Ist das Leben nicht ein wenig einsam, wenn man nur auf seine und nicht auf andere Meinungen schaut bzw. von sich derartig eingenommen ist, dass man die Meinung anderer einfach immer abwertet? Geht es Dir um Meinungs- oder Gedankenaustausch oder möchtest du eigentlich nur recht haben. Wenn es dich glücklich macht, sei es dir natürlich gegönnt.

    Dein liberaler Vordenker Ludwig von Mises hat diesen Satz übrigens in einem völlig anderen Zusammenhang im Jahr 1927 formuliert. Du könntest ja mal überprüfen ob das eventuell ein "rechtstheoretischer Fehler" sein könnte, derartige Sachverhalte miteinander zu verknüpfen. Sorry, das war wohl wieder etwas zu unterkomplex für dich.

    Oh, da hast du dich bei deiner Antwort aber sicher sehr angestrengt, auch wenn sie meines Erachtens das Thema verfehlt bzw. an den Fragestellungen vorbei geht. Das könnte aber natürlich durch meine unterkomplexe Argumentation bedingt sein, für die ich mich natürlich bei dir gerne entschuldige. Mit Sicherheit wollte ich dich nicht unterfordern.

    Hier wurde mehrfach davon geschrieben, dass es jeder für sich eigenverantwortlich entscheiden solle, ob und wenn ja, welche Maßnahme er mitträgt und welche nicht, weil es ja um seine Gesundheit gehen würde. Völlig unwesentlich ist in diesem Zusammenhang eine jegliche Staatsform, egal ob freiheitlicher Rechtsstaat oder von Repressionen geprägte Dikatur oder was auch immer. Der Satz ist natürlich fantastisch komplex formuliert, lenkt aber vom Thema nur ab.

    Es gibt meiner Meinung nach - ich hoffe du verzeihst die Formulierungen eines eher schlichten Gemütes - neben der Eigenverantwortung, im Sinne einer Verantwortung für sich selber, innerhalb der meisten Gesellschaften auch eine Verwantwortung gegenüber anderen. Man entscheidet in einigen Fällen eben nicht nur für sich, sondern beeinflusst damit auch direkt das Leben anderer. Wenn ich das Risiko für andere minimieren kann in dem ich eine für mich kleine Einschränkung in Kauf nehme, dann ist das einfach nur meine Entscheidung. Wenn das für dich schon "um jeden Preis" ist, legen wir wohl ein unterschiedliches Wertesystem zu Grunde.

    Allerdings glaube ich, dass du meine, in deinen Augen eher anspruchslose Argumentation schon vorher verstanden hat. Solltest du das aber tatsächlich anders verstanden haben, sollten wir in Erwägung ziehen, dass die Argumentation eventuell für dich zu komplex war. Natürlich würde ich mich auch dafür dann entschuldigen. :)

    Ich unterscheide da gar nicht zwischen gut und böse. Sondern stelle Fragen, die jeder für sich beantworten muss. Wenn Du guten Gewissens zu dem Schluss kommst, dass du bestimmte Dinge anders machen möchtest, dann soll das so sein. Da ich dich nicht persönlich kenne unterstelle ich Dir auch nicht mehr Egoismus als mir selber. Aber wenn man mich fragt: ja, es gibt Leute, die aus purem Egoismus allen Nutzen aus einer Gesellschaft ziehen und nicht bereits sind zum Gemeinwohl in bestimmten Bereich zurückzustecken - was sie aber nicht daran hindert, bei allem was ihnen negativ passiert den Staat und die übrige Gesellschaft als Schuldige auszumachen. Aus Erfahrung heraus unterstelle ich jedem Egoismus, das finde ich weder unerträglich noch unredlich, sondern durchaus realistisch. Und nehme ich mich dabei aus? Nein, natürlich ist jeder auch auf sein Wohl bedacht - nur die Grenzziehung bis wohin Egoismus gehen sollte ist äußerst variabel und wohl auch Ansichtssache.

    Deinen letzten Satz finde ich bemerkenswert "VIELE mussten auf VIELES verzichten um TEILWEISE diejenigen zu schützen, die es gar nicht wollten" - Das ist äußerst vage und man könnte es auch so formulieren: "EINIGE mussten auf EINIGES verzichten um VIELE zu schützen, die das nötig hatten".

    Und wer wofür verantwortlich ist, ist schwer zu definieren. Und wenn man jemand bewusst auf verantwortliches Verhalten für sich selbst verzichtet, wie es zum Beispiel in der Deltawelle für viele Ungeimpfte galt, tue ich mich schwer damit, dafür in Geiselhaft genommen zu werden oder die jüngsten dafür in Geiselhaft zu nehmen.

    Nicht übel nehmen, aber das ist in meinen Augen eine Ausrede. In einer funktionierenden Gesellschaft ist jeder für jeden verantwortlich. Das ist nicht schwer zu definieren. Natürlich kann man sein Eigenwohl über das der anderen stellen. Aber wer nimmt dann wen in Geiselhaft?

    Nur mal so Gedanken zum Thema, die mich beschäftigen bzw. bschäftigt haben.

    Immer wieder lese ich von "Eigenverantwortung". Eigenverantwortung von wem? Jedem einzelnen? Ist jeder hier nur für sich verantwortlich? Kann man bei wirklich jedem auf Verantwortungsbewußtsein zählen? Ist die Menschheit eine Masse von Leuten, die identische Vorstellungen von Verantwortungsbewußtsein hat? Trage ich nicht Verantwortung für meine Mitmenschen? Ist es von Bedeutung ob Masken zu 10 % oder 80 % schützen? Was, wenn das Tragen einer Maske auch nur ein Menschenleben retten würde, hätte es sich dann gelohnt oder ist ein wenig Schwund in der Bevölkerung eingepreist? Durchseuchung? Was ist wenn es jemanden aus Deinem Verwandten- oder engen Bekanntenkreis trifft - egal?

    Die Fragen habe ich für mich beantwortet. Genügend Betroffene habe ich gesehen und erlebt, hautnah. Für mich ist es unmöglich wegzusehen. Und sollte mein Handeln auch nur einem geholfen haben, dann hat sich das für mich gelohnt. Und hat es keinem geholfen, dann hat mich das Tragen der blöden Maske auch nicht wirklich viel gekostet - es ist lästig, klar - na und?

    Lieber AgentM,

    du wirst einen armen Menschen wie den Kollegen C. mit Worten nicht heilen können. Derartige Menschen leben in ihrer ureigensten Welt. Sie lassen keine Zweifel daran zu, weil das Ihr Leben in Zweifel ziehen würde. C. benötigt dazu noch eine Bühne auf der er sich als der "Erleuchtete" darstellen kann. In seiner Welt weiss er nicht nur mehr, er weiss einfach alles - zu jedem Thema. Früher, also viel, viel früher wären solche Geschöpfe einfach von Dinosauriern gefressen worden und gut wäre es gewesen. Jetzt könnten wir bedauern, dass Dinos ausgestorben sind, aber ändern können wir das nicht. Aber geben wir ihnen bitte nicht die Bühne, sondern belassen wir sie in den schönen hellblauen Balken - da gehören sie hin.