Beiträge von Mikar68

    Das 4-5-1 kam ihm über weite Strecken sehr entgegen und wenn er aus dem Zentrum agiert bzw. ab und an in den Halbräumen auftaucht, kann er sich einbringen und wichtig sein. Für ein effektives Kombinationsspiel braucht es als Grundlage darüber hinaus allerdings ein abgestimmtes Positionsspiel und entsprechende Struktur im Spiel, beides fehlt uns. Für sein Spiel ist dies jedoch notwendig. Unser Zentrum ist für ein ballbesitzorientieres Aufbauspiel weder mit den notwendigen Automatismen ausgestattet, noch mit der vorderen Reihe gesamtmannschaftlich abgestimmt. Der Schwerpunkt im Verlassen auf individuelle Qualität und Gelgenheiten ist nach wie vor recht ausgeprägt. Gelingt es uns im Laufe des Spiels dennoch, mit klugen, raumöffnenden Pässen Linien zu überspielen, antizipierten die sich in die Tiefe bewegenden Spieler in der Regel diese Vorhaben, während im Zentrum über ein, zwei weitere Stationen das Tempo angepasst wurde, so dass in letzter Konsequenz, mit einem zielgerichteten Pass, auch Gefahr entsteht. Es geschieht nur zu selten; grunsätzlich ist dies jedoch genau seine Rolle...

    Wieder sehr gut analysiert, bin beeindruckt und erleichtert, dass es hier auch Realisten und offensichtliche Kenner gibt.


    Das trifft in der Tat schon sehr den Kern. Unser Spiel basiert vom Grundgedanken auf der Idee der kontrollierten Offensive à la Rehagel, ist dabei über weite Strecken jedoch mit sehr verwaltenden Elementen gespickt, unabhängig vom Spielstand. Ein Spiel grundsätzlich in dieser Form anzugehen, ist durchaus praktikabel, solange der Versuch im Fokus bleibt, am Ende ein Tor mehr zu erzielen, als der Gegner. Dieses Streben geht uns in einigen Spiel völlig ab und die Vorhaben desselben sind kaum zu erahnen. Bei Rückstand und fortgeschrittener Zeit geben wir diese Linie dann häufig im Gesamten auf und verlieren unsere Grundordnung oftmals gar komplett, als kehren wir den Ansatz ins Gegenteil.

    Unserem Spiel ist darüber hinaus immer wieder die Abhängigkeit von Zufallskomponenten anzusehen, im Besonderen in den Anfangsphasen. Tiefestehende Gegner fordern uns oft Geduld ab, die wir nicht aufbringen; ergeben sich dennoch Chancen, die wir nutzen, stehen wir in der Folge tiefer und sind in der Lage, sogar recht abgeklärt zu agieren. Lassen wir die Situationen liegen, versuchen wir mit Bestrebungen im Sinne "mehr desselben" noch kompakter nach vorn zu schieben und die gegnerische Hälfte in Gänze zu besetzen, während die Restverteidigung brüchig wird. Entgegen kommen uns hochstehende Gegner, die mutig sind und bereits in der ersten Linie pressen; sie geben uns Räume, die unsere Stärken hinsichtlich Geschwindigkeit und Kombinationen in direktem Vertikalspiel ermöglichen. Damit verlassen wir allerdings die Idee des ballbesitzorientierten Spiels, unsere Grundhaltung, mit der wir ins Spiel gehen. Wir kontrollieren im Vorfeld dieser vielfach erfolgerichen Situationen letztlich weniger den Ball, erlangen jedoch Kontrolle über das Spiel. Ein Paradoxon entsteht. Unsere Stärken kommen mehr zum Tragen, wenn wir die Auffassung unseres Spielideals ein wenig verlassen...

    Finde ich sehr gut analysiert. :bayerapplaus

    Naja, haben Teams, die eine stabile Abwehr haben und in Führung gehen, in der Regel nicht immer gute Karten - unabhängig vom Bosz-System?

    In der Auswertung "Punkte nach Rückstand" liegen wir mit 1.0/Spiel noch im oberen Drittel. Viel besser sind da eigentlich nur die Bayern (Quelle). Bei "Punkten nach Führung" sind wir hingegen knapp hinter Bayern und RB top (Quelle). Macht Sportkamerad Alario oder einer seiner Kollegen gestern eine der vielen Chancen in den ersten Minuten rein, gehen wir laut diesr Auswertung sehr wahrscheinlich als Sieger vom Platz. Bosz-Taktik hin oder her...

    Wir sind halt nach Leipzig (7) das Team mit den wenigsten Rückständen in der Liga (8). Meiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg. Weder Alario noch Schick trafen zuletzt so regelmässig wie zuvor. Dann steigt das Risiko von Rückständen und damit, ganz allgemein für jedes Team, auch das Risiko einer Niedrlage. Hinzu kommen dämliche Abwehrfehler. Mit einer speziellen Taktik hat das letztendlich gar nicht so viel zu tun.


    Ansteff verteidigt in schöner Regelmäßigkeit die Protagonisten der Fußball GmbH wie eine Löwenmutter ihre Jungen, aber das kennen wir ja. Natürlich ist er nicht der Einzige und all die betreffenden User wissen auch warum. Ich gehöre nicht dazu und darf deshalb schreiben, wovon ich überzeugt bin.

    Selbstverständlich hat es mit allem zu tun, allem voran Taktik und Mentalität. Klopp fuhr mit Liverpool fast ohne Punktverlust in der letzten Saison die Meisterschaft ein. Ich bin mir inzwischen sicher, hätte Bosz genau diese Mannschaft trainiert, Liverpool hätte es nicht mal in die Champions-League geschafft. Ein großes Manko bei Bosz ist die fehlende, von Natur aus gegebene Eigenschaft, den Spielern Woche für Woche Begeisterung, Siegermentalität, den Glauben an sich, die Bereitschaft, auch mal notfalls den inneren Schweinehund zu überwinden, einzutrichtern – neben einer offensichtlichen taktischen Inflexibilität.

    Die Bayer AG hat die Erwartung an ihre Tochter, dass sie sich bestenfalls regelmäßig für die Champions-League qualifiziert – alles andere macht in meinen Augen auch keinen Sinn. Zur Begründung:

    Wir, also die sogenannte Werkself, funktionieren auf Dauer nur dann, wenn man regelmäßig ganz oben angreift und Spektakel abliefert. Wir sind nun mal nicht der klassische Traditionsverein mit dem gigantischen Zuspruch und einer großen Fanbasis. Um sich auch in Zukunft starke Kader leisten zu können, um vielleicht irgendwann mal auch etwas in den Händen halten zu können, braucht es neben der Bayer AG auch finanzkräftige Sponsoren, die nur auf unseren Zug aufspringen, wenn wir Spektakel abliefern. Es wird kein Sponsor wegen unserer Tradition kommen oder weil unsere, im Fernsehen übertragenden Spiele, Straßenfeger sind.

    Regelmäßige Qualifikation für die Champions-League, Top 16 Europas – mit dem entsprechenden wirtschaftlichen Aufwand machbar – aber nicht mit einem Trainer Bosz.

    Man muss nicht drumherum reden: Diese Mannschaft stellt sich eigentlich schon seit Wochen vor allem in der Offensive fast von selbst auf. Ist lange gut gegangen, aber wenn einige der Jungs nun langsam mal eine Pause brauchen, kann Bosz sie ihnen schlicht und ergreifend nicht geben.


    Wenn wir uns letzte Saison mit den zur Verfügung gestandenen Spielern souverän für die Champions-League qualifiziert hätten, könnte ich deiner Argumentation sogar folgen. Aber mit den in zwei Jahren unter Bosz gesammelten Eindrücken bin ich mir nicht sicher, ob ich deiner Argumentation folgen sollte – ich denke nicht. :levz1 Als Herrlich hier Trainer war, lag es – nicht nur bei dir – auch nur am Kader. Aber gut, ist ja auch egal.
    Auch mit einem kompletten Kader wäre unter Bosz die einzige Konstante die Inkonstanz und so wird das natürlich nie etwas mit dem Erreichen der selbst gesteckten Ziele.

    Das Beruhigende für mich ist, sollte die Geschäftsführung im Einklang mit der Bayer AG die Umsetzung der selbst formulierten Ziele ernsthaft angehen wollen, werden sie in der Trainerfrage zur kommenden Saison andere Wege gehen müssen, ob es hier dem ein oder anderen gefällt oder nicht. Dass ich persönlich nichts dagegen hätte, dürfte kein Geheimnis sein. :LEV19
    Ja und wenn das jüngste Formulieren von Ansprüchen nur heiße Luft war, dann ist es auch gut – mal abgesehen von meiner Gesundheit.

    Wennn die Gäeule mit dir durchgehen, gwewinnst du u.U. auch mal meine Beachtung.

    Für wen sind sie das? In Dortmund und Paris sahen sie Tuchel zumindest anders. Und Unkonstant können die auch...

    Ein Titeltrauma hab ich nicht. Ich hatte immerhin das Privileg bei unseren beiden Titelgewinnen live dabei gewesen zu sein. :D
    Und interessant, dass du anerkennst, dass 2000 ein anderer Club um 7 Tore besser war, obwohl das letzte Spiel bei einem Underdog famos in den Sand gesetzt wurde, ein sehr ähnliche Umstand in der letzten Saison aber von dir zum Drama gemacht wurde. Ab dem 30. Spieltag waren wir 2000 mit 3 Punkten vor den Bayern. Um dich mal zu zitieren: "Das musste die Messlatte für das letzte Saisonspiel sein" Und dann schaffte Daum es mit seiner Truppe nicht, den einen notwendigen Punkt in Haching zu holen. Und das, abwohl nach dem blamablen Aus gegen Waldhof Mannheim im ersten Pokalauftritt und dem dämlichen Aussscheiden zuerst aus der CL daheim gegen Maribor und dann aus der EL daheim gegen Udinese (was für ein erbärmliches Kackspiel, der Kicker titelte "Daum lag voll daneben"!) in der Rückrunde nur noch die Liga anstand. Das ist der Inbegriff des Scheiterns im entscheidenden Spiel. War bitter, das im Stadion miterleben zu müssen.

    Zumindest war er bei uns konstant titellos und konstant erfolglos in den Wettbewerben ausserhalb der Liga. Damit hast du recht. Und das schreibe ich, obwohl ich ihn sehr schätze.

    Du wirst doch wohl nicht etwa meine brillanten Beiträge diskreditieren wollen? Schäm dich und denk darüber nach. :levz1

    Selbstverständlich hast du ein Titeltrauma. Immer gemessen an der Qualität im Kader, war es damals Pflicht, zumindest die Champions-League zu erreichen, das schaffte Daum fast immer in imponierender Art und Weise. Genauso war es letzte Saison mit dem zweitstärksten Kader der Liga Pflicht, zumindest die Champions-League zu erreichen. Das schaffte Bosz nicht und das auch noch mit einem Kader, mit dem es eigentlich unmöglich war, die Champions-League nicht zu erreichen. Pokalsiege, Meisterschaften wären toll, sind aber in meinen Augen nur Kür, vorausgesetzt, dass man den Realitätssinn nicht ganz verloren hat. Erst müssen die Pflichtaufgaben erledigt werden. Bei Daum gab es fast in jedem Ligaspiel Torchancen en masse. Das ist bei uns inzwischen Mangelware, obwohl wir Spieler im Kader haben, die dazu in der Lage wären, echte, hochkarätige Torchancen herauszuspielen. Ballbesitz ist schön und gut, Dominanz im Spiel und das regelmäßige Herausspielen von Torchancen, die den Namen auch verdienen, ist bei uns aber Mangelware. Es gibt immer mal wieder Ausreißer nach oben, aber oft genug eben auch nach unten. Diese Inkonstanz gab es unter Daum in der Liga zu keinem Zeitpunkt. Und diese Inkonstanz würde es mit diesem Kader, der Bayer 04 zur Verfügung steht, auch unter Tuchel, Klopp oder auch Hasenhüttl nicht geben. Ich lasse mich natürlich gern im weiteren Verlauf dieser Saison eines Besseren belehren. Ich bin gespannt.

    Ist das der Grund, warum du Daum als Avatar zur Schau stellst? Weil der Großmeister genau das immer wieder hinbekommen hat, was du Bosz vorwirfst? Also mangelnde Konstanz und Versagen in entscheidenden Spielen? Also in Analogie zur Frage an Bosz: "warum in den drei Bundesligaspielen zuvor die Leistung am Dienstag nicht ansatzweise abgerufen wurde", die Frage an Daum, warum die riesige Titelchance im alles entscheidenden Spiel in Haching versiebt wurde? Oder in vielen internationalen Spielen und Pokalspielen nicht so überzeugend agiert wurde wie teilweise in anderen Spielen, was dann zur Folge hatte, dass wir in 4 kompletten Spielzeiten unter ihm nur einmal in einem zweiten Wettbewerb überwinterten und so insgesamt nur 2 Spiele ausserhalb des normalen Ligabetriebs in der Rückrunde bestritten? Ganz schön perfide von dir!

    Vielleicht könntest du auch das Bild von Hasenhüttl verwenden. Denn auch unter ihm mangelt es seinem Team an fehlender Konstanz. Überzeugende Siege gegen z.B. Liverpool folgen auf Punktverluste gegen vermeintliche Underdogs, aus im League Cup gegen einen Zweitligisten. Oder Nagelsmann, der mit seiner Truppe im Ligabetrieb ähnlich "unkonstant" spielt wie wir und so nur lumpige 3 Punkte mehr auf dem Konto hat. Oder Klopp, dem in Liverpool aktuell ähnliches gelingt? Oder Tuchel, der u.a. wegen unkonstanten Leistungen gefeuert wurde. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen...

    @ User Ansteff:
    Du reagierst ja schon wieder auf einem Beitrag von mir, du wolltest mich doch ignorieren. :LEV14
    Ist natürlich alles Käse, was du hier schreibst, weil du immer wieder Äpfel mit Birnen vergleichst und alles aus dem Zusammenhang reißt. Man kann doch z. B. nicht ernsthaft den Hasenhüttl dafür verantwortlich machen, dass nicht konstant auf höchstem Niveau gepunktet wird, nicht bei dem Kader, den er im Vergleich zu anderen Mannschaften in der Premier-League zur Verfügung hat. Das macht er dort schon außergewöhnlich gut. Tuchel und Klopp sind über jeden Zweifel erhaben.
    Und du musst unbedingt endlich mal dein Titeltrauma loswerden. Diese von dir immer wieder erwähnte Saison, die für dich inzwischen offensichtlich zur Manie wurde, war bis auf den letzten Spieltag eine herausragende Saison, wie übrigens fast jede unter Daum, an deren Ende die souveräne Qualifikation zur Champions-League stand. Am Ende waren halt die Bayern über die gesamte Saison 7 Tore besser als wir und das muss man dann auch mal anerkennen, so schwer es auch fällt. Dieses ständige Auf und Ab, wie unter dem aktuellen Trainer, gab es jedenfalls unter Daum in nicht einer Saison und er war länger hier, als Bosz bisher.

    Wie auch immer, diese Selbstzufriedenheit, diese Anspruchslosigkeit, sich mit dem bisher Erreichtem zufriedenzugeben, gehört in diesem Verein und seinem Umfeld ausgemerzt. Mit diesem Phlegma, wie es hier im Forum teilweise regelrecht grassiert, würden die Verantwortlichen der Fußball GmbH selbige bald auflösen und abwickeln lassen können.

    Ernsthaft, wer nach dem Spiel gestern heute das Bedürfnis hat, sich bei W11 anzumelden und den Trainer durch den Kakao zu ziehen, hat Probleme, die er erstmal selber bewältigen sollte...

    Jo, Peter Bosz passt aktuell wirklich sehr gut! Gibt einfach keinen, den ich aktuell und realitstisch für einen besseren Trainer halte.


    Die Mannschaft, inklusive Trainer, nach so einem Spiel wieder mal dermaßen in den Himmel zu loben, ist völlig fehl am Platz, aber mal wieder typisch. Man kann sich natürlich über diesen Sieg und das größtenteils gute und leidenschaftliche Spiel der Mannschaft freuen. Aber die alles entscheidende Frage muss lauten, warum in den drei Bundesligaspielen zuvor die Leistung am Dienstag nicht ansatzweise abgerufen wurde. Hier muss der Hebel angesetzt und eventuell aufkommende Selbstzufriedenheit nach diesem Spiel gegen Dortmund sofort im Keim erstickt werden. Diese Mannschaft hat gestern trotz der vielen Spiele und der personellen Probleme bewiesen, dass sie im Stande ist, wenn es darauf ankommt, Höchstleistungen abzurufen. Das muss die Messlatte für all ihre Saisonspiele sein, zumindest was Einsatz und Leidenschaft anbetrifft.

    Wenn es Bosz schafft, mehr Konstanz in die Leistungen der Mannschaft reinzubekommen, dann hat er sich für mich in den letzten zwei Jahren zu einem wirklich guten Trainer entwickelt. Das ist aktuell noch nicht der Fall. Und die Kaderqualität wird hier von den meisten unterschätzt. Es gibt schon noch Trainer, die in der Summe mehr aus den sich bietenden Möglichkeiten herausholen würden, ob es hier dem ein oder anderen passt oder nicht.

    Jeder soll seine Meinung haben und jeder kann sich mit dem Status quo zufriedengeben, kein Problem. Mir persönlich ist diese Einstellung zuwider. Eines sollte aber allen klar sein, mit dieser Selbstzufriedenheit, auch innerhalb Teilen der Geschäftsführung, dieses ständige sich Kleinmachen, das alles wird nicht dazu beitragen, dass wir mal etwas in den Händen halten.
    Ich komme immer wieder gern auf die Aussagen von Carro zurück, der uns in die Top 16 Europas etablieren will. Für dieses Ziel wird der Status quo nicht reichen, vor allem in Bezug auf den Posten des Cheftrainers. Und das hat auch nichts mit Leben in der Vergangenheit zu tun. Wenn hier an der richtigen Stellschraube gedreht werden würde – und die alles entscheidende Stellschraube ist nun mal die Besetzung des Cheftrainerpostens – hier wäre, nicht zuletzt auch durch die wirtschaftliche Basis, mehr möglich.

    Ein Argument, welches nicht von Tucho kommt, sondern vom Berater Tuchel selbst. Zum Interessen von Leverkusen sagte er damals, Leverkusen sei kein Thema. Laut des Beraters sei für den Fußballlehrer die Ausstrahlung eines Klubs, das Stadion, die Stadt, das Wappen, die großen Trainer, die dort waren, und die großen Spieler wichtig. Tuchel wolle wissen, "wofür ein Klub steht". Und diese Punkte wäre in Leverkusen nicht gegeben.

    Selbst wenn diese Aussagen von Tuchel selbst gekommen wären, wären das keine Argumente, die gegen eine Verpflichtung sprechen würden. Was interessiert das Geschwätz von gestern. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind das alles Entscheidende. Wenn wir den nächsten Schritt gehen wollen, dann brauchen wir einen Trainer dieser Kategorie. Daum war damals von Bayer noch viel weniger begeistert - bis Calmund auf seinem Schoß saß.:D

    Tuchel mag doch unser Wappen und unsere Hymne nicht, was sollen wir uns da,über ihn unterhalten?


    Was ist denn das für ein Argument?
    Wenn Bayer ernsthaft den nächsten Schritt gehen will, dann braucht es Trainer dieser Kategorie. Ich wäre glücklich, käme ein Tuchel zu uns. Dann würde sich hier nämlich einiges ändern, allem voran der Leistungsgedanke. Diese Selbstzufriedenheit nach den jüngsten Auftritten unserer Mannschaft, wie z. B. die Aussage von Völler, dass wir verdientermaßen immer noch dritter sind, ist nach der Niederlage gegen Union dermaßen deplatziert und Gift für die Weiterentwicklung der Mannschaft, mal abgesehen davon, dass mir solche Aussagen, nach solchen Auftritten, ganz gewaltig auf den Keks gehen. So etwas würde es unter einem Cheftrainer Tuchel nicht geben.

    Ich habe nicht nachgezählt, aber hast Du noch eine andere Platte? Immerhin bist Du jetzt von Hasenhüttel zu Tuchel gewechslt.


    Wer hat dich denn hergeschickt. Ein neuer Hüter eines möglichst linientreuen Forums? :LEV14 :LEV14 :LEV14
    Übrigens halte ich Hasenhüttl immer noch für einen absoluten Top-Trainer, der uns auch gut zu Gesicht stehen würde.

    Wichtig ist vor allem unserem Trainer die Schuld zu geben. Man kann von Dir echt lesen was und wann man will. Die Trainerkritik kommt so sicher wie der Sonnenaufgang.

    Ja was glaubst du denn. Wenn unsere Kaderqualität der von Union, Mainz oder Augsburg entsprechen würde, dann würde ich diesen Trainer in den Himmel loben. Er ist jetzt 2 Jahre hier, die individuelle Qualität seines Kaders hatte und hat immer noch Champions-League Niveau und kostet übrigens auch entsprechend. Da erwarte ich einfach mehr von der Mannschaft, vor allem was die Konstanz anbetrifft und dass er die vorhandenen Spieler in ein passendes, funktionierendes System zu integrieren in der Lage ist.

    Tut mir leid Stammtischtrainer, Bosz stand letzte Saison ein super Kader zur Verfügung, aber er hat durch das ständige Auf und Ab in den Leistungen der Mannschaft die Champions-League verspielt und somit bewiesen, dass er eben kein Spitzentrainer ist. Für die Leistung der Mannschaft auf dem Platz ist nun mal der Trainer verantwortlich. Wenn die Spieler ihren Möglichkeiten entsprechend nicht performen, dann habe ich als Trainer dafür zu sorgen, dass diese Spieler wieder Höchstleistungen bringen, konstant und nicht nur 10 Spiele in der Saison. Schaffe ich das als Trainer, alles okay, schaffe ich es nicht, der nächste bitte. Das ist Profifußball und hat nur noch wenig mit Romantik zu tun. Spitzenkader brauchen Spitzentrainer. Ich gebe zu, dass diese Saison aufgrund der Personalsituation ungleich schwieriger ist, als die letzte. Aber genauso bin ich inzwischen davon überzeugt, dass sich an dem ständigen Auf und Ab auch bei einem kompletten Kader unter Bosz nichts ändern würde, weil ich eben in der Bundesliga nichts anderes von ihm kenne. Es liegt jedenfalls nicht an der fehlenden individuellen Qualität im Kader, da lasse ich mit mir auch nicht diskutieren.
    Mit Tuchel, da lege ich mich fest, hätten wir mit dem Kader der letzten Saison bis zum Schluss um die Meisterschaft mitgespielt, hätten den Kader für diese Saison sinnvoll ergänzt und würden diese Saison noch stärker sein, was – Stand jetzt – Platz 1 bedeutet hätte.


    Trotzdem drücke ich natürlich Bosz die Daumen, dass er es schafft, die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen. Und wenn mich Bosz in meiner Meinung über ihn zum Ende der aktuellen Saison eines Besseren belehrt hat, ja damit könnte ich bestens leben. :levz1

    :LEV6

    Mag sein, dass er ein guter Trainer ist - aber irgendwie ... ich weiß nicht ... irgendwie hat er ne komische Art. Bei allen fachlichen Qualitäten bin ich mir nicht sicher ob er hier hin passen würde.


    Thomas Tuchel passt zu uns, wie die Faust aufs Auge. In ihm sieht man, neben all der fachlichen Expertise, den unbedingten Willen und den Ehrgeiz, die Spieler und letztlich die Mannschaft in jedem Spiel zu Höchstleistungen zu treiben. Genau diese Art von Typ brauchen wir, um mal wieder aus dem Dornröschenschlaf geweckt zu werden.

    Und nebenbei, wenn die Ziele wirklich erreicht werden sollen, bleibt der Geschäftsführung der Fußball GmbH gar nichts anderes übrig, als in anderen, also in Klopp/Tuchel- Kategorien zu denken, inklusive der finanziellen Neuausrichtung seitens des Mutterkonzerns, wo man sich ja laut Carro in guten Gesprächen befinden soll.
    Entweder-oder – darüber müssen sich natürlich die Herren der Geschäftsführung, gemeinsam mit dem Gesellschafterausschuss im Klaren sein und dann aber auch so nach außen artikulieren.

    Es ist aber egal, ob er im falschen System spielt oder einfach seine Leistung bei uns nicht bringt. Er hilft uns nicht!

    Nicht Demirbay hilft uns nicht weiter, sondern der aktuelle Trainer schafft es nicht, mit dieser Mannschaft, inklusive Demirbay, den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Bosz war eine Wohltat nach Herrlich und seinem destruktiven Fußball – keine Frage. Aber wir müssen uns weiterentwickeln, um unsere Ziele und das nächst höhere Level, so wie ja von der Geschäftsführung gewollt, zu erreichen.

    @Mikar
    ich meine gelesen zu haben, dass ihn in Deutschland nur (noch) der FC Bayern reizen würde.
    Wenn dem so ist können wir bieten was wir wollen - keine Chance. Zumal er nach Paris seine Schäfchen eh im trockenen haben dürfte.

    Ja wenn das so ist, dann sollten wir es nicht erst versuchen – ich meine ernsthaft versuchen, mit allem, was dazugehört, da hast du schon recht. :LEV16

    Ich glaube, gehört und gelesen zu haben, dass die Geschäftsführung der Bayer 04 GmbH endlich Titel gewinnen, sich regelmäßig für die Champions-League qualifizieren und die Top 16 Europas anvisieren will. Das alles mit Bosz? Nein, beim besten Willen, das wird nichts. Warum ich mir so sicher bin? Schließlich haben wir momentan viele Verletzte und deshalb nicht die Breite im Kader, um auch mal auf hohem Niveau rotieren zu können, um die körperliche und mentale Belastung der Spieler in Grenzen zu halten.
    Weil mit dem Kader, der Bosz letzte Saison zur Verfügung stand, es eigentlich unmöglich war, sich nicht für die Champions-League zu qualifizieren. Das war in Breite und Spitze in der letzten Saison der zweitstärkste Kader, nach Bayern München, von mir aus gleichauf mit Dortmund, aber stärker als der von Leipzig und viel stärker als der von Gladbach. Auch mit diesem starken Kader war es ein ständiges Auf und Ab, bezüglich der fußballerischen Darbietungen und mit Inkonstanz wirst man nicht unter die Top 16 Europas kommen.

    Nochmal, man macht hier immer wieder denselben Fehler, wenn Spieler entsprechend ihrer Möglichkeiten nicht performen, dass es dann nur an den Fähigkeiten des Spielers liegen kann. Demirbay ist ein ganz starker Spieler, ein absoluter Topeinkauf und es tur mir in der Seele weh, wenn ich sehe, wieviel Potenzial hier brach liegt.