Trotz der zweiten 0:4-Niederlage binnen einer Woche kann der Tabellenletzte der 3.Liga aus diesem Spiel durchaus zumindest teilweise umgesetzte Lernerfolge mitnehmen. Lag man am 2.Spieltag bei Aufsteiger Kickers Würzburg trotz guter Start-Minuten wegen Mängeln in der defensiven Ordnung und Disziplin bereits nach einer guten halben Stunde 0:2 hinten, so überraschten die Mannen aus der hessischen Landeshauptstadt in der ersten Halbzeit gegen den Bundesligisten durch ihr aus einer gut organisierten Defensive heraus überraschend gut kontrolliertes Spiel; die Wende zugunsten des Gegners erfolgte erst durch zwei Tore unmittelbar vor der Halbzeitpause und nach Wiederanpfiff.
Mit zunehmender Spieldauer gleichermaßen anfällig wie schon in Würzburg zeigten sich hingegen beide defensiven Flügel, über welche zu viele Torvorbereitungen durch viel zu einfaches Überlaufen zugelassen wurden; daran müssen die Wiesbadener dringlich arbeiten, wollen sie nicht frühzeitig im Abstiegskampf stecken bleiben.Andererseits zeigt die aus seiner Sicht unbefriedigende erste Halbzeit schonungslos auf, dass sich der Doublesieger von 2024 auch in dieser Saison ähnlich schwer tun könnte, wie in der vergangenen Saison. Mit Grimaldo sowie ggf. Palacios und/oder Andrich müssen erneut nicht gleichwertig kompensierbare Abgänge verkraftet werden, muss wieder einmal mit einem umgekrempelten, nicht eingespielten Kader und neuem Trainer eine kräftezehrende Saison mit Mehrfachbelastung gestemmt werden.
Dies offenbaren vor allem die wie in der Vorbereitung so auch auch in Wiesbaden unübersehbaren Defensivschwächen der Doppel-Sechs Fernandez/Garcia und der hintersten Reihe. Mithin wäre man gut beraten, den Sieg im Pokalspiel beim Tabellenschlusslicht der 3.Liga nicht überzubewerten. Nicht nur der nächste Gegner, Bundesliga-Neuling Elversberg, wird Mittel und Wege suchen, diese Schwächen in Zählbares umzumünzen.
Ist das von dir als Andrich Befürworter verfasst?