Am Ende entscheiden beim Videobeweis keine Maschinen, sondern Menschen. Und die können auch Entscheidungen treffen, die schwer nachzuvollziehen sind. Übrigens nicht nur im Fußball, sondern auch in der NBA: https://twitter.com/BleacherReport…6906624/video/1
Stimmt, nur sprechen wir hier nicht von einer Aneinanderreihung von situativen Fehlern, die geschehen sind, sondern von den systematischen Fehlern, die mit dem bis dato dargestellten Videobeweis einhergehen. Das sollte man nicht verwechseln.
Dass die Entscheidung nach einem VAR-Zugriff nirgends, nicht einmal in der Mixed-Zone, erläutert wird, ist ein systematischer Fehler.
Dass es keine klaren Richtlinien gibt, wann der Videobeweis erfolgen darf, ist ein systematischer Fehler.
Dass wir keine professionelle Schiedsrichter haben, ist überhaupt ein systematischer Fehler.
Dass die Schiedsrichter die Möglichkeit haben, Regelwerkänderungen alleine (im Sinne der DFL?!) vorzunehmen, ohne, dass der DFB oder die Vereine darauf einen Zugriff haben und mitreden können, ist ein systematischer Fehler.
Und zu guter Letzt, dass Personen wie Krug, Fandel, Zwayer immernoch Ämter beim DFB innehaben dürfen, ist ein systematischer Fehler.
Zwar betreffen nur die ersten beiden Punkte den Videobeweis direkt, aber die letzten drei Punkte sind zumindest indirekt auch bei der Umsetzung des Videobeweises involviert. Durch den Videobeweis kommt halt ziemlich viel auf den Tisch, was bisher beim Schiedsrichterwesen im argen liegt.
Situative Fehler beim Videobeweis werden ähnlich wie bei der normalen Schiedsrichterentscheidung ohne Videobeweis verkraftbar sein. "Brauche mer gar net drübber redde", wie die Hessen sagen.