• Norwegen - Deutschland 33:30 (19:16)

    15.12.2007 - Christian Ciemalla

    Deutsche Auswahl überzeugt, doch Norwegen zieht ins Finale ein

    Eine starke Leistung zeigte die deutsche Auswahl im Halbfinale gegen die favorisierten Norwegerinnen. Auch von einem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand ließ sich die Mannschaft von Armin Emrich nicht beeindrucken. Mit einer guten Deckungsarbeit und dank der Treffsicherheit von Grit Jurack ging das DHB-Team im zweiten Abschnitt sogar in Führung. Die Verletzungen von Steffi Melbeck und Anne Müller konnten dann aber in der Defensive gegen die routiniert agierenden Norwegerinnen in den Schlußminuten nicht mehr kompensiert werden. Norwegen siegte mit 33:30 und trifft nun im Duell der Giganten auf Weltmeister Russland, der in seinem Halbfinale eine wesentlich einfachere Aufgabe zu lösen hatte. Für die deutsche Auswahl gilt es morgen gegen Rumänien die Bronzemedaille zu sichern.

    Die 13.000 Zuschauer im Palais Omnisport in Paris sahen einen konzentrierten Beginn der favorisierten Norwegerinnen. Vor allem Else Marthe Soerlie Lybekk zeigte immer wieder ihre Klassen und nutzte am Kreis die Lücken, die durch die offensive deutsche Deckung entstanden. Zwei Treffer der in der Bundesliga für Leipzig spielenden Kreisläuferin brachten Norwegen mit 2:0 in Führung, bevor Nadine Härdter in der dritten Spielminute der erste Treffer für die deutsche Auswahl gelang. In der Folge entwickelte sich eine abwechslungsreiche Begegnung, in der sich das DHB-Team auf Augenhöhe zeigte, Anne Müller konnte Deutschland in der elften Spielminute mit ihrem Treffer zum 7:6 sogar erstmals in Führung. Norwegen gelangen zwar drei Treffer in Folge, doch als Nina Wörz Steffi Melbeck sehenswert in Szene setzte und diese den Anschlußtreffer zum 9:8 erzielte, sah es nach einer Viertelstunde nach einer ausgeglichenen Partie aus.

    Doch nun zeigte der Favorit aus Norwegen seine Klasse. Die norwegische Deckung trat insbesondere gegen Grit Jurack besonders früh raus und zeigte sich bei Anspielen an den Kreis sehr aufmerksam. Gleich mehrfach konnten die Norwegerinnen diese Pässe abfangen, da zudem Katrine Lunde Haraldsen im Tor einige beeindruckende Paraden zeigte, konnte sich Norwegen auf 13:8 absetzen. Vier Tore waren dem Europameister in nur zwei Minuten gelungen, auch weil Clara Woltering im Tor nicht an die guten Leistungen aus den vorherigen Spielen anknüpfen konnte. Emrich wechselte auf der Torhüterposition, aber auch Sabine Englert konnte im ersten Abschnitt zunächst keine Akzente setzen. Um diese bemühte sich unterdessen aber Nadine Krause, die sich trotz einer Bänderverletzung kurz vor Spielbeginn zum Mitwirken entschied. Krause biß auf die Zähne, mühte sich nach Kräften und bot unter den gegebenen Umständen eine gute Leistung.

    Grit Jurack beruhigte das Spiel der deutschen Auswahl mit ihrem Treffer zum 13:9, und die deutsche Mannschaft ließ sich nicht abschütteln. Unaufhörlich wurde versucht die norwegischen Angriffe mit einer offensiven 3:2:1-Deckung zu stoppen, doch Norwegen hatte darauf immer wieder die richtigen Antworten parat, vor allem, weil von den Halbpositionen immer wieder der Kreis angespielt werden konnte, vor allem Katia Nyberg überzeugte dabei als Anspielerinnen, sie hatte bei Spielende unglaubliche neun Assists in ihrer Statistik. Doch obwohl Norwegen das Spiel in dieser Phase beherrschte, Deutschland blieb in Schlagdistanz.

    Auch als Goril Snorroeggen in der 26. Minute die Distanz beim 18:12 auf sechs Tore ausbaute, wurde das DHB-Team nicht unruhig. Nach dem 19:13 traf zunächst Krause nach einer Einzelaktion und danach aus der eigenen Hälfte. Norwegen hatte in Unterzahl die Torhüterin zu Gunsten einer zusätzlichen Feldspielerin vom Parkett genommen, doch Anna Loerper konnte Katia Nyberg den Ball klauen und Krause nutzte die Chance zu einem Tor ins verwaiste norwegische Tor. Damit aber nicht genug, Grit Jurack legte das 19:16 nach, zum Seitenwechsel lag Deutschland nur noch drei Tore zurück. Und fast wären es sogar nur zwei Tore gewesen, Sabine Englert hatte es gegen die weit vor ihrem Tor postierte norwegische Torhüterin mit einem Wurf aus dem eigenen Kreis versucht, da die ablaufenden Sekunden nicht mehr für einen geplanten Angriff gereicht hätten. Doch der Wurf ging über das norwegische Tor.

    Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts konnte Sabine Englert mit einer Parade gegen Snorroeggen Selbstvertrauen tanken, zudem schien Emrichs taktische Nachjustierung in der Pause von Erfolg gekrönt zu sein. Die deutsche Deckung spielte noch offensiver und war nun näher an den Norwegerinnen dran. Die Norwegerinnen mussten sich fast jeden Treffer hart erarbeiten, Deutschland war ein ebenbürtiger Gegner für den Europameister. Norwegen hielt die deutsche Deckung auf Distanz, doch vor allem Grit Jurack ließ sich nun nicht mehr aufhalten. Immer wieder zeigte die in Dänemark spielende Rückraumspielerin ihre Klasse, am Ende war sie mit zwölf Toren erneut beste deutsche Werferin und dürfte ihren Platz im All Star-Team bereits vor dem abschließenden Spiel sicher haben.

    Else Marthe Soerlie Lybekk hatte die deutsche Auswahl beim 22:25 aus den Angeln gehoben, doch Jurack hatte umgehend geantwortet. Mit einem sehenswerten Schlagwurf sorgte Maren Baumbach wenig später für den ersehnten Anschlußtreffer und Jurack ließ sich auch nicht von einigen harten Aktionen aus der Ruhe bringen. Sie ging erneut auf die norwegische Deckung und markierte in der 46. Minute mit ihrem Tor zum 25:25 den Ausgleich. Die deutsche Auswahl witterte Morgenluft, Melbeck provozierte ein Stürmerfoul und in der Offensive sorgte wieder Jurack für deutschen Jubel, sie warf das deutsche Team mit ihrem Tor zum 26:25 wieder in Führung. Die deutschen Fans hofften auf die Sensation und peitschten ihre Mannschaft nach vorne, doch die norwegischen Fans hielten dagegen, so wie auch die norwegische Mannschaft.

    Melbeck brachte die deutsche Auswahl beim 28:27 noch einmal in Front, doch dieser Treffer sollte zum entscheidenden Moment in der Begegnung werden. Melbeck war mit der norwegischen Torhüterin Therese Pedersen unglücklich zusammengeprallt und musste verletzt vom Feld. Melbeck konnte in der Folge nicht mehr eingesetzt werden, eine entscheidende Schwächung, vor allem für die deutsche Deckung, auch weil die Norwegerinnen nun ihre Routine ausspielten und es immer wieder über die zuvor von Melbeck bestens verteidigte Position versuchten, zumeist erfolgreich. Vor allem Kari Mette Johansen drehte auf, sie erzielte drei norwegische Treffer in Folge und warf ihre Mannschaft, die eine Überzahlsituation nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Anna Loerper konsequent nutzte, beim 29:28 wieder in Führung.

    Deutschland kämpfte verbissen, doch zu diesem Zeitpunkt war mit Anne Müller bereits eine zweite Stütze des deutschen Spiels verletzt vom Feld gegangen. Die Kreisläuferin hatte versucht eine Sperre für Jurack zu stellen und wurde dabei von der norwegischen Deckung "überlaufen". Das Fehlen von Müller verschlimmerte die deutschen Sorgen in der Deckung und dies nutzte der Europameister im Stile einer Klassemannschaft. Pedersen parierte gleich drei deutsche Würfe in Folge, doch wenig später gelang Maren Baumbach mit einem sehenswerten Schlagwurf noch einmal der Ausgleich. Doch in den verbleibenden drei Minuten wurden der deutschen Auswahl wieder die Bodenpässe an den Kreis zum Verhängnis, Snoerrogen und Aamodt nutzten dies um Norwegen beim 31:29 wieder mit zwei Toren in Führung zu werfen. Als Pedersen einen Wurf von Jurack entschärfen konnte und auf der Gegenseite Else Marthe Soerlie Lybekk vom Kreis in ihrer unnachahmlichen Art das 32:29 erzielte, war die Entscheidung gefallen.

    Die deutsche Auswahl gab sich aber keineswegs auf, die Spielerinnen traten offensiv heraus, doch Norwegen spielte nun seine Erfahrung aus. Nach einem Fehlwurf von Nadine Krause nahm Marit Breivik ihre Auszeit und beruhigte das Spiel ihrer Mannschaft. Katia Nyberg ließ sich von der offensiven deutschen Deckung nicht aufhalten und markierte das 33:29, Maren Baumbach gelang zwar noch das abschließende 33:30, doch dieser Treffer war lediglich für die Statistik. Trotz einer beeindruckenden Leistung blieb der deutschen Auswahl der Einzug in das Finale verwehrt und somit auch die Erfüllung des Traums von WM-Gold und der direkten Qualifikation für die Olympischen Spiele. Trotz der Niederlage konnte die deutsche Auswahl das Parkett aber mit erhobenem Kopf verlassen und zumindest der Traum von einer Medaille kann mit einem morgigen Sieg gegen Rumänien noch erfüllt werden. Beste Voraussetzungen für die Olympia-Qualifikation wurdne zudem geschaffen, die deutsche Auswahl wird als Gruppenkopf eine der Qualifikationsgruppen ausrichten.

    "Wir haben eine sensationelle Leistung geboten. Diese Mannschaft war unglaublich gut und hat mit viel Pech das Halbfinale verloren. Ich hoffe, dass die Spielerinnen den Kopf nicht hängen lassen, sondern die verdiente Medaille mit nach Hause nehmen", sagte DHB- Vizepräsident Reiner Witte. Kreisspielerin Anne Müller gab sich entschlossen: "Es waren einige kleine Unkonzentriertheiten in der Schlussphase, die uns den Sieg gekostet haben. Wir waren platt, und die Melbeck-Verletzung war dann entscheidend. Heute sind wir enttäuscht, aber morgen holen wir Edelmetall."

    hbvf.de

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  • WM: Woltering, Müller und Loerper holen Bronze

    Die drei TSV Bayer 04-Handballerinnen Clara Woltering, Anne Müller und Anna Loerper kehren mit Bronze-Medaillen im Gepäck von der WM in Frankreich heim. In einem Krimi um Platz 3 konnte Deutschland mit 36:35 nach Verlängerung gegen Rumänien gewinnen.


    von hbvf.de :

    Deutschland - Rumänien 36:35 n.V. (32:32, 11:18)

    16.12.2007 - Christian Ciemalla

    Unglaublicher Krimi nimmt für Deutschland ein bronzenes Ende

    Zum Abschluß der WM machte die deutsche Auswahl noch einmal Werbung für den Frauenhandball: Nach einer verkorksten ersten Halbzeit holte die deutsche Auswahl einen Sieben-Tore-Vorsprung im zweiten Abschnitt auf, um kurz darauf erneut wieder mit sieben Toren in Rückstand zu geraten. Doch mit grandioser Moral kämpfte sich das DHB-Team wieder heran, schaffte den Ausgleich und die Verlängerung. Diese stand an Nervenkitzel den vorangegangenen sechzig Minuten in nichts nach, ein von Nadine Krause verwandelter Nachwurf nach einem vergebenen Siebenmeter bedeutete den 36:35-Endstand und die Erfüllung des deutschen Traums von einer Medaille. Damit feierte die DHB-Auswahl den größten Erfolg seit Bronze vor zehn Jahren. Überragende deutsche Werferin war Grit Jurack (12), die sich mit 85 Treffern auch die Torjägerkrone sicherte.

    Eine unglaubliche Begegnung sahen die 14.000 Zuschauer im Palais Omnisport in Paris im Spiel um Platz drei. Rumänien schien die deutliche Niederlage gegen Russland genauso verarbeitet zu haben, wie die deutsche Auswahl das knappe Ausscheiden gegen Norwegen. Der Wille von der WM mit einem Sieg und einer Medaille abzureisen, war beiden Teams von der ersten Minute anzumerken, allerdings auch der damit verbundene Druck, der sich anfangs in einigen technischen Fehlern niederschlug. Gegen die erneut offensive deutsche Deckung, in der nach den Verletzungen im Halbfinale auch wieder Steffi Melbeck und Anne Müller standen, fand zunächst Adina Laura Mairosu immer wieder die Lücken, dennoch lag die deutsche Auswahl nach acht Minuten und einem Jurack-Treffer zum 4:3 in Führung. In diesem Moment war noch nicht abzusehen, welch eine spannende, abwechslungsreiche und unterhaltsame Partie folgen sollte.

    Bei den Rumäninnen zeigte Luminita Dinu eine grandiose Leistung, profitierte dabei aber auch von den unplatzierten Würfen der deutschen Frauen, die es immer wieder in halber Höhe versuchten. In der ersten Halbzeit kam Dinu auf eine unglaubliche Quote von 59 Prozent, die deutsche Auswahl hatte unglaubliche 21 Fehlwürfe im ersten Abschnitt. Doch nach dem zwischenzeitlichen 4:7 kam die DHB-Auswahl dank eines Doppelschlags von Jurack und Härdter wieder auf 6:7 heran. Aber die Rumänininnen zeigten sich bestens auf die offensive deutsche Abwehr vorbereitet: Als diese sich in Richtung Meirosu orientierte wurden die entstehenden Räume am Kreis genutzt, wenig später stellte Armin Emrich daher auf eine 6:0-Formation um. Dem deutschen Angriff machte derweil vor allem Dinu und die eigene Wurfungenauigkeit zu schaffen. Rumänien setzte sich so über 13:8 bis 17:9 ab.

    Zu Beginn des zweiten Abschnitts lag die deutsche Auswahl beim 11:18 mit sieben Toren zurück, doch das Team zeigte nun Moral, auch eine sofortige weitere Parade von Dinu störte das deutsche Team nicht. Die an den Kreis eingelaufene Nadine Härder erzielte den ersten Treffer des zweten Abschnitts und spätestens als Jurack zum 15:19 getroffen hatte und wenig später in Unterzahl nach einem Steal im Gegenstoß für das 16:19 sorgte, war acht Minuten nach Wiederbeginn das Spiel bereits wieder offen. Auch eine frühe Auszeit von Tadici brachte zunächst keine Wende, die deutsche Deckung war nun aggressiver und ließ in den ersten zwölf Minuten des zweiten Abschnitts lediglich einen rumänischen Treffer zu. So konnte Maren Baumbach in der 42. Minuten zum 19:19 ausgleichen, das Spiel schien sich zu Gunsten der deutschen Auswahl zu neigen.

    Doch die DHB-Auswahl haderte nun mit einigen Entscheidungen der lettischen Schiedsrichter, die zunächst viel Geduld mit den rumänischen Angriffsversuchen aufbrachten und dann mit einer Zeitstrafe gegen Loerper und einem nicht geahndeten Foul an Baumbach für Unmut bei den deutschen Fans sorgten. Zudem machte sich die Einwechslung von Lecusanu bei Rumänien bezahlt, Als Steluta Luca zum 23:19 traf, lag Rumänien eine Viertelstunde vor Spielende bereits wieder mit vier Toren in Front. Die deutsche Auswahl verfiel zurück in die Fehler des ersten Abschnitts, Rumänien nahm Grit Jurack weiter in Manndeckung und gegen diese Variante schienen der deutschen Auswahl die Mittel auszugehen. Zahlreiche Ballverluste machten es den Rumäninnen leicht und als Ramona Petruta Maier einen Gegenstoß zum 28:21 nutzte, lag der Zweite der letzten WM wieder mit sieben Toren in Führung und die deutsche Medaille war in weite Ferne gerückt.

    Aber das deutsche Team gab sich nicht auf, Krause sorgte für das 22:28 und Jurack sicherte sich mit dem Treffer zum 23:28 dann die Torjägerkrone. Die deutsche Deckung hatte sich nun wieder gefangen und Wörz und Baumbach brachten die deutsche Auswahl acht Minuten vor Spielende sogar weder auf 25:28 heran. Doch Rumänien hielt dagegen und verweigerte der deutschen Mannschaft den Anschlußtreffer. Als Meirosu auf 29:32 erhöhte und den Rumäninnen ein Steal in der Deckung gelang schien die Partie zwei Minuten vor Spielende entschieden. Doch die deutsche Auswahl verhinderte zunächst einen direkten Treffer im Gegenstoß und wenig später konnte Grit Jurack nicht nur den Ball erobern, sie erzielte im Gegenstoß auch das 30:32. Rumänien versuchte die Uhr herunterzuspielen, dies gelingt aber nur bedingt. Die deutschen suchen unterdessen den schnellen Abschluß, nach einer Parade der nun glänzenden Clara Woltering, sorgte Nadine Krause vierzig Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit für den Anschluß zum 31:32. Rumänien versuchte erneut die Uhr herunterzuspielem Deutschland deckte offensiv und kam nach einem Stürmerfoul von Lecusanu wieder in Ballbesitz. Emrich brachte eine siebte Feldspielerin, und Maren Baumbach markierte das umjubelte 32:32. Doch beinahe wäre den Rumäninnen noch die Antwort geglückt, nach der schnellen Mitte versuchte Rumänien es mit einem direkten Wurf, der aber über das noch nicht wieder besetzte deutsche Tor strich.

    Die Entscheidung musste so in der Verlängerung fallen, in der die deutsche Auswahl weiterhin mit einer sehr offensiven Deckung agierte. Jurack störte die Manndeckung weiterhin nicht, sie brachte das DHB-Team nach langer Zeit wieder in Front. Krause legte das 34:32 nach und trotz des 34:33 durch Lecusanu schien sich das Pendel nun zu Gunsten der Mannschaft von Armin Emrich zu neigen, zunächst kassierte Lecusanu nach einem Schlag in das Gesicht von Jurack die direkte Rote Karte, eine durchaus harte Entscheidung, danach musste Bese nach einem Foul an Jurack für zwei Minuten vom Parkett. Über neunzig Sekunden agierte Deutschland nun in doppelter Überzahl, in den verbleibenden Sekunden der ersten Halbzeit der Verlängerung versuchte es die deutsche Auswahl noch zu kompliziert, dann aber fand Nadine Krause u Beginn des zweiten Abschnitts eine Lücke zum 35:33.

    Doch auf der Gegenseite holte Stanca Galca am Kreis einen Siebenmeter und Strafminuten gegen Jurack. Ramona Petruta Maier zeigte sich nervenstark und verwandelte den Siebenmeter per Heber zum Anschlußtreffer. Und nach einem Fehlpaß von Nadine Krause sorgte Petruta Maier dann im Gegenstoß auch für den Ausgleich zum 35:35. Clara Woltering verhinderte mit ihren Paraden nun einen erneuten Rückstand und in der Offensive konnte Steffe Melbeck einen Siebenmeter erkämpfen. Nadine Krause schritt zur Linie und traf, wie so häuig in diesem Turnier, nur den Pfosten, doch sie setzte nach, erkämpfte sich den Abpraller und verwandelte den Abpraller zum 36:35. Rumänien hatte noch die Chance zum Ausgleich, doch die deutsche Deckung zeigte sich in den verbleibenden vierzig Sekunden konzentriert und ließ keinen aussichtsreichen Wurf mehr zu. Als mit dem direkten Freiwurf von Meirosu der letzte Wurf neben dem deutschen Tor landete, kannte der Jubel der deutschen Spielerinnen, Offiziellen und der Fans keine Grenzen mehr.

    "Diese Mannschaft ist absolut in der Weltspitze angekommen. Sie hat eine sensationelle Entwicklung genommen", sagte DHB-Präsident Ulrich Stromach und fügte an: "Unsere Mannschaft hat das Zeug, einmal Weltmeister zu werden." Bundestrainer Armin Emrich: "Ich bin stolz auf dieses Team". Mit einem Blick auf Grit Jurack, die in ihrem 250. Länderspiel wieder beste deutsche Schützin war und sich mit 85 Treffern die Torjägerkrone sicherte, lobte er: "Sie hat ein exzellentes Turnier gespielt, sie ist unsere absolute Leitfigur."

    "Wir können absolut stolz auf uns sein, vor allem, weil es nun endlich mit der Medaille geklappt hat", kommentierte die gelobte Grit Jurack, die neben Kreisläuferin Kathrin Blacha - vor zehn Jahren schon bei der bislang letzten Medaille im deutschen Team stand. Maren Baumbach meinte: "Es ist ein geniales, unglaubliches Gefühl. So etwas Unglaubliches habe ich noch nie erlebt. Vor 14.000 Zuschauern so ein Spiel abzuliefern, ist genial." Und Torfrau Clara Woltering ergänzte: "Jetzt haben wir endlich die Medaille, nach der wir uns so gesehnt haben. Wir haben uns nie aufgegeben. Das hat uns so stark gemacht."

    Torschützen: Jurack (12), Baumbach (8), Krause (6), Härdter (5), Wörz (2), Melbeck (1), Reiche (1), Müller (1) -

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    2 Mal editiert, zuletzt von Grimaudino (16. Dezember 2007 um 18:47)

  • „Wir haben es knallen lassen“

    VON GÜNTER MÜLLER, 17.12.07, 18:20h, AKTUALISIERT 17.12.07, 18:33h

    Trio von Bayer 04 gewinnt bei der Handball-WM mit Deutschland die Bronzemedaille.

    Und dann gab es kein Halten mehr. Völlig losgelöst stürmte Torhüterin Clara Woltering über das Parkett und versank inmitten einer Spielerinnen-Traube. „Das ist der Wahnsinn“, schallte es durch das Palais Omnisports in Paris-Bercy. Die Deutschen Handballfrauen hatten das scheinbar Unmögliche noch möglich gemacht und bei der WM Bronze gewonnen. Mit Anne Lörper, Anna Müller sowie Clara Woltering war ein Trio von Bayer 04 mittendrin, nicht nur dabei.

    Neun Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte das deutsche Team gegen Rumänien mit sieben Toren zurückgelegen. „Für mich war die Partie da gelaufen“, gestand Trainerin Renate Wolf, die das an Spannung kaum zu überbietende Spiel um Platz drei vor dem Fernseher verfolgte. Ganz anders Clara Woltering. „Wir haben immer an uns geglaubt. Jetzt haben wir Bronze und das haben wir uns echt verdient“, jubilierte die Torhüterin und hielt die gewonnene Medaille in die Kameras.

    „Super gehalten“

    Dank Wolterings spektakulärer Paraden in der Verlängerung vermochte das Deutsche Team die starken Rumäninnen mit 36:35 zu bezwingen. „Clara hat in der entscheidenden Phase wirklich super gehalten“, zollte Wolf der Torhüterin, die in Burscheid zur Landwirtin ausgebildet wurde, großes Lob. Anne Müller, sonst eher eine der Stillen, die nicht so in den Vordergrund dränge, und Anna Lörper hätten ebenfalls eine beeindruckende WM gespielt, brachte Wolf ihre Zufriedenheit über die gezeigten Leistungen des Bayer-Trios zum Ausdruck.

    Dass die deutschen Frauen nicht nur kämpfen können, sondern auch im Feiern Weltklasse sind, bewiesen Woltering und Co. im Anschluss an das offizielle Bankett. „Wir haben es dann so richtig knallen lassen“, schilderte die Torhüterin das Geschehen mit heiserer Stimme. Und das, obwohl man völlig kaputt gewesen sei. Aber all die Anstrengungen seien, so Woltering, kurz wie weggeblasen gewesen.

    Montagmorgen gegen drei Uhr waren sie dann total erschöpft ins Bett gesunken. „Um 5.20 Uhr klingelte schon wieder der Wecker“, berichtete Woltering. Wenig später ging es von Paris mit dem Flieger zurück nach Köln. Für die drei Elfen bleibt nur wenig Zeit zum Erholen. Am heutigen Dienstag steht Training, am Mittwoch ein Pokalspiel auf dem Programm. Und dann gilt es zu beweisen: Elfen können nicht nur feiern, sondern auch kämpfen.

    Weitere Bilder unter
    http://www.ksta.de/lev-sportfotolines

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    Laufarbeit und Taktikschulung

    VON FRANK GRAF, 17.12.07, 18:20h, AKTUALISIERT 17.12.07, 18:34h

    Leverkusen - Renate Wolf saß vor dem Fernsehgerät und war begeistert. Gerade hatte die deutsche Frauenhandball-Nationalmannschaft bei der WM in Frankreich durch ein 36:35 nach Verlängerung Bronze geholt. „Das ist schon ein Riesenerfolg“, meinte die Trainerin der Bundesliga-Handballerinnen von Bayer 04 Leverkusen, „die Mannschaft hat sich die Medaille redlich verdient.“

    Und stolz war Wolf verständlicherweise darauf, dass in Clara Woltering, Anna Loerper und Anne Müller drei ihrer aktuellen sowie in Nadine Krause, Sabine Englert und Katrin Blacha drei ehemalige Schützlinge von ihr maßgeblichen Anteil an diesem Erfolg hatten. Nun hofft Renate Wolf darauf, dass die drei Erstgenannten ohne größere Blessuren aus Paris zurückkehren, denn schon am Mittwoch (20.30 Uhr) steht für Bayer die Partie der dritten DHB-Pokal-Runde beim Zweitligisten TuS Weibern in der Eifel an. „Ich werde mich erst kurzfristig entscheiden, ob Clara, Anne oder Anna überhaupt zum Einsatz kommen. Eigentlich haben sie sich ja eine Pause verdient“, so Wolf.

    Große Gedanken hat sich die Trainerin vor dem Spiel beim aktuellen Tabellen-Fünften der Zweiten Liga Süd noch nicht gemacht: „Wir wollen und werden dort gewinnen, egal wie und mit welchem Personal. Ansonsten habe ich mich mit dieser Aufgabe noch nicht wirklich eingehend beschäftigt.“ Wolf hat mit dem Rest der Mannschaft während der WM und der daraus resultierenden Pause im Punktspielbetrieb viel Laufarbeit sowie spielerische und taktische Schulungen verrichtet. „Wir wollen schließlich so gut wie möglich vorbereitet den Rest der Rückrunde angehen“, erklärt die 50-jährige Übungsleiterin. Schon direkt nach Weihnachten wartet die nächste Aufgabe in der Bundesliga, denn am 30. Dezember wird der VfL Oldenburg in der Haberland-Halle gastieren. Mit einem Sieg im Rücken ließe es sich freilich viel unbeschwerter den Jahresübergang feiern. Insofern dürfte für genügend Motivation gesorgt sein.

    http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1195816964798

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  • Die WM-Euphorie nutzen – auch im Pokal

    Überglücklich kehrten die WM-Bronze-Gewinnerinnen Clara Woltering, Anne Müller und Anna Loerper am Montag aus Frankreich zurück. Doch nun gilt die volle Konzentration wieder dem Verein, denn am Mittwoch (20.30 Uhr) treten die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen im Pokal beim Zweitligisten TuS Weibern an.

    „Müde, aber überglücklich“, so endete für Clara Woltering die Weltmeisterschaft am Montagnachmittag. Nach dem packenden und kräftezerrenden Spiel um Platz 3 gegen Rumänien ging die Party für die Mannschaft erst richtig ab. Noch in den Katakomben des Pariser Palais Omnisports wurde die erste WM-Medaille seit 1997 gefeiert. Nur Clara Woltering musste dabei eine kleine Auszeit nehmen: „Ich musste zur Dopingprobe und habe dadurch auch das komplette Finale verpasst. Aber rechtzeitig zur Siegerehrung war ich fertig.“ Anschließend ging es zum offiziellen Bankett und nach dem Essen wurde dann auf der großen Party „getanzt bis zum Umfallen“.

    Woltering stand in dem kleinen Finale gleich mehrfach im Mittelpunkt. In der zweiten Halbzeit war sie zunächst gegen den Pfosten geknallt und blieb verletzt liegen. Den Zusammenstoß merkte die Torfrau auch am Tag danach noch, aber nach einer kleinen Pause stand Woltering dann wieder zwischen den Pfosten: „Das war schon übel, aber es war das Finale um Platz 3. Ich wurde von Nadine Krause und Anna Loerper gefragt, ob es geht und hab einfach mal ‚Ja‘ gesagt.“ Und in der Verlängerung war sie dann mit Garant dafür, dass es mit dem Medaille geklappt hat. „Es tut richtig gut endlich mal nicht der Verlierer im letzten Spiel zu sein“, sagt Woltering und hofft nun auf weitere Erfolgsmomente im Verein.

    Für die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen geht es nun am Mittwoch im Pokal gegen den Zweitligisten TuS Weibern weiter. Die WM-Pause haben die zuhause gebliebenen Elfen genutzt, um sich intensiv auf die nächsten Spiele vorzubereiten. Mit anstrengenden Trainingseinheiten wurde der Grundstein für die restliche lange Saison gelegt. „Ich hoffe nun, dass wir eine gute Kurve nach der Pause und dem Training hinbekommen und dass unser Bronze-Trio wieder etwas von der Euphoriewelle runterkommt“, sagt Trainerin Renate Wolf, die ihr Team im Pokal als klarer Favorit sieht: „Wir wollen und werden der Favoritenrolle gerecht werden.“

    Mit einer Menge Respekt saß Wolf am Sonntag vor dem Fernseher und hat den Ausgang der WM verfolgt. „Das war genial, was die Mädels da gezeigt haben“, hofft die Trainerin nun, dass das gewonnene Image für den Frauen-Handball genutzt wird. Beim Training am Dienstagnachmittag dürfen nun erstmal alle Elfen die Medaillen von Woltering, Müller und Loerper bewundern. Ob das WM-Trio am Mittwoch in Weibern spielt, ist noch offen: „Prinzipiell gibt es aber keinen Grund, warum sie nicht spielen sollten. Es sei denn, sie sind nicht einsatzfähig“, so Renate Wolf.

    Autor: Christian Schulze

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  • Pokal-Viertelfinale erreicht

    Die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen stehen im Viertelfinale des DHB-Pokals und sind nur noch einen Sieg vom Final-Four in Riesa entfernt. Im Achtelfinale gewannen die Elfen beim Zweitligisten TuS Weibern mit 18:21 (9:12).

    Die erste Führung der Partie gehörte dem Außenseiter, doch den 2:0-Rückstand konnten Lyn Byl, Laura Steinbach, Denisa Glankovicova und Silke Meier bis zur siebten Minute umbiegen. Doch auch danach blieb die Partie ausgeglichen und Weibern schaffte zweimal den erneuten Ausgleich. Erstmals in der 21. Minute führte der aktuelle Tabellenführer der Bundesliga dann etwas deutlicher (6:10), zur Halbzeitansprache ging es beim Stand von 9:12.

    Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, als bei den Fans des Zweitligisten noch einmal Hoffnung aufkeimte und die Pokal-Sensation in der Luft lag. Simone Salz hatte ihren TuS auf 15:16 herangebracht, doch Leverkusen zog schnell wieder ein wenig davon und konnte am Ende einen 18:21-Sieg feiern.

    Tore TSV Bayer 04: Loerper (6), Meier (4), Ahlgrimm, Steinbach, Seiffert, Glankovicova (alle 2), Neukamp, Paulus, Byl (alle 1)

    Autor: Christian Schulze

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    Erstliga-Primus macht es spannend

    VON FRANK GRAF, 20.12.07, 17:13h

    Das Team von Renate Wolf macht das Spiel gegen die unterklassigen Gegner zu einer Zitterpartie.

    Leverkusen - Es kam beinahe so, wie es Trainerin Renate Wolf befürchtet hatte, als sie sagte: „Das werden wir nicht einfach so im Vorbeigehen gewinnen.“ Nur knapp mit 21:18 (12:9) setzten sich die Bundesliga-Handballfrauen von Bayer 04 Leverkusen im DHB-Pokal beim Süd-Zweitligisten TuS Weibern durch.

    Der Erstliga-Primus präsentierte sich schwerfällig bis unkonzentriert, was die Gastgeberinnen aus dem Eifelstädtchen früh merkten und entsprechend auszunutzen versuchten. „Von Beginn an unterliefen uns unglaublich viele technische Fehler. Zudem haben wir dutzendweise Torchancen ausgelassen“, erklärte Renate Wolf, die dem Treiben ihrer Mannschaft bisweilen nur entsetzt schweigend und kopfschüttelnd folgte. Von den drei eingesetzten WM-Bronzemedaillen-Gewinnerinnen zeigte lediglich Torfrau Clara Woltering eine ansprechende Darbietung, während Anne Müller und auch Anna Loerper noch nicht ganz im Handball-Alltag angekommen waren. „Ich mache denen gar keinen Vorwurf, denn ich weiß, wie schwer es ist, nach so einer Glanzleistung den Weg zurück in die Normalität zu finden“, räumte Wolf ein.

    Fehler machten alle anderen schließlich auch. Dabei stand die Deckung gut. „Das war nervtötend. Wir standen meistens 23 bis 25 Sekunden in der Abwehr, aber unsere Angriffe dauerten nur fünf Sekunden“, meinte Wolf. Es war nicht so, dass Bayer nicht in Gefahr geriet, die nächste Pokalrunde nicht zu erreichen. Es war immer relativ knapp, Leverkusen war nie mit mehr als vier Treffern in Front und sorgte durch die erwähnten Fehler immer wieder selbst für Spannung. Eine ganze Zeit lang meinte man den Leverkusenerinnen anzumerken, dass sie den Gegner nicht wirklich ernst nahmen. Als sie es dann doch taten, hatten sie ihn schon so stark gemacht, dass ein Husarenritt nicht mehr möglich war. Neben Clara Woltering verdiente sich Silke Meier die Bestnote.

    Über die kommenden Weihnachtstage werden sich die Leverkusenerinnen auf den nächsten Gegner einstellen müssen, der dann von ganz anderem Kaliber sein wird. Am 30. Dezember wird der VfL Oldenburg in der Haberland-Halle um Bundesliga-Punkte kämpfen.

    Bayer 04: Woltering, Knipprath - Byl (1), Paulus (1), Loerper (6 / 4), Seiffert (2), Glankovicova (2), Neukamp (1), Steinbach (2), Ahlgrimm (2), Meier (4), Müller, Weigelt.

    http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1195816977460

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    Einmal editiert, zuletzt von Grimaudino (20. Dezember 2007 um 19:06)

  • DAMEN-HANDBALL IN LEVERKUSEN

    Ans Kreuz geliefert

    Von Ulrich Hartmann

    Abriss der Halle, kein Geld vom Konzern: Den Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen droht der Untergang, weil der Sponsor sich im nächsten Jahr zurückzieht. Das Handballmagazin "HM" hat sich in einem Verein umgehört, der sich noch lange nicht geschlagen geben will.

    Manchmal, wenn Renate Wolf über die kommerzielle Kraft des Fußballs spricht, dann breitet sie die Arme aus und fängt an zu flattern. "Die Motten fliegen eben gern ins Licht", sagt sie mit ein wenig Spott in der Stimme. Das Licht strahlt hell und gibt Wärme ab. Alle wollen ins Licht. Fast alle. "Das Licht ist beim Fußball", sagt Renate Wolf. "Da sind die Medien, das Fernsehen, die Sponsoren!" Für andere Sportarten bleibt da manchmal nicht viel übrig.

    Renate Wolf weiß das. Die 50-Jährige ist Trainerin und Managerin der Bundesliga-Handballerinnen von Bayer Leverkusen, einem der seit Jahren besten deutschen Teams. Diese Mannschaft soll auch künftig Bayer heißen, auch wenn sie vom Namensgeber, dem Chemie- und Pharmakonzern Bayer, genauso wie die Sportarten Volleyball und Basketball ab dem nächsten Sommer keine Spitzensportförderung mehr erhält. Der Konzern finanziert im Profibereich dann nur noch die Bundesliga-Fußballer von Bayer Leverkusen. Ausschließlich der Fußball habe einen dem finanziellen Aufwand adäquaten Werbewert, heißt es aus dem Konzern. Wenn Renate Wolf so etwas hört, beginnt sie, wieder mit den Flügeln zu schlagen.

    Der Mai 2007 war schlimm für die Leverkusener Frauen. Am vorletzten Wochenende jenes Monats haben sie in Nürnberg den bereits sicher geglaubten Meistertitel verspielt. Am Ende fehlten ihnen im Final-Rückspiel zwei Tore. Zwei Tage später erfuhr Renate Wolf, dass sich Bayer zum Ende der Saison 2007/08 aus der Spitzensportförderung zurückzieht. Ein paar Wochen später genehmigte der Konzern auch noch den mit 57 Millionen Euro veranschlagten Ausbau der Fußball-Arena auf mehr als 30.000 Plätze, womit einhergeht, dass die Ulrich-Haberland-Halle als Spielstätte der Handballerinnen im kommenden Sommer abgerissen wird. Binnen weniger Wochen ist denen ziemlich viel Boden unter den Füßen weggerissen worden. "Das tat weh!", sagt Renate Wolf. Sie hat 13 Jahre für Leverkusen gespielt und ist im zwölften Jahr Trainerin der Bundesliga-Mannschaft. Sie hänge an dem Verein, sagt sie. Darum will sie um die Zukunft kämpfen.

    Entscheidung in den kommenden Wochen

    Wie viel Boden weggerissen wird, ist die große Frage. Im Mai wurde schon spekuliert, ob es Bundesliga-Handball in Leverkusen demnächst gar nicht mehr geben wird, aber so schlimm muss es nicht kommen. Der Bayer-Konzern subventioniert schließlich weiterhin den Nachwuchssport auch der Handballabteilung. Und aus diesem sind in den vergangenen Jahren einige der besten Leverkusener Spielerinnen wie Clara Woltering und Anne Müller hervorgegangen.

    Den Breiten-, Jugend- und Behindertensport mit seinen etwa 50.000 Sportlern in 27 Werksvereinen will Bayer unverändert mit 14 Millionen Euro jährlich finanzieren. Davon profitieren auch die Handballerinnen, und in den nächsten Wochen will der Gesamtverein TSV Bayer 04 Leverkusen entscheiden, ob es Bundesliga-Handball in Leverkusen auch künftig geben wird. Das ist zwar nur eine Rechenaufgabe, aber eine schwierige für einen Großverein, dem es finanziell nicht gerade rosig geht. "Unser Ziel ist, nachwuchsgeförderten Spitzensport fortzusetzen", sagt Klaus Beck. Doch der Präsident des TSV Bayer 04 denkt auch an die Volleyballerinnen und die Basketballer. "Wir haben Hoffnung für alle betroffenen Sportarten", sagt er.

    Renate Wolf hat zuletzt Klinken geputzt. Einen Business-Club haben die Leverkusenerinnen gegründet und etwa ein Dutzend Sponsoren akquiriert, die auch in der kommenden Saison helfen sollen, einen Etat im mittleren sechsstelligen Euro-Bereich aufzubringen. Es geht den Handballerinnen nicht nur darum, dass sie sich überhaupt eine Zukunft in der Bundesliga leisten können – sie wollen auch weiter oben mitspielen. Zwölf Mal war Leverkusen Meister und acht Mal Pokalsieger. Erfolg verpflichtet. Mit einem der geringsten Etats der Liga, behauptet Renate Wolf, ist ihr Team seit Jahren eines der sportlich erfolgreichsten.

    Die Elfen suchen ihr Glück

    Auch in der aktuellen Saison spielen die Bayer-Frauen wieder vorne mit. Sie nennen sich jetzt Elfen. Eigentlich hätten sie lieber Werks-Elfen geheißen, um ihre Nähe zu Bayer und den Fußballern zu dokumentieren, die sich ja neuerdings zum lange verpönten Titel Werks-Elfen bekennen, aber weil die Idee nicht gut angekommen sei im Konzern, sagt Wolf, haben sie sich auf den Namen Elfen beschränkt. Die Elfen suchen jetzt ihr Glück. Sie hoffen auf die Hilfe des Gesamtvereins und dass sie in der Wilhelm-Dopatka-Halle eine neue sportliche Bleibe finden.

    Der Notfallplan sähe einen Weggang der Trainerin samt einiger Spielerinnen vor. Über ein solches Personalpaket würde sich mancher Bundesligist freuen. Es habe Angebote von Konkurrenten gegeben, sagt Renate Wolf. Doch sie will viel lieber in Leverkusen bleiben. Trotz Ungewissheit. Trotz Licht und Schatten. Trotz Mottentheorie. Renate Wolf ist dort heimisch geworden. "Ich gehöre zum Inventar!", sagt sie und schlägt nicht mehr mit den imaginären Flügeln, wenn sie kämpferisch und fast ein bisschen trotzig sagt: "Ich will, dass es hier weitergeht!"

    URL:

    * http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,521090,00.html

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  • Diese Pflicht macht viel Mühe

    VON RALPH ELSEN

    Das war nicht viel, jedenfalls deutlich weniger, als es Renate Wolf erwartet hatte. Und deshalb vermittelte die Trainerin der Leverkusener Handball-Frauen in einem knackigen Zwei-Minuten-Plädoyer ihrer Truppe die zahlreichen Schwachpunkte, nachdem sich Bayer im Pokal zu einem mühsamen 21:18 (12:9)-Erfolg beim Zweitligisten TuS Weibern gequält hatte. „Das war weit weg von dem, was wir vor der Ligapause gezeigt haben, und entspricht nicht meinem Anspruch an die Mannschaft“, meinte Wolf, „aber ich werde diesen Auftritt auch nicht überbewerten, schließlich sind die Mädels immerhin ihrer Ergebnispflicht nachgekommen.“

    Der Aussicht, das Final-four-Turnier des Wettbewerbs im sächsischen Riesa zu erreichen, sind Bayers Frauen zumindest wieder einen Schritt näher gekommen mit dem Einzug in die Runde der letzten acht Mannschaften. „Jetzt brauchen wir ein günstiges Los, dann sollte es klappen“, sagt Wolf. Gegen Weibern mischten auch ihre drei mit Weltmeisterschafts-Bronze dekorierten Nationalspielerinnen Clara Woltering, Anne Müller und Anna Loerper mit, „obwohl sie nach den ganzen Feierlichkeiten schon eher in Weihnachtsstimmung sind“, wie der Coach schmunzelnd bemerkte. Der (große) Rest der Truppe hatte die WM-Pause zu ausgiebigen läuferischen Einheiten genutzt, gestern gab ein Laktattest Aufschluss über den Grad der Fitness.

    Bayer schluderte vor allem im Abschluss bei den vielen Tempogegenstößen, wo technische Fehler und Mängel beim finalen Wurf eine sehr schlechte Quote ergaben. Vor der stabilen Torhüterin Clara Woltering hielt Kapitän Heike Ahlgrimm die Abwehr dicht, dazu überzeugte Silke Meier. Die Daumen drückte ihren ehemaligen Kolleginnen auf der Tribüne auch Nadine Krause, die Welthandballerin des Jahres, die seit ein paar Monaten in Kopenhagen sportlich tätig ist.

    Nach der Weihnachtsfeier heute Abend am Silbersee, bei denen die drei WM-Fahrerinnen mit Präsenten bedacht werden, und einer kurzen Pause über die Festtage geht es für die Leverkusenerinnen in diesem Jahr noch einmal in der Liga rund. Am Sonntag, 30. Dezember, empfängt Bayer um 16 Uhr in der Haberland-Halle Oldenburg.

    Bayer: Woltering, Knipprath – Byl (1), Paulus (1), Loerper (6/4), Seiffert (2), Glankovicova (2), Neukamp (1), Ahlgrimm (2), Steinbach (2), Müller, Meier (4), Weigelt.

    © RP Online

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  • Richtung für die kommenden Wochen vorgeben

    Nach der WM-Pause und dem Weihnachtsfest wollen die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen das alte Jahr erfolgreich beenden und die gute Serie mit in 2008 nehmen. Zum Jahresausklang kommt am Sonntag der VfL Oldenburg in die Ulrich-Haberland-Halle (16 Uhr).

    Nach dem knappen Pokalsieg beim Zweitligisten TuS Weibern hatten die Bayer-Damen zunächst rund eine Woche lang Weihnachtspause, doch am zweiten Feiertag bat Trainerin Renate Wolf dann wieder zum Training. Dabei musste sie feststellen, dass ihre Torhüterin Clara Woltering unter einer leichten Erkältung leidet. Ein Einsatz am Wochenende scheint aber möglich.

    Nach der langen WM-Pause wollen die Elfen wieder in den Alltag Bundesliga finden. „Die Vorrunde läuft noch bis April und wir wollen schnell wieder unseren Rhythmus finden. Wir wollen mit einem Sieg gegen Oldenburg die Richtung für die kommenden Wochen vorgeben“, sagt Renate Wolf, aber warnt gleichzeitig auch vor dem Gegner: „Im Pokal hat Oldenburg beim Zweitligisten Dortmund verloren und daher steht das Team unter enormen hErfolgsdruck. Die werden uns trotz Weihnachten nichts schenken.“ In der Hinrunde fand diese Begegnung unter umgekehrten Vorzeichen statt. Am dritten Spieltag war Oldenburg Tabellenführer und die Elfen schafften den ersten Auswärtssieg. Von einem schlechten Omen will Renate Wolf aber nichts wissen: „Wir wollen unseren Tabellenplatz verteidigen und werden topfit sein.“

    Schließlich gilt es sich vor eigenem Publikum gut aus 2007 zu verabschieden und als Dank für die tolle Unterstützung in diesem Jahr noch einmal einen Sieg einzufahren.

    Autor: Christian Schulze

    elfen.punkt-a.de


    Das Ziel ist längst gesteckt

    VON RALPH ELSEN
    Der Moment des Wiederbeginns nach längerer Pause ähnelte sich ganz schwer. „Unser Pokalduell letzte Woche in Weibern hat mich sehr an unser erstes Bundesliga-Spiel diese Saison in Ketsch erinnert. Das verlief jeweils wie ein Kaltstart“, sagt Renate Wolf.

    Der entscheidende Unterschied zwischen beiden Treffen ist aber natürlich auch der Trainerin der Leverkusener Handball-Frauen bewusst: Während die Partie um Punkte im Herbst verloren ging, langte es im nationalen Cup beim Zweitligisten wenigstens zu einem Erfolg. „Und jetzt gehe ich davon aus, dass die Mädels wieder ordentlich Fahrt aufnehmen“, betont Wolf vor dem Bundesliga-Auftritt am Sonntag in der Haberland-Halle gegen den VfL Oldenburg (16 Uhr).

    Nach der Pause im Spielbetrieb wegen der Weltmeisterschaft in Frankreich, von der Torhüterin Clara Woltering, Anne Müller und Anna Loerper mit einer Bronzemedaille heimkehrten, geht es jetzt wieder im nationalen Alltag rund. 13 von 22 Bundesliga-Begegnungen sind mittlerweile absolviert, und die Leverkusenerinnen führen das Klassement der zwölf Teams mit 23:3 Punkten an. Bayer verließ nach der Pleite gleich zu Beginn gegen Ketsch nur einmal nicht als Sieger das Parkett, beim Remis in Leipzig. Gegner Oldenburg kommt als Achter mit der mittelmäßigen Bilanz von 11:15 Zählern in die Haberland-Halle. Da wäre alles andere als der nächste Leverkusener Sieg eine höchst unangenehme Geschichte vor dem Jahreswechsel.

    „Sicherlich erwarte ich einen Erfolg“, erklärt Wolf, „aber wir müssen erst mal sehen, dass wir jetzt nach den Festtagen einen guten Einstieg hinkriegen, ehe es Schlag auf Schlag weiter geht.“ Denn auf ein gemeinsames Ziel haben sich Team und Trainer längst verständigt: Wenn die reguläre Runde der Bundesliga für Bayer am 5. April mit der Partie gegen Blomberg zu Ende geht, wollen die Leverkusenerinnen immer noch die Tabelle anführen. „Das würde uns Heimrecht in den entscheidenden Duellen in den Play-offs garantieren“, meint Wolf.

    © RP Online


    Duell der Traditionsklubs

    VON FRANK GRAF, 28.12.07, 06:45h, AKTUALISIERT 28.12.07, 17:24h

    Die Leverkusener wollen als Tabellenführer der Damen-Bundesliga ins neue Jahr starten.

    Leverkusen - Wer Renate Wolf kennt, der wird wissen, dass die Trainerin der Bundesliga-Handballerinnen von Bayer 04 Leverkusen ihren Schützlingen so etwas wie Völlerei oder Faulheit über die Festtage nie verziehen hätte. Da Wolf bei den Spielerinnen höchstes Ansehen und größten Respekt genießt, war also kaum zu befürchten, dass sie sich gehen lassen würden. „Wir haben es über die Tage freilich ein wenig ruhiger angehen lassen, was nicht heißen soll, dass wir gar nichts getan haben. Wir werden vernünftig vorbereitet auf Oldenburg warten“, erklärt Wolf. Am Sonntagnachmittag (16 Uhr, Haberland-Halle) steht für die Leverkusenerinnen der Jahresausklang in der Bundesliga gegen den VfL Oldenburg an.

    Schon seit Ewigkeiten gehört der VfL Oldenburg der Frauenhandball-Bundesliga an, so dass man durchaus - wie auch im Fall von Bayer 04 - von einem Traditionsverein sprechen darf. Oldenburg war einigermaßen erwartungsvoll in die Spielzeit 2007 / 2008 gegangen, doch diese Erwartungen haben sich bislang noch nicht wirklich erfüllt. Das Team von Coach Leszek Krowicki steht gerade mal auf Platz acht, was nicht der Rang ist, den die Damen aus der schmucken Universitätsstadt eigentlich belegen wollten. Nicht selten wurde vom Erreichen des vierten Platzes gesprochen.

    Leverkusen gewann das Hinspiel in Oldenburg deutlich, doch Renate Wolf warnt vor all zu großen Leichtsinnigkeiten: „Der VfL ist ein unangenehmer Gegner, der an einem guten Tag jede Mannschaft in der Liga schlagen kann.“ Zu den Leistungsträgerinnen, die sich bislang herauskristallisierten, gehören insbesondere die russische Torfrau Tatiana Surkova, Rückraum-Organisatorin Dagmara Kowalska und Sabrina Neuendorf. Wirklich herausragende Schützinnen gibt es beim VfL nicht.

    „Wir wollen als Tabellenführer ins neue Jahr gehen, allein schon deshalb ist für genügend Motivation gesorgt“, meint Wolf, die mit ihrer Mannschaft die über weite Strecken doch recht schwache Darbietung beim 21:18-Pokalerfolg in Weibern aufgearbeitet hat: „Gegen Oldenburg dürfen wir uns solche Aussetzer nicht erlauben, das könnte sonst ein böses Erwachen geben.“ Ein Fragezeichen steht lediglich hinter dem Einsatz der nach wie vor angeschlagenen Yvonne Fillgert.

    http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/jrbo/artikel.jsp?id=1195816989893

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    2 Mal editiert, zuletzt von Grimaudino (28. Dezember 2007 um 22:25)

  • Elfen-News: Als Tabellenführer ins Jahr 2008

    Zum Jahresabschluss wurde den 550 Zuschauern in der Ulrich-Haberland-Halle noch einmal ein richtig spannendes Handballspiel geboten. Dank einer starken zweiten Halbzeit gelang den Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen dabei gegen den VfL Oldenburg ein 30:27 (15:16)-Sieg und die Verteidigung der Tabellenführung.

    Vor Spielbeginn wurden zunächst Clara Woltering, Anne Müller und Anna Loerper für den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Frankreich geehrt und auch dem anwesenden Bundestrainer Armin Emrich sowie der ehemaligen Elfe Nadine Krause wurde gratuliert. Gleich zu Spielbeginn deutete sich schon an, dass es ein spannendes Spiel werden würde. Jedoch übernahm Oldenburg ab der achten Minute die Kontrolle. Beim Stand von 4:6 verfinsterte sich die Miene von Trainerin Renate Wolf zunehmend und entsprechend deutlich müssen ihre Worte in der Auszeit gewesen sein.

    Dennoch konnten die Gäste die Führung weiter behalten, daran änderte zunächst auch der Wechsel im Leverkusener Tor nichts. Für Lena Knipprath kam Clara Woltering ins Spiel, die aufgrund ihrer Erkältung eigentlich geschont werden sollte. Leverkusen in der ersten Halbzeit mit zu vielen Fehlern und Oldenburg nutzte diese konsequent mit Gegenstößen aus. Kurz vor Halbzeit gelang Michaela Seiffert der Ausgleich zum 14:14 und schließlich ging Oldenburg mit nur einem Tor Vorsprung in die Halbzeit (15:16).

    Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit legten Karin Weigelt, Lyn Byl und Michaela Seiffert einen 3:0-Lauf hin und sorgten somit für den Führungswechsel (19:18). Die Gäste aus Oldenburg konnten die Partie zwar weiterhin spannend gestalten und schafften auch noch dreimal den Ausgleich, doch die Elfen gaben die Führung nicht mehr her. Die stärkste Leverkusener Phase startete dann mit einem Tor von Anna Loerper in der 49. Minute. Ihr Treffer zum 23:22 war der Startschuss für einen fulminanten Zwischenspurt, deren Schlusspunkt das 28:22 durch die überragende Yvonne Fillgert in der 55. Minute bildete. In der verbleibenden Spielzeit kämpfte sich Oldenburg erneut ran, eine nun jedoch starke Clara Woltering sorgte dafür, dass die Elfen zum Jahresausklang einen 30:27-Sieg feiern durften und als Tabellenführer ins Jahr 2008 gehen.

    Leverkusens Trainerin Renate Wolf zeigte sich nach der Partie überglücklich über den Sieg in einem wahren Kampfspiel: „Überall hört man, dass Leverkusen absoluter Favorit ist und Oldenburg hat uns gezeigt, dass so ein Erfolg nicht mal eben möglich ist. Wir sind nicht aggressiv ins Spiel gekommen und haben vorne viele Fehler gemacht, die zu Gegentoren geführt haben. Ich hake dieses Spiel unter dem Motto Arbeitssieg ab.“

    Nach dem Jahreswechsel starten die Elfen mit zwei Auswärtsspielen beim Thüringer HC und in Sulzbach in die neue Saison, bevor am 20. Januar das erste Heimspiel des neuen Jahres gegen Buxtehude ansteht.

    TSV Bayer 04: Knipprath, Woltering – Fillgert (7), Loerper (4), Ahlgrimm (2), Müller (4), Glankovicova (1), Neukamp (2/1), Seiffert (5/2), Steinbach (2), Weigelt (1), Byl (2), Meier

    Autor: Christian Schulze

    elfen.punkt-a.de

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  • Ein letzter Hauch von Bronze

    VON FRANK GRAF, 30.12.07, 19:59h, AKTUALISIERT 30.12.07, 20:04h

    Leverkusens Yvonne Fillgert gelingen in der Bundesliga-Partie sieben Tore.

    Leverkusen - Ein Hauch der gerade absolvierten Handball-WM der Frauen bekamen auch noch die Zuschauer der Bundesliga-Partie zwischen Bayer 04 Leverkusen und dem VfL Oldenburg vor dem Anpfiff zu spüren. Unter den Augen von Nationaltrainer Armin Emrich und der ehemaligen Leverkusenerin und Welthandballerin des Jahres, Nadine Krause, wurden Clara Woltering, Anne Müller und Anna Loerper von Leverkusens Abteilungsleiter Dietmar Bochert ganz offiziell für den Gewinn der Bronzemedaille geehrt. Gefeiert wurde freilich schon längst zuvor.

    Das nachfolgende Spiel brachte aus Leverkusener Sicht nur wenig Grund für Jubelarien, aber immerhin stimmte das Ergebnis, denn der Tabellenführer setzte sich gegen Oldenburg noch mit 30:27 nach 15:16-Pausenrückstand durch. „Ich bin überglücklich, dass wir die Partie dann doch noch gewonnen haben. Kompliment an Oldenburg, das uns gezeigt hat, dass wir nicht eben mal im Vorübergehen gewinnen konnten. Letztendlich hake ich das Spiel als Arbeitssieg ab“, erklärte Bayers Coach Renate Wolf, die mit ihrem Team also als Klassenprimus ins Jahr 2008 rutschen wird. Leverkusen leistete sich von Beginn an auffällig viele Fehler schon im Spielaufbau, die von den ehrgeizigen Gästen des Öfteren zu erfolgreichen Tempogegenstößen genutzt wurden. Nach 13 Minuten brachte Wolf dann schon beim Stande von 7:9 die grippegeschwächte Clara Woltering für Lena Knipprath ins Tor, doch auch diese Maßnahme griff nicht sofort. Erst nach 26 Minuten gelang den Gastgeberinnen erstmals wieder der Ausgleich zum 14:14.

    Nach der Pause und einigen passenden Worten der Trainerin an ihre Mannschaft zeigte sich Bayer nun konzentrierter und auch engagierter. „Uns hat zunächst eindeutig die nötige Aggressivität gefehlt“, so Wolf. Der Deckungsverbund der Leverkusenerinnen stand nun wesentlich sicherer, was zur Folge hatte, dass Oldenburg nun nur noch zu wenigen „einfachen“ Toren kam. Binnen fünf Minuten zog Bayer dann ab der 49. Minute von 22:22 auf 28:22 davon, wobei zwei Treffer von Anna Loerper das Signal gaben. Für weitere wichtige Treffer sorgte in dieser Phase Yvonne Fillgert, die überhaupt eine Klasseleistung bot. Auch Woltering sorgte nun mit etlichen tollen Paraden dafür, dass der VfL nicht mehr entscheidend herankam und die Feierlichkeiten in der Sylvesternacht als Tabellenführer von statten gehen können.

    Bayer 04: Knipprath, Woltering - Byl (2), Fillgert (7), Weigelt (1), Müller (4), Loerper (4), Seiffert (5 / 3), Glankovicova (1), Neukamp (2 / 1), Ahlgrimm (2), Steinbach (2), Meier, Paulus.

    http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/jrbo/artikel.jsp?id=1195817000902


    Ein Spurt dank Fillgert und Woltering

    Viele Wunderkerzen auf den dicht gefüllten Rängen hüllten die dunkle Ulrich-Haberland-Halle in festlichen Glanz. Diese Geste des Anhangs zum Jahresausklang bot einige Parallelen zum Auftritt der Leverkusener Handballerinnen. Der Branchenführer zeigte beim 30:27 (15:16) gegen den VfL Oldenburg reichlich Schatten. Am Ende überwog indes das Licht. Selbst die bisweilen zu deutlicher Kritik neigende Trainerin Renate Wolf gab sich trotz aller holperigen Passagen versöhnlich. „Ich bin überglücklich und froh, dass wir dieses kampfbetonte und spannende Spiel noch gewonnen haben“, sagte sie.

    Lange Zeit liefen die Leverkusenerinnen gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste der Musik hinterher. Nach dem 4:3 (7.) dauerte es rund 40 Minuten, ehe Michaela Seiffert Bayer erneut in Front brachte (19:18). Die Gastgeberinnen hielten nun den Takt und gaben ihn für eine kurze Phase von gerade einmal sechs Minuten sogar vor. Als Dirigenten taten sich Yvonne Fillgert – mit einem halben Dutzend Treffern die beste Schützin des Spitzenreiters an diesem Tag – und Clara Woltering hervor. Angetrieben vom starken Linksaußen (Wolf: „Ein Riesenspiel von Yvo“) und der aufdrehenden National-Torhüterin mit ihren Paraden in Serie zog Bayer vorentscheidend im Spurt von 22:22 auf 28:22 davon und ließ den Vorsprung anschließend nicht mehr auf weniger als drei Treffer schrumpfen. Dabei sollte Woltering eigentlich gar nicht spielen. Schon im ersten Durchgang sah Wolf sich jedoch gezwungen, die erkältete Keeperin einzusetzen. Denn begünstig von teilweise haarsträubenden Fehlern und Ballverlusten der Kolleginnen musste Wolterings Vertreterin Lena Knipprath zu oft hinter sich greifen.

    Bayer: Knipprath, Woltering – Byl (2), Fillgert (6), Weigelt (1), Müller (4), Loerper (4), Seiffert (5/3), Glankovicova (1), Neukamp (3/1), Ahlgrimm (2), Steinbach (2), Meier.

    © RP Online

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    Einmal editiert, zuletzt von Grimaudino (31. Dezember 2007 um 10:56)

  • Spiel beim Thüringer HC dient als Gradmesser

    Es ist der Startschuss ins neue Jahr, aber gleichzeitig auch der Beginn der heißen Schlussphase in der Frauen-Handball-Bundesliga. Am Samstag (5. Januar, 18 Uhr) steht für die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen beim Thüringer HC das erste Spiel des Jahres an.

    Es ist eine ungewohnte, aber sicher nicht unangenehme Situation für die Elfen: Als Tabellenführer geht das Team in das neue Kalenderjahr und das sei vielleicht „ein gutes Omen“, sagt Trainerin Renate Wolf. Doch bei allem Optimismus in Leverkusen, herrscht auch Vorsicht. Gerade mit Blick auf das bevorstehende Auswärtsspiel in Erfurt hebt Wolf den mahnenden Zeigefinger: „Das ist eine richtige Prüfung für uns. Beim Thüringer HC ist es mit der vollen Halle immer schwer zuspielen und das wird ein Gradmesser für den aktuellen Stand der Dinge bei uns“.

    Seit der Auftaktniederlage in Ketsch haben die Bayer-Damen nicht mehr verloren, doch der Rhythmus wurde in den vergangenen Wochen gestört. Zunächst die lange Pause durch die Weltmeisterschaft in Frankreich und dann die Weihnachtsfeiertage. Im neuen Jahr haben die Elfen nun noch acht Spiele bis zu Playoffs um die deutsche Meisterschaft vor sich und das Ziel ist klar: „Wir müssen nun schauen, dass wir unsere Form bis zu den wichtigen Spielen steigern. Wir müssen vor allem Konstanz reinbringen, um den ersten Platz zu verteidigen“, sagt Renate Wolf und betont, dass sich das Team in der Rolle des Gejagten wohl fühle.

    Vor dem Spiel beim Thüringer HC drohen zwei Elfen auszufallen. Kapitän Clara Woltering ist weiterhin aufgrund einer Erkältung angeschlagen und Silke Meier meldete sich ebenfalls krank.

    Autor: Christian Schulze

    elfen.punkt-a.de


    Vor einer stimmungsvollen Kulisse

    VON FRANK GRAF, 03.01.08, 17:19h, AKTUALISIERT 03.01.08, 17:26h

    Das Team von Renate Wolf will den heimstarken THC durch konsequente Deckungsarbeit erst gar nicht ins Spiel kommen lassen.

    Leverkusen - Relativ unspektakulär hat Renate Wolf den Jahreswechsel in ihrem Domizil in Odenthal verbracht. „Ich habe zwei Hunde, und die würde ich in einer Silvesternacht nur ungern allein lassen“, erklärt die Trainerin der Bundesliga-Handballerinnen von Bayer 04 Leverkusen. Da sie ihrer Mannschaft nach dem Sieg über Oldenburg bis zum 2. Januar frei gegeben hatte, spielte der Handball im Kopf von Renate Wolf über die Tage nicht primär eine Rolle. Dennoch: So ganz ohne den Sport ging es dann auch nicht. „In den Köpfen sind wir ständig mit der Zukunftsplanung beschäftigt“, meint Wolf, ohne dabei aber ins Detail gehen zu wollen. Ob und - wenn ja - in welcher Form es über Mai 2008 hinaus in Leverkusen noch Spitzenhandball geben wird, ist wohl immer noch unklar.

    Klar ist indes, dass es schon am Samstagabend für Bayer 04 wieder um Bundesliga-Punkte gehen wird. Dann nämlich gastieren die Leverkusenerinnen in Erfurt-Bad Langensalza beim Thüringer HC. Da der THC als exorbitant heimstark gilt, ist für Leverkusen also höchste Vorsicht geboten, was Renate Wolf auch ihren Schützlingen vermitteln will: „Die Erfurterinnen spielen auch in diesem Jahr nach dem Motto: Auswärts pfui, zuhause hui. Die haben dort ein tolles Publikum, das man als Gastmannschaft erst mal in den Griff bekommen muss.“

    Am besten funktioniert das, wenn man den THC um die ehemalige Leverkusenerin Alexandra Uhlig sowie die stimmungsvolle Kulisse direkt bremst, ehe sich überhaupt etwas zugunsten der Gastgeberinnen entwickeln kann. „Wir müssen zuvor unsere Form weiter verbessern, denn auch beim Erfolg über Oldenburg haben wir zwei Gesichter gezeigt, von denen mir eines gar nicht gefallen hat. Vor allem müssen wir konsequent decken und unsere Chancen besser nutzen“, erklärt Wolf, wohlwissend, dass eine erneute hohe Fehlerquote wohl das Ende der tollen Serie für den aktuellen Klassenprimus bedeuten würde. Nach Stand der Dinge wird der Trainerin der komplette Kader für dieses schwierige Auswärtsspiel zur Verfügung stehen.

    http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/jrbo/artikel.jsp?id=1195817009071

    [color=red]Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur

  • Handball: 2008 soll Anna Loerpers Jahr werden

    Die Kempener Handball-Nationalspielerin will mit Verein und Nationalteam Titel sammeln.

    Kempen. Viel Zeit, um in Ruhe den Gewinn der Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in Frankreich zu genießen, hatte die Kempener Handball-Nationalspielerin Anna Loerper über die Feiertage nicht.

    Bereits einen Tag vor Silvester stand für die Rückraumspielerin des Bundesliga-Tabellenführers Bayer Leverkusen gegen den VfL Oldenburg (30:27) wieder der Liga-Alltag an, am Samstag geht es um 18 Uhr zum Thüringer HC.
    „So schön die sportlichen Erfolge sind, Zeit für Erholung bleibt kaum. Ein Urlaub mit viel Sonne wäre mein Traum. Aber darauf werde ich vorläufig verzichten müssen”, übt sich die gerade 23 Jahre alt gewordene 67-fache Nationalspielerin und große Kämpfernatur in Selbstdisziplin.

    Denn die auf fast jeder Position einsetzbare Allroundspielerin hat mit den Olympischen Spielen in Peking das nächste große Ziel vor Augen.

    Bereits im März fällt dafür im Qualifikationsturnier in Leipzig die Entscheidung. Nach den Spielen gegen Ungarn, Kuba und Kroatien sind die beiden besten Mannschaften für das olympische Turnier gesetzt.

    „Eine lösbare Aufgabe für unsere Mannschaft, die sich mit der Euphorie der WM-Medaille diesen Traum nicht entgehen lassen wird”, meint die Studentin der Deutschen Sporthochschule in Köln.
    Für die alten Teamgefährten bleibt momentan zu wenig Zeit
    Seit zwei Jahren ist die 1,62 Meter große, ehemalige Schülerin des Kempener Luise-von-Duesberg-Gymnasiums Nationalspielerin. Beim Bundesligisten in Leverkusen spielt die Rechtshänderin seit Saisonbeginn ausschließlich als Spielmacherin in der Mitte.

    Eine Position, die sich Anna Loerper in den vier Jahren seit dem Wechsel vom heimischen Regionalligisten VT Kempen nach Leverkusen Stück für Stück erarbeitet hat.

    2008 könnte in der Karriere von Anna Loerper das erfolgreichste werden: Denn neben Olympia scheinen Meisterschaft und Pokalsieg mit Bayer Leverkusen machbar.

    „Wir wollen nach zwei Vizemeisterschaften in diesem Jahr unbedingt mindestens einen Titel. Denn das bringt neue Sponsoren, auf die wir in Zukunft mehr denn je angewiesen sind”, blickt Loerper in eine für den Verein ungewisse Zukunft.

    Denn bis dahin hat sich der Bayer-Konzern als Hauptsponsor in Leverkusen zurückgezogen.

    „Ich würde schon allein wegen des Studiums in Köln gerne in Leverkusen bleiben. Aber als Nationalspielerin kann es sportlich für mich nur nach vorne gehen. Einschränkungen sind kaum möglich”, sagt Loerper.

    Sie bedauert, dass kaum Zeit bleibt, bei den ehemaligen Kolleginnen in Kempen vorbeizuschauen. Selbst mit Freundin und Ex-Mitspielerin Ellen Köttelwesch ist der Kontakt zu häufig nur übers Handy zu halten.

    04.01.2008
    Von Peter Schroers

    wz-newsline

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  • 05.01.2008 - Christian Schulze / Marco Welsch PM der Vereine

    Eine "Prüfung": Leverkusen muss gegen Thüringer HC bestehen

    Für beide Mannschaften ist es der Startschuss ins neue Jahr, aber gleichzeitig auch der Beginn der heißen Schlussphase in der Frauen-Handball-Bundesliga. Gleich zum Jahresauftakt hat der Thüringer HC eine harte Nuss zu knacken. Der Tabellenführer der Bundesliga, Bayer Leverkusen, gastiert am 5. Januar ab 18 Uhr in der Salza-Halle.

    Nach der unglücklichen Niederlage in Frankfurt/Oder bleibt beim Gastgeber keine Zeit zum Grübeln. "Wir haben in Frankfurt, wie auch in Trier knapp verloren. Dort, wo wir letztes Jahr noch untergingen, haben wir eine deutliche Entwicklung nachgewiesen.", hat der THC-Trainer Dago Leukefeld Positives entdeckt. Auch im Hinspiel in Leverkusen wurde ohne Härdter und Schanze eine starke Partie abgeliefert. "Mit der Rumpftruppe haben wir uns in Leverkusen sehr teuer verkauft. Nur eine Wechselspielerin stand zur Verfügung.", sagt Dago Leukefeld.

    Für Leverkusen ist es eine ungewohnte, aber sicher nicht unangenehme Situation: Als Tabellenführer geht das Team in das neue Kalenderjahr und das sei vielleicht „ein gutes Omen“, sagt Trainerin Renate Wolf. Doch bei allem Optimismus in Leverkusen, herrscht auch Vorsicht. Gerade mit Blick auf das bevorstehende Auswärtsspiel in Erfurt hebt Wolf den mahnenden Zeigefinger: „Das ist eine richtige Prüfung für uns. Beim Thüringer HC ist es mit der vollen Halle immer schwer zuspielen und das wird ein Gradmesser für den aktuellen Stand der Dinge bei uns“.

    Der Respekt beim THC ist groß: Seit der Auftaktniederlage in Ketsch haben die Bayer-Damen nicht mehr verloren, doch der Rhythmus wurde in den vergangenen Wochen gestört. Zunächst die lange Pause durch die Weltmeisterschaft in Frankreich und dann die Weihnachtsfeiertage. "Es ist die konstanteste Mannschaft der Liga. Für mich der Favorit auf die Meisterschaft", bekräftigt Leukefeld. "Wir haben ganz klar die Außenseiter-Rolle. Wenn nicht in diesem Spiel, wann dann? Allerdings haben wir uns damit, besonders zu Hause immer gut präsentiert."

    Bayer stellt das Gerüst der Nationalmannschaft. Auch der Abgang von Nadine Krause konnte kompensiert werden. Im neuen Jahr haben die „Elfen“ nun noch acht Spiele bis zu Play-offs um die deutsche Meisterschaft vor sich und das Ziel ist klar: „Wir müssen nun schauen, dass wir unsere Form bis zu den wichtigen Spielen steigern. Wir müssen vor allem Konstanz reinbringen, um den ersten Platz zu verteidigen“, sagt Renate Wolf und betont, dass sich das Team in der Rolle des Gejagten wohl fühle. Beim THC ist noch ein Fragezeichen hinter Kathrin Blacha und Kristin Kartheuser.

    Für die Partie sind nur noch wenige Restkarten verfügbar. "Maik Schenk teilte mir heute mit, dass es das bestbesuchte Spiel des Jahres sein wird. ", so Leukefeld. Zwinkernd meint er: "Es ist ja auch das erste im Jahr!" Allen Fans wird nahe gelegt sich bei M-Seven in Erfurt oder Intersport Schenk in Bad Langensalza ihr Ticket zu sichern. Ob es eine Abendkasse geben wird, kann nicht zugesichert werden. Zu Gast sein wird der Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein. "Ich freue mich sehr, dass er das Spiel besuchen will. In den letzten Jahren unter seinem Vorgänger wäre dies Utopie gewesen.", hofft der THC-Sportmanager auf eine bessere Zusammenarbeit mit dem Oberhaupt der Landeshauptstadt.

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  • Thüringer HC zu offensivschwach: 15:23-Pleite gegen Leverkusen

    Auf Grund ihrer bisher schlechtesten Saisonangriffsleistung haben die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC Erfurt/Bad Langensalza ihr ersten Spiel des neuen Jahres verloren. Das Team von Coach Dago Leukefeld musste sich am Samstagabend dem Tabellenführer Bayer Leverkusen mit 15:23 (5:9) beugen und kassierte die neunte Saisonniederlage. Beste THC-Werferin vor rund 1000 Zuschauern war Martina Knytlova mit vier Treffern. Bei der seit nunmehr 14 Spielen ungeschlagenen Werksmannschaft trug sich Heike Ahlgrimm (6) am häufigsten in die Torschützenliste ein.

    Zu Spielbeginn mussten sich die Zuschauer gedulden, denn Tore waren zunächst Mangelware. Nationalspielerin Anna Loerper brachte die Gäste aus dem Rheinland nach knapp zwei Minuten mit 0:1 in Führung. Erst zwei Minuten später erhöhte Heike Ahlgrimm auf 0:2. Lucie Fabikova und Alexandra Uhlig scheiterten dagegen mit Fernwürfen an Clara Woltering. Die Nationaltorfrau wurde erstmalig von Martina Knytlova vom Siebenmeter-Punkt beim 1:2 (7.) überwunden. Beide Torhüterinnen zeigten sich stellungssicher und die THC-Angreifer ließen bei ihren Aktionen deutlichen Respekt vor der Nr. 1 im Tor der deutschen Nationalmannschaft erkennen.

    So stand es nach zwölf Minuten immer noch 1:3 und dem THC gelang bis dahin noch kein Feldtor. Durch Treffer von Seifert und zweimal Neukamp lagen die Gäste aus Leverkusen mit 5:1 in Führung. Dago Leukefeld nahm seine Auszeit und brachte Kristin Kartheuser auf die Regieposition sowie Kathrin Blacha an den Kreis. Letzterer gelang dann auch in der 22. Minute der erste Feldtreffer für die Gastgeber.

    Jetzt kam etwas mehr Druck in die Angriffsaktionen der Gastgeberinnen - Marielle Bohm tankte sich durch und erzielte zum 3:6 ihren ersten Treffer nach ihrer Rückkehr ins Team. Ausgerechnet in dieser Phase verletzte sich Nadine Härdter am Sprunggelenk und konnte danach das Spiel nicht mehr fortsetzen. Allerdings behielt Martina Knytlova auch weiterhin bei ihren zwei Strafwürfen gegen Clara Woltering die Nerven und der THC blieb so auf Tuchfühlung. Beim Stand von 5:9, dem bislang torärmsten Zwischenstand der Bundesligasaison, gingen beide Teams in die Pause.

    Beim ersten Angriff des THC nach der Pause hatten die Schiedsrichter schnell die Arme zur Passivwarnung oben, aber Marielle Bohm stieg zum Sprungwurf über die Bayer-Abwehr und ließ Clara Woltering keine Chance. Danach zeigte aber die leichtfüßige Gästeabwehr wieder ihre gewohnte Aggressivität und Dynamik und es gelang dem THC kaum einmal, einen Raumgewinn zu erzielen. Aber jetzt hatte der THC wenigstens das Glück auf seiner Seite. Gleich dreimal stand bei Würfen der Gäste der Torrahmen im Weg. Doch es half den Thüringerinnen nicht weiter - die Abwehr der Gäste stand wie aus Beton. Und beim Gast spielte jetzt Heike Ahlgrimm ihre Cleverness aus und erzielte drei ihrer insgesamt sechs Feldtreffer in dieser Phase.

    Wenn sich Bohm oder Uhlig ein Herz für den Fernwurf nahmen, stand Torfrau Woltering richtig. In der 41. Minute allerdings hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Plätzen. Martina Knytlova erlief sich einen Traumpass von Michaela Schanze und löst damit einen nochmaligen Ruck bei ihren Nebenleuten aus. Julia Jurack aus der Drehung und Alex Uhlig im Durchbruch verkürzten auf 12:14 und nährten noch einmal die Hoffnung, zum Favoriten aufzuschließen. Doch Denisa Glancovicova sorgte mit einem Fernwurf wieder für eine Drei-Tore-Differenz. Die slowakische Nationalspielerin sorgte mit ihrer Übersicht und Treffsicherheit auch für das 12:17.

    Jetzt spielten die Gäste wieder konzentrierter und verschafften sich zehn Minuten vor Schluss eine beruhigende 19:12-Führung. Dem Team-Time-Out für den THC folgte dann noch einmal ein Aufbäumen durch Treffer von Kristin Kartheuser und Lucie Fabicova (14:19 - 55. Min). Michaela Schanze hatte jetzt ihre stärkste Phase. Gleich reihenweise parierte Schanze schwere Bälle, doch am Gesamtresultat änderte das nichts mehr. Der THC hatte gegen den aktuellen Spitzenreiter der Liga verloren, konnte vor allem im Angriff gegen die robuste und einsatzstarke Gästeabwehr nicht die gewohnten Qualitäten abrufen und so war der letzte THC-Treffer durch Lucie Fabikovà (60.) nur noch Ergebniskosmetik. Zu hoffen bleibt, dass sich die Bänderverletzung von Nadine Härdter nicht als schwerwiegend erweist.

    Der Auftakt ins neue Jahr ist also für Bayer Leverkusen geglückt und dementsprechend erleichtert war Trainerin Renate Wolf nach der Partie: „Wir haben richtig super gedeckt und Clara Woltering hat gut gehalten, das war am Ende ausschlaggebend. Ich bin froh, über die Disziplin meiner Mannschaft. Heike Ahlgrimm hat sowohl defensiv wie offensiv ein klasse Spiel gemacht, aber auch alle anderen waren gut.“

    Stimmen zum Spiel:

    Renate Wolf (Trainerin Leverkusen): Wir haben heute ein sehr kampfbetontes Spiel zweier starker Abwehrreihen gesehen. Kern unseres Erfolges war die Abwehrarbeit. Die Mädchen haben ihre Aufgaben sensationell erfüllt. Wir haben schon noch einige Chancen ausgelassen - Kompliment an Schanzi, sie hat stark gehalten.

    Dago Leukefeld (Trainer THC): Das Ergebnis geht absolut in Ordnung. Das Abwehrkompliment kann ich auch meiner Mannschaft machen . Leverkusen hat uns Durchschlagskraft im Angriff demonstriert - wir haben uns in vielen Situationen von Clara Woltering beeindrucken lassen.

    Torschützen: Knytlova (4), Blacha (2), Fabikova (2), Bohm (2), Kartheuser (2), Jurack (2), Uhlig (1) - Ahlgrimm (6), Loerper (4), Müller (3), Glankovicova (3), Seiffert (2), Neukamp (2), Steinbach (1), Byl (1), Fillgert (1)

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    Am kommenden Samstag treten die Elfen nun erneut zu einem Auswärtsspiel an, diesmal in Sulzbach.

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    Einmal editiert, zuletzt von Grimaudino (6. Januar 2008 um 09:58)

  • Furioser Zwischenspurt

    VON FRANK GRAF, 06.01.08, 19:33h

    Leverkusen - Wer sich bereits in den achtziger Jahren für Frauenhandball interessierte, wird sich noch gut daran erinnern, dass zu jener Zeit wesentlich weniger Tore pro Bundesligaspiel fielen als dies in heutiger Zeit der Fall ist. Doch auch anno 2008 scheint es diesbezüglich Rückführungen in frühere Tage zu geben. So stand es in der Partie zwischen dem Thüringer HC und Bayer 04 Leverkusen nach den ersten 30 Minuten gerade einmal 5:9 für Bayer. Fünf Tore in einem Durchgang werden selbst von den schwächeren Teams der Liga (zu denen die Erfurterinnen eigentlich nicht gehören) nur noch höchst selten erzielt. Am Ende hatte sich der Primus aus Leverkusen dann doch deutlich mit 23:15 durchgesetzt. „Wir haben richtig super gedeckt, und Clara Woltering hat klasse gehalten. Diese beiden Faktoren waren am Ende ausschlaggebend. Ich bin froh, dass sich meine Mannschaft so diszipliniert verhalten hat“, erklärte Leverkusens Trainerin Renate Wolf. Somit darf durchaus behauptet werden: Der Auftakt ins neue Jahr ist für Bayer geglückt.

    Zunächst einmal verteilten sich also die Torerfolge auf beiden Seiten handverlesen. Nationalspielerin Anna Loerper brachte die Gäste nach knapp zwei Minuten mit 0:1 in Führung. Erst zwei Minuten später erhöhte Heike Ahlgrimm auf 0:2, und bis zum ersten Treffer des Thüringer HC dauerte es erneut gut zwei Minuten. Das Spiel war geprägt von zwei starken Abwehrreihen, die so gut wie nichts zuließen. Das änderte sich erst nach zehn Minuten beim Stand von 1:5 etwas. Bis zur Pause erarbeiteten sich die Bayer-Elfen einen 5:9-Vorsprung. Nach der Halbzeitpause entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, bevor die überragende Heike Ahlgrimm dem ausgeglichenen Treiben in der 40. Minute mit ihrem Treffer zum 8:13 ein Ende setzte - dachte man jedenfalls.

    Doch die Antwort des THC ließ nicht lange auf sich warten. Durch drei Treffer in Folge kam das gastgebende Team noch einmal auf 12:14 (44.) heran, ehe Leverkusen drei Minuten später einen einen furiosen Zwischenspurt einlegte, den erneut Ahlgrimm zum 12:19 in der 49. Minute abschloss. Auch eine Auszeit Erfurts änderte nichts mehr am weiteren Ergebnisverlauf. Die Entscheidung war nun gefallen. Die merklich erleichterte Renate Wolf dankte nach der Schlusssirene noch mal ausdrücklich ihrer Mannschaftskapitänin: „Heike Ahlgrimm hat sowohl in der Defensive als auch im Angriff ein tolles Spiel gemacht, sie war herausragend. Doch auch alle anderen haben gut gespielt.“ Einen Bundesligisten auf fünf Tore nach 30 Minuten zu halten, kann nicht nur der Verdienst von zwei Akteurinnen sein.

    Bayer 04: Woltering - Fillgert (1), Loerper (4), Ahlgrimm (6), Müller (3), Seiffert (2), Neukamp (2), Glankovicova (3), Byl (1), Steinbach (1), Krüger, Weigelt, Paulus.

    http://www.leverkusener-anzeiger.ksta.de/jrbo/artikel.jsp?id=1195817021003


    Frankfurt/Oder nächster Gegner im Pokal

    Im Viertelfinale des DHB-Pokals treffen die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen auf Ligakonkurrenten FHC Frankfurt/Oder. Das ergab die Auslosung am Sonntag am Rande des Bundesligaspiels HSG Blomberg-Lippe gegen DJK/MJC Trier.

    Das Spiel findet am 23. oder 24. Februar in Frankfurt/Oder statt. „Es gab schwierigere Aufgaben, aber auch leichtere. Gerade auswärts wird es schwer, aber wir wollen zum Final Four nach Riesa und da führt unser Weg nun über Frankfurt/Oder“, bewertete Elfen-Trainerin Renate Wolf das Los.

    Die weiteren Partien im Viertelfinale des DHB-Pokals:

    HSG Blomberg-Lippe – TuS Metzingen

    Borussia Dortmund – 1. FC Nürnberg

    Thüringer HC – Sieger (DJK/MJC Trier – HC Leipzig)

    Autor: Christian Schulze

    elfen.punkt-a.de

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    Einmal editiert, zuletzt von Grimaudino (6. Januar 2008 um 19:40)

  • Ahlgrimm und Seiffert vor Duell mit Sulzbach fraglich

    Auch das zweite Spiel im neuen Jahr bestreiten die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen in der Ferne. Am Samstag (19 Uhr) tritt der aktuelle Tabellenführer bei der HSG Sulzbach/Leidersbach an.

    Die Vorbereitung auf diese Partie verlief für die Elfen nicht optimal, da mit Heike Ahlgrimm und Michaela Seiffert gleich zwei Akteurinnen ausfielen. Eine hartnäckige Erkältung machte bei Beiden ein Training unmöglich und so ist der Einsatz am Samstag fraglich. Ob in Topbesetzung oder nicht, es werde auf jeden Fall wieder eine schwere Aufgabe, sagt Trainerin Renate Wolf: „Sulzbach braucht vor allem zuhause jeden Punkt gegen den Abstieg. Zudem kommt ihre Verstärkung auf der rechten Rückraumseite wohl erstmals zum Einsatz.“

    Mit der Ukrainerin Olena Reznir hat der Aufsteiger eine 163fache Nationalspielerin verpflichtet, die bei den Elfen noch in guter Erinnerung sein sollte. Bisher spielte Reznir beim ukrainischen Spitzenclub HC „Motor“ Saporoschje, gegen den sich die Elfen in der vergangenen Saison im Viertelfinale des EHF-Pokals durchsetzen konnten. Die Ukrainerin konnte in beiden Spielen insgesamt elf Tore erzielen.

    Als Tabellenerster gehen die Bayer-Damen natürlich als Favorit in das Duell mit dem Tabellenneunten und das sorge wie immer für Druck. „Die Halle wird voll sein und der HC Leipzig konnte dort beispielsweise nur ein Unentschieden ergattern. Es wird genauso so schwer, wie vergangenes Wochenende beim Thüringer HC. Da haben wir das toll gemacht und nun müssen wir das wiederholen.“, erklärt Renate Wolf.

    Autor: Christian Schulze

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  • Titeljagd für die Zukunft

    VON VON FRANK GRAF, 11.01.08, 12:35h

    Leverkusen - Nach wie vor steht die Zukunft der Bundesliga-Handballerinnen von Bayer 04 Leverkusen in den Sternen. Renate Wolf, Trainerin und Geschäftsführerin in Personalunion, will sich nach wie vor nicht in die Karten schauen lassen: "Ich wäre doch schön blöd, wenn ich jetzt etwas ausplaudern würde, was sich vielleicht später als heiße Luft entpuppt. Vor allem wollen wir aber erst einmal eine Positionierung von Bayer abwarten." Mit einer entsprechenden Erklärung wird in diesen Tagen gerechnet. Inwieweit sich daraus möglicherweise doch noch eine Chance entwickelt, unter dem Namen TSV Bayer 04 auch weiterhin Spitzenhandball zu bieten, erscheint zumindest derzeit sehr theoretisch. Darüber hinaus sind Wolf und Mitstreiter eifrig mit potenziellen Geldgebern in Gesprächen. Nichts soll unversucht bleiben, um zumindest den Standort Leverkusen noch zu sichern. Da würde es gut passen, wenn am Saisonende noch mindestens ein weiterer Titel zu verzeichnen wäre.

    Eine Möglichkeit dazu böte sich auch über den DHB-Pokal. Inzwischen wissen die Leverkusenerinnen, dass sie im Viertelfinale beim Ligakonkurrenten FHC Frankfurt/ Oder antreten müssen (gespielt wird am 23. oder 24. Februar). "Das ist ein schweres Los, zumal wir auswärts antreten müssen. Aber wir wollen unbedingt zum Final-Four-Turnier nach Riesa, da darf uns diese Hürde nicht dran hindern", so Wolf.

    Nun gilt die Konzentration jedoch erst einmal der anstehenden Aufgabe in der Bundesliga. Am Samstag wird Bayer 04 bei der HSG Sulzbach antreten, die personell noch mal nachgelegt hat. "Die haben eine starke ukrainische Nationalspielerin für den Rückraum verpflichtet, die ich noch aus unseren Duellen mit Saporoshje kenne. Wir werden Sulzbach ganz bestimmt nicht unterschätzen, zumal die jeden Punkt für den angestrebten Klassenerhalt brauchen", meint Wolf. Weiterhin sorgen die Fans in der meist prall gefüllten, ehemaligen Halle des TV Großwallstadt für Stimmung. Unter der Woche mussten Bayers Heike Ahlgrimm und Michaela Seiffert grippegeschwächt pausieren. Am Samstag werden sie aber wohl dabei sein.

    http://www.ksta.de/jks/artikel.jsp?id=1200006059981

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  • 12.01.2008 - PM Bayer Leverkusen & HSG Sulzbach/Leidersbach

    "Gehen nicht aufs Spielfeld, um zu verlieren" - Schafft HSG gegen Leverkusen eine Überraschung?

    Auch das zweite Spiel im neuen Jahr bestreiten die Handballdamen des TSV Bayer 04 Leverkusen in der Ferne. Am Samstag tritt Leverkusen bei der HSG Sulzbach/Leidersbach an. Derzeit führen die Frauen von Trainerin Renate Wolf die Tabelle mit drei Punkten vor dem HC Leipzig an. Die „Bienen“ kennen zwar das Gefühl der Tabellenführung, im Oberhaus des Deutschen Frauenhandballs sind sie bisher davon aber meilenweit entfernt. Mit zwei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge, steht die Mannschaft von Trainer Lucky Cojocar derzeit auf dem neunten Platz der Tabelle.

    Die Vorbereitung auf diese Partie verlief für die Leverkusenerinnen nicht optimal, da mit Heike Ahlgrimm und Michaela Seiffert gleich zwei Akteurinnen ausfielen. Eine hartnäckige Erkältung machte bei Beiden ein Training unmöglich und so ist der Einsatz am Samstag fraglich. Ob in Topbesetzung oder nicht, es werde auf jeden Fall wieder eine schwere Aufgabe, sagt Trainerin Renate Wolf: „Sulzbach braucht vor allem zuhause jeden Punkt gegen den Abstieg. Zudem kommt ihre Verstärkung auf der rechten Rückraumseite wohl erstmals zum Einsatz.“

    Mit der Ukrainerin Olena Reznir hat der Aufsteiger eine 163fache Nationalspielerin verpflichtet, die bei den „Elfen“ noch in guter Erinnerung sein sollte. Bisher spielte Reznir beim ukrainischen Spitzenclub HC „Motor“ Saporoschje, gegen den sich die Leverkusen in der vergangenen Saison im Viertelfinale des EHF-Pokals durchsetzen konnten. Die Ukrainerin konnte in beiden Spielen insgesamt elf Tore erzielen. Ob Reznir allerdings aktiv am Ball sein wird, ist fraglich: „Die Mühlen in der Ukraine laufen langsam, dennoch hoffe ich, dass Olena am Samstag dabei ist“, ist von HSG-Manager Matthias Suffel über den Einsatz der 163-fachen Ukrainischen Nationalspielerin zu erfahren.

    Als Tabellenerster gehen die Bayer-Damen natürlich als Favorit in das Duell mit dem Tabellenneunten und das sorge wie immer für Druck: „Die Halle wird voll sein und der HC Leipzig konnte dort beispielsweise nur ein Unentschieden ergattern. Es wird genauso so schwer, wie vergangenes Wochenende beim Thüringer HC. Da haben wir das toll gemacht und nun müssen wir das wiederholen.“, erklärt Renate Wolf.

    Dass die Gastgeberinnen um Lydia Jakubisova allerdings auch Spitzenmannschaften ein Bein stellen können, haben sie somit bereits bewiesen. Nachdem im November Pokalsieger Leipzig nur haarscharf einer Niederlage entging, hat man bei der HSG durchaus Hoffnung in Hinblick auf das Spiel am Samstag: „Wir gehen nicht aufs Spielfeld, um zu verlieren. Wenn wir einen guten Tag haben und bei Leverkusen mal ein bis zwei Spielerinnen einen schlechten Tag erwischen, dann ist durchaus ein Sieg drin“, gibt sich Torhüterin Petra Diener durchaus zuversichtlich. „Auch in Oldenburg haben wir eine ansprechende Leistung gezeigt. Den positiven Trend gilt es zu halten. Ich hoffe, dass wir am Samstag unsere besten Besetzung aufbieten und Leverkusen so lange wie möglich Paroli bieten können“, so Trainer Lucky Cojocar.

    Auch aus einem anderen Grund hat das Spiel besondere Bedeutung: Wenn man sich das Restprogramm des Aufsteigers anschaut, wird einem sofort klar, dass der Klassenerhalt kein Selbstläufer wird. In den verbleibenden sieben Spielen der Bundesliga-Hauptrunde bekommen es die Frauen aus Unterfranken mit den besten sechs Mannschaften der Liga zu tun und müssen zudem nächste Woche beim heimstarken Thüringer HC ran.

    Ein freudiges „Duell“ wird es auf der Bank geben, wo sich zwei Torhüter-Legenden gegenüber sitzen: Andreas Thiel, ehemals Bayer Dormagen, auf Seiten der Gäste und Sigi Roch, ehemals TV Großwallstadt, auf Seiten der „Bienen“. 1984 gewannen die beiden jetzigen Torwart-Trainer zusammen in Los Angeles die olympische Silbermedaille für Deutschland.

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    Vorsicht vor den Stachelbienen

    VON CLAUDIA BECKER

    Obwohl Gegner Sulzbach/Leidersbach derzeit nur Rang zehn der Tabelle belegt, gehen Bayer Leverkusens Handballerinnen mit Respekt in die Partie. Denn Sulzbach/Leidersbach hat Verstärkung aus der Ukraine bekommen.

    Wenn der derzeitige Tabellenführer auf den Tabellenneunten trifft, so ist dies auf dem Papier eine recht klare Angelegenheit. Somit sind vor dem Auswärtsspiel am heutigen Samstag bei der HSG Sulzbach/Leidersbach die Vorzeichen für die Leverkusener Handballerinnen eigentlich eindeutig auf Sieg gestellt. Für Bayer zählt nur die Verteidigung der derzeitigen Tabellenposition. Alles andere als ein Erfolg wäre eine Enttäuschung für das Team von Renate Wolf. Trotzdem warnt Wolf davor den Gegner zu unterschätzen.

    Leipzig in Bedrängnis gebracht

    Obwohl die „Bienen“, wie sich die HSG Sulzbach-Leidersbach nennt, zur Zeit zwei Punkte Vorsprung vor den Abstiegsrängen hat, ist für sie der Klassenerhalt noch lange nicht gesichert. Für Leverkusens Gegnerinnen zählt also jeder Punkt, und dass sie durchaus auch einmal einer vermeintlich großen Mannschaft ein Bein stellen könnten, haben sie gegen den HC Leipzig bewiesen, als sie nur knapp den Sieg verpassten. Diese Bienen können also durchaus noch stechen und sind keinesfalls fluglahm oder ohne Stachel.

    Die Trainingswoche ist für die Leverkusenerinnen nicht gerade optimal verlaufen. Sowohl Heike Ahlgrimm als auch Michaela Seiffert waren die ganze Woche über an Grippe erkrankt und konnten nicht mittrainieren. Ihr Einsatz heute ist somit noch fraglich. „Es muss uns einfach gelingen, an die gute Leistung der vergangenen Woche anzuknüpfen und da weiterzumachen, wo wir auch vor der Winterpause schon aufgehört haben“, motiviert Wolf sich und ihr Team.

    Gleichzeitig warnt sie aber auch. „Sulzbach hat sich gerade frisch mit der 163-fachen ukrainischen Nationalspielerin Olena Reznir verstärkt, die gegen uns zum ersten Mal spielberechtigt sein wird“, weiß Wolf, „und auch sonst sind einige gute Spielerinnen in dieser Multi-Kultitruppe.“ So gibt es zum Beispiel ein Wiedersehen mit Raissa Tikhonowitch, die selber schon das Leverkusener Trikot trug. Trotz ihrer inzwischen 36 Jahre ist die gebürtige Weißrussin immer noch die Topwerferin ihrer Mannschaft und konnte bisher 78 Mal ins Schwarze treffen.

    Neben den sicherlich interessanten Zweikämpfen auf dem Spielfeld gibt es noch weitere spannende Begegnungen. Ein interessantes Nebenduell der Partie findet auf den Trainerbänken der Teams statt. Während bei Bayer bekanntermaßen Andreas Thiel die Torfrauen auf Trab bringt, übernimmt beim Gegner in Sigi Roch eine weitere ehemalige Torhütergröße diese Aufgabe. Gemeinsam gewannen die beiden mit der deutschen Nationalmannschaft die Silbermedaille 1984 bei den olympischen Spielen in Los Angeles.

    © RP Online

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  • HSG Sulzbach/Leidersb. - Bayer Leverkusen 25:21 (10:12) :LEV15


    Leverkusen unterliegt gegen Sulzbach/Leidersbach

    Die HSG Sulzbach/Leidersbach hat mit einem 25:21 (10:12) Sieg gegen Tabellenführer Bayer Leverkusen für ein Ausrufezeichen in der Bundesliga gesorgt. Die Gastgeberinnen, bei denen Neuzugang Olena Reznir ihr Debüt feierte, rannten bis zur 39. Minute einem Rückstand hinterher, im ersten Durchgang lag das Team von Trainer Lazar Cojocar bereits mit vier Treffern zurück. Dann aber drehte der Aufsteiger das Spiel und erzielte zum 20:16 vier Tore hintereinander. Leverkusen konnte noch einmal durch Denisa Glankovicova verkürzen, ehe Sulzbach/Leidersbach durch Wendy Smits und Katja Langkeit den unverhofften Sieg sicherstellen konnte.

    Der Anfang der Partie gehörte ganz klar den Gästen. Der Treffer von Gesine Paulus sorgte nach zwölf Minuten für die erste deutliche Führung (1:5). Zwei Minuten später konnte die starke Anne Müller das 3:7 markieren. Doch in der Folgezeit sollte das HSG-Tor wie vernagelt sein und stattdessen traf der Aufsteiger wie am Fließband. Nach 27 Minuten gelang den Hausherrinnen der Ausgleich (9:9). Dank zweier Treffer von Anne Müller und einem Tor von Anna Loerper konnten die Elfen doch noch mit einem kleinen Vorsprung in die Halbzeit gehen (10:12).

    Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit gelang Wendy Smits dann der erneute Ausgleich für Sulzbach (14:14) und in der 44. Minute sorgte sie dann auch für die erste Führung der Gastgeber (16:15). Motiviert vom Gedanken der Sensation, baute Sulzbach den Vorsprung aus und beim Stand von 20:16 nahm Elfen-Trainerin Renate Wolf zehn Minuten vor dem Spielende ihre Auszeit. Die Bayer-Sieben kam dank einer nun offensiven Abwehr noch einmal auf zwei Tore heran und hatte zumindest die Chance zum Ausgleich, am Ende feierte Sulzbach aber einen 25:21-Sieg.

    "Wir haben eigentlich gut angefangen und waren konzentriert. Trotz einiger komischer Pfiffe der Schiedsrichter konnten wir unsere taktische Linie beibehalten. In der zweiten Halbzeit haben wir wenige Tore gemacht. Im Endeffekt haben dann Fehlentscheidungen für den Rückstand gesorgt, dem wir hinterher rennen mussten. Wir haben in der Schlussphase unsere Chance leider nicht genutzt. Jetzt müssen wir nach vorne schauen und gegen Buxtehude wieder angreifen", analysierte Bayer-Trainerin Renate Wolf.

    Weitere Informationen folgen.

    Torschützen: Jakubisová (8), Langkeit (4), Smits (4), Halasova (3), Tichonowitsch (3), Grebe (2), Kocevska (1) - Müller (6), Loerper (4), Glankovicova (4), Fillgert (2), Seiffert (2), Byl (1), Steinbach (1), Paulus (1)

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    2 Mal editiert, zuletzt von Grimaudino (13. Januar 2008 um 09:56)