VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 21.10.2011 - 02:30
Leverkusen (RP). Der blaue Anzug und das rote Cape fehlten. Ansonsten gab Robin Dutt einen bildschönen Superman ab. Den Kopf gesenkt, die rechte Faust nach vorn gestreckt – so kreiselte Bayer Leverkusens Fußballtrainer durch die Coaching-Zone vor seiner Bank. Es fehlte nicht viel und Dutt wäre waagerecht durch die Luft geflogen, ganz wie der Superheld im Comic. Das 2:1 in der Champions League gegen den FC Valencia war eine Befreiung für den zuletzt in maßgeblichen Medien scharf kritisierten Trainer, dessen Anspannung sich in solch auffälligen Solovorstellungen und innigen Umarmungen mit beinahe sämtlichen Profis ausdrückte.
Dutt war "selbst über die Bilder erschrocken", als er im Fernsehen sah, wie er sich nach den Treffern durch André Schürrle und Sidney Sam aufgeführt hatte. "Nicht mehr ganz zurechnungsfähig" war er in diesen Szenen, wie er bekannte. Dutt zeigte Grimassen, wie man sie sonst nur vom Dortmunder Jürgen Klopp kennt. "Nach einer halben Stunde hatte ich beschlossen, mich nicht zu ergeben", erklärte Leverkusens Trainer seine Laufarbeit.
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