Von Achim Schmidt, 27.09.11, 11:39h
Es ist von Trainer Robin Dutt in den vergangenen Wochen vieles schön geredet worden. Und Sportdirektor Rudi Völler hat so manchen Nebenkriegs-Schauplatz eröffnet. Es sind eindeutige Zeichen dafür, dass es bei Bayer 04 Leverkusen alles andere als wunschgemäß läuft. Im DFB-Pokal kläglich an Dynamo Dresden gescheitert, in der Bundesliga nur Mittelmaß und zuletzt ausgerechnet vom 1. FC Köln vorgeführt - beim Werksclub geht zur Zeit fast alles schief.
Doch außer den Fans scheint die Ernsthaftigkeit der Lage keiner im Verein so recht zu begreifen. Der Trainer wirkt eloquent, hat aber gegenüber der Mannschaft noch nicht den richtigen Dreh gefunden. Michael Ballack beleidigt, Simon Rolfes genervt, Stefan Kießling unzufrieden - es stimmt nicht im Bayer-Ensemble, das in der vergangenen Spielzeit unter Trainer Jupp Heynckes vor Spielfreude nur so strotzte.
Auch ohne Vidal, Hyypiä und dem verletzten Adler ist der Kader gut und breit besetzt. Er muss aber seine Leistung abrufen. Und wenn es mit Lob nicht geht, müssen intern die Fetzen fliegen. Für Bayer geht es in den nächsten Spielen schon um alles oder nichts. Für Dutt geht es um nicht mehr oder weniger als um seinen Job.