VON STEFAN KLÜTTERMANN - zuletzt aktualisiert: 19.02.2011 - 02:30
Leverkusen (RP). Das Universum Bayer Leverkusen besteht dieser Tage aus zwei Parallelwelten. In der ersten hat das Team in der ukrainischen Kältekammer von Charkow 4:0 gewonnen und müsste bis zum Rückspiel am Donnerstag die Überheblichkeit schon mit Suppenkellen zu sich nehmen, um als zweite deutsche Mannschaft nach Borussia Mönchengladbach 1985 (5:1 und 0:4 gegen Real Madrid) nach einem derart hohen Vorsprung noch aus dem Europapokal auszuscheiden.
In dieser ersten Welt erntet Bayer von allen Seiten Lob für seine offensive, technisch versierte Spielweise. In ihr kann Trainer Jupp Heynckes in einem funktionierenden System ohne Qualitätsverlust das Personal durchtauschen, weil jeder Lauf- und Passwege kennt und der Kader hochwertige Tiefe besitzt. In dieser Welt hat sich Arturo Vidal zum besten defensiven Mittelfeldspieler der Liga entwickelt, steht Lars Bender seinem Dortmunder Zwillingsbruder Sven nur in Sachen Spielpraxis nach und kann Renato Augusto auf einer zentraleren Position endlich sein Leistungsvermögen voll an den Tag legen. Doch es gibt halt auch noch eine zweite Welt. Hier dreht sich alles um Michael Ballack.
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