Heynckes: Hoeneß muss wieder auf die Bayern-Bank!

  • ...Und Löw hätte mich wegen Kiessling mal anrufen sollen.


    BILD: Bayern-Präsident Franz Beckenbauer wundert sich, dass Sie auch über eine weitere Beschäftigung in München nachgedacht hätten. Wurden Sie denn bei Ihrem Abschied gar nicht gefragt?


    Jupp Heynckes (64): „Die Frage ist überflüssig. Als ich in München anfing, hatte ich eine klare Abmachung mit Uli Hoeneß: Fünf Wochen! Dann wurde auch schon über einen Nachfolger diskutiert, ich habe Louis van Gaal vorgeschlagen. Jetzt bin ich bei Bayer 04. Eine sehr gute Entscheidung.“


    BILD: Mit Ihnen verschwand Ihr Freund Hoeneß von der Bayern-Bank.


    Heynckes: „Irgendwie gehört der Uli doch nicht auf die Tribüne! Ich kann mich gar nicht daran gewöhnen und wünschte mir, dass er auf die Bank zurückkehrt, gerne auch mit Christian Nerlinger. Uli ist die Bayern-Seele. Mit roter Jacke und Schal.“


    BILD: Die Liga schaut am Samstag nach Hamburg. HSV gegen Leverkusen. Zweiter gegen Erster. Gibt's ein Tor-Fest?


    Heynckes: „Nicht ausgeschlossen! Wir und der HSV haben uns die Spitzenpositionen verdient. Beide stehen für Angriffsfußball.“


    BILD: Ihr Vorgänger Labbadia ist erst 43 Jahre alt. Ein Duell der Trainer-Generationen?


    Heynckes: „Ach was. Bruno ist ehrgeizig. So war er schon als mein Spieler 1991 beim FC Bayern. Als junger Trainer willst du die Welt einreißen. Ich gehe heute vieles lockerer an, als bei meinem Einstieg als Trainer 1979. Es kommt drauf an, das Wesentliche zu sehen. Das macht die Erfahrung, die Weisheit des Alters.“


    BILD: Was hat den Spieler Heynckes angetrieben?


    Heynckes: „Enttäuschungen waren meine Motivation. 1974 habe ich im WM-Finale nicht gespielt. Das hat mich so geärgert. 1975 wurde ich Torschützenkönig, Meister und Uefa-Pokalsieger mit Gladbach.“


    BILD: Dann müsste Ihr Stürmer Kießling ja eine Super-Saison spielen...


    Heynckes: „Dass Stefan enttäuscht ist, wenn er zweimal nicht für die Nationalelf nominiert wird, darf er sagen. Ich bin sicher, dass er weiter stark spielt und mit zur WM fährt. Trainer nehmen nur die Besten mit. Vielleicht hätte Jogi Löw mich wegen Stefan mal kontaktieren sollen. Ich werde ihn anrufen.“


    BILD: Felix Magath fordert von Löw mehr Kommunikation mit den Vereinstrainern und dass es keine gesonderten Trainingspläne für die Nationalspieler gibt.


    Heynckes: „Grundsätzlich habe ich ein gutes Verhältnis zu Jogi Löw. Die WM-Qualifikation ist für die Entwicklung unseres Fußballs ein Riesen-Erfolg. Aber der Felix hat Recht: Ich würde es mir verbitten, wenn Auswahl-Trainer für meine Spieler Trainingspläne vorgeben würden.“


    BILD: Wie stehen Sie im Fall Babbel zum Thema Trainerausbildung?


    Heynckes: „Man müsste versuchen, ihm das zu erleichtern. Ich würde Markus die Lizenz am liebsten persönlich geben. Aber es gibt nun mal Regeln und Kriterien. Im Gegensatz zu vielen anderen habe ich die Lizenz nicht geschenkt bekommen.“


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