"Heimkomplex" hält an - Bayer teilt sich Punkt mit Werder

  • Von LARS WERNER

    Düsseldorf – In der Winterpause liebäugelten einige Spieler noch mit der Meisterschaft, jetzt ist man bei Bayer schon mit einem Unentschieden daheim halbwegs zufrieden.

    Nach dem 1:1 gegen Werder Bremen hielt sich die Enttäuschung bei Spielern und Verantwortlichen aus Leverkusen in engen Grenzen. Dabei hätte es allen Grund gegeben, unzufrieden zu sein.

    Gut, Werder Bremen ist keine Laufkundschaft, die man mal so eben aus dem Stadion schießt. Aber die Heimschwäche von Bayer nimmt beängstigende Formen an: Seit dem 15. November 2008 wartet Leverkusen auf einen Heimsieg. Fünf Monate ohne einen Dreier „zu Hause“.

    Bayer wird drei Kreuze machen, wenn es in der neuen Saison endlich wieder in die heimische, dann neue, BayArena geht.

    Denn in der Übergangs-Heimat Düsseldorf wartet Bayer in der Liga immer noch auf einen Sieg. Aus fünf Partien in der LTU-Arena holte die Werkself nur drei von 15 möglichen Punkten. Das ist für ein vermeintliches Spitzenteam viel zu wenig. „Diese Statistik tut weh“, gab am Ende Sportdirektor Rudi Völler doch noch zu, dass seiner Mannschaft daheim wenig gelingt.

    Bayer hätte vor der guten Kulisse von knapp 43.000 Zuschauern Eigenwerbung betreiben können. Und es fing ja auch gut an, mit einem Klasse-Tor von Tranquillo Barnetta nach Vorarbeit von Toni Kroos (11.), der erstmals in der Startelf stand.

    Doch dann nahm immer mehr der Gast das Heft des Handelns in Hand. Im Mittelfeld hatte Werder ein Übergewicht. Bemerkenswert, denn Spielmacher Diego war verletzungsbedingt nicht einmal mit von der Partie. Der verdiente Ausgleich durch Pizarro hatte sich angedeutet (33.).

    Immerhin: Bayer kam zu mehreren Torchancen. Die besten hatten noch Kießling, der statt ins leere Tor nur den Pfosten traf, und Patrick Helmes, der freistehend an Keeper Wiese scheiterte. Doch Bayer hatte auch Glück, dass die Gäste zweimal nur den Pfosten trafen.

    So blieb es beim Unentschieden, das der Werkself überhaupt nicht weiterhilft. Der UEFA-Cup-Platz fünf ist durch den Stuttgarter Last-Minute-Sieg jetzt sechs Punkte entfernt. „Es hätte uns gut getan, als Sieger vom Platz zu gehen“, sagte Trainer Bruno Labbadia. Hätte. Wenn. Und Aber. Im Pokal muss Bayer wohl seine Träume von Europa realisieren.

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    [12.04.2009]

    http://www.express.de/nachrichten/sp…5811506902.html