Stürmer bekennt sich klar zu Bayer-Wechsel
Derdiyok spricht ein Machtwort
Eren Derdiyok (20, FC Basel) ist zweifellos einer der begehrtesten Stürmer auf dem europäischen Transfermarkt. Daran ändert auch seine öffentlich bekundete Absicht nichts, zu Bayer Leverkusen wechseln zu wollen - und nur zu Bayer Leverkusen. Im Januar meldete sich die TSG 1899 Hoffenheim, die Ersatz suchte für den verletzten Goalgetter Vedad Ibisevic. Freundlich, aber bestimmt lehnte der Schweizer Nationalspieler ab.
Zwar würde er nur zu gerne seine Fähigkeiten (Schnelligkeit, Explosivität, Kopfballspiel, Technik, Torgefahr) in der Bundesliga präsentieren, "aber eben bei Bayer Leverkusen. Die haben mich mit ihrem Konzept und den Leuten, die es umsetzen, überzeugt", sagte Derdiyok. Der Deal mit Bayer kam in diesem Winter nicht zu Stande, Basel ließ sich aus sportlichen Gründen auf kein Geschäft ein: "Sie teilten uns mit, Derdiyok behalten zu wollen. Sie wollen als Tabellen-Zweiter noch Meister werden und in die Champions-League-Qualifikation. Das garantiert eine Menge Geld", teilte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser (59) am Sonntag mit.
Der Bundesligist klappte die Akte Derdiyok also zu. Nicht so der FC Everton. Ungeachtet der Aussagen aller Beteiligten drängte der Liverpooler Vorortklub den FC Basel und Derdiyok zu einem kurzfristigen Wechsel. Derdiyoks Reaktion: "Ich habe kein Interesse an diesem Wechsel. Für mich geht es jetzt darum, mit dem FC Basel so viele Spiele wie möglich zu gewinnen und Meister zu werden. Ich bin der Letzte, der sich hängen lässt. Das bin ich den tollen Fans des FC Basel schuldig. Wir wollen Meister werden. Wenn ich wechseln werde, dann zu Bayer Leverkusen. Ich bin nicht der Typ, der ständig seine Meinung ändert."
Was jetzt wohl auch die Verantwortlichen des FC Everton kapiert haben.
Frank Lußem