Ehrfurcht vor der Eintracht

  • ERSTELLT 27.03.08, 20:56h, AKTUALISIERT 27.03.08, 22:42h

    Leverkusen - Immerhin elf Pflichtspiele hat Bayer 04 Leverkusen in der laufenden Saison bereits verloren - sieben in der Liga, drei im Uefa-Cup, eines im DFB-Pokal. Den Umgang mit Rückschlägen scheint das Team von Michael Skibbe allerdings zu beherrschen, jedenfalls präsentierte man sich danach zumeist schnell erholt. „Nach Niederlagen kommt es darauf an, nicht zu lange zu grübeln, sondern möglichst umgehend eine positive Reaktion zu zeigen“, so lautet das einfache Rezept dafür in der Diktion des Leverkusener Trainers. Nur einmal während der aktuellen Spielzeit verlor seine Mannschaft im nationalen Wettbewerb zweimal hintereinander: im Herbst anno 2007 gegen die Münchner Bayern und anschließend gegen die Frankfurter Eintracht . . .

    Das soll, nein, das darf sich natürlich nicht wiederholen, meint Skibbe, dessen Spielern am vergangenen Wochenende beim 1:2 in München die eigenen Grenzen weitaus deutlicher aufgezeigt wurden, als es das nackte Resultat vermuten ließe. „Wir haben es leider versäumt, uns von unseren Verfolgern etwas abzusetzen“, konstatiert der Coach und fügt hinzu: „Umso wichtiger ist es, dass wir die Frankfurter jetzt auf Distanz halten.“

    Die auf Rang sieben vorgerückten Hessen, die am Samstag in der BayArena gastieren, hält Skibbe mittlerweile für einen höchst gefährlichen Konkurrenten im Kampf um die Qualifikation für das internationale Geschäft. „Eine sehr robuste Mannschaft ist das, enorm stark in der Defensive, extrem gefährlich bei Kontern und Standards - kurzum: ein überaus unangenehmer Gegner“ - so ehrfürchtig beschrieb der Bayer-Trainer gestern das Ensemble des Kollegen Friedhelm Funkel, der seinerseits ebenfalls voller Respekt vom nächsten Kontrahenten sprach. „Die Leverkusener gehören zweifellos zu den Spitzenmannschaften der Liga. Sie besitzen einen sehr gut zusammengestellten, tollen Kader mit vielversprechenden Talenten und einem exzellenten Torhüter“, so Frankfurts Coach.

    Mit welchem Personal er die Partie mit der Eintracht anzugehen gedenkt, wollte Skibbe am Donnerstag auf gar keinen Fall preisgeben. „Ein, zwei Umstellungen“ gegenüber der Anfangself von München werde es wohl geben; Namen wurden freilich nicht genannt. Ob er dem weiter um seine Form ringenden Bernd Schneider eine Pause oder - im Gegenteil - jetzt erst recht Spielpraxis verordnen werde, blieb also einstweilen offen. (CP)

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    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klar kommen!