17. Januar 2008, 12:43 Uhr
Von Lars Wallrodt
Für Bayer Leverkusen lief die Hinrunde bestens. Die Mannschaft von Trainer Michael Skibbe liegt auf dem vierten Platz. "Aber man darf nicht vergessen, dass hinter uns Vereine wie Schalke 04 und der VfB Stuttgart lauern", sagt Sportdirektor Rudi Völler im Interview bei WELT ONLINE.
Seit Montag ist die Mannschaft von Bayer Leverkusen wieder in Deutschland. Zuvor bereitete Trainer Michael Skibbe seine Profis im türkischen Belek zehn Tage intensiv auf die kommende Bundesliga-Rückrunde vor. Nach nur einem freien Tag nahm das Team am Mittwoch wieder das Training auf. Die Mannschaft sei „in sehr guter Verfassung“, berichtet Sportdirektor Rudi Völler (47) im Gespräch mit WELT ONLINE.
WELT ONLINE: Herr Völler, Bayer Leverkusen überwintert auf Platz vier. Trägt das zu einer entspannten Stimmung in der Winterpause bei?
Rudi Völler: Natürlich. Hier sind alle sehr happy, zumal es in der Hinrunde für uns wirklich gut lief. Aber man darf nicht vergessen, dass hinter uns Vereine wie Schalke 04 und der VfB Stuttgart lauern. Wir dürfen uns nicht zu sicher sein.
WELT ONLINE: Als Kapitän Bernd Schneider in der Hinrunde wegen diverser Verletzungen nur sechs Spiele absolvieren konnte, sprang Sergej Barbarez ein, vertrat Schneider blendend. Wird der Vertrag mit dem 36-Jährigen jetzt verlängert?
Völler: Das ist noch nicht entschieden. Beide Seiten haben da auch keine Eile, wir werden in den nächsten Tagen erste Gespräche führen. Aber ich glaube nicht, dass in den nächsten Wochen schon eine Entscheidung fällt.
WELT ONLINE: Was für Bedingungen müssten für eine Vertragsverlängerung erfüllt werden?
Völler: Der Wille ist da, aber die Bedingungen müssen passen. Es hängt auch davon ab, ob wir nächste Saison wieder international spielen. Wenn dem so ist, ist eine Verlängerung mit Barbarez sehr wahrscheinlich.
WELT ONLINE: In dieser Woche wurde die G 14, die Vereinigung der europäischen Großvereine, aufgelöst, in der auch Bayer Leverkusen einen Sitz hatte. Bedauern Sie diesen Schritt?
Völler: Nein, es tritt ja ein anderes Konstrukt an diese Stelle, mit mehr Vereinen. Ob die G 14 das gebracht hat, was man sich bei Gründung von ihr erhofft hatte, sei ohnehin dahingestellt. Ein bisschen mehr hatte ich mir schon erhofft. Ich sehe diese Auflösung sehr gelassen.