Bayer finanziert die Bayern-Jagd

  • 28,5 MIO PRO JAHR!

    München - Die Mammutaufgabe bei den Bayern. Für Leverkusens Trainer Michael Skibbe fast unlösbar: „Es wird nicht einfacher. Kießling und Schneider sind gesperrt, Juan verletzt, Barnetta angeschlagen. Und das Osasuna-Spiel steckt auch noch in den Knochen.“

    So wird es ein ungleiches Duell zwischen dem Rekordmeister mit der Mini-Chance auf die Titelverteidigung und den Leverkusenern, die sich von drei Pleiten in Serie erholen müssen.
    Bei einer Niederlage könnte der Tabellennachbar auf elf Punkte davonziehen, Spitzenreiter Schalke ist jetzt schon 14 Zähler weg. „Die Distanz zur Spitzengruppe ist sehr groß. Wir müssen versuchen, die Lücke zu schließen“, sagt Sportchef Rudi Völler. Und der Weltmeister von 1990 weiß dafür einen starken Partner im Rücken.

    Denn EXPRESS erfuhr: Der Bayer-Konzern bleibt auch mittelfristig der größte Sponsor der Bundesliga. Insgesamt 28,5 Millionen Euro fließen in jedem Jahr in den Etat des Werksklubs – da kann die Konkurrenz nur neidisch hinschauen. 25 Millionen Euro Werbeimagegeld werden flankiert von rund 3,5 Millionen Euro pro Jahr für die Namensrechte am Stadion (BayArena).

    Zum Vergleich: Die Bayern bekommen rund 21 Millionen Euro von der Telekom. Schalkes Russen-Riese Gazprom pumpt „nur“ zwischen 12 und (bei einem Gewinn der Champions League) 25 Millionen Euro in den königsblauen Klub. Zweitliga-Krösus 1. FC Köln kann gerade mal 2,7 Millionen Euro von Gerling einstreichen.

    Im Zuge der Stadion-Entscheidung waren die Zahlen noch einmal überprüft worden. Doch Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser und Kommunikations-Chef Meinolf Sprink hatten ihre Hausaufgaben gemacht. Im Frühjahr hatten die Bayer-Macher heimlich eine Marktanalyse erstellen lassen. „Damit konnten wir zeigen: Wir spielen jedes Jahr mehr ein, als wir kosten“, sagt Sprink.

    Aber das Geld verpflichtet auch. Nach dem Abschluss des Konsilidierungsprozesses soll nun ein neues Spitzenteam aufgebaut werden. Sprink: „Im ausgebauten Stadion sollten wir an Platz drei zumindest kratzen können.“ Aber diese Saison zeigte: Da bleibt noch viel zu tun. Deshalb ist man auch fieberhaft auf der Suche nach einem neuen Trikotsponsor. Damit Sportchef Völler noch mehr Geld für die Bayern-Jagd hat.


    [Quelle:http://www.express.de/servlet/Satell…4&urubrikid=452]

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