Posts by Nr(1)amRhein

    Einen ähnlichen Fall haben sie nun auch in Leverkusen: Für einen gerade mal 20-jährigen Brasilianer namens Renato Augusto hat der Rudi rucki-zucki 10 Millionen auf die Ladentheke gevöllert.


    Aber irgendwie hat der Kerl noch Startschwierigkeiten. Am liebsten will der doch ernsthaft seine Mutter von Rio nach Leverkusen holen. Die wird ihren „Heintje“ eher enterben...


    Spaß beiseite. In Leverkusen hat sich wirklich was getan: Der Barbarez in Rente, der Ramelow auch und der Schneider folgt bald, der ist meistens nur noch verletzt.


    Wenn der Labbadia richtig aufstellt, dann hat er die jüngste Startformation der Liga. Und da sind ein paar richtige Talente dabei. Wenn der Helmes mal merkt, dass er kein Tischfußball-Figur ist und er sich auf dem Platz auch bewegen darf, kann das ein Großer werden.


    Für den Bruno steht da in seiner ersten Saison als Bundesliga-Trainer gleich viel Arbeit an. Er holt Platz 8, obwohl die Vorzeichen nicht so günstig sind: In der Rückrunde muss er alle Heimspiele in Düsseldorf austragen lassen. Die BayArena wird ja für über 70 Millionen umgebaut.


    Wobei: Das muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Im Vergleich zur BayArena ist die Stimmung auf jeder zweiten Kaffeefahrt besser.


    Schlimmer ist, dass Bayers Kult-Kneter Trzolek weg ist. Den hat bestimmt der Holzhäuser vergrault. Der Dieter war bei den Profis verdammt beliebt. Nun pendelt er beim Daum in Köln die Gesundheit der Spieler aus. Da passt er auch besser hin als ins trostlose Leverkusen.


    Und der Daum, da können sie in Leverkusen und Gladbach machen was sie wollen, der ist halt die neue Nummer 1 im Rheinland.


    Quelle: Blöd

    St. Gallen – Seit Freitag bereitet sich das Team von Bayer 04 Leverkusen in der Schweiz auf den Bundesliga-Auftakt vor. Und wie wir es seit den legendären EM-Spielen in Basel nicht anders kennen: Es regnet.


    Ob der nasse Rasen die Spieler sehr einschränkt oder der Vorbereitung eher hilft, das erfahrt ihr im Video. Denn EXPRESS-Reporter Alexander Haubrichs bat den Bayer-Coach Bruno Labbadia zum Kurz-Interview.


    Quelle: Express

    Nach dem Wechsel von Michael Skibbe zu Labbadia erzählt man sich in Leverkusen hinter vorgehaltener Hand gar von einem „Kulturschock“ für die Bayer-Profis. Nicht nur weil Labbadia anders als sein extrem sachlicher Vorgänger mit jedem Satz und jeder Bewegung eine mitunter beängstigende Erfolgsbesessenheit ausstrahle. Gleich von Beginn der Vorbereitung an setzte der vom Zweitligisten Greuther Fürth rekrutierte Branchen-Aufsteiger täglich drei Einheiten auf den Plan. Um 7.45 Uhr versammelt sich der Kader (noch ohne EURO-Urlauber) zu Stabilisationsübungen. Es folgen gemeinsames Frühstück, eine Vormittags- und Nachmittagseinheit, dazwischen gemeinsames Mittagessen und Regeneration auf eigens im VIP-Bereich der BayArena bereitgestellten Feldbetten. Die obligatorische Ruhephase ist unerlässlich, übersteigt die neue Trainingsintensität das gewohnte Programm doch deutlich. Dass bereits auffällig viele Akteure meist wegen muskulärer Probleme kürzer treten mussten (etwa Vidal, Gresko, Haggui, Djakpa), passt da ins Bild. In Fürth war es Labbadia eben gewohnt,dass seine Spieler sich bereits während der Saisonpause nach einem von ihm ausgearbeiteten Trainingsplan für die Vorbereitung präparierten. Der Acht-Stunden-Tag (und mehr) ist also in Leverkusen ebenso gängige Praxis wie beim HSV (übrigens schon unter Jol-Vorgänger Huub Stevens) und auf Schalke.
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    Labbadia verbat sich zeit seiner Trainer-Karriere das Du. Sein ehemaliger Fürther Kapitän Daniel Felgenhauer: „Er achtet auf eine gewisse Distanz. Wir haben alle zu ihm aufgeschaut.“
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    Und von Labbadia ist aus Fürth überliefert, dass er nicht selten von Auswärtsspielen in der Nacht zurückkehrte, um sich zwei Stunden später in den ersten Flieger gen Osten zu setzen und dort bis zu vier Spiele am Tag anzuschauen. Das eigene Training verpasste er trotzdem nie. In der Liga soll es auch andere Fälle geben ...
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    Labbadia legt traditionell mit jedem seiner Spieler einen „Fahrplan“ über Entwicklungsschritte fest.
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    Quelle: Kicker 56/2008 Druckausgabe

    11. Juni 2008 Bernd Strauß ist Heimvorteilsforscher. Der Professor für Sportpsychologie an der Universität Münster hat in seinem Buch mit dem großartigen Titel „Wenn Fans ihre Mannschaft zur Niederlage klatschen“ nachgewiesen, dass die Unterstützung von Fans nicht unbedingt einen Vorteil bringt. Der 49 Jahre alte Präsident der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) kann also erklären, weshalb die Gastgeberländer Schweiz und Österreich ihre Auftaktspiele gegen Tschechien und Kroatien nicht gewonnen haben und in ihren zweiten Spielen ebenfalls gegen erhebliche Widerstände ankämpfen.


    Herr Strauß, warum haben die Gastgeberländer Schweiz und Österreich trotz des Heimvorteils verloren!


    Die einfachste und beste Erklärung ist zunächst: Sie besitzen eine zu geringe Leistungsstärke und haben gegen favorisierte Gegner gespielt.


    Aber genau dann soll doch der Heimvorteil helfen! Oder bringen die Anfeuerungsrufe der Fans nichts?


    Es ist nur eine Mär, dass die Fangesänge einer Mannschaft einen Heimvorteil bringen. Wir und auch andere Forschergruppen haben wissenschaftlich nachgewiesen, dass dieser vermeintliche Vorteil der Fanunterstützung nicht hilft.


    Es gibt also gar keinen Heimvorteil?


    Doch, natürlich, aber: Es gibt keinen Vorteil durch Unterstützung von Fans. Die Anwesenheit von vielen Zuschauern, die ein Team unterstützen hemmt eher. Im Fußball spielt das Psychologische eine große Rolle. Wenn einem nun 50.000 Menschen erwartungsfroh zuschauen, dann rennt man vielleicht mehr, weil man dann anstrengungsbereiter ist. Mental ist das dann aber eine Last, die hemmt. Das ist genauso, wenn Ihnen beim Schreiben fünf Leute über die Schultern schauen, dann schreiben sie im Zweifel gehemmt und schlecht.


    Aber die Statistik weist aus, dass Heimmannschaften, auch bei großen Turnieren, öfter gewinnen.


    Das ist richtig, liegt aber an anderen Faktoren. Zum einen werden Turniere eher von großen Fußballnationen veranstaltet, die nun mal leistungsfähiger sind. Zum anderen werden Gastgeber gesetzt und treffen deshalb tendenziell eher mal auf einen schwachen Gegner. Bei Weltmeisterschaften ist das sehr extrem, deshalb scheidet dort selten eine Heimmannschaft in der Vorrunde aus. Bei einer Europameisterschaft wie jetzt sind die Teams indes so ausgeglichen, dass dieser Vorteil nicht so schwer wiegt. Deshalb bringt der Heimvorteil den Österreichern schon mal gar nichts, weil sie an sich viel leistungsschwächer sind als andere Mannschaften.


    Wenn Heimfans Druck erzeugen, sollen die Fans von Österreich und Schweiz dann nun besser zuhause bleiben?


    Nein, das wäre natürlich Unsinn. Die Trainer können nur versuchen, mit professioneller psychologischer Hilfe einen Heimvorteil zu erarbeiten. Wenn die Spieler daran glauben und dies prinzipiellen Realitätsgehalt hat, dann hilft das schon weiter. Klinsmann hat dies mit seinem professionellen Unterstützerteam 2006 auch geschafft.


    Klinsmann wollte damals ja auch in roten Trikots spielen. Wie sehen Sie als Sportpsychologe diesen Ansatz, wo ja bislang gleich drei rot gekleidete Teams, Schweiz, Österreich und Polen verloren haben.


    Das mit den roten Trikots ist wirklich interessant. Es gibt Studien, die belegen, dass rote Hemden tatsächlich einen Vorteil in Situationen ähnlicher starker Athleten bringen. Bei Kampfsportarten, in denen vor dem Kampf ausgelost wird, wer Rot tragen darf, gibt es signifikant mehr Siege für die Roten. Norbert Hagemann, Jan Leißing und ich haben hier in Münster gerade eine Studie fertig gestellt, die zeigen kann, dass ein wesentlicher Grund bei den Schiedsrichtern liegt, die Rot als Signalfarbe wahrnehmen.


    Das erklärt, weshalb Gottfried Dienst und sein Linienrichter Tofik Bachramov 1966 Englands Wembley-Tor gegeben haben. Aber es gab auch bislang nur zwei Europameister in roten Hemden, die Tschechoslowakei 1976 und Dänemark 1992.


    Nur das Überziehen des roten Trikots reicht ja nicht zum Siegen. Sie können nur möglicherweise den Ausschlag geben bei gleichwertigen Mannschaften oder Athleten. In Europa spielen nun erstaunlicherweise die klassischerweise starken Mannschaften wie Deutschland, Italien, Frankreich oder England normalerweise nicht in Rot. Das Fußballland Spanien als beste rote Mannschaft ist ja als Nationalmannschaft traditionell eher schwach.


    In den K.O.-Spielen könnte Deutschland auf Rot wechseln müssen...


    Das könnte dann vielleicht ein kleiner Vorteil für Deutschland sein, wenn Ballack und Co. auf einen starken Gegner treffen.


    Das Gespräch führte Daniel Meuren


    Quelle: FAZ.net

    Von Andreas Hunzinger


    Als Bruno Labbadia im Sommer 2003 seine erste Trainerstation beim damaligen Regionalligaabsteiger SV Darmstadt 98 antrat, gab es außerhalb seiner Heimatstadt nicht wenige, die skeptisch waren. Man kannte und achtete Labbadia als kampfstarken und leidenschaftlichen Strafraumwühler und Toremacher, der er in den 80er und 90er Jahren gewesen war. Aber als erfolgreichen Fußball-Didakten? Viele konnten sich das nicht recht vorstellen.


    Doch der Mann hat alle Skeptiker eines Besseren belehrt. Dabei ist sich der zweimalige Nationalspieler treu geblieben. Schon als Torjäger war Labbadia zwar vor allem ein guter Fußballer, lebte aber auch von überbordendem Willen und Ehrgeiz. Labbadia war einer, der nie aufgab und immer den direkten Weg zum Tor suchte. Gleichermaßen gradlinig und konsequent hat er seine Mannschaften auf Erfolgskurs getrimmt und mit ihnen attraktiv und erfolgreich Fußball gespielt - ob beim SV Darmstadt 98 und oder im vergangenen Jahr bei der Spielvereinigung Greuther Fürth. Zudem hat Labbadia nachgewiesen, dass er ein scharfes Auge für Talente besitzt.


    Ebenso zielstrebig, wie er seinen Mannschaften seine Idee von Fußball vermittelt hat, hat Labbadia an seiner eigenen Karriere gebastelt. Er begann in Darmstadt, bewusst dort, wo er seine Profianfänge gemacht und entsprechend Kultstatus hatte. Nach seiner Demission 2006 lehnte er etliche Angebote ab, um schließlich das eines Zweitligisten wie Fürth anzunehmen, weil dies in der Planung der nächste Karriereschritt war. In Leverkusen ist Labbadia nun dort angekommen, wo er hinwollte, seit er vor fünf Jahren ins Trainergeschäft einstieg. Dass er irgendwann in der Beletage des deutschen Fußballs ankommen würde, ist allerdings schon lange keine Überraschung mehr.


    Leverkusen wiederum kann einen wie Labbadia gut gebrauchen. Das Kontrastprogramm zum eher verkopft wirkenden Michael Skibbe könnte der oft zu braven Bayer-Mannschaft eventuell das für Erfolge unabdingbare Maß an Besessenheit näher bringen. Die, die der Torjäger Labbadia besaß, als er sich noch in den gegnerischen Strafräumen mit beinharten Stoppern herumschlug - und sich dabei ein ums andere Mal durchsetzte.


    Quelle: FR

    (...)
    Leverkusens Nationalspieler Simon Rolfes zeigte sich erfreut über die Entscheidung: "Bruno Labaddia ist dafür bekannt, dass er immer ein engagierter und leidenschaftlicher Spieler war. Als Trainer hat er sich zuletzt ebenfalls einen guten Ruf erworben. Ich bin sicher, dass er die Mannschaft mit optimalem Einsatz nach vorne bringen wird."


    Auch Patrick Helmes, der zur neuen Saison vom 1. FC Köln nach Leverkusen wechselt, reagierte positiv: "Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainer. Da ich nur Gutes von ihm gehört habe. Da er auch mal Stürmer gewesen ist, kann ich gerade von ihm sicher noch einiges lernen."


    Neu-Nationaltorwart René Adler meinte: "Ich hoffe, dass Bruno Labaddia in unserer jungen Mannschaft die Aufbruchstimmung verstärken kann. Wir werden in der kommenden Saison konzentriert daran arbeiten, dass wir uns wieder für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren."
    (...)


    Quelle: DFB

    "Labbadia passt in das Anforderungsprofil, das Rudi Völler vorgegeben hatte: "Der Neue muss Feuer reinbringen!" Der Sportchef, der klar herausstellte, dass der 42-Jährige Bayers Kandidat Nummer eins war, zeigte sich vor allem von der Besessenheit Labbadias beeindruckt und gab an, die Entwicklung des ehemaligen Profis intensiv verfolgt zu haben. Der neue Coach, der Co-Trainer Eddy Sözer mitbringt, und Bayer einigten sich auf einen Kontrakt bis 2010. "Das ist eine große Herausforderung und für mich und der nächste Schritt. Ich freue mich auf meine neue Aufgabe in einem topgeführten Klub, der in mein Profil passt", so Labbadia, der mit Leverkusen die Rückkehr ins internationale Geschäft anstrebt."
    kicker

    Hey aber was sollte denn diese Aussage von vorhin?


    "Labbadia bleibt beim Kleeblatt"
    "(...) Labbadia endlich ohne Umschweife: „Warum soll ich Tag und Nacht die kommende Saison planen, wenn ich dann nicht mehr hier wäre. Das ist meine Mannschaft. (...)"
    Quelle: [URL=http://www.bild.de/BILD/sport/fussball/zweite-liga/2008/05/10/fuerth-jubelt/bruno-labbadia-bleibt-trainer-beim-kleeblatt,geo=4496094.html]Bild[/URL]


    Zeitungsente von Bild? Hat Labbadia sich danach erst umsimmen lassen? Oder war diese Aussage eine Lüge?

    Palma de Mallorca – EM-Tourist? „Nee, ich will mich anbieten“, kommt es wie aus der Pistole geschossen, „denn nach der EM ist das Rennen offen.“


    Keine Frage: René Adler hat sich im Kreis der Nationalmannschaft etabliert. Der 23-Jährige fällt auf durch seine Qualitäten im Tor und sein selbstbewusstes Auftreten.


    Auch zur Entlassung von Leverkusens Trainer Michael Skibbe hat er eine Meinung. Adler ist mächtig verärgert, dass man dem Coach den Laufpass gab. „Skibbe genoss in der Mannschaft den vollen Rückhalt“, sagt Adler zerknirscht, „verstehen konnte ich das nicht. Schließlich hatten wir unter ihm eine ohne Frage positive Entwicklung genommen. Aber wenn die Chefetage der Meinung war, dass er gehen muss, dann muss ich das akzeptieren.“


    Akzeptieren – ja. Verstehen – nein. Denn Adler findet, dass sich Bayer unter Skibbe auf dem richtigen Weg befand. „Wir können jetzt nicht einen Trainer holen, der völlig anders arbeitet als Skibbe. Man kann sich nicht um 180 Grad drehen, das funktioniert nicht.“ Adler kann die heutige Reise nach Kaiserslautern zum Testspiel gegen Weißrussland wohl nicht antreten. Eine Beckenprellung behindert ihn. Entscheidung am Montag.


    Quelle: Express

    Perfekt! Klopp neuer BVB-Coach


    Jetzt ist es perfekt! Jürgen Klopp wird neuer Trainer des BVB.


    Gestern – auf dem Rückweg vom letzten Testspiel der Borussen in Heidenheim (3:1) – traf sich Sport-Manager Michael Zorc (45) erneut zu Gesprächen mit Kloppo und dessen Berater. Heute dann der Vollzug.


    Der Kult-Trainer unterschreibt bis 2011, kassiert 1,5 Mio. Euro Grundgehalt. „Kloppo“ wird seinen Co-Trainer Zeljko Buvac (46) aus Mainz mitbringen.


    Quelle: Bild

    Quote

    Original von Erik M.


    Im Zweifel Helmes oder Sinkewicz. Vielleicht auch Gresko. Aber mal mal nicht so schwarz, da findet sich schon jemand.


    Ich wäre für Brian the Lion als Sündenbock! :LEV14

    Quote

    Original von Schnix94
    Hab mir Hoffnungen gemacht, dass heute mal im E-, C-, A- und B-Block etwas mehr Stimmung gemacht wird, schon allein weil es um was geht und weil kleine Zettel verteilt wurden. Das hab ich nicht mehr gedacht, als ich mit meinem Freund zirka 10 Sekunden nach dem Anpfiff der einzige im B4 war, der noch stand und direkt von den Leuten hinter mir mit "Setz dich doch endlich mal" angemacht wurde. Klar wird dann auch rumgemotzt, wenn innerhalb von 20 Minuten 3x "Steht auf, wenn ihr für Bayer seid" angestimmt wird.Da der Großteil der Jahreskarten-Besitzer so denkt, kann unsere Stimmung gar nicht besser werden :LEV17


    Also bei "Skibbe raus"-Rufen haben fast alle mitgemacht. Da war mal richtig Stimmung in der Bayarena! :D


    Skibbe der Sündenbock und Prügelknabe. Immer feste drauf. :LEV19 Zuerst war's Holzhäuser, jetzt Skibbe. Demnächst vielleicht "Völler raus"? oder "Calli raus"? Ach nee der ist ja schon wech. :LEV18

    BUNDESLIGA-KOMMENTAR von Peter Ahrens


    Ob Schalke, Werder oder Bayer: Ein Unentschieden gegen Bayern wird als Triumph gefeiert - ein einziges Tor gegen den ewigen Kahn als Meisterstück. Spannende Liga? Wenn es ernst wird, kuschen die Verfolger wie Höflinge, obwohl sie Potential hätten. Zum Beispiel die Leverkusener.


    Ich muss gestehen: Michael Skibbe habe ich nun reinweg gar nichts zugetraut. Als Völler-Assistent in der Nationalmannschaft rapportierte er mit Hundeblick dereinst in der Halbzeitpause die kommenden Wechsel ins TV-Mikrofon. Von der Boulevardpresse wurde er als "Fehlerflüsterer" verspottet, ein Mann ohne alle sportlichen Meriten, der als Trainer nichts vorweisen konnte außer einem äußerst mäßig erfolgreichen Ausflug in die Bundesliga als BVB-Coach. Und der dann nach dem Desaster mit der Nationalelf (Vorrundenaus bei der EM 2004) ausgerechnet bei Leverkusen anheuerte – in der alten hierarchischen Kette als Trainer unter einem Sportdirektor Rudi Völler.


    Aber man muss ja auch mal das Recht haben, sich in einem Menschen zu irren. Leverkusen ist trotz der Klatsche bei den Bayern nach wie vor Dritter in der Liga und steht im Viertelfinale des Uefa-Cup - mit realistischer Option auf das Halbfinale. Der vermeintliche Fehlerflüsterer hat aktuell einiges vorzuweisen.


    Tatsächlich haben Völler und Skibbe in den vergangenen zwei Jahren vor allem eine bemerkenswerte Personalpolitik betrieben, die in der Liga ihresgleichen sucht: Neben fertigen Spielern wie dem noch amtierenden Torschützenkönig Teofanis Gekas oder dem Eins-mit-Sternchen-Verteidiger Manuel Friedrich haben die beiden Spieler wie Simon Rolfes und Gonzalo Castro zu Nationalspielern gemacht.


    Sie haben den Mut aufgebracht, dem alternden Torwartheld Hans-Jörg Butt zu einem Platz auf der Ersatzbank von Benfica Lissabon zu verhelfen und ihn durch den hochtalentierten René Adler zu ersetzen. Sie haben in Europa unbekannte wie den Tunesier Karim Haggui oder den Chilenen Arturo Vidal in die Stammelf geholt. Sie haben dem Stehgeiger Sergej Barbarez Beine gemacht.


    Dazu kommen Tranquillo Barnetta, Stefan Kießling, Pirmin Schwegler – allesamt Spieler, die bei Bayer ihre Reifeprüfung ablegen. Gerade bastelt Skibbe an der heiklen Aufgabe, in einer Art Softlaunch Nationalspieler Bernd Schneider auf das Altenteil vorzubereiten. Auch hier bewies der Trainer bisher Fingerspitzengefühl. Die alte Seilschaft Völler und Skibbe – sie lebt vor, wie es sein kann, wenn Manager und sportlicher Leiter an einem Strang ziehen. Das Bremer Modell Schaaf/Allofs am Niederrhein.


    Wenn das Bild in Zusammenhang mit Bayer nicht so abgegriffen wäre, würde hier jetzt möglicherweise geschrieben stehen: Die Chemie stimmt. So viel Lob – so kann das nicht weitergehen. Stimmt.


    In München zeigte Bayer, was der Mannschaft zu einem echten Spitzenteam noch fehlt.


    Wer wirklich in Deutschland Ansprüche erhebt, der muss auch den Mut haben, in München gewinnen zu wollen. Und so auftreten. Diesen Mut, diese Arroganz, dieses Ego hat außer dem HSV in der Bundesliga bedauernswerter Weise niemand.


    Egal ob Schalke, Werder oder Bayer – ein Unentschieden in der Allianz Arena wird schon als Triumph gefeiert, ein einziges Tor gegen den ewigen Kahn gilt schon als Meisterstück, mehr ist nicht drin. Und all das Gerede von der spannenden Liga erledigt sich damit. Wenn es ernst wird, kuschen die Verfolger wie die Höflinge im Versailles des französischen Sonnenkönigs.


    Und Bayern-Coach Hitzfeld demütigt die Gäste geradezu, indem er seine Stars Klose und Ribéry fast eine Viertelstunde vor Schluss vom Feld nimmt. Man mag den Bayern noch so viele Krisen per Saison andichten, die Münchener wissen, wann sie sich ihre Auszeiten nehmen dürfen.


    Niederlage in Cottbus? (mehr...) Na und, geben wir der Journaille eben ein paar Tage Futter für ihre geländegängige Bayern-Pleiten-Berichterstattung, dann sind die Reporter auch wieder zufrieden und von der Straße. Und anschließend hauen wir in aller Seelenruhe Wolfsburg im Pokal und Leverkusen in der Meisterschaft in die Pfanne.


    Und Ruhe ist. Bayer Leverkusen hat, wenn alles rund läuft, im heimischen Stadion die Mittel, die Münchener zu schlagen. Das ist auch schon das eine oder andere Mal gelungen. Aber in der Ferne – und was liegt für einen Rheinländer ferner als Bayern – schlägt das Hasenherz. Zum 20. Mal hintereinander nach München gefahren – und zum 20. Mal in Folge nicht gewonnen. Das ist die Bilanz eines typischen Uefa-Cup-Teilnehmers, nicht eines Titelaspiranten.


    Leverkusen wird es auch in diesem Jahr nicht zu mehr bringen. Ligavierter – dein gefühlter Name ist Bayer Leverkusen. Der FC Bayern ist unangefochten in dieser Spielzeit.


    Das ist so, und das bleibt so. Wer den Münchnern Misserfolg gönnt, muss auf den Uefa-Cup und den FC Getafe hoffen. Aber nicht auf Leverkusen, Schalke oder Bremen. Und schon gar nicht auf Borussia Dortmund im Pokalendspiel.


    Zwei Titel sind vergeben. Leider.


    [URL=http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,542956,00.html]spiegel.de[/URL]

    Hallo,


    ist es verboten hier zu VIDEOPORTALEN mit den Toren des letzten Spiels zu posten?
    Jedenfalls wird das Wort VIDEOPORTALEN (ohne Bindestrich und beide Worte zusammen geschrieben) durch VIDEOPORTALEN ersetzt.
    Was ist der Grund dafür? Könnte werkself.de verklagt werden wenn Links von illegal bei You-Tube hochgeladenen TV-Ausschnitten aus der Sportschau oder ähnlichen Sendungen hier aufgelistet würden?

    Die Familie geht vor, weswegen Paul Freier sich nicht wie verabredet morgens bei uns meldet, sondern erst gegen Mittag. Dass „Slawo“ zurückruft ist selbstverständlich, denn er hat bei unserem VfL noch viele Freunde. Den Wohnort hat er nach seinem Wechsel zu Bayer Leverkusen nicht verändert, er ist immer noch Bochumer. Am Sonntag wird die Freundschaft bis zum Schlusspfiff ruhen.


    Hallo Slawo! Bayer Leverkusen ist richtig gut drauf, nicht zuletzt wegen der Siege über Galatasaray und Schalke...
    Gegen Istanbul war es eine richtige Galavorstellung und der Sieg über Schalke war insofern besonders bemerkenswert, weil wir keine 48 Stunden nach diesem UEFA-Cupspiel antreten mussten. Schalke ist einer der Titelfavoriten, was den Erfolg umso wertvoller macht. Dieses Jahr zeichnet uns aus, dass wir als Mannschaft harmonieren. Egal, ob privat, in der Kabine oder auf dem Platz.


    Außerdem ist euch das Glück hold, wenn man an die Spiele gegen Schalke oder das Hinspiel zwischen euch und uns denkt.
    Gegen Schalke hat uns tatsächlich ein Glücksschuss geholfen, denn Manuel Friedrich wollte eigentlich nur flanken. Dieses Glück muss man sich aber auch erarbeiten, das haben wir getan. Deswegen haben wir, unter anderem auch im Hinspiel, nicht unverdient gewonnen.


    Wir werden alles daran setzen, eurer Serie ein Ende zu setzen. Was für ein Spiel werden die Zuschauer am Sonntag im rewirpowerSTADION zu sehen bekommen?
    Sie werden auf jeden Fall eine selbstbewusste Leverkusener Mannschaft zu sehen bekommen, denn nach unseren Erfolgen haben wir enormes Selbstvertrauen. Wir wollen unser Spiel durchsetzen und ganz klar die drei Punkte aus Bochum mitnehmen.


    Was erwartest du von unserem VfL?
    Dadurch, dass ich noch immer in Bochum wohne, bekomme ich einiges mit. Ich weiß, dass der VfL eines der heimstärksten Teams ist, das erst einmal zu Hause verloren hat. Wir werden, obwohl wir wissen, dass es schwierig wird, versuchen, die Bochumer zu knacken.


    Die Rückkehr für dich zum VfL ist nach wie vor etwas Besonderes?
    Natürlich, das Stadion ist wie ein zweites Wohnzimmer für mich. Mein erstes habe ich ja noch in Bochum. (lacht) Ich gehe mit positiven Gefühlen ins Spiel, aber für 93 oder 94 Minuten muss die Freundschaft ruhen.


    Deine letzte Rückkehr verlief nicht ganz so glücklich?
    Ja, denn ich bin mit Gelb-Rot vom Platz geflogen. Aber wir haben trotzdem mit 3:1 gewonnen, das hat mich dann froh gestimmt. Dennoch hoffe ich, dass sich ein Platzverweis nicht wiederholt.


    Hast du was von Fanis Gekas gehört, ob der sich auch auf die Rückkehr freut?
    Wegen unserer VfL-Vergangenheit sprechen wir oft miteinander. Er freut sich jedenfalls riesig, wieder nach Bochum zu kommen. Außerdem hofft er, dass er mal wieder von Anfang an zum Einsatz kommt.


    Wie sieht es diesbezüglich bei dir aus?
    Ich glaube eher nicht, denn der Trainer wird wohl jener Mannschaft das Vertrauen schenken, die zuletzt so erfolgreich war. Aber ich hoffe auf wenigstens ein paar Minuten, dass ich irgendwann reinkomme. Und dann werde ich alles geben!


    Davon gehen wir aus und freuen uns auf eine spannende Partie am Sonntag. Slawo, vielen Dank für das Gespräch!


    Quelle: vfl-bochum.de