Beiträge von Tiko

    Das eine schließt das andere ja nicht aus. In den letzten Jahren haben wir die sportlichen Ziele immer erreicht. Und das, obwohl andere Mannschaften in der Liga deutlich bessere Vorraussetzungen haben.

    Naja, haben wir letzte Saison nicht sowas wie nen Rekordgewinn gemacht? Extrem viel Kohle investiert? Selbst bei Transfermarkt.de (wo wir eigentlich immer eher niedrig eingeschätzt werden) haben wir den dritthöchsten Marktwert. Wir gehören finanziell mitlerweile zu dem Teil der Liga der diese deutlich besseren Vorrausetzungen hat. Machen daraus aber viel zu wenig. Am Ende haben wir unsere Ziele jeweils erreicht, aber eben auch nur die absoluten Minimalziele, die man mit diesem Kader, bzw. mit unseren Möglichkeiten erreichen sollte. In den Pokalen sind wir deutlich unter unseren Möglichkeiten gescheiertet.

    Das ist ja auch der Grund für diese Unzufriedenheit, wir haben Anfang 2000 ordentlich investiert, über unseren Möglichkeiten. Leider hat es für den ganz großen Wurf nicht gereicht. Danach mussten wir die (Finanziellen) Scherben aufkehren, haben uns wieder rehabilitiert und könnten eigentlich jetzt langsam die Früchte dieses Umbruches ernten. Aber das passiert nicht, es blitzt immer wieder diese unfassbare Klasse auf, die wir uns hier zusammengestellt haben, aber gleichzeitig ist es auch für mich als Nichtexperte sehr leicht zu erkennen wie man gegen uns verteidigen, bzw. Spielen muss (beachte, letzte Rückrunde und gestern nehme ich hier raus, denn das sah für mich deutlich anders aus als in der restlichen Schmidt Zeit) um zumindest gute Chancen auf einen Punktgewinn zu haben.

    Natürlich setzen wir weiter auf talentierte junge Spieler, aber bei dir hört sich das so an als hätten wir die finanziellen Mittel von Freiburg, spielen nur mit A-Jugendlichen und zeigen den Anspruch Meister werden zu müssen. Ja, wir sind nicht Bayern München, wir sind auch nicht der BVB, aber wir haben aktuell bessere Vorrausetzungen als die 15 anderen Mannschaften in der Bundesliga. Sieht man das? Nur manchmal wenn man die individuelle Klasse aufblitzen sieht.

    Um es wohl nochmal zu wiederholen. Ich glaube ich kann sehr realistisch einschätzen was man in Leverkusen erwarten kann und was nicht. Titel gehören nicht unbedingt dazu, aber immerhin die Nähe dazu, das haben wir schon mit deutlich weniger Potential geschafft. Mich macht das einfach aggressiv, ja ich war 2002 in Glasgow, ja ich hab die Entwicklung der letzten 15 Jahre mitbekommen, aber hier wird aktuell soviel Potential mit soviel Ruhe verschleudert und als Fan guckt man hilflos zu. Es fühlt sich, im Spiel und drumherum einfach so frustrierend an. Im Spiel das ständige Annrennen durch die Mitte, die Gegentreffer nach leichten langen Bällen nur um es immer und immer genauso unerfolgreich weiter zu probieren. Im Verein, diese stoische Ruhe, dieses fehlen an echten Emotionen, einfach ein zugucken und Schönreden, das ignorieren von offensichtlichen Fehlern. Das ganze jetzt im dritten Jahr, mit dem gleichen Ergebnis.

    Und ja, dieser Frust hält auch an, wenn wir mit Schmidt die Kurve kriegen, weil sobald jetzt wieder das System angepasst wird, wir vielleicht durch Glück noch in die CL schlittern, dann ist ja trotzdem klar: Wieviele Punkte, wieviel Potential wurde vorher verschenkt, vergeudet, blieb auf der Strecke und wieso muss ich mir das am Ende als Riesenerfolg verkaufen lassen?

    Also ja, wir sind nicht Bayern, wir sind aber auch nicht Freiburg und wir haben uns mit jahrelanger guter Arbeit eine gute Position und die Chancen auf einen "Großen Wurf" erarbeitet die wir aktuell leichtfertig vertändeln. Das ist zumindest meine Meinung und mein Grund für diesen aufgestauten Frust.

    Tim.Ey

    Nach deiner Argumentation hats bei mir glaub ich nochmal ein klein wenig "klick" gemacht. Ich kann mir gut vorstellen, dass die GF Schmidt genau so sieht wie du. Und das erklärt auch das Festhalten an Schmidt. Denn konsequent zu Ende gedacht ist dieser Weg finanziell lukrativer. Sportlicher Erfolg ist eigentlich nebensächlich geworden, wieviel Geld bringt eine Meisterschaft? Wieviel der Verkauf eines jungen Talentes mit ordentlich Potential und Bundesliga/CL Erfahrung? Noch dazu kommt, dass ein Titel am Ende wohl deutlich aufwändiger und wohl auch teurer ist, als die Chance auf Internationalen Fußball und Gewinnmaximierung durch Marktwerterhöhung.

    Darum interessiert hier eigentlich niemanden, dass wir nichts gewinnen werden, so lange am Ende die Kohle stimmt. Okay unter dem Gesichtspunkt: Bravo Schmidt Jubeln wir dem Gewinn an Kohle zu, wen interessieren schon Pokale oder Schalen? :LEV3

    Und jetzt im Ernst: Natürlich ist es eine positive Eigenschaft auch junge Talente zu fördern und zu integrieren, jedoch muss hier eine gesunde Balance gefunden werden, unser Kader ist schweine teuer und gut. Was die Jungs können, wenn man sich auch mal auf die Grundtugenden beim Fußball besinnt (Spiel über Aussen, Flanke--> Tor, Standards), wirds auch sofort gefährlich. Ich hab nichts gegen Schmidt, wenn dieser Harakiri-planlos-angerenne-zufallfußball jetzt beendet ist, wir variablere Spielweisen trainieren, an Automatismen trainiert wird und das extreme Pressing trotzdem noch situativ können, dann sind wir extrem schwer auszurechnen und zu schlagen. Vor ziemlich genau einem Jahr hatten wir fast die selbe Situation, Schmidts Fußball ist kollossal gescheitert, unter extrem Druck hat er umgestellt und die Rückrunde wurde super. Das war ja auch der Grund für diese extreme Euphorie, hätte man dort angesetzt so hätten wir der Meisterschaftskandidat werden können. Aber nein, Schmidt hat, sobald er wieder Ruhe hatte, alle Ansätze der letzten Rückrunde über den Haufen geworfen und wieder mit dem Mist angefangen, der schon 2 mal gescheitert ist. Die Ergebnisse sehen wir jetzt.

    Also wenn Schmidt jetzt beim dritten Scheitern wirklich akzeptieren sollte, dass seine Traumphilosphie des Fußballs leider nicht im erstklassigen Profifußball funktioniert und er sich auf alternative Spielweisen einlässt, diese auch ab jetzt und weiter in der Sommerpause einstudiert, ja dann kann das lange klappen mit Schmidt. Das Know-How scheint er zu haben, es scheiterte bisher wohl nur am Willen dies auch durchzusetzen.

    Dazu kommt auch, dass ich seinen Umgang mit den Medien und auch den Schiedsrichtern sehr begrüße, er übertreibt nicht mehr als es ein Guardiola, Tuchel oder Klopp gemacht haben, sein schlechtes Bild lässt sich jedoch recht einfach über das nicht vorhandene Standing von Bayer 04 Leverkusen begründen. Trotzdem mag ich, dass er sich wenig gefallen lässt und endlich mal kontra gibt, die lieben Levs, die sich alles gefallen lassen, auf die aber trotzdem bei jeder Kleinigkeit draufgehauen wird bin ich auch leid.

    Es gab auf jeden Fall deutliche Änderungen an der Spielidee. Wo die jetzt herkommen und vor allem warum erst jetzt weiß ich leider auch nicht. Aber wir haben tatsächlich über AUSSEN!!!! gespielt, unfassbar kein stumpfes Anrennen durch die Mitte. Es kamen Flanken, Hereinspiele, der Stürmer hing nicht in der Luft. Defensiv hat weiter noch nicht alles geklappt, aber durch Bender gab es deutlich mehr Stabilität.

    Fühlt sich ein wenig an wie das Comeback in der letzten Rückrunde, als ob Schmidt diesen Druck braucht um von seiner stumpfsinnigen Idee Fußball zu spielen abzurücken.

    So wie heute kann es weiter gehen, ich befürchte nur, dass spätestens zur neuen Saison diese Anpassungen wieder über den Haufen geworfen werden und das Desaster wieder von vorne los geht. :LEV16

    Das sah fast genauso aus wie immer. Positiv war: Das Glück war diesmal auf unserer Seite, den Elfmeter gibt nicht jeder, noch dazu endlich mal verwandelt, bei Topraks Tor hätten wir mit dem Glück von Ende 2016 vorher ein Offensivfoul gegen uns Gepfiffen und beim 3-1 Jarstein den Ball noch irgendwie an die Latte gekratzt, Ibisevic dafür einskalt verwandelt. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass an Offensivstandards gearbeitet wurde.

    Der Rest war exakt das Gleich wie in den anderen Spielen, Offensivspiel heisst: Verlassen auf die idividuelle Klasse und ne grobe Positionsvorgabe, mehr scheint das Konzept nicht herzugeben. Leider wieder zwischendurch unfassbar weit aufgerückt. Defensiv, naja die IV ist sehr Zweikampfstark, ich denke das beschreibt das Defensivkonzept.. Phasenweise leichtes Pressing, sonst eher Raumdeckung, aber mit nem langen Ball auf die Aussen und ner Flanke in die Mitte sind wir, wie immer, leicht zu knacken, AVs sind zu offensiv und lassen sich leicht überspielen, Zuordnung in der Mitte meist mangelhaft.

    Für mich das Ergebnis: Ich habe leichte Hoffnung, dass womöglich mit etwas Glück eine Serie gestartet werden kann, daraus entsteht Selbstvertrauen und vielleicht wird das dann noch was. Aber ebenfalls die Befürchtung, dass wir dieses planlose Try and Error in der Offensive für immer und ewig ansehen müssen. Denn das Schmidt geht halte ich für beinahe ausgeschlossen, dafür hat er sich zu sehr "eingenistet".

    Mein Gott, aber selbstverständlich hat ein Trainer daran anteil. Vor allem wenn er die Spieler in ein System presst, das sehr viel Kraft kostet und im Offensivspiel auf (scheinbar) keinerlei Automatismen, oder einstudierte Situationen setzt. Alles wird spontan entwickelt, dass ein Spieler dann schonmal zwei bis drei Schritte weiter ist und unkonzentriert zur Ballanahme geht ist doch nur logisch. Die Jungs stehen unter ner riesen Anspannung und müssen alles spontan entscheiden, das kostet konzentration auf die Basics und endet in Schlampigkeit.

    Nimmt ein Brandt den Ball an und weiß (weil mehrfach so trainiert und einstudiert) wo seine Kollegen hinlaufen, dann kann er gedanklich bei der Ballverarbeitung bleiben und alles was danach kommt ist Routine. Aktuell sieht es so aus, dass er sich bei der Ballannahme schon überlegen muss was er in den nächsten Sekunden unternimmt, also schauen wo Mitspieler sind, überlegen ob er ins Dribbling geht oder ne Anspielstation findet, sich quasi orientieren. Dabei geht Konzentration auf die eigentliche Ballannahme flöten und die klappt auf einmal nicht so gut.

    Bau Automatismen ein und die Spieler haben den Kopf frei für die Basics im Fußball.

    Was ihr Leute von der Presse macht und auch unsere Zuschauer ist eine Sauerei, einfach diese Geschichte mit dem Tiefpunkt und noch mal ein Tiefpunkt und dann gibt es einen noch niedrigeren Tiefpunkt. Ich kann diesen Scheißdreck nicht mehr hören, das muss ich ganz ehrlich sagen. Immer alles in den Dreck ziehen, alles runter ziehen das ist das Allerletzte. Und wieso müssen wir den Tabellenvorletzten beherrschen, die haben letzte Woche gegen Leipzig gewonnen. Ihr müsst endlich mal vom hohen Ross runter kommen was ihr euch einbildet was für ein Fußball Bayer Leverkusen spielen muss. Der Kirsten oder der Ballack, was die früher für einen Scheiß gespielt haben. Es kann doch keiner von uns verlangen, dass wir die Ingolstädter 5:0 wegputzen. Ich wehre mich dagegen. dass man nach solchen Spielen alles in den Dreck zieht, also wirklich das ist allerunterste Schublade. Am Mittwoch werden nur Spieler auflaufen die richtig Gas geben, das ist ganz klar. Die Situation hat sich für uns nicht groß geändert, aber wir müssen die Kölner schlagen das bleibt letztendlich.

    Es äußert sich ja nicht der Frust aus einem Spiel. Aber wir sind mit Roger Schmidt von Jahr zu Jahr, Monat zu Monat, Spiel zu Spiel immer schlechter geworden. Es gibt immer mal einen Ausreisser nach oben, meist gegen Mannschaften, die uns nicht tagtäglich in der Bundesliga sehen, oder ihr System gegen uns nicht umstellen wollen. Jeder andere Lacht sich doch nurnoch Kaputt wenn es gegen Lev geht. Klar das werden laufintensive Spiele, aber das ist alles so billig auszurechnen, matt zu stellen. Und mit Ansage. Witzig dabei eigentlich immer noch die Kommentatoren: Gefährlich im Umschaltspiel, Pressing Spiel, starke Ballsichere Mannschaft. So ein Quatsch! Wir haben praktisch kein Umschaltspiel, keine Idee bei Ballbesitz und ne taktische Grundausrichtung die zu kontern gerade zu einläd. Die Schwäche bei Standards tut dann ihr übriges.

    Das Spiel hat einfach nochmal alles auf die Spitze getrieben, da zu sehen ist, wenn die Spieler weiter ausser Form geraten, oder auf den Aussen kein Brandt, oder Bellarabi in Unterstützung mit Offensivstarken AVs stehen, dann fehlt auch die individuelle Klasse (denn das ist das einzige, was uns noch halbwegs am Leben erhält) um auch nur soetwas wie Fußball zu spielen.

    Ich weiß nicht ob das hier zwangsläufig der richtige Thread ist, aber ich nutze ihn mal, da beim Querlesen doch einige Empfindungen kund getan werden die ich teilen kann.

    Bayer 04 Leverkusen unter Schmidt/Völler entwickelt sich für mich einfach in eine Richtung die mich zur Verzweiflung bringt. Es werden in meinen Augen immer wieder die selben Fehler, meist mit Ansage, gemacht. Ich kann vorhersehen, dass ein Calhanoglu den Elfer gegen RB lässig verpimmelt, danach ist mir klar, dass wir dieses Spiel verlieren werden. Ich weiß gegen Darmstadt, dass man vermutlich gewinnt, aber egal wie schlecht der Gegner ist, es wird nochmal knapp. Ich weiß, dass sobald wir lange in der Offensive sind die Chance, dass ein Tor fällt für den Gegner größer ist als für uns. Ich weiß aber auch, dass die Spieler sich mühe geben, dass sie einem (für mich sehr fragwürdigem) Konzept folgen und das scheinbar alles so gewollt ist. Jedoch sehe ich auch, dass das nicht funktionieren kann, jedoch ebenfalls, dass es im Verein offensichtlich niemanden Interessiert. Ich bekomme das Gefühl vermittelt, dass der Erfolg, bzw. die Spielweise oder sonstige Dinge die mit Fußball zu tun haben einfach schice egal sind. Nehmen wir noch diesen Ticketshop dazu, der gesamte Fanshop und das sonstige Angebot für Fans, entsteht das Gefühl, hier Fan eines Vereins zu sein in dem Niemand existiert, der sich wirklich für den Verein interessiert.

    Wir haben Schade als emotionlosen Winkeaugust, der immer mal nette Worte von sich gibt und hohle Phrasen drischt. Einen Völler der bei Schiris Emotional wird und ansonsten den Eindruck macht, als sei ihm mitlerweile alles egal, einen Roger Schmidt der ein für Laien so offensichtlich leicht auszurechnendes System spielen lässt, bei dem man das Gefühl bekommt, dass die Spieler nach 2 Monaten körperlich und Mental komplett ausgebrannt sind. Aber mit einer Selbstverständlichkeit und Selbstverliebtheit weiter macht, die ihres gleichen sucht.

    Natürlich sah es sportlich schon deutlich schlechter aus und finanziell scheint ja alles zu laufen, aber ich spiel lieber mal schwächere Saisons, wenn da denn mal Emotionen dabei hat und sich etwas bewegt.

    Ich entwickle zur Zeit einen gewaltigen Frust, befürchte er wird in Gleichgültigkeit umschlagen, da ich einen Verein liebe, der das Gefühl vermittelt, sich selbst eigentlich schice egal zu sein.

    System ist dein Lieblingswort: 7x kommt das in dem Text vor.

    Fussball ist dabei doch so einfach: Dat Runde muss ins Eckige. Es wird nur von aussen viel zu kompliziert gemacht, da zu viele Leute mit dem Gequatsche ihr Geld verdienen oder sich wie hier die Langeweile vertreiben...

    Ich befürchte Schmidt hat da ne sehr ähnliche Ansicht wie du. Richtig, das Runde muss ins eckige, leider versuchen das 11 Leute zu verhindern, wenn die sich jetzt auch noch absprechen und versuchen das so gut wie möglich zu verhindern. Sogar noch anfangen Strategien zu entwickeln um das Runde in unser Eckiges zu bekommen, ja dann wirds sogar so kompliziert, dass man drüber quatschen kann. Ich befürchte wir sind gerade in der Misere, da die Meinung, dass Fußball so einfach wäre beim besprechen der Taktik und ja auch des Systems, vorherrscht.

    Die Aussage mag mal gestimmt haben, aber den heutigen Fußball kann man leider? nicht mehr mit dem Vergleichen den man vor 20-30 Jahren gesehen hat.

    Soll heissen: Ja ich bin davon überzeugt, ohne funktionierendes System ist Erfolg im Profifußbal vollkommen unmöglich.

    PS: Mein Lieblingswort im Sprachgebrauch ist "tatsächlich", im schriftlichen vermutlich kein Wort sondern das Komma :LEV18

    Das Einzige was uns retten kann, ist die Umstellung, die uns jetzt 2 Jahre in Folge gerettet hat. Das Problem ist ja, wir haben schon gesehen Schmidt KANN anders. Ja richtig, diese absolute Offensive (also dieses absolut weit vorne stehen und hoffen, dass man aus den vielen Spielern vorm Strafraum was gutes spontanisiert) ist jetzt das dritte mal gescheitert, es wurde jeweils umgestellt und die Saison gerettet. Das war auch der Grund warum ich extrem optimistisch auf die Saison geschaut hab. Das Ding ist einfach, Schmidt WILL nicht anders spielen, als so wie wir es sehen, hoher Einsatz, extrem riskant in der Vorwärtsbewegung und ohne einstudierte Lauf und Passwege, er hat ja selbst schon gesagt, dass sowas nicht planbar wäre, sondern mehr oder minder auf Zufall, bzw. Chaos basiere.

    Das soll heissen, dass Schmidt durchaus in der Lage ist uns wieder in die Spur zu bringen und auch durchaus in der Lage ist mit uns ein System zu trainieren, dass deutlich sicherer und auch erfolgreicher ist, er aber nachweislich nicht so spielen möchte. Ich bin mir nicht sicher ob ich diesen Weg immer wider gehen will: Saisonstart: Schmidt Traumsystem (mit leichten Abweichungen und Anpassungen)---> Scheitern, da nicht praktikabel---->Krise, kurz vor Rausschmiss, kein Erfolg in Pokalen, riesen Punktverlust in der Liga. Einsicht: So gehts nicht, sonst Job weg, ergo Umstellung auf ein ausgeglichenes System, Fokus auf Kombinationen, höchstens Konter-----> Minimalziele gerade noch erreicht, in die nächste Saison gerettet. Schmidt bringt Stärken mit die in Leverkusen schon immer fehlten, er IST dieser gewollte Sammer Typ, Moral, Einsatz, Leidenschaft sind unter ihm so gut wie nie zuvor, auf psychologischer Seite ist er einer der Ersten Trainer der uns nen Titel sichern kann, da immer Gas gegeben wird. Die Probleme sind sein Ego und seine Idealvorstellungen von einem System, das ist in erster Linie nicht Topmannschaft geeignet.

    Bringt man ihn jetzt dazu davon abzuweichen und ich traue ihm zu, nen schönes variables System einzustudieren, so kann er ein Toptrainer werden. Schmidts, unser, des Vereins, whatever Problem ist, dass in unserem Verein scheinbar niemand existiert, der Schmidt mal ordentlich den Kopf wäscht, niemand der auch mit Sachverstand mal auf die Spielweisen schaut.

    Langes texten kurzer Sinn: Schmidt hat einiges was wir hier brauchen können, jedoch leider auch eine Vision von einem Spielsystem, das augenscheinlich so nicht funktioniert. Fachlich scheint er in der Lage zu sein, auch andere Systeme spielen zu lassen, aber seine Überzeugung ist eben dieses Kacksystem, falls man es schafft ihn davon zu trennen, so bin ich sicher schafft er auch die Wende, so bin ich sicher schafft er auch ne traumhafte Saison, so glaube ich auch, schafft er den ersten Titel mit Lev seit gefühlt immer. Schafft man es nicht Schmidt von diesem Tripp herunter zu holen, dann ist er entweder gescheitert und muss gehen, oder wir fahren ne wirklich gut Mannschaft mit Vollgas gegen die Wand.

    Als Fan ???? Mit dieser Anspruchshaltung ?
    Ich hab keine VERSAGER gesehen, sondern Jungs die wollten, etwas Angst vor der rauhen Gangart des Gegners hatten, welche vom Schiri Stark kaum unterbunden wurde.
    Exemplarisch an Dich, gilt aber für die meisten hier: wascht eure Augen oder sucht einen anderen Verein oder wechselt das HOBBY.

    Damit ist doch eigentlich alles gesagt: Da stehen 11 Bundesliga Profis, mit ner ordentlichen Vita und ner sichtbaren Klasse auf dem Platz, die sogar wollen. Aber Woche für Woche (mit diesem Highlight) klappt es nicht, weil sie scheinbar nicht können, oder nicht wissen wie. Es könnte helfen, wenn die in der Zeit zwischen den Spielen jemanden hätten, der ihnen Strategien an die Hand gibt, die vielleicht sogar regelmäßig einübt, damit man Möglichkeiten entwickeln kann, wie aus wollen auch können wird. Ja so einen sollte man finden und einstellen, vielleicht nennen wir den dann Trainer?

    Die Frage ist, ist das überhaupt eine echte Notbremse gewesen? Gilt dies nicht nur bei taktischen Fouls als letzter Mann? Also Fouls wo deutlich ersichtlich ist, dass nur versucht wird den Gegenspieler zu stoppen? Sind damit jeder Zweikampf den ein "letzter Mann" führt potentielle Notbremsen? Ein Abstützen im Kopfballduell, wenn der letzte Mann gegen den Stürmer foult? Ist man im Strafraum dazu übergegangen dort zu differieren? Haben Schiedsrichter da keinen Handlungsspielraum?

    Das Spiel hat wieder einmal alle Schwächen im System Schmidt offen gelegt. Ja, wie so oft. Als Gegner mit nem halbwegs vernünftigen Kader und nicht diesem tollen Anspruch uns ihr Spiel aufzuzwingen, lacht man sich doch nurnoch schlapp. Bei Standards auf Konter lauern, bisschen tief verteidigen, uns den Ball geben und am Ende gewinnen. Aussen verteidigen braucht man praktisch nicht. Die Mitte zustellen und gut ist. Dann ist es eigentlich nur eine Frage der Zeit, während auch die IV je länger unsere "Offensivphase" dauert immer weiter vorrücken brauchts nur einen der gefühlten 100 Querpässe vorm Strafraum abfangen, Ball nach vorne dreschen, nen Schnellen Spieler an der Mittellinie haben und Zack! Riesen Torchance.
    Da das Offensivbemühen auch in der dritten Saison scheinbar nicht gewollt ist zu trainieren, da ja eh alles Zufall ist :LEV7 , improvisieren sich da ne Horde von ganz guten Kickern einen zurecht, das Ganze jedoch auf so engem Raum, so langsam (ich mein klar, mitm Ball muss man ja erstmal überlegen wie es weiter geht, kenn ich Laufwege? Nö is ja alles spontan!) dass man dauerhaft gegen ne schön formierte Abwehr spielt, Steilpässe sind schwer, da man schon am Strafraum steht, Flanken? ja dafür müssten die Aussen erstmal besetzt sein, komischerweise klappen die sogar relativ gut, wenn sich dann mal jemand dahin bequemt.

    Alles in allem sieht das immer gleich aus, ist extrem ungefährlich, hat mit Pressing nichts mehr zu tun (wie auch mit Ballbesitz?), wobei man selbst hier, mal den Rückraum durch wen anders als IVs zu besetzen und nicht mit 5-6 Spielern in einer Reihe am Strafraum warten könnte, dann hätte man sogar ne Chance auf zweite Bälle, könnte die Konter sogar verhindern. Aber nö auch das scheint nicht gewollt. Nur alleine die Szene zur Roten Karte, da stehen 2!! unserer Spieler an der Ecke, bringen diese dann perfekt zu Gegner und niemand steht in den Halbräumen um etwaige Abpraller anzugehen, das komplette Feld ist dem Gegner überlassen, das ist doch stümperhaft, wozu ne kurze Ecke antäuschen, wenn dem zweiten Spieler auch nichts anderes übrig bleiben kann als in die Mitte zu Flanken?

    Das Ganze System ist bei eigenem Ballbesitz offensiv planlos und defensiv so unglaublich riskant, dass jeder Ballverlust ne gute Konterchance bedeuten MUSS! Das Einzige was klappen kann, ist dem Gegner den Ball zu geben und mit einer unglaublichen Disziplin und Kraftanstrengung zu pressen, fühlt man sich dem Gegner jedoch überlegen, wie gegen Hoffenheim oder Bremen, dann kommt das ja nicht in Frage, auch hier hätte man mit langen Bällen agieren, den Gegner kommen lassen, den Ball geben und dann pressen können. Ich denke das ist mit der Aussage nicht homogen gemeint. Wir nehmen zu häufig eine Spielweise an, die wir garnicht können, die untrainiert wirkt und die Einladungen ohne Ende gibt. Es gibt also keinen Plan B, der bei einem Verein, der gerne als Topverein in Deutschland gewertet wird, eigentlich Plan A sein müsste, wir sind versteift auf eine Underdog Spielweise, die jedoch so selten zum Einsatz kommt, dass sie auch wenn es nötig wird nur selten perfekt funktioniert, oder dann auf Gegner trifft, die sich solchen Situationen, da solche Taktiken gerne gegen sie eingesetzt werden, bereits gut kennen und sich darauf eingestellt haben.

    Das Resultiert dann leider im endgültigem Scheitern :LEV16 .

    Mal im Ernst, sobald der Gegner einfach bissken defensiv spielt bleibt bei uns nichts anderes als individuelle Klasse, es gibt keinen Plan, keine Spielzüge sondern nur die Vorgabe extrem offensiv zu stehen, dabei natürlich sehr viele Spieler um den Strafraum haben, aber es gibt kein geplantes Zusammenspiel, es ist alles einfach spontan. Das klappt gegen deutlich schwächere Gegner oder mit ordentlich Glück. Für die Bundesliga leider nicht die beste Wahl. :wacko:

    Gegen Dortmund taktisch super, heute wieder Rückfall auf das normale Schmidt Niveau

    Das taktisch super Schmidt System funktioniert halt nicht wenn der Gegner sich überlegt lieber defensiv zu stehen und uns den Ball zu überlassen. :LEV15

    Erinnert mich von der Spielanlage aktuell ein wenig an Toni Kroos. Der hat auch auf dem Flügel oder als 10er angefangen, spielt aktuell aber einen grandiosen 6er/8er Dirigenten. Hier sehe ich auch die Stärken von Calhanoglu, er braucht das Spiel vor sich um es mit kontrollierten Pässen zu lenken. Weiter vorne ist er zu langsam, steht zu sehr unter Druck um überlegte Pässe spielen zu können. Fand seine Spiele hier auf der 6 auch am stärksten, ihn sollte einfach jemand von den Aussenpositionen oder der hängenden Spitze befreien, ich denke dann fluppts auch mit ihm.

    Richtig. Deswegen braucht man nicht alles ernst nehmen, was hier so als täglich-wechselnder Meinungsbrei produziert wird.
    Heute wird das Wetter wieder schön. Gehts naus und spuits selber Fussball...

    Die Zitate waren damals alle vertretbar und auch korrekt. Ich bin auch selten eine Saison so euphorisch angegangen wie diese. Schmidt zeigte sich einsichtig, stellte sein System mehrfach um, hat auf Fehler reagiert und diese behandelt. Ich dachte mir, wenn der Kerl schon in der Saison so viele Umstellungen und Reaktionen schafft, wie cool flexibel und gut eingestellt werden wir dann wohl nach ner kompletten Sommervorbereitung sein? Für mich war es absolut nicht abzusehen, dass es so unflexibel, leicht auszurechnen und vollkommen änderungsresisten endet.

    Gerade diese in der ersten Saison gezeigte Bereitschaft am System zu arbeiten, Schwächen zu erkennen und abzustellen hat bei mir lange Zeit weiter Hoffnung gegeben. Diese ist aber spätestens nach der Winterpause futsch. Denn es hat sich diese Saison garnichts (am System) geändert. Die Gegner sind immer besser auf uns eingestellt, die super Mentalität bröckelt und Automatismen gehen immer weiter verloren. Eine Anpassung erfolgt nicht. Klarer kann man eigentlich nicht in Sturheit scheitern und ich verstehe einfach nicht warum, denn wir haben es in der ersten Saison doch so ganz anders gesehen... :LEV16 .

    Das Problem ist, dass wir mit der aktuellen Verletzensituation eigentlich garnicht anders können, als mit Schmidt weiter zu machen. Mit dieser Rumpfmannschaft wird auch kein neuer Trainer auf einmal Wunder wirken. Ausserdem habe ich auch die Hoffnung, dass er die Kurve kriegt. Nur dazu bräuchte es erstmal ne ganze Menge Einsicht. Denn bisher vermittelt Schmidt den Eindruck, dass er mit der Spielweise vollkommen zufrieden ist und es prinzipiell auch so aussieht wie er sich das wünscht. Die Basis halte ich nachwievor für sehr gut, aber wir benötigen dringend ne taktische Flexibilität!

    Ich seh den Ausflug nach Valencia mal als gutes Zeichen, denn bisher haben wir uns in keinem Spiel der Saison auf den Gegner eingestellt, sondern mal mehr und mal weniger erfolgreich unser System durchgezogen, was ein explizites Scouten Seitens des Trainers eher unnötig erscheinen lässt :LEV6 .