Beiträge von Gorgobert

    Ich wiederhole mich, aber meiner bescheidenen Meinung nach kann man die ganze Geschichte recht kurz zusammenfassen:

    Gezündelt wird, weils den Flair des Rebellen hat, weils aufregend und verboten ist. Mit Stimmung oder gar Support hat das wenig zu tun. Erstens hat der Zündelnde selbst noch am wenigsten von dem Effekt, weil er einfach nix sieht. Zweitens glaube ich nicht, dass hier irgendjemand behaupten möchte, es gebe in unserem Kader den Typ Spieler, der auf Pyro abgeht. Drittens wird total Situationsunabhängig des Zündeln wegens gezündelt, siehe WOB.

    Zündeln ist verboten und steht nunmal auf der Liste der Intolerabilien. Rauchen und Beleidigen sind auch verboten, werden aber toleriert. Die Regeln macht der Hausherr. Und der Hausherr ist derzeit entschlossen (und in letzter Konsequenz auch in der Lage) die Regeln durchzusetzen, wo es ihm wichtig erscheint. Der Hebel auf der anderen Seite ist länger, und kann nach Bedarf verlängert werden. Da gibt es nichts zu diskutieren. Wenn mein Wirt nicht möchte, dass ich ihm auf die Theke kote, muss ich es halt lassen, oder mir einen entsprechend anderen Kneipier suchen, der auf sowas steht. Für wen Fußballgucken ohne Seenotfackel nicht tolerierbar ist, der muss sich ein anderes Hobby suchen wo er rudelfackeln darf. Fußball und Pyro sind auf absehbare Zeit nicht vereinbar. Punkt.

    Die DFL sieht das Thema Pyro als Keimzelle für Verhältnisse wie in Ost / Südosteuropa (die hier - genau wie das andere Extrem auf der Insel -glaube ich auch keiner haben will). Das mag übertrieben sein, ist aber nunmal so. Man wird nicht nachgeben. Jede Provokation dreht die Eskalationsspirale weiter.

    Die Pyro-Diskussion wird doch von Politikern und Polizeigewerkschaftlern angeheizt, um sich in der Öffentlichkeit zu profilieren. Diese Leute holen sich dann darauf einen runter, sich in den Nachrichten zu sehen und sich präsentiert zu haben. Der "Fan" ist halt ein harmloser Gegner an den man sich rantraut....

    ich frage mich wie viele Tote es in Griechenland, der Türkei oder im Balkan geben muss....wo die Kurven gerne mal komplett in Flammen stehen. :LEV18

    komplett überbewertete Diskussion....die man hier nicht nochmal extra vertiefen sollte.

    Genau darum gehts aber leider. Es ist im Grunde völlig egal warum Pyro verboten ist, ob es wirklich gefährlich ist oder ob jemand ne dicke Hose bei dem Thema bekommt. Es zählt DASS es verboten ist und dass das Verbot angekündigter Weise durchgesetzt wird. Alles andere ist latte. Und ganz ehrlich, wenn man schon gegen sinnlose Dinge protestieren will, die uns vom Staat serviert werden, dann gibt es ganz bestimmt Dinge, für die es sich mehr lohnt, Aufwand und Risiko in Kauf zu nehmen, als für das Recht, Seenotfackeln im Fußballstadion anzuzünden.

    Tut mir leid aber dass es so kommt war abzusehen. Solange es Leute gibt, die meinen, dem Staat und den Veranwortlichen im Fußball zeigen zu müssen, dass die Fans am längeren Hebel sitzen, solange wird halt am anderen Ende bewiesen, dass deren Hebel jederzeit verlängert werden kann. Pyro ist ein absolutes No-Go für die "andere Seite", das mit allen Mitteln zu verhindern versucht wird. Das ist weder neu noch überraschend, und wer jetzt geschockt ist weil die Drohungen umgesetzt werden, war entweder naiv oder gleichgültig. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass selbst jetzt in den Köpfen einiger Gegenreaktionen ausgebrütet werden um zu beweisen dass man trotz Allem noch Zeug ins Stadion bekommt und dass die echten Fans jederzeit einen drauflegen können.

    Ich hab Pyro nie verstanden, aber vielleicht ist es auch an der Zeit, dass sich die Pyro-Leute überlegen, ob Fackeln & Co in letzter Kosequenz nicht doch für die Mehrheit im Stadion sowieso und auch für den Pyromanen an sich mehr kaputt machen als es durch den Kick und die "tolle Atmosphäre" aufgewogen wird. Aber wie gesagt, ich erwarte leider weiter Trotzreaktionen und wir laufen schön weiter die Eskalationsstufen ab. Yay.

    Ohne das Interview hätte er selbt bei unserem Publikum noch unbelästigt spielen können. Jetzt sieht die Geschichte anders aus, ist aber auch Absicht um doch noch wegzukommen. Also Briefmarke drauf und weg damit, ganz schön krass dafür dass wir ja immer sein Lielingsverein waren.

    Die ganze Pyrogeschichte, seien wir ehrlich, ist doch nur ein Stellvertreterkrieg. Hier geht es darum, etwas Verbotenes zu tun und dem DFB, der Polizei, dem jeweiligen Gegner und der Welt an und für sich den Mittelfinger zu zeigen. Keiner kann mir erzählen, dass Bengalos ein derart unverzichtbares Mittel zur Stimmung sind wie anhand des Aufwands, der Gefahr und des Schadens für die Vereine, den die Pyro-Aktionen verursachen, anzunehmen wäre. Wäre Pyro irgenwann tatsächlich legalisiert worden, hätten sich viele der Freiheitskämpfer eben eine andere Grenze gesucht, die sie überschreiten können. Und wer nach den Bildern von Köln und Düsseldorf wirklich noch daran glaubt, dass eine auch nur teilweise Legalisierung erfolgt, ist etwas weltfremd. Abgesehen davon, dass -wie wir ja alle gesehen haben- es gar nicht gut ist, wenn man einem Kind mit ganz viel Polyester am Leib die Fackel 5 Sekunden lang in den Bauch rammt (danke, Herr Kerner, für die unglaublich realitätsnahe Darstellung üblicher Vorgänge in einer Kurve), werden sich TV und Sponsoren kaum Sichtbehinderungen dieser Art gefallen lassen. Pyro bleibt also weiterhin ein leuchtendes acab, ein "seht her was für Badasses wir sind", bis die Verantwortlichen endlich Präzisions-Löschschaumkanonen unter die Dächer Montieren :LEV14

    Wenn man die Google Suche zu Berbatov nutzt und nur die Ergebnisse der letzten 24h nimmt liest man nur dass Galatasaray mit ihm angeblich einig sei und dass Manchester ihn den Dofmundern anbietet für Lewandowsky

    Danke. Ich finde das nüchtern schon schwierig. Alkoholkonsum führt dann nur dazu, dass es mir zunehmend egal ist, wenn ichs verkacke. :D

    P.S.: Wenns um Gesänge geht, die in letzter Zeit zu kurz kommen: Ich finde "von 1904" großartig, insbesondere durch den Samba-Rythmus und die Trommeln etc. Wurde häufiger nur 1 mal kurz angesungen bei den letzten Spielen. Wenn überhaupt. Letztes Heimspiel glaube ich sogar gar nicht? Wieder mehr, häufiger und länger bitte. Oder gibts Gründe, warum das so untergeht?

    Gerade beim 1904 haut der Trommler aber mal so dermaßen daneben. Allerdings sehr präzise immer gleich daneben.

    Ich habe diese Saison trotz DK nur ca. 60% der Spiele gesehen, und ich wohne direkt neben dem Eck, habs also nicht allzu weit. Diese Saison ist es mir erstaunlich leicht gefallen mich für andere Alternativen zu entscheiden, wenn z.B. die Frage war Familiee oder Fuppes.
    Mal ganz ehrlich, gab es bei euch diese Saison ein einziges Spiel, nach dem ihr richtig gut gelaunt oohne Wermutstropfen aus der Arena gegangen seid? Gegen Valencia oder Bayern zum Beispiel hab ich gejubelt, aber es wurde in HZ1 richtig schlechter Fußball gezeigt. Bei hohen Siegen? Augsburg? Haha.

    Eventfan hin oder her, aber ich hab unter der Woche genug Ärger am Hals, für den kriege ich allerdings Geld, ich mag nicht am Wochenende mich über schlampige Spieler, weltfremde Trainer und eine ungezogene Schar im Block aufregen. Ich kann die DK Kündiger sehr gut nachvollziehen, habe aber selbsst nicht gekündigt, hab aber auch zu spät gepeilt dass 31/03 Frist gewesen wäre - keine Ahnung ob ich wirklich gekündigt hätte, im Endeffekt häbgt doch zu viel dran.

    Ich persönlich habe einen heftigen Knacks letzte Saison gegen München wegbekommen, als ich mir für ein Schweinegeld spontan eine Karte besorgt, mich morgens 5 Stunden ins Auto gesetzt und mit richtig guter Laune nach München gefahren bin, weil ich der festen Überzeugung war, da geht noch was. Und dann ruft man mich in der Halbzeit an und fragt, ob ich schon wieder auf der Autobahn bin. Und diese Saison, seien wir ganz ehrrlich, ist in nahezu jeder Hinsicht ein ellenbogentiefer Griff ins Klo. Der Bayer kann meiner Meinung von Glück sagen dass er das Abo eingeführt hat

    Beziehungsdrama in der BayArena

    Sport | 16.04.2012 | 11.54 | Wären wir ein Liebespaar, wir Fans und der Bayer, wäre der Zeitpunkt gekommen, an dem der eine zum anderen sagt „Wir müssen reden“ und beide wüssten, was kommt. Wären wir in einer Beziehung, stünde das Ende unmittelbar bevor. Enttäuschung und Verletzung auf beiden Seiten, der wöchentliche Versuch, gemeinsam zum Höhepunkt zu kommen, nur weil halt Wochenende ist und eine postejakulative Depression, die selbst dann eintritt, wenn es eigentlich ganz gut war, der gegenseitige Widerwillen, Fehler zu verzeihen – das alles wären untrügerische Zeichen für eine baldige Trennung.

    Glaubt man den Andeutungen aus der Vereinsführung, dann haben viele Fans diese Trennung für sich vollzogen. 4.000 Dauerkarten wurden gekündigt. Vier Tausend. Das sind mehr Kündigungen als der Zuschauerschnitt manch eines der mit so viel Tradition behafteten großen Vereine der 70er und 80er, die heute vor jedem Auswärtsspiel aufpassen müssen, dass sie die richtigen Schuhe mitnehmen, falls sie auf Asche spielen müssen.

    Woran liegt das? Warum ist bei einem Verein, der wahrscheinlich das dritte Jahr hintereinander internationale Ränge erreichen wird, der das Champions League Achtelfinale erreicht, München geschlagen und seit 16 Jahren am Ende der Saison immer vor dem ärgsten Rivalen steht, die Stimmung derart am Ende?

    Die Schuld nur auf einer Seite zu suchen, wäre ebenso wie in einer Beziehung zu einfach. Einfacher ist aber die Frage, wer die Situation ändern kann.

    Aussprachen hat es schon gegeben, Ergebnis dessen war einfach ausgedrückt „Wir Spieler geben immer alles auf dem Feld, aber brauchen Eure Unterstützung auch, wenn es mal nicht gut läuft.“ Wer die Spiele gegen Mainz, Freiburg, Augsburg, Berlin gesehen hat, kann sich über die Aussage amüsieren – wenn er denn nicht Fan dieses Vereins ist. Wir Fans nämlich fühlen uns betrogen und verarscht. Verarscht, wenn Herr Castro nach seiner versemmelten Ecke zu faul ist, den 3 Meter entfernten Gegenspieler anzugehen um einen Konter zu verhindern.

    Betrogen, wenn Herr Rolfes sein Spiel davon abhängig macht, ob er den Trainer lieb hat und ob er ihn mit Nutella füttert und ein hochtalentierter Herr Derdiyok mit einer Gleichgültigkeit über den Platz läuft, die nur noch dreist ist. Der Tabellenplatz ist dabei zweitrangig, aber das ständige Gefühl, dass es mit einer der Entlohnung der Spieler entsprechenden Berufseinstellung anders liefe, macht einen auf Dauer verrückt. Fehler sind verzeihlich, aber Betrug und Desinteresse sind tödliche Gifte für jede Beziehung. Wir haben den vereinbarten Schritt getan und die Mannschaft auch bei Rückständen versucht zu pushen und dafür wiederum Ohrfeigen in Form von schlampigem Schlechtwetterfußball bekommen.

    Der Schritt auf einander zu muss nun vom Feld kommen, und zwar nicht in Form von Gesten, sondern von Ehrlichkeit. Sonst ist der Zeitpunkt, an dem der Wikipedia-Eintrag zu Bayer stimmt, sehr nahe.

    „Bayer 04 Leverkusen ist ein Fußballunternehmen aus Leverkusen“

    Schlagworte: bayer | leverkusen | bayer 04 | bayer leverkusen | fans | fußball

    Mich hat es damals ein wenig gestört, dass mit dem Wappen meiner damaligen Meinung nach zu sehr auf die Traditionsdrüse gedrückt wurde. Wenn ich mich richtig erinnere hatte R. Madrid damals auf den Anzügen ein sehr ähnliches Wappen und im Endeffekt ist das Wappen nicht mal unauffällig abgekupfertvom Hosenbandorden "Honi soit qui mal y pense" (siehe http://www.justizvollzugsanstalt-celle.niedersachsen.de/live/instituti…20a06b92359.jpg ) Heute find ichs geil.