Falls es jemanden interessiert:
Ultras außer Kontrolle
Wie kann die Gewalt bei Fußballspielen gestoppt werden?
Sie lassen kein Spiel aus, stehen ihrem Verein immer zu Seite, Gemeinschaftsgefühl und Emotionen sind ihnen wichtig – den echten Fußballfans. Aber Fußballbegeisterung kann auch umschlagen - in Aggression und Gewalt. Zum Beispiel bei der auffälligsten Fangruppe: den so genannten Ultras. Sie stehen zu hundert Prozent hinter ihrer Mannschaft. Das Problem: Ultras haben ein ambivalentes Verhältnis zur Gewalt. Bei ihnen scheinen sich die Grenzen von Recht, Moral und fremden Eigentum zu verschieben. So haben Ultrafans des 1. FC Köln vor dem Stadion einen Polizisten krankenhausreif geschlagen, Steine auf die Busse von Fans der gegnerischen Mannschaft geworfen, im eigenen Stadion einen Platzsturm versucht und auf Facebook Hasstiraden gegen Spieler geführt. Längst geht ein Riss durch die Fankurve. Viele gemäßigte Anhänger können mit dem Verhalten der Ultras nichts anfangen. Doch Ultras sind nicht tumbe Schläger, man kann mit ihnen reden.
Welche Möglichkeiten gibt es Fans, Ultras, Verein und vielleicht auch die Polizei als Sicherheitspartner zusammen zu bringen? Und vor allem – wie kann die Gewaltspirale wieder zurückgedreht werden?
Darüber diskutieren beim WDR-Stadtgespräch Judith Schulte-Loh und Jochen Hilgers u.a. mit:
Volker Lange, Polizist, verantwortlich für die Sicherheit rund um das Kölner Stadion
Rainer Mendel, Fanbeauftragter des 1.FC Köln
Jonas Gabler, Fanforscher
Arnd Zeigler, Stadionsprecher von Werder Bremen und Fernsehmoderator
Sendung vom 15.11.2012, 20:05 bis 21:00 Uhr bei WDR 5
Moderation: Judith Schulte-Loh und Jochen Hilgers
Redaktion: Angelika Becker
http://www.wdr5.de/sendungen/wdr-…2012-20.05.html