Ich hau mich weg ... jetzt kommt nur noch ´n Testbild!
Wenigstens aber noch das Tor gesehen, die paar Sekunden liefen sogar durch! ![]()
Beiträge von BayAddict
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SACHT´MA ... habt ihr alle ein an der Waffel, Jungs!?!?!? Geht´s noch!?!?!?
Völlig absurde Diskussion hier. Ich muss mich ma´wieder sowas von schämen, hier ´n Teil dieses Forums zu sein!!!
Genau deshalb halte ich mich aus den zum Teil völlig abstrusen Diskussionen hier ´raus und poste wirklich meist nur News. Manchmal frage ich mich ... für welche Leute eigentlich???

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Kyriakos Papadopoulos hat seine Leihe zu Bayer 04 Leverkusen mit einer kleinen Spitze Richtung Schalke 04 kommentiert.
weiter auf sport1
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Der Brasilianer WENDELL (21) soll Leverkusens linke Abwehrseite verstärken. Trainer Roger Schmidt ist voll des Lobes über den Neuen.
Auf den ersten Blick wirkt Wendell Nascimento Borges nicht wie ein Bundesliga-Akteur. Nur 64 Kilogramm bringt der 1,76 Meter große Brasilianer auf die Waage, ginge locker als Juniorenspieler durch. Dennoch soll Wendell eine gewichtige Rolle spielen. Schließlich wurde der linke Verteidiger für 6,5 Millionen Euro verpflichtet, um eine Problemposition zu stärken.
Dabei scheint das Leichtgewicht auf einem guten Weg zu sein. „Er begreift unsere Spielanlage sehr schnell, und setzt sie auch sehr schnell um“, erklärt Roger Schmidt, der zudem registriert: „Er hat sich schon sehr gut integriert, obwohl er die Sprache nicht spricht.“
Der U-20-Nationalspieler, für den Reha-Trainer Daniel Jouvin dolmetscht, ist lernwillig. So nimmt er auch Schmidts taktische Vorgaben erstaunlich schnell an. „Unsere Spielanlage kommt ihm entgegen, weil er so sowieso gerne nach vorne verteidigen will. Das macht es etwas einfacher. Von daher bin ich total zufrieden, wie er sich einbringt, wie motiviert er ist, wie er versucht, die Spielweise umzusetzen“, lobt der Trainer. Gerade das sofortige Attackieren des Gegners scheint Wendell im Blut zu liegen. Schmidt gerät dazu fast schon ins Schwärmen: „Man muss ihn einfach nur loslassen. Er weiß, dass ich es gerne möchte, dass er so spielt, und da fällt es ihm auch leicht.“
Trotzdem muss man abwarten, wie sich Wendell im Liga-Alltag bewährt. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass er keine lange Anlaufzeit benötigt. Typisch für den selbst in den härtesten Einheiten gut gelaunt daherkommenden Techniker, der vor einem Jahr noch nicht in Brasiliens erster Liga aktiv war. Dort spielte er sich innerhalb von sechs Monaten bei Gremio Porto Alegre in den Fokus der Bayer-Macher. Diese nutzten eine Ausstiegsklausel, die nur bis Ende Februar galt. Mal wieder waren Sportdirektor Rudi Völler und der damalige Manager Michael Reschke schneller als die Konkurrenz.
Hält Wendell, was seine Veranlagung verspricht, und trifft auch das Urteil des ehemaligen Bayer-Profis Zé Roberto zu, der mit Wendell bei Gremio spielte und diesem Ehrgeiz und einen klaren Kopf attestiert, darf sich Bayer über einen Dampfmacher freuen. Nicht nur, weil er den Spielstil bereits kennt. „Er hat es in Brasilien vielleicht nicht so extrem gespielt, aber tendenziell so“, weiß Schmidt und nennt Wendells Stärken: „ Er hat unglaublich viel Offensivpotenzial. Er ist unheimlich stark in der Vorwärtsbewegung und nach Ballgewinn, aber er ist auch ein richtig guter Zweikämpfer.“
Auch weil er seinen Körper geschickt einsetzt. „Obwohl er schmächtig ist, ist er sehr giftig“, analysiert Jonas Boldt den „sehr schnellen und technisch starken“ Spieler, der laut dem Manager „fast schon zu unbrasilianisch“ agiert. Seine dynamischen Vorstöße mit Ball am Fuß könne Wendell noch öfter auspacken. Und damit klarmachen, dass auf Leverkusens linker Abwehrseite kein Leichtgewicht daherkommt, sondern ein Schnellstarter.
STEPHAN VON NOCKS
Quelle: kicker-Printausgabe vom 31.07.14 -
Leverkusens Stars müssen für die Angestellten rennen. Der Hintergedanke: Identifikation und Motivation sollen steigen
Seit 33 Jahren arbeitet Habib Ben Slimane (61) für Bayer Leverkusen. Er war im Nachwuchsbereich tätig und ist seit 2007 als Greenkeeper fest angestellt. Der Klub ist nicht nur Arbeitgeber für ihn. „Wir sind wie eine Familie“, sagt der Tunesier und fügt an, „durch unser Prämiensystem wird das gestärkt.“
Wie bei vielen großen Unternehmen kassieren auch die 250 Angestellten von Bayer 04 Leistungsprämien. Und die sind alleine von den Profis abhängig. „Es geht darum, die Identifikation mit der Mannschaft noch weiter zu stärken“, sagt Klub-Chef Michael Schade (61). „Jeder unserer Mitarbeiter fühlt sich mit den Spielern dadurch noch mehr verbunden.“
Gleichzeitig macht das in der Bundesliga einzigartige Bonusprogramm den Profis Beine.So funktioniert es: Für jeden Punkt, den die Kicker holen, erhält jetzt jeder Mitarbeiter 40 Euro. Bei einem Sieg also 120. Erreicht Leverkusen die Europa League, wird die Prämie auf 139 Prozent eines Monatsgehalts aufgestockt. Beim Einzug in die Champions League kommen noch einmal 50 Prozent eines Gehalts obendrauf. Bedeutet: Wer 2500 Euro monatlich verdient, kassiert bis zu 4725 Euro extra für Erfolge in der Liga. Zudem gibt es eine Pokal-Prämie: 500 Euro für den Einzug ins Halbfinale, 750 beim Erreichen des Endspiels, 1000 Euro für den Pokalsieg.
Boss Schade: „Jeder im Verein soll gerade im Erfolgsfall merken, dass er dazugehört und einen Anteil daran hat.“ Und die Spieler sollen wissen, dass sie jedem Angestellten des Vereins das Leben versüßen können.
Vom neu eingeführten Pokal- Zuschlag erfuhren sie im Frühjahr auf eine besonders direkte Art, nachdem die Werkself im Viertelfinale gegen Zweitligist Kaiserslautern (0:1) rausgeflogen war. „Ihr habt mich eine Woche Mallorca gekostet“, bekamen die Spieler am Morgen nach der Panne von einem Normalverdiener zu hören.
Jetzt will Bayer endlich den ersten Titel seit dem Pokal-Sieg 1993. Über 27 Millionen Euro investierte der Werksklub in Stars wie Hakan Calhanoglu (20) vom HSV und Josip Drmic (21) aus Nürnberg. Die Erfolgsprämie der Mitarbeiter dient als zusätzlicher Anreiz für alle: von der Teilzeitkraft bis zum Millionär in kurzen Hosen.
„Die Spieler ziehen daraus sicher ein wenig Motivation. Sie sehen durch das Prämiensystem, dass sie Verantwortung für alle Mitarbeiter haben“, sagt Platzwart Ben Slimane. Die Direktions-Assistentin Gabi Vogt (52) sagt: „So fühlt man sich noch mehr verbunden mit der Mannschaft und fiebert noch mehr mit. Wir schauen jetzt schon bei der Auslosung zur Qualifikationsrunde für die Champions League ganz genau hin.“
Als Liga-Vierter muss Leverkusen im August in die Relegation zur Königsklasse. Für den Klub geht es um mindestens 15 Millionen Euro. Für jeden Mitarbeiter um ein halbes Monatsgehalt extra. „Wir alle arbeiten für den Erfolg der Mannschaft und des Vereins. Dass wir von Siegen profitieren, ist eine ganz tolle Wertschätzung“, sagt Dirk von den Bergen (29), einer der Organisatoren der Bayer-Fan-Shops. Dem fügt er schmunzelnd hinzu: „Einige Spieler kommen ja immer mal wieder zu uns in den Shop. Wenn für eine längere Zeit mal Prämien-Flaute herrscht, reiben wir ihnen das unter die Nase. Vielleicht bleibt etwas im Unterbewusstsein hängen und hilft auf dem Platz.“
Die Punktprämien werden den Angestellten monatlich überwiesen. Die Aufschläge für den internationalen Fußball folgen nach Erreichen von Europa- und Champions League. Gabi Vogt, Mutter von drei Kindern: „Das fällt in die Urlaubszeit. Das passt gut.“
Quelle: SportBild-Printausgabe vom 30.07.14 -
LEVERKUSEN: Ukrainer Yurchenko überzeugt
Die ersten Vokabeln sitzen. „Schwarz, weiß. Links, rechts“ zählt Tin Jedvaj (18) in sauberem Deutsch auf und beginnt zu lachen, weil er weiß, dass es jetzt holpriger wird: „Und … naturlick.“ Natürlich, er nehme den Sprachunterricht sehr ernst, erzählt Bayers neuer Innenverteidiger und schwenkt dabei ins Englische, „mein Ziel ist es, schnell Deutsch zu sprechen.“
Schnell ist das Stichwort. Es fällt häufig, wenn Jedvaj über sich spricht. Kein Wunder, ging es in seiner noch jungen Karriere rasant zu. Zum Rückrundenstart Anfang 2013 debütierte er mit 17 Jahren für Dinamo Zagreb. Auf Anhieb begeisterte er mit Übersicht, Zweikampfstärke und Spielaufbau. „Das war verrückt. Mein ganzes Leben hat sich an einem Tag komplett geändert“, sagt Jedvaj über sein Debüt. Fortan blieb er fester Bestandteil der Mannschaft, absolvierte zwölf Spiele, jeweils über die volle Distanz, und zog das Interesse europäischer Top-Klubs auf sich. Mit dem Gewinn der Kroatischen Meisterschaft schnappte er sich seinen ersten Titel und zog direkt weiter zum AS Rom. Fünf Millionen Euro blätterten die Italiener für ihn hin, doch mehr als zwei Einsätze in der vergangenen Saison waren für den 1,88 Meter großen Verteidiger nicht drin. In Leverkusen nimmt Jedvaj nun den nächsten Anlauf, sich in einer Top-Liga durchzusetzen. „Ein paar Monate in der ersten kroatischen Liga, ein Jahr in Italien und jetzt schon bei Bayer – das ging alles sehr schnell. Aber ich liebe und genieße es“, sagt Jedvaj.
Dieses Mal soll der Halt länger dauern. Zwei Jahre, so ist es vorgesehen, spielt er auf Leihbasis in Leverkusen; Bayer sicherte sich ein Vorkaufsrecht. Jedvajs Erwartungen? Er denkt in kleinen Schritten, weil auch in Leverkusen die Konkurrenz groß ist. „Klar möchte ich häufiger spielen als in Rom, aber eine bestimmte Anzahl von Einsätzen habe ich mir nicht vorgenommen. Ich will mich einfach verbessern, lernen und hart arbeiten. Dann werden wir sehen.“ Leverkusen sei „ideal, um mich weiterzuentwickeln. Eine Mannschaft mit jungen Spielern und Qualität“. Dies unterstrich das Team am Dienstag im Test gegen Lok Moskau, der 3:1 gewonnen wurde. Vor der Pause agierte Bayer bei hohem Tempo auf gutem Niveau, auch Tin Jedvaj, der in der Innenverteidigung seine Schnelligkeit unter Beweis stellte, gut antizipierte, sich aber auch zwei Stockfehler im Aufbau erlaubte.
Die Bayer-Verantwortlichen hoffen, erneut das richtige Näschen für aufstrebende Youngster bewiesen zu haben. Rudi Völler: „Tin ist ein großes Talent, das wir schon länger beobachtet haben. Wir hoffen, dass er bei uns den nächsten Schritt macht.“
Ähnliches gilt für den ukrainischen U-21-Nationalspieler Vladlen Yurchenko (20). Der völlig unbekannte Mittelfeldspieler traf bisher in jedem der vier Vorbereitungsspiele. Yurchenko ist das „Abschiedsgeschenk“ von Ex-Manager Michael Reschke (57), der ihn 2012 bei einem U-19-Länderspiel des DFB gegen die Ukraine entdeckte und nie aus den Augen verlor. In diesem Sommer machte er den Deal perfekt, Yurchenko kam für 250 000 Euro, unterschrieb für zwei Jahre plus zwei Jahre Option.
JAN LUSTIG/FLUQuelle: kicker-Printausgabe vom 24.07.14
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ROGER SCHMIDT (47) setzt auf Offensive und nennt den BVB als ein Vorbild. Von Brandt und Calhanoglu schwärmt er.
Ein Rendezvous mit der eigenen Geschichte: Rund 100 Kilometer entfernt von Salzburg, wo er im Frühjahr noch Meister mit Red Bull wurde, bereitet er sein neues Team auf die in fünf Wochen beginnende Saison vor. Zwischendrin nimmt sich der neue Mann von Bayer Leverkusen Zeit für sein erstes großes kicker-Interview als Bundesliga-Trainer.
Herr Schmidt, wie schlau sind Ihre Spieler?
Inwiefern?
Ottmar Hitzfeld vertrat im Spiegel gerade die These, dass intelligente Spieler immer wichtiger werden – weil Fußballer heute auf engstem Raum kreative Lösungen finden müssen.
Da ist auf jeden Fall etwas Wahres dran. Die Räume sind wesentlich enger geworden. Für den ballführenden Spieler sind die Anforderungen im Bereich der Vororientierung und der schnellen Entscheidungsfindung gestiegen. Es gibt auch fast keine Ruhephasen in einem Spiel mehr; man muss sich permanent in einer optimalen Position befinden.
Wie schwierig gestalten sich drei Wochen nach Vorbereitungsstart in Leverkusen die komplexen Prozesse, Ihren neuen Spielstil in den Köpfen der Spieler zu verankern und gleichzeitig im fußball-taktischen Bereich die veränderten Abläufe einzustudieren?
Die Mannschaft hat meine Vorstellungen bisher gut angenommen und umgesetzt, sowohl in den Trainingseinheiten als auch in den Spielen. Jetzt ist die Herausforderung, nach der Anfangseuphorie so weiterzumachen.
Was fordern Sie von Ihren Spielern?
Der Anspruch ist in jedem Training sehr hoch: Es gibt keinen anderen als diesen, keinen ruhigen Fußball mehr. Entweder wir haben den Ball und versuchen, schnell nach vorne zu spielen. Oder der Gegner hat den Ball, und wir versuchen schnell zu attackieren. Oder es gibt den Moment des Ballbesitzwechsels. In jedem Fall sind die Spieler gefordert, sich sofort auf eine neue Situation einzustellen und darauf zu reagieren.
Sie predigen Vorwärts-Verteidigung, frühe Ballgewinne und schnelles Umschalten, damit die Stürmer häufig in torgefährliche Situationen kommen. Wie sehr orientieren Sie sich dabei an Borussia Dortmund, wo Jürgen Klopp ab 2008 einen radikalen Spielwandel vollzog?
Die Dortmunder sind ein gutes Beispiel dafür, dass man als Mannschaft noch stärker werden kann, wenn man sehr aktiv spielt. Der BVB ist 2011 und 2012 mit einem neuen Fußball Deutscher Meister geworden. Sie waren sehr mutig, sehr aktiv und deshalb besser als Bayern München.
Klopp prägte für seine Philosophie den Begriff „Vollgasfußball“. Unter welche Überschrift stellen Sie den Leverkusener Spielstil der nächsten Jahre?
Wir wollen unser Schicksal in die eigene Hand nehmen und nicht auf eine günstige Fügung warten. Wir wollen nach Möglichkeit in jedem Spiel zu 100 Prozent abrufen, was wir leisten können. Egal, was der Gegner macht. Das sollte unser Anspruch sein.
Diese Aufgabenstellung ist ambitioniert. Haben Sie dafür die richtigen Spieler?
Das denke ich schon. Im Grunde kann den von mir favorisierten Fußball jeder spielen, der eine gewisse fußballerische Qualität hat – und die Mentalität besitzt, das anzunehmen und sich weiterzuentwickeln. Man muss sich überzeugen lassen, dann ist jeder in der Lage, diesen Fußball zu spielen.
Wie Dortmund zu spielen, mit einer bis zu 40 Meter hoch stehenden Abwehrkette, erfordert Mut, Risikobereitschaft und setzt eine funktionierende Absicherung in der Tiefe voraus. Ist das nicht ein bisschen viel auf einmal?
Überhaupt nicht. Das hört sich immer so an, als sei unser Fußball mit sehr viel Risiko behaftet. Der einzige Unterschied zu einer Spielweise, bei der man sich zurückzieht und dem Gegner viel Ballbesitz lässt, ist doch, dass sich der Raum zwischen Torwart und der letzten Linie vergrößert. Gleichzeitig verkürzen wir aber den Abstand von der vordersten Angriffslinie zum gegnerischenTor zum Positiven.
Wie wollen Sie verhindern, dass Bayer bei Ballverlust hinten blank steht?
Es gibt doch noch das Abseits im Fußball. Ich zwinge den Gegner, sich in gewissem Maße daran zu orientieren, wie ich stehe. Wir wollen es einfach nicht zulassen, dass der Gegner in Ruhe aufbauen kann. Bei allem Respekt: Torwart und Innenverteidiger der anderen Mannschaften sind Spieler, die es nicht gewohnt sind, dass sie attackiert werden. Sie weisen unter Druck die höchste Fehlerquote auf. Wo ist der Sinn, sie in Ruhe zu lassen?
Wie reagiert Bayer Leverkusen, wenn sich der Gegner trotzdem durchspielt?
Die letzte Linie ist verantwortlich für die Tiefensicherung. Die Innenverteidiger müssen immer auf dem Sprung sein.
Und wenn alle Stricke reißen, rettet Bernd Leno im Stil von Manuel Neuer?
Neuers Auftritt in Brasilien war ein Meilenstein im Torwartspiel. Dass der Torwart auch in der Tiefensicherung Verantwortung übernehmen – und den Innenverteidigern ein gutes Gefühl geben sollte, gehörte aber auch schon vor der WM in Leverkusen zum Standardprogramm für Torhüter. Das ist für Leno nichts Neues.
Der Rheinischen Post sagten Sie: „Wir werden zum Saisonstart nicht perfekt sein“. Kalkulieren Sie Rückschläge mit ein?
Dieses Zitat hatte noch einen zweiten Teil.
Welchen?
Ich habe gesagt: „Wir werden trotzdem aufgrund unser Spielweise in der Lage sein, die Dinge so umzusetzen, dass wir Spiele gewinnen.“ Perfekt werden wir nie spielen, das geht im Fußball nicht. Es gibt immer wieder neue Details, die optimiert werden müssen.
Wenn auch dezent, hat Hakan Calhanoglu Meisterschaftshoffnungen artikuliert. Erstaunt Sie das?
Ich finde es super, wenn er so etwas sagt, und ich finde es mutig, dass er es sagt. Wenn Spieler von außergewöhnlichen Dingen träumen, ist das ein sehr gutes Zeichen. Hakan geht sehr offen mit solchen Dingen um, ohne dass es überheblich wirkt.
Was muss passieren, damit sich Calhanoglus Titel-Hoffnungen erfüllen können?
Hakan weiß: Wenn wir das erreichen wollen, müssen wir als Mannschaft großartig zusammenarbeiten – und sehr viel investieren. Wenn man anschaut, welchen Kader Bayern München und teilweise auch Borussia Dortmund an den Start schicken, wäre die Meisterschaft eine Riesensensation. Aber: Ausgeschlossen ist im Fußball gar nichts.
Für Calhanoglu hat Bayer tief in die Tasche gegriffen. Wo in Ihrem angedachten 4-4-2-System kann er am meisten helfen?
Wir werden das Zentrum sehr stark machen und mit zwei Zehnern auf den Halbpositionen spielen. Halbrechts oder halblinks ist für Hakan eine Superposition. Er kann sicher auch als eine von zwei Spitzen spielen und diesen Part etwas hängend interpretieren.
Rudi Völler nennt Calhanoglu „unseren Tresorschlüssel“ bei Standards. Legen Sie nach den Erfahrungen der WM auch darauf Ihr Augenmerk – die bisher ausbaufähige Quote nach Standards durch ihn zu verbessern?
Das ist sicher auch eine Facette von ihm, die extrem außergewöhnlich ist. Hakan besitzt alle Qualitätsmerkmale, die einen offensiven Mittelfeldspieler auszeichnen. Er ist sehr spielintelligent und in der Lage, komplexe Situationen aufzulösen. Er ist in der Lage, unter Druck seine Mitspieler einzusetzen. Außerdem kann er auch aus dem Spiel heraus sehr torgefährlich werden, weil er einen guten Abschluss hat. Und dann sind da eben noch seine besonderen Fähigkeiten bei Standards. Hakan ist ein ungewöhnlich facettenreicher Fußballer.
Im Angriff garantierte bisher allein Stefan Kießling eine verlässliche Quote. Bleibt er der Anker in Leverkusens Offensive?
Ich werde jetzt noch keine Plätze verteilen. Dass Stefan Kießling ein herausragender Spieler von Bayer Leverkusen ist, steht außer Frage. Jeder weiß, was er für einen Stellenwert besitzt. Schon nach dieser kurzen Zeit spüre ich, dass er eine super Mentalität besitzt, sowohl im Training als auch in den Spielen.
Muss er sein Spiel umstellen – mit einem Partner an seiner Seite?
Ich glaube nicht, dass Stefan traurig ist, wenn jetzt noch jemand neben ihm stürmt. Mit zwei Spitzen gegen zwei Innenverteidiger zu spielen, hat große Vorteile. Und wenn dahinter noch zwei Zehner postiert sind, steigen die Aussichten für die Spitzen.
Passen Kießling und Neuzugang Josip Drmic zusammen?
Natürlich kann Drmic neben ihm spielen. Ich finde aber auch, dass Karim Bellarabi und Vladlen Yurchenko es als zweite Spitze in der Vorbereitung bisher gut gemacht haben.
Der 18-jährige Julian Brandt hinterließ bei seinen ersten Einsätzen für Bayer einen nachhaltigen Eindruck. Welche Rolle spielt er in Ihren Überlegungen?
Julian verfügt über sehr großes Potenzial, das hat er in der Rückrunde der vergangenen Saison schon angedeutet. Bei ihm wird es darum gehen, ihn physisch so aufzubauen, dass er sein Potenzial noch konstanter über 90 Minuten auf den Platz bringt. Dann kann er in der Bundesliga im offensiven Mittelfeld künftig eine Top-Rolle spielen. Das darf man schon jetzt prophezeien, ohne ihn in den Himmel zu loben.
Wird Brandt Bayers nächster Nationalspieler?
Julian kann ein außergewöhnlicher Spieler werden. Unsere Aufgabe wird es sein, ihn bestmöglich weiterzuentwickeln. Dann wird man sehen, ob er dieses Niveau erreicht. Auszuschließen ist das nicht.
INTERVIEW:THOMAS HENNECKEQuelle: kicker-Printausgabe vom 21.07.14
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LEVERKUSEN: Schnelle Innenverteidiger-Größe auf der Wunschliste – DFB-Elf als Vorbild
Die Formulierungen sind defensiv. „Eigentlich sind wir durch, aber vielleicht kann man an der einen oder anderen Stelle optimieren“, erklärte Trainer Roger Schmidt kürzlich zu den Transferaktivitäten. Was „optimieren“ bedeutet, ist jetzt klar: Bayer 04 fahndet für die Abwehr nach einer hochkarätigen Verstärkung. Der ideale Partner für Ömer Toprak wird gesucht, um ein optimales Pärchen im Abwehrzentrum aufbieten zu können, das zu Schmidts offensivem und riskantem Spielstil passt.
Ähnlich wie im DFB-Team, in dem Bundestrainer Jogi Löw im Laufe des WM-Turniers sich gewinnbringend für die schnelleren Mats Hummels und Jerome Boateng sowie gegen Per Mertesacker entschied, bietet es sich auch bei der Werkself an, neben Toprak einen zweiten flinken Innenverteidiger von Format zu etablieren. Wird Bayers Abwehrkette doch ähnlich hoch verteidigen wie die des Weltmeisters? Bei Bayer 04 hält man das Thema klein. „Ich sehe nicht zwingend Handlungsbedarf. Wir haben nicht den Druck, etwas machen zu müssen“, erklärt Manager Jonas Boldt, fügt aber an: „Doch wenn es sich ergibt, sind wir die Letzten, die sagen, wir machen es nicht. Das war immer die Philosophie von Bayer 04: schnell und sinnvoll zu reagieren, wenn sich etwas ergibt.“
Boldt nimmt öffentlich Dampf aus dem Thema. Verständlicherweise, möchte man bei Bayer den anderen Aspiranten wie Emir Spahic und Philipp Wollscheid, vergangene Saison ohnehin mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden, jetzt keinen demotivierenden Schuss vor den Bug verpassen. Doch Fakt ist: Boldt sucht einen Innenverteidiger, der nicht nur, aber insbesondere durch seine Schnelligkeit das Niveau in der Abwehr noch mal erhöht. Denn Spahic und Wollscheid sind keine Sprinter. Und von der 18-jährigen Leihgabe Tin Jedvaj („Er ist schnell“, so Boldt) darf man trotz guter erster Eindrücke nicht erwarten, dass er zur Sofort-Verstärkung wird.
Schmidt wünscht sich eine solche. „Jeder neue Trainer hat am Anfang irgendwelche Bedenken“, weiß Boldt, der nun den passenden Kandidaten finden muss. Eine äußerst schwierige Aufgabe, aber zumindest leichter, als eventuell auch noch einen rechten Verteidiger zu verpflichten. Denn auf letzterer Position ist der Markt noch komplizierter. Von der Königslösung, einen Verteidiger zu holen, der zentral und rechts spielen kann, ganz zu schweigen.
S. VON NOCKSQuelle: kicker-Printausgabe vom 17.07.14
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LEVERKUSEN: Rekordeinkauf überzeugt beim Debüt mit seinem ganzen Repertoire
Auf die Frage nach der Premiere von Hakan Calhanoglu (20) verweist Trainer Roger Schmidt aufs Kollektiv: „Wir haben insgesamt gut gespielt, ich würde das nicht auf Hakan reduzieren“, lobte der Fußballlehrer nach dem 6:0 am Samstag gegen den belgischen Erstligisten Lierse SK. Damit hatte Schmidt zweifellos recht. Doch Calhanoglu war es, der Bayers Auftritt den besonderen Touch verlieh.
Nicht nur Geschäftsführer Michael Schade begleitete die Aktionen des 14,5-Millionen-Einkaufs am Spielfeldrand immer wieder mit Rufen der Verzückung. Bei seinem 45-Minuten-Einsatz war Calhanoglu bis zur Pause an allen drei Treffern beteiligt und stellte unter Beweis, dass er für eine neue Dimension in Bayers Offensive sorgen kann. Auf ganze 17 Tore aus Standards kam die Werkself vergangene Saison, schwächster Wert der Top-Sechs-Klubs. Gegen Lierse trat Calhanoglu sämtliche Ecken und Freistöße – fast jedes Mal brannte es danach im gegnerischen Strafraum lichterloh. Ein echter Trumpf, den auch Schmidt bei aller Zurückhaltung nicht in Abrede stellt: „Jeder weiß, dass Hakan gute Standards schießt. Und wir haben viele gute Kopfballspieler im Kader.“
Besonders auffällig, wie die neue Nummer 10 speziell mit Toptorjäger Stefan Kießling (30) harmoniert. Zum 1:0 staubte Wollscheid nach Freistoß-Flanke Calhanoglu und Kopfball Kießling ab, das 3:0 legte Kießling per Brust für Rolfes auf – nach Zuspiel von Calhanoglu. Das 2:0 besorgte der Ex-Hamburger selbst, als er den gegnerischen Keeper überlegt, aber schon eine Spur zu lässig aussteigen ließ. Es folgte noch ein fulminanter Lattenkracher aus der zweiten Reihe – Calhanoglu zeigte an neuer Wirkungsstätte auf Anhieb sein komplettes Repertoire.
Keine Spur von Integrationsproblemen also beim türkischen Nationalspieler. Und auch das Team als Ganzes hat sich auf die geänderten Anforderungen unter Trainer Schmidt offenbar rasch eingestellt. „Das ballorientierte Nachvorne-Verteidigen, mutig und geschlossen, haben wir gut hingekriegt“, urteilt der Coach. Boss Schade verweist gar auf einen grundsätzlichen Fortschritt: „Die Mannschaft hat deutlich gezeigt, dass sie künftig einen anderen, offensiveren Fußball spielen will.“
THIEMO MÜLLERQuelle: kicker-Printausgabe vom 14.07.2014
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LEVERKUSEN: Trainer Schmidt soll Trio begutachten – kein Abgang vorm Trainingsstart
Betrachtet man Bayers Kader, so stehen auf den offensiven Außenpositionen die größten Fragezeichen. Nicht hinter Heung-Min Son (21), aktuell bei der WM im Einsatz. Und nicht hinter Julian Brandt (18), der in seinem ersten Halbjahr als Profi mehr als angedeutet hat, dass er sein Talent auch in der Bundesliga gewinnbringend einsetzen kann. Mit dem Duo sind große Hoffnungen verknüpft. Inklusive der auf eine weitere positive Entwicklung.
Offen ist hingegen, welche Rolle ein Trio spielen wird, das ebenfalls auf den Flügeln zu Hause ist: Braunschweig-Rückkehrer Karim Bellarabi (24), der im Winter verpflichtete Südkoreaner Seung-Woo Ryu (20) sowie der Australier Robbie Kruse (25), der nach einem Kreuzbandriss angreifen möchte. „Bei ihm ist die Frage: Wie schnell wird er wieder belastbar?“, erklärt Jonas Boldt. Dies wird Bayer genauso beobachten wie die Entwicklung von Ryu und Bellarabi. Leverkusens Manager sieht bei beiden Potenzial: „Karim hat dazugelernt. Ich traue ihm zu, Ausrufezeichen zu setzen.“ Einen sofortigen Transfer des Dribblers wird es nicht geben. Bayer möchte erst im Trainingslager prüfen, ob Bellarabi der Werkself sofort helfen kann. Gleiches gilt bei Ryu. „Wir nehmen ihn mit. Jeder kriegt seine Chance“, erklärt Boldt. Neu-Trainer Roger Schmidt soll sich vor einer Entscheidung ein Bild machen.
Ryu ist ein Versprechen. Bereits im Winter war er ein Gewinner der Vorbereitung, wurde im ersten Spiel nach der Winterpause in Freiburg gleich eingewechselt, war aber dann ein Opfer der Krise. „Vielleicht wird er die Überraschung, die keiner auf dem Zettel hat“, glaubt Boldt, „den Spielertyp Ryu haben wir so nicht noch mal im Kader.“ Während Son, Brandt, Bellarabi und Kruse durch geradlinige Dynamik bestechen, hebt Boldt bei Ryu dessen „kleine, kurze Bewegungen“ hervor. Deren Qualität das Interesse diverser Zweitligisten geweckt hat, die den U-20-Nationalspieler leihen möchten. Doch auch Ryu soll erst von Schmidt begutachtet werden, bevor eine Leihe zum Thema wird. Startet Ryu nicht nur so stark wie im Januar und tun es ihm Bellarabi und Kruse gleich, hätte Bayer außen Qualität im Überfluss, wie Boldt weiß: „Wenn alle drei super funktionieren, haben wir ein Luxusproblem.“
STEPHAN VON NOCKSQuelle: kicker-Printausgabe vom 16.06.14
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LEVERKUSEN: Ersatzkeeper Yelldell verlängert bis 2016 – Tapetenwechsel für Eigengewächs Lomb
Bei Bayer 04 beobachtet man genau, was dieser Tage in Hamburg passiert. Kein Wunder, möchte man sich doch am liebsten mit Hakan Calhanoglu (20) verstärken. Dass der amtierende (Oliver Kreuzer) und der künftige Entscheidungsträger (Dietmar Beiersdorfer) einem Wechsel des offensiven Mittelfeldspielers (Vertrag bis 2018 ohne Ausstiegsklausel) eine Absage erteilt haben, sieht man gelassen. „Der Spieler hat sich medial klar zu uns bekannt“, stellt Manager Jonas Boldt nüchtern fest und fügt an: „Wir respektieren die Entscheidung des HSV.“
Dass die aktuelle auch die endgültige sein wird, davon geht man bei Bayer nicht aus und hofft weiter auf den „Königstransfer“, auch wenn die Signale vom HSV wohl nicht als Poker, sondern als ernsthaftes Bestreben, den Spieler zu halten, zu werten sind.
Bayer und Boldt haben keinen Druck. „Das Gerüst steht. Wir müssen nicht noch drei oder vier Spieler verpflichten“, weiß der 32-Jährige. Klar ist: Käme Calhanoglu nicht für die Zehn, wäre dort Gonzalo Castro der erste Kandidat.
Dann allerdings würde sich die Frage stellen, „wie stellt man sich in diesem Fall im defensiven Mittelfeld auf?“ Nur in dieser Konstellation würde sich Bayer 04 wohl um einen direkten Ersatz für den nach Liverpool gewechselten Emre Can bemühen. Mit Calhanoglu im Kader wäre Castro der Can-Ersatz auf der Sechs.
Die Wechselgedanken Castros, als einziger Akteur in Bayers Krise von Sportdirektor Rudi Völler namentlich kritisiert, hat der neue Trainer Roger Schmidt in einem Gespräch vertrieben und dem Spieler seine Wertschätzung glaubhaft vermittelt. Castro bleibt bei Bayer 04 – wie auch David Yelldell (32). Der Vertrag des Torhüters wird bis 2016 verlängert, der Vollzug soll diese Woche verkündet werden; die zweijährige Leihe von Innenverteidiger Tin Jedvaj (18, AS Rom) ist fix. Mit Yelldells Verbleib hat sich die Verpflichtung des Australiers Mark Birighitti (23, Newcastle United Jets) „für die aktuelle Saison erledigt“, so Boldt. Mit Stammkraft Bernd Leno, Yelldell und dem zuletzt in Mainz aktiven Dario Kresic ist diese Position ausreichend besetzt. Sodass für Eigengewächs Niklas Lomb (20) womöglich ein Tapetenwechsel ansteht. „Für Niklas wäre es wichtig, dass er Spielpraxis erhält“, weiß Boldt.
STEPHAN VON NOCKSQuelle: kicker-Printausgabe vom 12.06.14
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LEVERKUSEN: Jedvaj kommt vom AS Rom – Vertrag bis 2016
Es gab keine Diskussionen in Leverkusen, an wen der frei gewordene Managerposten vergeben wird. Als Michael Reschkes Abgang feststand, war sofort klar, dass Jonas Boldt (32) dessen Position übernimmt, vom Scoutingchef zum Manager befördert wird. „Mit Jonas Boldt haben wir einen Klassemann, der seit Jahren voll im Thema ist und schon selbst eigenständig Transfers initiiert und finalisiert hat“, sagt Rudi Völler über Boldt, der als Student (BWL mit Schwerpunkt Sportmanagement) einst bei Bayer ein Praktikum absolvierte, seit 2007 frei im Scouting arbeitete und 2009 als Assistent von Völler fest eingestellt wurde.
Sein erster Coup war 2007 die Verpflichtung von Arturo Vidal (27, Juventus Turin), der mittlerweile längst als europäischer Top-Star gilt. Völler weiter über den Mitarbeiter, der perfekt Englisch und Spanisch spricht: „Er besitzt eine Menge Fachkenntnis und das Gespür dafür, rechtzeitig Tempo aufzunehmen, wenn wir von einem Spieler überzeugt sind.“
Arbeit gibt es aktuell genug für alle Entscheidungsträger bei Bayer. In der vergangenen Woche mussten sie Emre Can (20) nach Liverpool ziehen lassen. Dieser Transfer spült immerhin rund 4, 5 Millionen Euro in die Kasse. Rund 800 000 Euro kostet Tin Jedvaj (18), den man für zwei Jahre vom AS Rom ausleiht, zusätzlich sicherte sich Leverkusen ein Vorkaufsrecht auf den Kroaten, das der abgebende Klub allerdings binnen eines festgelegten Zeitraumes ab Kauf kontern kann. Boldt: „Wir erwarten keine Wunderdinge von ihm, wir sehen ihn als sinnvolle Ergänzung.“
Weiter geht die Suche für das kreative Mittelfeld, die Sache mit Hakan Calhanoglu scheint aktuell im Hamburger Macht-Vakuum nicht verhandelbar. Kein Grund, nervös zu werden, „die Transferperiode ist noch lang“, sagt Rudi Völler. Er denkt noch einmal zurück an Michael Reschke und daran, wie man einst gemeinsam beim Brasilianer Thiago Silva im Wohnzimmer saß und verhandelte. Die Sache gestaltete sich positiv – bis der AC Mailand kam, mit Summen, die Bayer nicht bezahlen konnte. Die beiden zogen notgedrungen unverrichteter Dinge ab. Völler: „Michael hat hier fantastische Arbeit geleistet. Dass ein Transfer am Geld scheitert, lag in der Natur der Sache. Aber er kann sich sicher sein, dass ihm das in Zukunft nicht mehr passieren wird.“
FRANK LUßEMQuelle: kicker-Printausgabe vom 10.06.14
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LEVERKUSEN: Leihspieler kommt zurück – Der neue Trainer gilt als Bessermacher
Dass „überhaupt nichts los“ sei, will Rudi Völler (54) so nicht gelten lassen. Leverkusens Sportdirektor gesteht durchaus ein, dass aktuell wenig passiert auf dem Transfermarkt, aber: „Erstens kann sich das schnell ändern. Zweitens haben wir zwei Top-Einkäufe schon sicher.“
Er meint Josip Drmic (21) und Wendell (20), den Brasilianer. Für Emre Can (20), den Liverpool auf der Liste stehen hat, liegt nichts Konkretes vor, auch die Wunschverpflichtung von Hakan Calhanoglu (20) vom Hamburger SV zieht sich.
Kommen wird allerdings einer, der von einigen Bundesligaklubs umworben wird (Berlin, Stuttgart), den Bayer aber sicher hat: Karim Bellarabi, der – ausgeliehen von Bayer an die Niedersachsen – mit Eintracht Braunschweig abstieg und nun zunächst zu seinem eigentlichen Arbeitgeber zurückkehrt. „Das ist der aktuelle Stand“, sagt Völler.
Bellarabi? Klingt nicht unbedingt spektakulär. Kann es aber durchaus werden. Der Außenspieler mit der feinen Technik gilt als einer der schnellsten Bundesligaspieler, dem außer der nötigen Konstanz nicht viel fehlt: Er ist dynamisch, trickreich, besitzt einen guten Zug zum Tor. Für Bayer erzielte er einst binnen einer Woche Treffer gegen den FC Bayern und den FC Barcelona. Zur Initialzündung reichte dies allerdings nicht, auch weil den feingliedrigen Profi immer wieder kleine Blessuren stoppten. In Leverkusen spekulieren sie darauf, dass Trainer Roger Schmidts gutes Händchen bei nicht ganz einfachen Profis wie Bellarabi ähnliche Früchte trägt wie beispielsweise bei Schmidts ehemaligem Schützling Kevin Kampl.
Der Mittelfeldspieler kam 2012 über die Umwege Fürth, Osnabrück und Aalen nach Salzburg, wo er durchstartete. Einst als „schlampiges Genie“ bezeichnet, ist Kampl heute slowenischer Nationalspieler und hoch geachteter Leistungsträger beim österreichischen Double-Sieger, sein Marktwert beträgt fast zehn Millionen Euro. Nicht wenige sähen ihn sogar gerne zurück in Leverkusen. Schmidt gilt also als Trainer, der einzelne Spieler besser machen kann, im Falle Bellarabi ist er gleich mal gefragt.
FRANK LUßEMQuelle: kicker-Printausgabe vom 02.06.14
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LEVERKUSEN: Schmidt baut auf Castro
Gestartet sind sie fast gleichzeitig. Doch in der Bundesliga gelandet ist bisher nur Julian Brandt (18), Leverkusens Winter-Einkauf, der in seiner ersten Halbserie in der Beletage die hohen Erwartungen noch einmal deutlich übertraf und phasenweise in einem taumelnden Team einer der Fixpunkte war. Sechsmal eingewechselt, dann sechsmal in der Startelf – der Ex-Wolfsburger Brandt hat mit seinen frischen Auftritten auf Anhieb schon mächtig Pluspunkte gesammelt.
Dagegen nimmt sich die Bilanz des ebenfalls im Winter angeheuerten Südkoreaners Seung-Woo Ryu mit zwei Kurzeinsätzen auf den ersten Blick bescheiden aus, doch Manager Michael Reschke betont, man sei „äußerst zufrieden“ mit der Entwicklung des leichtgewichtigen Flügelspielers (1,71 Meter, 59 Kilo). Im Training seien die gewünschten Fortschritte zu sehen, und zumindest unter Gleichaltrigen trumpft der 20-Jährige, den Leverkusen bis Jahresende ausgeliehen hat, momentan gehörig auf; zudem besitzt Bayer eine Kaufoption, die demnächst gezogen werden soll. Ryu gehörte zu Südkoreas Team beim U-20-Turnier im französischen Toulon und hat dort die Beobachter überzeugt: Zwei, drei Interessenten haben Kontakt zu Bayer aufgenommen, wahrscheinlich wird der Offensivmann an einen ambitionierten Zweitligisten ausgeliehen.
Noch mehr Spaß haben die Bayer-Verantwortlichen derzeit an Wendell Borges Nascimento, der beim gleichen Turnier im Trikot der Brasilianer die Beobachter begeistert. Schon im Winter hatte Bayer im Vorgriff den Linksverteidiger von Gremio Porto Alegre für 5,5 Millionen Euro verpflichtet. Der aktuelle Eindruck: Der 20-Jährige präsentiert sich in bester körperlicher Verfassung und in Topform, besticht neben großer Schnelligkeit mit einem ausgeprägten Offensivdrang und ist auch technisch bestens ausgebildet. Ganz professionell hat Wendell den Bayer-Bossen auch schon versichert, er werde sich trotz der zusätzlichen Beschäftigung in Frankreich sehr frühzeitig in Deutschland einfinden, um sich schon ein bisschen einzuleben, bis er unter dem neuen Trainer Roger Schmidt zum Trainingsauftakt am 30. Juni erscheint.
Dann wird Wendell wohl auch noch Gonzalo Castro antreffen, der sich mit Abwanderungsgedanken trug. Schmidt hat bereits ein Gespräch mit dem Leverkusener Dauerbrenner geführt; auch der neue Trainer baut auf den Allrounder. „Die Wahrscheinlichkeit, dass Castro bleibt“, betont Reschke, „ist sehr hoch.“
OLIVER BITTERQuelle: kicker-Printausgabe vom 30.05.14
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Im Winter überraschte Trainer ROGER SCHMIDT (47) mit einem Testsieg gegen Bayern. Ab Sommer will er die Bundesliga erobern.
Herr Schmidt, worauf freuen Sie sich vor Ihrer ersten Saison als Bundesligatrainer mehr: Auf die Duelle mit dem SC Paderborn?n Oder die mit Peter Stöger? Oder die Spiele gegen Bayern und Dortmund?
Darüber habe ich mir ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Aber zunächst einmal freue ich mich vor allen Dingen auf meine Mannschaft und auf die Vorbereitungsphase. Und dann freue ich mich auf alle Gegner. Es gibt tausend gute Gründe, sich auf die Bundesliga zu freuen.Mit Ihnen kommt Ihr Ex-Verein SC Paderborn in die Liga. Hätten Sie je mit dieser Konstellation gerechnet?
Man hätte vielleicht denken können, dass wir das mal gemeinsam schaffen. Aber das jetzt war nicht abzusehen. Das ist schon ein bisschen Schicksal.In Deutschland machten Sie zuletzt auf sich aufmerksam, als RB Salzburg im Test die Bayern 3:0 schlug, mit schnellem, aggressiven Fußball beherrschte. Welchen Stellenwert hat das Spiel für Sie?
Es war ein Test, wenn auch ein sehr wichtiger. Wir wollten uns gegen die Bayern auf unseren Europa-League-Gegner Ajax Amsterdam vorbereiten. Und deshalb haben wir so gespielt. Es war schon etwas Besonderes. Spiele gegen die Bayern stehen in Österreich immer im Fokus, das Stadion war voll. Wir haben die Gunst der Stunde genutzt.Diese schnelle und aggressive Art des Fußballs schwebt Ihnen auch für Ihre zukünftige Mannschaft vor?
Ja, wir wollen einen aktiven Fußball spielen und eine klare Idee auf den Platz bringen. Aktiv sein bei gegnerischem Ballbesitz, sehr schnell und weit vorne in die Balleroberung kommen.Aggressivität und Leidenschaft, das warf man Bayer häufig vor, ließ die Mannschaftoft vermissen …
Wir müssen dahin kommen, dass wir von Anfang an und permanent den Gegner attackieren. Wenn man abwartend in ein Spiel geht, kann es passieren, dass du den Schalter nicht mehr umlegen kannst.
Wie gefällt Ihnen der Kader?
Ich finde ihn sehr ausgewogen, der Status quo ist gut. Die Versuche, den Kader zu optimieren, laufen.Bei Bayer kauft immer der Verein, nie der Trainer. Wie gefällt Ihnen das?
Gut. Ich finde das richtig. Ansonsten ist die Gefahr viel zu groß, dass mit jedem Trainerwechsel auch sieben oder acht neue Spieler kommen. Bayer ist im Scouting hervorragend aufgestellt, ist schnell am Markt, verpflichtet sehr früh große Talente. Außerdem ist es ja nicht so, dass der Trainer nicht auch in die Gespräche eingebunden ist.Ein Gespräch hatten Sie bereits mit Gonzalo Castro. Glauben Sie, dass Sie ihn dazu drängen können, bei Bayer Leverkusen zu bleiben?
Drängen? Das klingt mir jetzt ein bisschen zu negativ. Er war immer ein wichtiger Spieler hier, aufgrund seiner langen Zugehörigkeit genießt er einen hohen Stellenwert. Trotzdem ist es nachvollziehbar, dass ein Spieler, der so lange für einen Verein spielt, vielleicht mal etwas anderes sehen will. Ich würde mich sehr freuen, wenn er bleibt. Für jeden Spieler ist ein neuer Trainer auch eine neue Chance.Ist der Klub nicht gezwungen, ihn zu halten, jetzt wo Lars Bender sich so schwer verletzt hat?
Das ist sehr tragisch für Lars. Er verpassteine WM. Das ist ja fast ein Drama! Wir hoff en, ihn bis zum Saisonbeginn spielfit zu bekommen.
INTERVIEW: FRANK LUßEMQuelle: kicker-Printausgabe vom 26.05.14
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LEVERKUSEN: Klarstellung bei Calhanoglu
Rudi Völler kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Den Vorwurf, hinter dem Rücken des abstiegsgefährdeten Hamburger SV mit dessen Spieler Hakan Calhanoglu verhandelt zu haben, will er so nicht stehen lassen: „Ich habe Oliver Kreuzer vor Wochen von unserem Interesse unterrichtet. Unser Manager Michael Reschke hat bereits vor zwei Monaten mit Carl-Edgar Jarchow darüber gesprochen. Es ist ein ganz normaler Vorgang. Wir wissen natürlich, dass Hakan einen Vertrag hat und werden dies respektieren. Im Übrigen sind wir nicht die einzigen Interessenten.“
Allerdings positionierte sich der Spieler deutlich Richtung Leverkusen: „So früh Champions League zu spielen, ist ein Traum!“, teilte er via Twitter mit. Nun dürfte verhandelt werden.
Ähnliches blüht Bayer mit Emre Can – nur andersherum. Zwar liegt noch keine offizielle Anfrage des FC Liverpool vor. Doch die Reds sind brennend an Can interessiert. Es gibt eine Klausel, die ihm den Wechsel für rund 12 Millionen Euro ermöglicht. „Wirtschaftlich wäre dies ein gutes Geschäft“, sagt Völler. Doch weil Bayer keine Bank ist, sondern ein ambitionierte Fußballklub, sagt er auch: „Wir wollen ihn nicht abgeben. Er soll bleiben. Das wäre die beste Lösung, weil er sich hier einfach besser entwickeln kann.“
Das Vorhaben ist auch mit dem FC Bayern München abgesprochen, der für 2015 ein Rückkaufsrecht für Can besitzt. „Ich habe mit Kalle Rummenigge gesprochen, er ist der gleichen Meinung“, sagt Völler, der betont: „Wir wissen, dass wir dann weniger Geld bekommen. Aber das ist es uns wert.“
Die dritte „C“-Personalie nach Calhanoglu und Can ist noch nicht final besprochen: Gonzalo Castro hatte Abwanderungsgedanken formuliert. „Stand jetzt gehört er kommende Saison zum Kader“, sagt Völler, der kein Problem mit dem Spieler hat: „Er weiß, was ich von ihm halte. Auch wenn es mal Kritik gibt.“ Mit Linksverteidiger Wendell (20), der von Gremio Porto Alegre kommt und Josip Drmic (21) hat Bayer zwei große Transfers früh unter Dach und Fach. „Es wird sich noch etwas tun“, kündigt Völler an. Ganz oben auf der Wunschliste: ein Rechtsverteidiger, der auch innen spielen kann. Möglichst jung, möglichst preiswert.
FRANK LUßEMQuelle: kicker-Printausgabe vom 19.05.14
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Vor jeder Saison wird in Leverkusen über SIMON ROLFES (32) diskutiert, immer setzt er sich durch. Das soll, so der Routinier, auch so bleiben.
Kommt jetzt Bewegung in den Kader von Bayer Leverkusen? Nachdem der kicker am Donnerstag das Interesse des FC Liverpool an Emre Can (20) veröffentlichte, rückt dieser Transfer immer näher. Für rund 12 Millionen Euro – dank einer Vertragsklausel – kann der U-21-Nationalspieler (kam vor der Saison für 5,5 Millionen Euro vom FC Bayern, der eine Rückkaufoption besitzt und am Weiterverkauf partizipieren würde) wechseln. Ein Verlust von Perspektive, sicher. Cans Saison kann als respektabel eingestuft werden. Aber: Wer einen Hakan Calhanoglu will, muss tief in die Tasche greifen. Bei Cans Verkauf winkt eben ein satter Gewinn, der den sportlichen Verlust verschmerzen ließe und ebenso in Calhanoglus Verpflichtung investiert werden könnte wie eine eventuelle Ablöse (rund sechs Millionen Euro stehen im Raum) für Gonzalo Castro (26), der aber nicht zwingend abgegeben werden soll.
Simon Rolfes bleibt von all diesen Diskussionen unberührt. Der Kapitän startet in seine zehnte Leverkusener Saison, seinen Kritikern zum Trotz weigert der Blondschopf sich, schwächer zu werden. „Ich kenne die Diskussionen um mich“, sagt er lächelnd und verweist auf die Fakten: „In der Endabrechnung komme ich immer auf rund 40 Pflichtspiele – mit am meisten von allen Spielern im Kader.“
Stimmt. Kein Trainer kam in der Vergangenheit ohne den Routinier aus. Und seine Bilanz der vergangenen fünf Saisons kann sich sehen lassen: In 131 Bundesligaspielen (von 170 möglichen) mit ihm holte Bayer 248 Punkte, im Schnitt also 1,89 Zähler pro Partie. Ein Spitzenwert.
Dass er in den letzten Wochen nicht mehr in jedem Spiel zur Startformation zählte, registrierte und akzeptierte Rolfes. „Der Herbst hat viel Substanz gekostet“, führt er an, „die hat dann im Frühjahr gefehlt. Logisch, ich bin keine 25 mehr.“ Aber eben längst noch kein altes Eisen. Langsam sei er, sagen die Kritiker. „Ich war auch mit 27 nicht schneller“, entgegnet er. Und überhaupt: „Wenn ich auf meiner Position mit meinen Fähigkeiten auch noch ein Sprinter gewesen wäre, dann hätte ich anderswo gespielt.“
Der Diskussion um seinen Stellenwert misst er „kein hohes Niveau“ bei: „Bei uns werden Sündenböcke gebraucht, meist sind dies Spieler, die lange hier sind wie Castro, Reinartz oder ich.“ Dem zum Trotz ist sich Rolfes sicher, dass er auch in der kommenden Saison gebraucht wird. Geht er davon aus, dass sein letztes Vertragsjahr in Leverkusen auch sein letztes Jahr als Profi wird? „Ich gehe von gar nichts aus. Ganz sicher mache ich keinen Fünfjahresplan mehr. Aber warum soll ich heute etwas entscheiden? Es macht mir Spaß mit den jungen Spielern, und ich denke, sie können von mir profitieren.“
FRANK LUßEMQuelle: kicker-Printausgabe vom 19.05.14
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Zwei Garanten für Platz vier stiegen nach dem Spiel auf den Zaun und feierten mit den Fans in der Nordkurve der BayArena. Zunächst der scheidende Trainer Sascha Lewandowski, der mit der Mannschaft 13 von 15 möglichen Zählern holte und letztlich das Saisonziel fixierte. Seine Ausbeute bedeutet Rekord für Bayer: In 45 Spielen als verantwortlicher Trainer holte Lewandowski im Schnitt 2,04 Punkte – mehr als jeder andere auf diesem Stuhl! Neben ihm feierte Bernd Leno, der als einziger Bayer-Profi nicht von der Krise erfasst wurde und nach 34 Spieltagen mit der kicker-Durchschnittsnote von 2, 62 als bester Bundesliga-Keeper geführt wird.
Dass er es nicht in Joachim Löws WM-Kader schaffte, ist durchaus bemerkenswert, ebenso stieß die Nicht-Berücksichtigung für das Länderspiel gegen Polen in Leverkusen auf Unverständnis. Dabei verwundert in erster Linie, dass einer der besten deutschen Torhüter nicht einmal ernsthaft diskutiert wird. Seinen Kollegen Ron-Robert Zieler und Marc-André ter Stegen hat Leno nicht nur internationale Erfahrung in der Champions League voraus. Ob Stellungsspiel, Strafraumbeherrschung, Zweikampfverhalten oder Reflexe – Leno zeigt ganz selten Schwächen. Allerdings: Er selbst, aber vor allen Dingen seine Chefs versäumten es in den vergangenen Monaten, die Werbetrommel zu rühren. Was bleibt, ist ungewollter Urlaub.
Quelle: kicker-Printausgabe vom 12.05.14