Gefunden bei Stadionwelt:
Grund für die ausbleibenden Zuschauer sei vor allem der mangelnde Komfort und die nicht mehr zeitgemäße Architektur. Auch die Zusammenarbeit mit dem aktuellen Stadionbetreiber läuft aus Sicht des Vereins nicht zufriedenstellend, weswegen man schon durchblicken ließ, dass man mit dem Stadion nicht verheiratet sei. Deswegen plant der Club jetzt den radikalen Schnitt: Raus aus dem Olympiastadion und ein kompletter Neubau einer reinen Fußball-Arena. Die Pläne hierfür sind auch schon recht fortgeschritten, eine Machbarkeitsstudie wird momentan vorbereitet. Hier sollen Fragen nach dem Standort, der Finanzierung, dem Aussehen und des Zuschauervolumens der neuen Spielstätte beantwortet werden. Angestrebt wird eine Kapazität von 66.000 Zuschauern mit der Option weiterer Ausbaustufen.
Für den Standort sind aktuell drei Möglichkeiten in der Diskussion. Die idealste Lösung wäre dabei der Neubau auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof, der bald stillgelegt wird. Zum einen ist noch nicht klar, wie das Gelände nach der Schließung des Flughafens genutzt werden soll, zum anderen wäre die Infrastruktur – U- und Autobahn – schon vorhanden. Als zweite Alternative ist ein Standort auf dem Gelände des ehemaligen Grenzüberganges Drei Linden im Berliner Süden angedacht. Ein dritter möglicher Standort wäre im Berliner Norden in der Nähe des Oranienburger Kreuzes. Wie auch in München, wird also auch in Berlin überlegt, das neue Stadion in der Peripherie der Stadt zu bauen.
Bliebe da noch die Frage der Finanzierung. Nachdem das Land Berlin für die Sanierung des Olympiastadions von 2000 bis 2004 satte 282 Millionen Euro ausgegeben hat, ist für einen Neubau keine finanzielle Unterstützung zu erwarten. Der Verein müsste also für die 160 – 180 Millionen Euro, die eine neue Fußball-Arena wohl kosten würde, alleine aufkommen.