Auszug aus einer Kolumne bei Express.de :
Das… Achtung…. „Phantooomtor“ (ein Raunen geht durch die Menge). Okay, es werden wohl eher zwei Euro.
Alle hacken auf Kießling rum, fordern ein Wiederholungsspiel, wenn nicht sogar die Wertung für Hoffenheim und damit die Verdammung des runden Leders aus der Unkomfortzone der emotionalen Fehlentscheidung.
Der verlogene Aufschrei nach Fairplay
Am lautesten wird nach Fairplay geschrien. Ganz ehrlich? Was für ein verlogener Haufen ist das denn? Bei der WM 2010 hatten Manuel Neuer, 10 andere DFB-Kicker und 80 Millionen Bundestrainer noch „verdammtes Glück“, dass es gegen England nicht plötzlich 2:2 steht.
Die großen Fairplay-Forderer, die seit Tagen mit erhobenem Zeigefinger vor Stefan Kießling stehen, hätten wahrscheinlich vor lauter Fassungslosigkeit ihre Vuvuzela gefressen, wenn Manuel Neuer nach Lampards Schuss-Granate zum Schiedsrichter gegangen wäre: „Entschuldigen Sie, Herr Unparteiischer, aber ich muss ihnen sagen, dass der Ball klar im Tor war. Ich habe das genau gesehen. Wäre ja blöd, wenn den Engländern ein klares Tor nicht gegeben würde. Faiprlay und so.“ Und stellen wir uns mal vor, Deutschland hätte das Spiel dann auch noch verloren…
Ohja, Manuel Neuer wusste genau, was er da tat. Der Fuchs.
Das Phantomtor kennt nur Verlierer
Und Kießling? Er tut mir leid. Im Ernst. Da definiert er das Torwandschießen komplett neu und darf sich noch nicht einmal drüber freuen.
Nee, im Ernst: Ich schätze mal, dass auch er gesehen hat, dass der Ball nicht drin war. Also zunächst - und dann war er halt doch drin…Kießling war verwirrt – ich auch. Aber egal, ob er‘s gesehen hat, oder nicht: Ich kann ihm seine Reaktion nicht übelnehmen.
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