"Habe wirklich den dringenden Verdacht, das wir vor 30 Jahren besser und weiter voran waren, wie gegenwärtig..."
Ja, das glaube ich mittlerweile auch. Ich überlege, wann ich das letzte mal eine Saison erlebt habe, bei der ich nicht das Gefühl hatte das da hätte mehr drin sein müssen. Das ist jedenfalls verdammt lang her. Selbst in der Saison 2010/2011 als die Bayern schwächelten wurde Dortmund Meister. Wir waren seit dem 19. Spieltag auf Platz Zwei, aber selbst da haben wir wieder diese Null Leistungen dabei gehabt (unter anderen gegen Köln) und selbst dieser zweite Platz hatte ein Geschmäckle.
Die realistischste Titelchance der letzten 15 Jahre war das Pokalfinale gegen Bremen. Mit einem Trainer der (war es ein Tag vor dem Finale?) zu einem Rundumschlag in den Medien gegen der Verein ausholte und kurz danach entlassen wurde. Da hatte der Bruno keinen Bock mehr und hat Spieler wie Schneider einfach mal draußen sitzen lassen.
Es scheint tatsächlich immer noch so, als wäre der Verein nach der Triplevize Sasion in eine Art Wachkoma gefallen und anstatt alles zu tun um den Patienten wieder aufzuwecken, hat man sich entschlossen diesen lieber künstlich zu beatmen. Dazu passt auch das man nach Callis Abgang, und der war unser Herzstück, eine Buchhalternase wie Holzi installiert hat. Mit dem waren wir 11 Jahre im Umbruch. Geändert hat sich bis aufs Stadion allerdings nichts. Darauf folgte ein Berufsbeamter der Bayer AG. Unser aktueller Geschäftsführer hat immerhin die Arvato AG zurück in die Konzernstruktur der Bertelsmann AG eingegliedert.
Im Gesellschafterausschuss sitzt vollkommen ernst gemeint, neben ein paar Frühstücksdirektoren, als einziger "Experte" Heribert Faßbender.
Rudi Riese korrigiert auch diese Saison wieder Ziele nach unten. Das Motto hier lautet: "Dabei sein ist alles!"
Mit Rolfes haben wir das Gesicht der Komfortzone direkt in die sportliche Verantwortung übernommen.
Ich musste gestern noch lachen als mir einfiel, das wir mal Jürgen Kohler als Verantwortlichen für irgendwas (der wusste selbst nicht was seine Aufgaben waren) verpflichtet haben.
Es ist ja nicht mal so, dass es am Geld liegen würde...
Hier fehlt tatsächlich Jemand mit Erfahrung und einem langfrstigen Plan, der das alles mal analysiert und dann auseinander nimmt. Ein neuer Trainer alleine wird hier gar nichts ändern.
Der nette Herr Favre passt immerhin sehr gut in unsere Waldorfschule.