Der "Betze" soll wieder beben
Wenn der 1. FC Kaiserslautern gegen Borussia Mönchengladbach spielt, denkt man nicht zwingend an eine Begegnung in der 2. Bundesliga.
Beide sind Vereine mit viel Tradition und Historie im deutschen Profifußball, die in der Saison 2007/08 jedoch in der 2. Bundesliga anzutreten haben. Dort bestreiten der FCK und die Borussia heute Abend das erste Montagabendspiel dieser Runde (ab 20 Uhr im Live-Ticker und im Liga-Radio).
"Es ist unsere Aufgabe, gut zu starten und wir versuchen, mit aller Macht das Spiel gegen Gladbach zu gewinnen", sagt Kjetil Rekdal vor seiner Heimspiel-Premiere als Trainer des 1. FCK.
Beda hat Adduktorenprobleme
Der Norweger selbst hat das Feld für einen erfolgreichen Auftakt bereitet und die letzten wichtigen personellen Entscheidungen im Hinblick auf die neue Saison getroffen. So wird Florian Fromlowitz die neue Nummer 1 der Pfälzer, das Amt des Kapitäns übernimmt wie bisher Mathieu Beda.
Der Franzose hat derzeit zwar mit Adduktorenproblemen zu kämpfen, wird aber aller Voraussicht nach für das Spiel gegen den Bundesliga-Absteiger zur Verfügung stehen.
"Wir haben in der Vorbereitung viel an der Taktik gearbeitet. Ich denke wir sind eine junge, motivierte Mannschaft und ich hoffe auf eine gute Saison", sagt der 26-Jährige.
Runström will Fans verzücken
So sieht das auch Neuzugang Björn Runström, der bereits beim 4:0-Erfolg im DFB-Pokal beim SV Wilhelmshaven zwei Mal seine Torgefährlichkeit unter Beweis stellte. Das soll nach Meinung des Schweden aber erst der Anfang gewesen sein.
"Ich will den Fans beweisen, dass ich Tore schießen kann", sagt der 23-jährige Schwede vor seiner ersten Partie in der 2. Bundesliga.
Gegen Gladbach bietet sich dafür schon am 1. Spieltag eine hervorragende Gelegenheit, denn das Fritz-Walter-Stadion wird vermutlich bis zum letzten Platz gefüllt sein. Bis zum Wochenende waren bereits 40.000 Tickets vergriffen.
Neuville wieder fit
Borussia Mönchengladbach muss sich also auf den berühmt-berüchtigen Lauterer Hexenkessel einstellen. Trainer Jos Luhukay erwartet eine dementsprechend "heiße Kulisse".
"Kaiserslautern wird vor vollem Haus sicher sehr viel Druck machen, da müssen wir unbedingt gegenhalten und auch selber unsere Aktionen in der Offensive suchen", sagt der Holländer.
Bei den Gladbachern hat sich die zuletzt etwas brisante Personalsituation etwas entspannt. So ist Oliver Neuville nach seinem im DFB-Pokalspiel beim VfL Osnabrück (1:0) erlittenen Außenbandteilriss im rechten Sprunggelenk wieder einsatzfähig.
4.000 Gladbacher dabei
Auch Marcel Ndjeng, der erst am vergangenen Donnerstag von Bundesligist Arminia Bielefeld verpflichtet wurde, sei laut Luhukay eine Option für die Startelf.
"Im Gegensatz zu Sharbel Touma, der noch einen klaren Trainingsrückstand hat, hat Marcel in Bielefeld die komplette Vorbereitung mitgemacht und ist körperlich in einem sehr guten Zustand", erklärt Luhukay.
Wie auch immer die Startelf der Borussia aussehen mag, so werden auch die Gladbacher nicht ohne Unterstützung bleiben. Wie der Fanbeauftragte des Vereins erklärte, werden sich wohl rund 4.000 Gladbacher Fans auf die Reise nach Kaiserslautern machen, um ihre Mannschaft zu unterstützen.
http://www.dfl.de