Naja, die "Jugend von heute"... ich werfe mal einen Namen aus der Jugend von vorgestern in den Raum: Günter Netzer. Der gehörte vielleicht auch zu den Charakteren, die du meintest
und der ist noch im Deutschen Reich geboren.
Charakterentwicklung im Fußball war und ist, glaube ich, schwierig. Heute zugegeben noch mehr als früher, denn Anforderungen und Konkurrenz sind größer - und man kann eben noch mehr Geld verdienen. - Deswegen ist es sicherlich wichtig, neben Technik- und Taktiktrainern auch Personen im Jugendumfeld zu installieren, die an der Mentalität der Jungs (und Mädels) arbeiten.
Die Frage bleibt, ob der Kieß a) dazu das Zeug hat (nur weil man selber etwas gut kann, muss man es nicht gut vermitteln können), und b) ob er sich das überhaupt geben will. Jugendtrainer ist ja jetzt kein Job mit Glanz und Gloria, und wenn du, wie hier angemerkt, mehrfacher Millionär bist...
Deswegen sind diese Verwendungsdiskussionen für mich momentan total Schall und Rauch. Wir wissen zwei Dinge: erstens, Kieß wird bis maximal Ende der Saison noch aktiver Fußballer sein. Und zweitens, wir binden so gut wie keinen unserer verdienten Altstars in den Verein ein (bzw sie wollen nicht, oder es findet sich kein Platz, oder eine Kombination aus allem).
Darum ist für mich erst mal wichtig, dass der Kieß seine letzte Saison noch würdig rum kriegt. Und da ist mir auch egal, wie viele Millionen er auf dem Konto hat und wuie glücklich er damit sowieso sein kann: ein würdiges Ende seiner sportlichen Karriere hat er sich einfach verdient, das kann man als Fan von Bayer Leverkusen vielleicht einfach mal so sagen.