Hinten im Laufen beim Fussball und trotzdem noch 6.
Was wäre möglich, wenn sie auch laufen könnten, wollten, sollten. Überzahl in Räumen, Dreiecke, Vertikale Opferläufe, Angriffspressing. Schade aber auch.
Mal sehen, ob das Thema bei der nächsten PK hoch kommt.
Man hat doch den Eindruck, die anderen Mannschaften sind bissiger und laufen mehr. Und immer hinten rum im selben System. In Form ist eigentlich auch keiner. Mal reicht es, mal nicht. Von der Ungeschlagenen Truppe kilometerweit entfernt.
Naja, ich hab am Dienstag auch gedacht, wenn jetzt Piräus statt St. Pauli die Chancen gehabt hätte? Aber es wäre ein anderes Spiel, und man weiß es einfach nicht vorher.
• [05:12] Tim Jarmann (Kölner Stadt-Anzeiger): Robert Andrich hat moniert, dass ihr in der zweiten Halbzeit gegen Frankfurt zu passiv wart. Das zieht sich durch den Jahresstart. Was machen Sie dagegen, damit diese Phasen, in denen der Gegner rankommt, nicht mehr passieren?
• [05:49] Hjulmand: Es waren zwei unterschiedliche Dinge (gegen Werder und dieses Spiel). Gegen Frankfurt haben wir gesehen, dass sie viele Spieler auf die letzte Linie gebracht haben. Unsere Überzahl war im Zentrum, aber da war kein Frankfurter Spieler, weshalb sie lange Bälle spielen konnten. Das eine ist die Struktur, das andere die Mentalität. Wir müssen unabhängig vom Spielstand proaktiv spielen. Das ist wichtig und darüber haben wir gesprochen. Strukturen kommen immer zuerst, dann die Mentalität.
• [08:14] Stefan von Nocks (Kicker): Habe ich Sie richtig verstanden: In Frankfurt war es dann die Mentalität, die Ihnen nicht gepasst hat, wie Andrich es angesprochen hat?
• [08:35] Hjulmand: Nein, eigentlich zuerst die Strukturen. Frankfurt hat es gut gemacht, sie hatten drei oder vier Spieler in der ersten Linie. Wir hatten unsere zwei Sechser, aber es gab kein Frankfurter Mittelfeld, unsere Überzahl war im Zentrum nutzlos. Deshalb konnten sie von hinten lange Bälle spielen. Zuerst Strukturen, dann müssen wir natürlich wissen, wie man ein 11 gegen 10 zu Ende spielt.
Ich bin ja wirklich kein Neumann-Basher, aber wenn es einen Notfall gab (oder ich es nicht genau weiß als Kommentatorin), dann halte ich mich hinsichtlich der Atmosphäre doch ggf. einfach mal geschlossen. Da gibt es dann wohl Wichtigeres.
....naja, Stuttgart und München fiedeln uns so auseinander, wäre dann ja gut, wenn man da noch so vier bis fünf Schippen drauflegen würde.
Ich hab es auch nicht mehr geschaft tnt oder espn anzuwerfen und mache mir selbst Vorwürfe deswegen.
Leverkusen ist klarer Favorit – strukturell, individuell und taktisch. St. Pauli braucht ein nahezu perfektes Spiel gegen den Ball plus hohe Effizienz im Umschalten, um realistische Chancen zu haben. Ohne Spielverlauf-Sondereffekte (frühe Rote Karte, Elfmeter, individueller Fehler) setzt sich Qualität in den meisten Szenarien durch.
1. Ausgangslage (strukturell)
Faktor
Vorteil
Individuelle Qualität
Leverkusen
Kaderbreite / Rotation
Leverkusen
Ballbesitz-Kontrolle
Leverkusen
Umschaltspiel / Konterräume
St. Pauli (situativ)
Heimvorteil
Leverkusen
Leverkusen verfügt über ein klar eingespieltes Positionsspiel mit hoher Passsicherheit zwischen den Linien. St. Pauli lebt stärker von Intensität, Laufarbeit und Pressingmomenten
2. Taktische Schlüsselzonen
Leverkusen mit Ball
Breite Spielanlage → Flügelüberladungen
Viele Spieler zwischen den Linien
Geduldiger Spielaufbau, bis sich Halbräume öffnen
Problem für St. Pauli:
Dauerhafte Defensivarbeit führt zu mentaler und physischer Ermüdung. Sobald die Kompaktheit nur kurz verloren geht, entstehen sofort Abschlusssituationen.
St. Pauli mit Ball
Weniger lange Ballbesitzphasen zu erwarten
Fokus auf:
Ballgewinne im Mittelfeld
schnelles Vertikalspiel
zweite Bälle nach langen Zuspielen
Gefahr:
Zu frühe Ballverluste → Leverkusener Gegenpressing → Druckwellen.
3. Spielverlauf – wahrscheinlichstes Muster
Erste 15 Minuten: St. Pauli intensiv, versucht Pressingakzente
Ab Minute 20: Leverkusen übernimmt Kontrolle
Mittlere Phase: Viele Leverkusener Abschlüsse, wachsende Defensive-Belastung bei St. Pauli
Entscheidungszone: Wenn Leverkusen früh führt, öffnet sich das Spiel → weitere Räume
4. Wo kann St. Pauli das Spiel kippen?
Nur über Sonderfaktoren:
Standardsituationen
Torwart-Topspiel
Effizienter Konter (1–2 Chancen = 1 Tor)
Spiel lange offen halten (0:0 bis >60.)
Je länger das Spiel eng bleibt, desto größer wird die psychologische Komponente.