Beiträge von Bergischer Löwe

    Wann immer die Sprache auf Boni kommt, ploppt in meinen Gedanken unwillkürlich wieder auf, dass ausgerechnet er an diesem 14. April 2024 in der 25. Spielminute von allen auf dem Platz die besten Nerven hatte, sich nach monatelanger Adduktorenverletzung gleich bei seiner ersten Startaufstellung (in der Woche zuvor bei Union Berlin für nur 23 Minuten eingewechselt) den Ball zu schnappen und den Elfer zum 1:0 gegen Bremen zu verwandeln.

    Das Tor, welches uns bereits an diesem 29. Spieltag vorzeitig zum Meister machte.
    Selbstredend, ohne dem Euphorie-Tsunami nach Granits 2:0 und Flos Hattrick zum Platzsturm damit zu nahe treten zu wollen.

    Da die für jeweils 2 der 5 Regionalliga-Meister obligatorischen Aufstiegsspiele, welche jede Saison einem Meister den Aufstieg verwehren, ohnehin schon eine umzumutbare Benachteiligung darstellen:
    Dass man beim DFB immer noch nicht auf den Trichter gekommen ist, § 55a der Spielordnung der 3. Liga für den Fall eines Lizenzentzuges (aktuell 1860) dahingehend zu ändern, dem in den Aufstiegsspielen unterlegenen Regionalligameister (aktuell Lok Leipzig) die vorrangige Drittligazugehörigkeit zukommen zu lassen, anstatt einem sportlich abgestiegenen Verein (aktuell Havelse) den Klassenerhalt zu schenken, spricht imho Bände.

    2023/24 wie auch 2024/25 waren Granit und Flo unsere Spieler mit den meisten öffnenden Anspielen auf die direkten Torvorlagengeber.
    Wie einigen Beiträgen hier sinngemäß zu entnehmen ist, war der Abgang dieser Beiden überhaupt kein Problem, weil hier niemand den torvorbereitenden Spielaufbau z.B. durch Flos pre pre assists oder Granits Hockey Assists vermisst.
    Gut zu wissen, der werte W11-Leser ist stets lernbereit.
    :LEV19

    Schönes Bild, aber was ist die Quelle? Laut UEFA Platz 9.

    In meiner Koeffizientenliste stehen wir ziemlich alleine auf Platz 1.

    Ein Top 10 Club in Europa der im eigenen Land nur 6. wird. Ist ne schöne Momentaufnahme wie wir die letzten 5 Jahre international perfomed haben. Nicht mehr und nicht weniger.

    Traue keiner Statistik, die du dir nicht selbst zurechtgebogen hast.
    Wenn wir jetzt noch den 20-Jahreskoeffizienten der UEFA für den Zeitraum von 1960 bis 1980 dazupacken, dann mischt da statt Bayer 04 auf einmal der Äffzeh auf den vorderen Plätzen mit . . .
    :LEV18

    Da Einwürfe immer von der Seite kommen:
    Der Mann, der als Trainer der SV Elversberg sechseinhalb Jahre lang (2018 bis 2025) bewiesen hat, dass er sowohl Spieler als auch ein Team kontinuierlich immer besser machen kann, heißt Horst Steffen:
    "Während seiner Zeit in Elversberg wurde Steffen durch die offensive Spielweise seiner Mannschaft und die Entwicklung junger Spieler, wie etwa Nick Woltemade, Paul Wanner, Fisnik Asllani, Muhammed Damar und Elias Baum, bekannt." (Wiki)
    ---> Quelle 1
    ---> Quelle 2

    Nach seinem der verlorenen Relegation geschuldeten Rücktritt griff er mit seinem Engagement bei Werder Bremen bekanntlich ins Klo.
    Manchmal werden Dinge, die gut hätten passen können, einfach nicht gesehen . . .

    Im Europacup ist Arsenal bislang gegen 9 französische Teams angetreten, hat dabei 31 Spiele bestritten und in der Gesamtbilanz meist die Oberhand behalten. Mit Ausnahme von PSG und Stade Rennes, wobei die ausgeglichenen Bilanzen gegen diese beiden Clubs die Hoffnung nähren, dass es für die Gunners ein ganz besonderer Abend werden könnte.

    PSG mag der Favorit und als Titelverteidiger besonders motiviert sein, aber eine dem 2:7 von Bayer 04 vergleichbare Klatsche wird Arsenal wohl kaum kassieren, da man gegen starke Gegner schon oft gut ausgesehen hat. Von da her ist es aus Londoner Sicht sogar besser, dass der heutige Final-Gegner kein sensationeller Underdog ist, den man unterschätzen könnte. Womit Arsenal schon mehrfach leidvolle Erfahrungen machen musste.

    Stellvertretend mag hier an jene peinlichste aller Arsenal-Pleiten erinnert sein, welche sich im Herbst 1981 zutrug, bis auf den heutigen Tag quälend in die Seelen aller (nicht nur langjährigen) Arsenal-Fans eingebrannt ist, wie die im Folgenden verlinkten Artikel aus dem Jahr 2012 verdeutlichen; und den "Kicker" zu der in meinem Gedächtnis haftenden poetischen Schlagzeile animierte: "Arsenal trifft der Schlag. Der Winterslag."
    In der 2. Runde des UEFA-Cups 1981/82 reisten die Briten am 20. Oktober 1981 zwecks Erledigung ihrer lästigen Pflichtaufgabe des Hinspieles zum KFC Winterslag in Flandern. Das Schwierigste daran schien in Ermangelung von Navi, Smartphone und belgischen Ortskenntnissen zu sein, ohne unerwünschte Zeitverluste den Ort und das Stadion zu finden. Jedoch wurde man eines Besseren belehrt, kassierte im winzigen Rund des "De Noordlaan" vor 8.000 ekstatisch tobenden Zuschauern eine 0:1-Niederlage. Der größte Fehler jedoch sollte erst noch folgen: Das Rückspiel am 3. November 1981 im Highbury wurde allüberall als Formalität abgetan. Und wieder kam es ganz anders. Wegen der Auswärtstorregel reichte der 2:1-Sieg nicht, Arsenal war draußen und fortan das Gespött der gesamten Fußballwelt.

    Decken wir den Mantel der milden Gnade Fußballgottes darüber, und wünschen beiden Teams und uns voller Vorfreude ein großes CL-Finale.
    Mit gedrückten Daumen für Piero und Kai.

    Das Saisoneröffnungsspiel gegen Baumberg ist uralte Tradition, da wussten die meisten Foristen noch nicht, wie man Kampos schreibt.

    Imho haben sich die Testspiel-Präferenzen in der Saisonvorbereitung einst unter Dettmar Cramer verändert. Kann mich während dieser Zeit an einige in den Semesterferien getätigte Fahrten zu Testspielbesuchen belgischer Vereine erinnern, für die Cramer offenbar ein ausgesprochenes Faible hatte. Da ging es z.B. zu Thor Waterschei oder KSV Waregem. Bei einer dieser Touren konnten wir vor Ort am Mannschaftsbus von Bayer 04 spontan und völlig ungestört ein kleines Schwätzchen mit Rudi Vollborn halten. Kommt einem heute vor wie aus der Zeit gefallen.

    2023 war Heidenheim als 57. Bundesligist aufgestiegen, der 58. Bundesligist folgte sogleich 2024 mit Holstein Kiel, wiederum 2 Jahre später steigt mit Elversberg Bundesligist Nummer 59 auf. 3 Vereine binnen so kurzer Zeit, eine durchaus stolze Bilanz für die Neulinge.

    Die Luft für das Nachrücken weiterer Bundesliga-Newcomer wird allerdings immer dünner, denn trotz des Abstieges der beiden Ex-Bundesligisten Düsseldorf und Münster haben 16 der 18 Zweitligisten 2026/27 bereits in der Bundesliga gespielt. Sollte in naher Zukunft also Bundesligist Nr. 60 aufsteigen, so kämen dafür nur mehr 2 aktuelle Zweitligisten in Frage: der 1.FC Magdeburg oder der VfL Osnabrück.

    Da in der 3. Liga neben den Aufstiegsfavoriten Düsseldorf und Münster zudem weitere 6 Vereine aus der oberen Tabellenhälfte 2025/26 ehemalige Bundesligisten sind, dürfte der Nachschub an potentiellen Vereinen, die noch nie in der Bundesliga gespielt haben wie aktuell z.B. Verl oder Wiesbaden, im Laufe der Zeit absehbar immer schwieriger werden.

    Wer weiß, wo Freiburg heute stünde, wenn wir Ihnen nicht Robin Dutt weggenommen hätten.

    Meinst du damit, Freiburg habe das absichtlich getan, um die rheinischen Clubs als Konkurrenten plattzumachen?
    In dieser Hinsicht war ihre Entsendung von Finke als Sportdirektor nach Köln schließlich äußerst erfolgreich.
    :D

    So wie es aussieht, wird Bayer 04 innerhalb von noch nicht einmal 15 Monaten alsbald den 4. Trainer seit Frühjahr 2025 haben.

    Der SC Freiburg hatte ebenfalls 4 Trainer.
    In den vergangenen 35 Jahren (1991-2026).
    Und schaffte es mit dieser Philosophie der Geduld, sich als Underdog und trotz zwischenzeitlicher Abstiege auf den Plätzen in der oberen Tabellenhälfte der Bundesliga festzusetzten, zahlreiche Europacupspiele zu bestreiten, und 2025/26 sowohl ins Finale der Europa League als auch noch ins Halbfinale des DFB-Pokals einzuziehen.

    Vor allem erstmal nötigt mir die Freiburger Leistung meinen höchsten Respekt ab.
    Chapeau!

    Alsdann jedoch ploppen in meinen vergleichenden Gedanken, was die Verfalldaten von jeweils 4 Trainern betrifft, eine Menge Fragen auf.
    Und das nicht nur bezüglich dem Verhältnis zwischen Aufwand und Effekt.
    Übrigens auch fernab jedweder Zuweisung von Verantwortlichkeit oder gar "Schuld".

    Eher in puncto innere Haltung, die Fanszene und damit auch mich selbst ausdrücklich inbegriffen.
    Gut, dass im Vereinsfußball jetzt erst mal ein Vierteljahr Sauregurkenzeit angesagt ist.

    Tante Edit
    grandejule
    Habe dem von mir unterschlagenen Marcus Sorg unrecht getan, mea maxima culpa.
    :levz1

    PezzeyRaus
    Umgekehrt ausgedrückt liest sich das so:
    Jeder Deutsche Meister ist schon mindestens einmal aus der Erstklassigkeit abgestiegen.
    Aber nur einer davon stieg zwar vor seinem erstmaligen Titelgewinn aus der Erstklassigkeit ab, danach aber nicht mehr.
    (Insider-Tipp: Oberliga West, 2 Abstiege, als Tabellenfünfzehnter 1956 sowie als Tabellenneunter 1963 ---> Zwangsabstieg weil kein Bundesliga-Gründungsmitglied)
    :LEV19

    Ich hoffe, dass ich so eine Situation mit dem Bayer nie mehr erleben muss

    Hab das mal für alle editiert, die 1982 miterlebt (überlebt) haben.

    Übrigens ist mit Wolfsburg erneut ein Deutscher Meister (2009) abgestiegen.
    Konsequenz: Da war es nur noch einer. Zumindest bei erstem überschlägigen Durchforsten meines Halbwissens.

    Um zu verstehen, was mit "nur noch einer" gemeint ist, hier die diesbezügliche Fragestellung, welche da lautet:
    Wie viele Deutsche Fußballmeister gibt es, die nach dem Gewinn ihres ersten Meistertitels noch nie aus der Erstklassigkeit abgestiegen sind?

    Werde zwar versuchen, das (so überhaupt möglich) fehlerfrei zu eruieren; kann aber "etwas" lääääänger dauern.
    Grund: Inclusive derer von vor 1964 gibt es 31 verschiedene Titelträger. Das erfordert eine aufwändige Recherche des ersten Abstieges aus der Erstklassigkeit von Deutschen Meistern, die ihren ersten Titel zwischen 1903 und 1963 gewonnen haben und danach ggf. vor 1964 erstmals abgestiegen sind.

    Zum Trost hier deshalb einfach mal die Liste jener 12 Vereine, welche zwar die meisten Titel gewonnen haben, jedoch nach dem Gewinn ihrer ersten Meisterschaft irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt aus der Erstklassigkeit abgestiegen sind.

    VereinTitel1. Titel1. AbstiegAbstiege
    1.FC Bayern3519321955 ¹(2) ²
    2.1.FC Nürnberg9192019699
    3.Borussia Dortmund8195619721
    4.Schalke 047193419815
    5.Hamburger SV6192320181
    6.VfB Stuttgart5195019753
    Borussia Mönchengladbach5197019992
    8.1.FC Kaiserslautern4195119963
    Werder Bremen4196519802
    10.VfB Leipzig31903??
    SpVgg (Greuther) Fürth319291948 ³(4) ²
    1.FC Köln3196219987
    ¹ Abstieg aus der Oberliga Süd 1955 als Tabellenletzter
    ² kein Bundesliga-Gründungsmitglied, Zwangsabstieg aus der Oberliga Süd 1963
    ³ Abstieg aus der Oberliga Süd 1948 als Tabellenfünfzehnter

    Man halte sich immer wieder vor Augen, wie gut Hoffenheim daran getan hat, in der Vorsaison 2024/25 trotz akuter Abstiegsgefahr an Ilzer zu glauben, den medialen Bashing-Tsunami auszusitzen, und auch für die neue Saison am Trainer festzuhalten. Und Ilzer konnte und kann stets mit einem weiß Gott ungleich besser eingespielten Kader arbeiten, als dem, der nach dem 2025er Radikal-Umbruch Bayer 04 zur Verfügung stand.
    Warum meiner einer das schreibt:

    Man kann solche Situationen im Fußball zwar nicht 1 zu 1 vergleichen.
    Aber.
    Sollte Hjulmand Trainer bleiben und tatsächlich eine nachhaltige Entwicklung hinkriegen, dann wäre jeder Gedanke an einen vorzeitigen Trainerwechsel obsolet.

    Und sollte er womöglich sogar wesentlich länger bleiben, als sich das in der einschlägigen Medienlandschaft irgend jemand vorstellen kann;
    und das Team mit ihm dann auch noch aber mal so richtig ins Rollen kommen;
    dann lach ich mich über die Meute dieser ganzen Boulevard-Fuzzis schief und schimmelig.

    Hier mal eine aufsummierte Tabelle der letzten 10 Bundesliga-Jahre.


    VereinJahreSpieleSiegeRemisNiederl.Tore+Tore-Tordiff.Punkte
    1.Bayern München103402475439972346626795
    2.Borussia Dortmund103401986775753442311661
    3.RB Leipzig103401808278659402257622
    4.Bayer 04 Leverkusen103401747987660444216601
    5.Eintracht Frankfurt1034013110010955251141493
    6.TSG 1899 Hoffenheim103401319111858854741484
    7.SC Freiburg1034012790123474534-60471
    8.Borussia Mönchengladbach10340126881265365324466
    9.VfL Wolfsburg1034011590135483514-31435
    10.1.FSV Mainz 051034010887145453532-79411
    11.FC Augsburg103409886156421576-155380
    12.VfB Stuttgart8272103661034234185375
    13.Werder Bremen93069578133424514-90363
    14.1.FC Union Berlin7238876190304350-46322
    15.1.FC Köln82727180121349467-118293
    16.Hertha BSC Berlin72387160107303401-98273
    17.Schalke 046204565791233347-114225
    18.VfL Bochum4136353071153265-112135
    19.Hamburger SV3102272649102168-66107
    20.1.FC Heidenheim3102242553128191-6397
    21.Fortuna Düsseldorf26819173285132-4774
    22.Arminia Bielefeld26814213353105-5263
    23.Hannover 9626815153875125-5060
    24.FC St.Pauli26814163857101-4458
    25.SV Darmstadt 9826810124658149-9142
    26.FC Ingolstadt 0413488183657-2132
    27.Holstein Kiel13467214980-3125
    28.SC Paderborn 0713448223774-3720
    29.1.FC Nürnberg134310212668-4219
    30.SpVgg Greuther Fürth13439222882-5418

    Wir müssen berücksichtigen, dass darin die grottenschlechte Bayer 04-Saison 2016/17 enthalten ist sowie von 2016/17 bis 2018/19 eine Serie von 3 aufeinanderfolgenden Saisons mit nur 154 Punkten aus 102 Spielen, was einem Schnitt von nur 51,33 Punkten entspricht.
    Andererseits mussten weder die Bayern, noch Dortmund, noch Leipzig in diesen 10 Jahren eine vergleichbar schlechte Saison bzw. Serie hinnehmen.

    Daher muss man imho rückhaltlos anerkennen, dass Bayer 04 in den vergangenen 10 Jahren unter dem Strich sowohl mit Leipzig als auch mit Dortmund auf Augenhöhe gepunktet hat.
    Grund genug, allen Trainern, insbesondere denen der vergangenen 7 Jahre, für ihre hier geleistete Arbeit dankbar zu sein.

    Jonas Hector war deren letzter Nationalspieler, und das war 2019.

    Seit den 1960er und 1970er Jahren bis Ende der 2010er gab es in der N11 immer mindestens eine Quoten-Hippe und mindestens ein Quoten-Pony.
    Jetzt "plötzlich" nicht mehr?

    Beim DFB dauert einfach immer alles vieeel länger als im wirklichen Leben.
    Auch die überfällige Reaktion auf den schleichenden Niedergang der Clubs von der französischen Rheinseite und aus Ostholland.