Beiträge von Bergischer Löwe

    Es gibt anscheinend Missverständnisse. Oder mangelnde historische Hintergrundschilderung. Oder beides.
    Entsprechende Erläuterungen sollten Abhilfe schaffen können.

    Der Kernpunkt meiner Einschätzung beginnt mit der privilegierten Etablierung der vermeintlich "richtigen" Vereine seitens des DFB, welche durch die Einführung der Bundesliga zementiert werden sollte. Zuvor beheimateten die 4 Oberligen Nord, West, Südwest und Süd jeweils 16 = insgesamt 64 Vereine in der Erstklassigkeit des deutschen Fußballs (plus Oberliga Berlin mit 10 Vereinen). Anstatt wie bei der wenig später (1974) erfolgenden Einführung der beiden Zweiten Ligen Nord und Süd einen radikalen Kahlschlag an zuvor zweitklassigen Regionalligisten zu vermeiden, zielte das seinerzeit völlig zu Recht angeprangerte System zur "Ermittlung" von 16 Gründungsmitgliedern darauf ab, 48 von 64 Erstligaplätzen auf einen Schlag zu vernichten. Was für Vereine, welche zu einem erheblichen Teil bereits zig Jahre der Erstklassigkeit angehört hatten, den Todesstoß bedeutete. Stellvertretend seien hier Holstein Kiel und Kickers Offenbach genannt. Holstein Kiel war zuvor 63 Jahre lang ununterbrochen (!) Erstligist gewesen. Seit der Zwangsversetzung von 1963 musste man dort sagenhafte 61 Jahre ausharren, ehe man 2024/25 wenigstens das bislang einzige Bundesliga-Jahr erleben durfte. Kickers Offenbach war bis 1963 nicht nur ebenfalls zig Jahre Erstligist, sondern darüber hinaus unzählige male Meister der jeweiligen höchsten Spielklasse. Erreichte nach 1945 mehrmals das Endspiel um die deutsche Fußballmeisterschaft. Der Verein war sowohl leistungsmäßig als auch bezüglich seiner "Fanbase" gleichauf mit seinem Lokalrivalen Eintracht Frankfurt. Bis 1963 . . .

    Medienmogul Leo Kirch nutzte bereits in den 1980er Jahren die pekuniären Perspektiven der privaten TV-Sender und stieg bei Sat.1 ein. Darüber hinaus erkannte er als einer der Ersten das verlockende Potenzial einer medialen Bundesliga-Vermarktung. Als er Mitte der 1990er Jahre ankündigte, in seinem Pay-TV-Sender Sky Bundesliga-Spiele live übertragen zu wollen, gab es einen regelrechten Aufstand der Bundesliga-Vereine. Allen voran legte sich der tobende Bayern-Manager Uli Hoeneß mit Kirch an. Weil er mit vielen Kollegen die Befürchtung teilte, den Vereinen könnten die Einnahmen massiv wegbrechen. Weil viele Fans nicht mehr in die Stadien gehen würden, wenn sie die Spiele viel bequemer zu Hause am TV live verfolgen könnten. Kirch sollte jedoch mit seiner weitsichtigen Einschätzung Recht behalten, die Fernsehübertragungen würden ganz im Gegenteil noch viel mehr Menschen zum Live-Erlebnis in die Bundesliga-Stadien locken. Und zwar in einem Maße, das selbst Kirch überraschte. (Dass Kirchs Unternehmen trotz vielversprechender Geschäftsmodelle 2002 Insolvenz anmelden musste, soll nicht unerwähnt bleiben; ändert aber nichts an seiner Rolle als wichtigster Wegbereiter des fortan immer größer rollenden Rubels im deutschen Profi-Fußball.)

    Was in der heutigen Zeit der medialen rund-um-die-Uhr-Berieselung mit Fußball auf unzähligen TV-Kanälen und Streaming-Plattformen also erwiesenermaßen überhaupt erst die Massen rekrutiert, welche die Stadien bis hinab in die 3.Liga füllen, davon konnten sich die großen Verlierer der 1960er Jahre in ihrem tristen Dasein unterer Spielklassen jahrzehntelang nichts kaufen. Anders als in den von uns erlebten jüngsten Jahrzehnten, brachen den Vereinen nach dem faktischen Zwangsabstieg von 1963 die Zuschauerzahlen weg. Es gab weder mediales Interesse an der Zweitklassigkeit, noch Vermarktung, noch Geldflüsse, wie sie für heutige Zweit- und selbst Drittligisten selbstverständlich geworden sind.

    Bleibt festzuhalten.
    Die Gründung der Bundesliga sicherte jenen Vereinen drei Jahrzehnte lang große finanzielle Vorteile wie auch einen uneinholbaren Vorsprung zur Bildung ihrer großen Fanbase, welche sich Mitte der 1960er als fester Bestandteil der Bundesliga etablieren konnten. Aber längst nicht jeder dieser Vereine hatte ein Management, das befähigt gewesen wäre, den finanziellen Vorsprung auch in der Vermarktungs-Ära der 1990er Jahre auszubauen. Als Paradebeispiel nenne ich hier nochmals Helmut Grashoff, der für mich der Hauptverantwortliche dafür ist, dass Gladbach die Chancen seines Goldenen 70er Jahrzehntes verschlafen hat, anstatt sie wie der gleichzeitig reüssierende FC Bayern in das Zeitalter der medialen Vermarktung zu transferieren. Die Konsequenzen hießen und heißen für MG und andere vormalig besser Gestellte, sportlich an Bedeutung zu verlieren, und in vielen Fällen Abstieg. Die durch jahrzehntelange Bevorteilung gegenüber Unterklassigen der 1960er bis 1980er Jahre besser aufgestellte und im Medienzeitalter immer weiter angewachsene Fanbase hingegen bleibt. Wohingegen aufstrebende Vereine wie Freiburg, Mainz oder Augsburg, die es Dank guten Managements sportlich besser machen, in Sachen wachsender Fanbase eine viele Jahrzehnte währende Engelsgeduld aufbringen mussten und müssen.

    Wenn man also von einer Zweiklassengesellschaft spricht, dann ist das Herummäkeln an Vereinen, die ihre gute Stellung nicht in den 1960er Jahren geschenkt bekamen, sondern sich später und über viele Jahrzehnte haben mühsam erarbeiten müssen, an die falsche Adresse gerichtet.
    Und wenn man schon von "Liebe" zu einem Verein spricht, dann ja wohl von der unbeirrbaren Liebe jener Fans, welche ihrem Verein zu Zeiten treu geblieben sind, in denen bis hinauf zur Zweit- und Drittklassigkeit sowohl medial, als auch vom kärglichen Zuschaueraufkommen, und erst recht in Sachen Finanzen kein/kaum Staat zu machen war. Fans, die diese Liebe von Generation zu Generation weitergetragen haben. In Kiel, in Offenbach, in - äh - , ach ja, da war doch noch was: Auch in Leverkusen.

    Besagt es doch, dass alle Fans, die unseren Bayer nach dem 1973er Abstieg aus der Regionalliga West in der damals drittklassigen Verbandsliga Mittelrhein unterstützt haben, den größten Respekt verdienen. Weil sie sich nicht zu schade waren, bei so manchem Heimspiel mit kaum mehr als 1.000 Gleichgesinnten ins Haberland zu pilgern. Mit nur wenigen Dutzend Auswärts-Fans nach Bonn, Siegburg, Frechen oder Baesweiler anzureisen. Weil sie Mitte der 1970er Jahre nicht zu denen gehört haben, welche sich wie die meisten dieser Zeit vom Glamour der damals den NRW-Fußball beherrschenden Gladbacher, Ölner, Düsseldorfer und Schalker haben einfangen lassen und in deren Bundesliga-Stadien gerannt sind. Die sich somit Gründerväter und -mütter unserer Fanbase nennen dürfen, die im Laufe von über 50 Jahren auf viele zig Tausend angewachsen ist. Bin selbst zu jung, um damals schon dabei gewesen zu sein. Deshalb: Chapeau, Bayer 04-Fan-Generation der frühen 1970er Jahre!

    In den 1970er und 1980er Jahren gab es auch in großen Bundesliga-Stadien, ja selbst WM-Stadien Spiele mit weniger als 10.000 Zuschauern, bewegte sich der Zuschauerschnitt oft kaum oberhalb von 20.000. Über die Zuschauerzahlen in der 2.Liga oder gar darunter schweigt des Sängers Höflichkeit. Für einen Verein, der zu jener Zeit eine Fanbase von eben diesen 20.000 im Stadion gehabt hat, kann es wohl kaum eine höhere Kunst gewesen sein, diese Zahl in den vergangenen Jahrzehnten, als sich die Zahlen bis in die 3.Liga hinunter vervielfacht haben, ebenfalls zu vervielfachen.

    Jeder Blick ist zu kurz, mit dem wir meinen, wir könnten Sachverhalte von unserem jeweiligen Jetzt-Zustand aus erfassen. Die Ursachen jedes Ist-Zustandes sind weder plötzlich vom Himmel gefallen, noch sind Ist-Zustände dauerhaft. Alles ist geschichtlich gewachsen, und alles verändert sich auf dem Boden seiner eigenen Geschichte. Auch im Fußball.

    Danke für die Aufmerksamkeit.

    das mit der verlorenen Lebenszeit verstehe ich nicht.

    Verloren an Vereine, die es nicht wert sind. Fans selbsternannt-"großer" Fahrstuhl-Vereine erkennen ja nicht einmal die Tatsache, dass sie ihren noch bis vor ca. 30 Jahren sicheren Bundesliga-Platz nicht an aus dem Weltall einfallende Übermächtige, sondern an die inzwischen etablierten "kleinen" Vereine Freiburg, Mainz und Augsburg verloren haben. Dass sie auch in ihren Ab- bzw. Aufstiegskämpfen selbst gegen Underdogs wie Heidenheim, St. Pauli, Kiel, Darmstadt, Fürth, Paderborn, Elversberg usw. wieder und wieder den Kürzeren ziehen. Und dass das alles nichts mit "sehr viel Geld, das nicht in diese Liga gehört", (O-Ton Ex-Gladbach-Manager Grashoff), zu tun hat.

    Sondern der eigenen Unfähigkeit auf allen Ebenen geschuldet ist. Vereinen der Größenordnung eines HSV, Schalke, Kaiserslautern, Hertha, Nürnberg oder K*ln wurde als Gründungsmitgliedern der Bundesliga ein derart uneinholbarer finanzieller wie auch infrastruktureller Vorsprung gegenüber der Konkurrenz gewährt, dass alle diese Vereine eigentlich gar nicht anders hätten können dürfen, als sich im Stil der Spitzenclubs Spaniens, Italiens und Englands ein für allemal die großen Fleischtöpfe des Gewerbes unter den Nagel zu reißen. Dies jedoch blieb einzig dem erst 1965 aufgestiegenen FC Bayern vorbehalten. Und was die letzten 50 Jahre betrifft, den aus der Zweitklassigkeit (wieder)aufrückenden Clubs aus Dortmund und Leverkusen.

    Die Freizeit seines eigenen Lebens Clubs zu opfern, deren Verantwortliche von je her durch das Gehabe eitler Böcke, Streitsucht, verantwortungslos unseriöses Finanzgebaren und anderweitig allgegenwärtige Unfähigkeit "glänzen", heißt wertvolle Lebenszeit wegwerfen. Da lobt man sich die Fans z.B. eines SV Meppen oder der Sportfreunde Siegen, die dem Verein in ihrem persönlichen Umfeld als ihrer Nummer Eins verlässlich die Treue halten, anstatt den im TV zelebrierten verlogenen Verlockungen von Gerne-"Größeren" auf den Leim zu gehen.

    Abstiege sollen ihre guten Seiten haben?
    Auch nur eine einzige gute Seite?
    Naivität war noch nie ein guter Ratgeber.

    Vor allen Dingen wird dramatisch unterschätzt, dass dem ersten Abstieg, ausdrücklich auch im Fall gelungene/r/n Wiederaufstiege/s, in aller Regel weitere Abstiege folgen. Und die allermeisten Vereine sich nach Abstieg(en) nie wieder dauerhaft in der Bundesliga, geschweige denn in den Topp 6 etablieren können. Schon gar nicht über 5 oder mehr Jahrzehnte ohne neue/n Abstieg/e. Bayer 04 und die Zecken sind die einzigen Vereine aus NRW, welche nach ihrem Wiederaufstieg in die Erstklassigkeit (DO 1976, LEV 1979) nicht nur nicht erneut abgestiegen, sondern darüber hinaus, von vereinzelten Krisen-Saisons abgesehen, seit nunmehr 4 Jahrzehnten fester Bestandteil der Topp 6 und damit EC-Teilnehmer sind.

    Wohingegen sämtliche NRW-Nachbarn von DO und LEV im gleichen Zeitraum trotz vereinzelter zwischenzeitlicher Höhenflüge früher oder später von einem Abstieg zum nächsten torkeln, teilweise bis hinunter in die 5./6. Liga.
    Chronik der bislang 59 Bundesliga-Abstiege von Vereinen aus NRW
    1964: Preußen Münster (1 Bundesliga-Abstieg)
    1967, 1971, 1977: Rot-Weiß Essen (3 Bundesliga-Abstiege)
    1967, 1987, 1992, 1997, 2013, 2020: Fortuna Düsseldorf (6)
    1970, 2007: Alemannia Aachen (2)
    1972: Borussia Dortmund (1)
    1972, 1979, 1985, 1998, 2000, 2003, 2009, 2022: Arminia Bielefeld (8)
    1973: Rot-Weiß Oberhausen (1)
    1974: Fortuna Köln (1)
    1975: Wuppertaler SV (1)
    1976, 1981, 1991, 1993, 1996: KFC Uerdingen (5)
    1981, 1983, 1988, 2021, 2023: Schalke 04 (5)
    1982, 1992, 1995, 2000, 2006, 2008: MSV Duisburg (6)
    1993, 1995, 1999, 2001, 2005, 2010, 2025: VfL Bochum (7)
    1994: Wattenscheid 09 (1)
    1998, 2002, 2004, 2006, 2012, 2018, 2024: 1.FC K*ln (7)
    1999, 2007: Borussia Mönchengladbach (2)
    2015, 2020: SC Paderborn (2)

    Fazit: Wer auch nur ein einziges mal aus der Bundesliga absteigt, der ist, nicht nur in NRW, in den allermeisten Fällen für immer weg vom Fenster der wenigen dauerhaft etablierten Bundesligisten. Dass derzeit bis in die Dritte und Vierte Liga hinab ein nie dagewesener Zuschauer-Boom zu verzeichnen ist, kann gerade für die Fans jener Vereine, deren bessere Zeiten für immer der Vergangenheit angehören, nicht mehr sein als Frustrations-Kompensation. Dort nähren die vollen Hütten die unerfüllbare Hoffnung, man müsse nur lange genug Geduld haben. Dann bräche man selber ein in die Phalanx der wenigen Clubs, welche die Bundesliga beherrschen, und der Weg wäre frei für das neue Jahrhundert einer eigenen Goldene Ära.

    Was angesichts von mehreren Dutzend Kandidaten (Vereinen), die alle diesem unerfüllbaren Traum nachhängen, niemals funktionieren kann und wird. Allein, diese simple Rechenaufgabe ist bereits zu viel für die vernebelten Hirne aller um ihre wertvolle Lebenszeit betrogenen Fans dieser Vereine.

    (Tante Edit vonnöten, weil meiner einer doch glatt den ersten NRW-Absteiger Preußen Münster und den Dortmunder Abstieg vergessen hatte. Mea maxima culpa :LEV18)

    Apropos vergiften.
    In LEV sind in den letzten Monaten etliche Tiere wie z.B. Igel und Eichhörnchen elend umgekommen, weil ein irgendwo hier ansässiger "Tierfreund" mit Schneckenkorn vermengte Köder auslegt. Auch einige Hunde sind betroffen, bis jetzt zum Glück mit nur wenigen Todesfällen.
    Augen offen halten.

    Hatte gar nicht mehr auf dem Schirm wie schwach XAs Start war. Verrückt.

    Wobei es natürlich auch eine andere Situation war, da er in der laufenden Saison übernommen hatte.

    Ja, Alonso hat in einer schlecht laufenden Saison übernommen. Diesbezüglich war er allerdings "nur" die Nummer 17 von Stand jetzt insgesamt 18 Bayer 04-Bundesligatrainern. Während einer laufenden Saison übernahmen in chronologischer Reihenfolge (I = Interim):
    Kentschke (I 11/1981), Gelsdorf (4/1989), Hermann/1 (I 5/1991), Stepanovic (5/1993), Ribbeck/2 (4/1995), Hermann/2 (I 4/1996), Völler/1 (I 10/2000), Vogts (11/2000), Hörster (2/2003), Augenthaler (5/2003), Völler/2 (I 9/2005), Skibbe (10/2005), Lewandowski (3/2012), Korkut (3/2017), Bosz (1/2019), Wolf (I 3/2021), Alonso (10/2022) und Hjulmand (9/2025).

    18 "einspringende" von insgesamt 39 Trainern seit 1979, das macht eine Quote von 46,15%.
    Unter Kontinuität auf dem Trainerstuhl versteht man zugegebenermaßen etwas anderes.

    ... und natürlich nicht zu vergessen: Mir sin de Fans ... 

    Ironiemodus an

    Ebenfalls nicht zu vergessen, dass Brian nicht das erste Maskottchen von Bayer 04 ist.
    Anfang/Mitte der 1980er kreierte Herr Schulz, ein Designer der Bayer AG, das Tierchen "FIBSI" (ein Eichhörnchen?). FIB stand dabei für die "Fan Initiative Bayer 04". Frage: Wurde dieses in der Nordkurve platzierte kleine Plakat im P-Block überhaupt wahrgenommen?

    Auch die tatkräftige Support-Unterstützung der Bayer AG vom 18. Mai 1988 sollte hier nicht vergessen werden.
    Vor dem Rückspiel im UEFA-Cup-Finale gegen Espanyol Barcelona wurde beim Stadioneinlass jedem Besucher ein niedliches kleines Bayer 04-Stockfähnchen in die Hand gedrückt. Da das Spiel live im ZDF übertragen wurde, sollte den Zuschauern vermittelt werden, dass trotz der 0:3-Pleite im Hinspiel eine super Stimmung im Stadion herrschte. Daher beschwor der Stadionsprecher vom Anpfiff weg gefühlt alle 5 Minuten über die Stadionlautsprecher: "Winken Sie mit Ihren Fähnchen!!!" (Man achte verschärft auf die Feinheiten: "Anfeuerung" mit der Höflichkeitsform "Sie". Und nicht "Winkt mit euren Fähnchen!")

    Ironiemodus aus

    Was sich spätestens nach Titas 1:0 erledigt hatte, denn die Fans auf den Rängen rasteten mit zunehmender Spieldauer immer mehr aus. Wie wir uns von Fernseh-Zuschauern haben sagen lassen, samt der über die ZDF-Mikrofone brüllenden Reporter ("Töppi, kneif mich!!!") . . .

    Habe mal zusammengetragen, wie die 26 Trainer, welche in den bislang 48 Bundesligajahren bei Bayer 04 unter Vertrag standen, in ihren jeweils ersten 9 Pflichtspielen* abgeschnitten haben.

    S U N
    7 1 1 Martínez (26:9 Tore)
    7 1 1 Seoane (25:8 Tore)
    7 1 1 Augenthaler (21:7 Tore)
    7 0 2 Hyypiä
    6 2 1 Lewandowski (21:6 Tore)
    6 2 1 Stepanovic (20:11 Tore)
    6 2 1 Heynckes (16:7 Tore)
    6 1 2 Schmidt (24:12 Tore)
    6 1 2 Daum (21:13 Tore)
    6 0 3 Labbadia (23:15 Tore)
    5 3 1 Toppmöller (16:8 Tore)
    5 3 1 Hjulmand (19:16 Tore)
    4 3 2 Michels (18:9 Tore)
    4 3 2 Saftig (10:6 Tore)
    4 2 3 Bosz (17:9 Tore)
    4 2 3 Ribbeck (18:12 Tore)**
    3 4 2 Gelsdorf
    3 2 4 Kremer
    3 1 5 Vogts (22:16 Tore)
    2 4 3 Alonso (18:14 Tore)
    3 1 5 Dutt (11:15 Tore)
    2 3 4 Herrlich
    1 4 4 Skibbe (13:13 Tore)
    1 4 4 Korkut (8:12 Tore)
    2 1 6 Hörster (9:18 Tore)
    2 0 7 Cramer

    * Interimstrainer, die das Team weniger als 9 aufeinanderfolgende Pflichtspiele lang betreut haben (Kentschke, Hermann, Völler, Wolf), sind in der Auflistung nicht enthalten.
    **Zweitverpflichtung 1994 nicht gewertet

    Da an diesem WE bereits der 10. Spieltag der 3. Liga absolviert wird und es für die Fortuna heute eine 1:3-Heimniederlage im wichtigen Verfolgerduell gegen Saarbrücken setzte, erweist sich der angestrebte Wiederaufstieg eher als langfristige Perspektive, denn als der erwartete/erhoffte Selbstläufer.

    Nur ob es [eine Nachnominierung für die EL] möglich ist bleibt die Frage. Es braucht ärztliche Nachweis, dass man mind. 2 Monat ausfällt.

    Darauf wurde hier von verschiedenen Usern schon gefühlt seit Wochen und an den unterschiedlichsten Stellen hingewiesen. Aber W11 führt uns eindrucksvoll vor Augen, dass Kommunikation nicht das ist, was geschrieben wird, sondern das, was gelesen (und auch verstanden) wird . . . :LEV19

    Wenn Terrier jetzt 2 Monate ausfällt könnte Boniface ja für die EL nachgemeldet werden

    Stand jetzt wären 60 Tage nach Santa Lucia rum (13. Dezember, anno 2026 zeitgleich mit dem 3. Advent). In der EL-Ligaphase fielen mit Chris, Boni und Terrier demnach drei Stürmer gegen Kreta (A), Marseille (H), Zagreb (A) und Besiktas (H) i.e. für 4 der 6 verbleibenden Spiele der Ligaphase aus, ohne dass ein anderer Spieler nachnominiert werden dürfte.
    Die größte Sorge ist nach wie vor die sich dadurch zuspitzende mögliche Überbelastung von Patrik Schick.

    Die Crux von sehr erfolgreichen Menschen mit überschaubarem Intellekt ist, dass sie die Vergänglichkeit ihres Daseins nicht wahrhaben können/wollen. Fußballprofis dieses Schlages verpassen den Moment, an dem es besser ist, die Karriere zu beenden. Bevor sie erst harte Kritik und am Ende nur noch Hohngelächter "ernten".

    Veränderung seit Saisonbeginn
    Stand nach 5 Spieltagen: Platz 8 / 2579 Punkte
    Der Rückstand auf Frankfurt (7/2644) schmilzt um 5 auf 65 Punkte
    Der Vorsprung auf Schalke (9/2568) wächst um 5 auf 11 Punkte
    Der Vorsprung auf Köln (10/2523) wächst um 3 auf 56 Punkte
    Der Vorsprung auf Kaiserslautern (11/2094) wächst um 10 auf 485 Punkte

    Sehr schön.
    Nicht mal Mitte Oktober, und wie jedes Jahr grüßt ab sofort täglich das westfälische Murmeltier, indem es uns die altbekannten Gründe vor Augen führt, warum die 600 Mio €uronen schwere Irrlichtfunzel GmbH & Co. KGaA (vormals selbsternannter "Leuchtturm") auch in dieser Saison wieder keinen Titel wird gewinnen können.

    Die Traditionalisten…

    Kreatives Schuldenmanagement mit Steuergeldern aus Nordrhein-Westfalen:

    Zitat von Deutschlandfunk

    Der finanziell angeschlagene FC Schalke 04 erhält eine Landesbürgschaft in Millionenhöhe, was wohl legal und regelkonform ist. Doch der Vorgang wirft grundsätzliche Fragen zur Wettbewerbsgleichheit und zum Verhältnis zwischen Politik und Profifußball auf.

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    Kreatives Schuldenmanagement mit "regionalen Investoren" dank genau zur rechten Zeit greifender Corona-Sonderregelung:

    Zitat von swr.de

    Die Liga-Konkurrenz beäugte die Vorgänge in Kaiserslautern argwöhnisch. Dass der FCK trotz der kritischen Lage neue Spieler kaufen konnte und gleichzeitig noch offene Raten für zurückliegende Transfers nicht mehr zahlen musste, sorgte für heftigen, teils öffentlich artikulierten Verdruss. Die Rivalen fühlten sich ungerecht behandelt. Der 1. FC Kaiserslautern hatte indes die angepassten Regularien in seinem Sinne ausgelegt und "die Gunst der Stunde" genutzt.

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