Beiträge von fadolph

    Streit unter Stürmern
    VON FRANK NÄGELE, 19.11.07, 20:28h

    Frankfurt -Wenn die Fußball-Nationalmannschaft seit der WM 2006 den Fans im Lande etwas nicht geboten hat, dann war das ein zünftiger Streit unter Männern, bei dem alle Grundsätze der Diplomatie so richtig schön missachtet werden. Seit Montag ist auch dieser Fleck auf der Liste der großen Unterhaltungsthemen besetzt. Rudi Völler, der ehemalige DFB-Teamchef, und Oliver Bierhoff, amtierender Manager der DFB-Auswahl, liefern sich einen verbalen Schlagabtausch, wie es ihn rund um die wichtigste Mannschaft im deutschen Fußball schon lange nicht mehr gegeben hat. Dadurch gerät der sportliche Aspekt des Jahresabschlussspiels am Mittwochabend gegen Wales in Frankfurt (20.30 Uhr, live in der ARD), dramatisch in den Hintergrund.

    Bierhoffs ehemaliger Teamchef Völler, jetzt Sportchef bei Bayer 04 Leverkusen, eröffnete die Auseinandersetzung mit einer Breitseite, deren Deutlichkeit auch Hartgesottene verblüffte. Auslöser war die Art, wie Bierhoff seit längerer Zeit das Erfolgsmodell Nationalmannschaft den international nicht vom Erfolg verwöhnten Bundesligavereinen als Vorbild andient. „Ich möchte Bierhoff zu etwas mehr Demut raten, zu größerer Zurückhaltung“, sagte Völler in zwei Interviews („Express“, „Kicker“) und riet dem smarten Ex-Stürmer zu einer Untersuchung beim Sportdoktor Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt: „Das permanente Sich-selbst-auf-die-Schulter-Klopfen muss doch schmerzhafte Schädigungen nach sich ziehen.“

    Aber das war erst der Auftakt. Mit Blick auf die von der Nationalmannschaft angemahnte Spielkultur-Diskussion, die zu einem runden Tisch führen soll, ätzte Völler: „Mit Spielern, die Klubs wie Köln, München, Stuttgart oder Leverkusen ausgebildet haben, kannst du diese Philosophie umsetzen. Die Philosophie für den Spieler Oliver Bierhoff, die musste noch erfunden werden. Brasilianische Spielweise einfordern mit den Füßen aus Malta, das geht eben nicht.“
    Bierhoff: „Das ist eine absolute Frechheit”

    Am Montagmittag saß der als Teammanager und Mittelstürmer Geschmähte in der DFB-Zentrale in Frankfurt und ließ keinen Zweifel daran, dass er sich getroffen fühlt. „Das ist eine absolute Frechheit“, konterte Bierhoff, „das ist Stammtischniveau und von der Argumentation her absoluter Schwachsinn. Ob ich jetzt Malta-Füße habe, spielt doch gar keine Rolle dabei, ob unser Konzept richtig sind.“ Besonders zu verletzen schien den ehemaligen Mittelstürmer Bierhoff, dessen Spezialität der wuchtige Kopfball war, die Polemik gegen seine Spielweise aus dem Mund des ehemaligen Mittelstürmers Völler, dessen Vielseitigkeit als legendär gilt. „Völler hat bestimmt keine Philosophie für mich gefunden“, sagte Bierhoff, „die Italiener dagegen schon.“ Und dann zählte der ehemalige italienische Torschützenkönig (27 Treffer für den AC Mailand 1997 / 98) seine persönlichen Leistungen in der Serie A auf. Meistertitel mit Milan, 104 Tore in 220 Spielen. Und so weiter.

    Spätestens hier musste auch der Letzte merken, dass es sich um eine hoch persönliche Angelegenheit zwischen den beiden ehemaligen Torjägern handelt. „Besonders niveaulos finde ich die Aussagen von Rudi Völler, weil ich unter ihm gespielt habe“, erklärte Bierhoff, der drei Jahre lang Kapitän der Nationalmannschaft war und dieses Amt 2001 unter Völler verlor. „Ich hab mich immer loyal zu Völler verhalten, auch nachdem er mich als Kapitän abgesetzt hat.“

    Oliver Bierhoff ließ keinen Zweifel daran, dass er das aktuelle Ausbildungs- und Spielkonzept des DFB-Teams weiterhin als vorbildlich preisen wird. „Ich habe nie über die Arbeit anderer gesprochen, nur über unsere eigene. Und es wurmt mich persönlich, dass jemand, wenn er keine Argumente mehr hat, unter die Gürtellinie geht.“

    ksta.de

    Bierhoff sollte sich untersuchen lassen“
    ERSTELLT 19.11.07, 14:46h

    Frankfurt/Main - Ex-DFB-Teamchef Rudi Völler hat mit ungewöhnlicher Schärfe Nationalmannschafts-Teammanager Oliver Bierhoff angegriffen. "Ich möchte Bierhoff zu etwas mehr Demut raten, zu größerer Zurückhaltung. Er sollte sich in den nächsten Tagen bei Dr. Müller Wohlfahrt untersuchen lassen. Das permanente Sich-selbst-auf-die-Schulter-Klopfen muss doch schmerzhafte Schädigungen nach sich ziehen", meinte der Sportchef von Bundesligist Bayer Leverkusen voller Ironie im kicker und im Express und attackierte seinen ehemaligen Kapitän.

    Bierhoff hatte in Anbetracht des schwachen Abschneidens der deutschen Vereine im Europacup einen runden Tisch mit den Klubtrainern angeregt. Das Verhalten von Bierhoff verschafft Völler nach eigener Aussage "schlimmste Magenkrämpfe".

    Völler betont "hervorragende Jugendarbeit"

    Vor allem der öffentlich immer wieder geäußerte Wunsch von Bundestrainer Joachim Löw und Bierhoff nach einer einheitlichen Spielphilosphie regt Völler maßlos auf. "Die Spielphilosophie von heute ist zuallererst ein Produkt der hervorragenden Jugendarbeit in den Vereinen", so der 47-Jährige. Mit Spielern, die bei den Topklubs in der Bundesliga ausgebildet wurden, könne man eine solche Philosophie umsetzen, so der Weltmeister von 1990 und legt dann noch kräftig nach.

    "Mit Spielern, die Klubs wie Köln, Bayern München, Stuttgart, Bremen oder Bayer Leverkusen ausgebildet haben, kannst du diese Philosophie umsetzen. Die Philosophie für den Spieler Oliver Bierhoff, die musste noch erfunden werden. Brasilianische Spielweise einfordern mit Füßen aus Malta, das geht eben nicht", sagte er und stellte damit die fußballerischen Qualitäten des EM-Helden von 1996 in Frage: "Jeder Trainer würde gerne offensiv spielen lassen. Aber wenn du zum Beispiel einen Spielertypen wie Bierhoff im Team hast, kannst du eben auch nicht brasilianisch spielen", äußerte Völler im Express.

    Damit spielte Völler auf seine Zeit als DFB-Teamchef an, als er häufig für eine unattraktive Spielweise kritisiert worden war. Damals, so Völler, habe er nicht das Spielermaterial zur Verfügung gehabt wie nun Joachim Löw. Zudem solle man beim DFB nicht vergessen, dass "die Bundesliga dafür sorgt, dass gut ausgebildete Spieler im Nationalteam für Furore sorgen".

    Rückendeckung für Völler

    Im kicker erhält Völler Rückendeckung aus der Bundesliga in Bezug auf die Kritik von Bierhoff und Löw an der Arbeit in den Klubs. So meinte Frankfurts Coch Friedhelm Funkel: "Jogi soll sich um die Nationalelf kümmern. Wir kümmern uns um die Vereine." Auch Bremens Sportdirektor Klaus Allofs konterte die Kritik: "Wir müssen uns keinen Vorwurf gefallen lassen, dass wir uns keine Gedanken machen und den Anforderungen nicht gerecht werden." Einem runden Tisch steht der ehemalige DFB-Kapitän skeptisch gegenüber: "Eine sinnlose Diskussion, wenn nur Dinge thematisiert werden, die schon besprochen worden sind."

    Verwundert und erbost reagierte Oliver Bierhoff auf die Vorwürfe des ehemaligen DFB-Teamchefs Rudi Völler. "Ich habe nur über unsere Arbeit gesprochen. Ich hab in keiner Weise die Arbeit der Bundesliga-Vereine kritisiert", erklärte der Teammanager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Montag in Frankfurt. Die Angriffe von Völler, der Bierhoff auch persönlich attackiert hatte, sei "Stammtisch-Art", meinte der Manager. "Ich finde es schon ein bisschen traurig, dass man persönlich wird und unter die Gürtellinie geht, wenn man keine Argumente hat oder einem die Argumente ausgehen. Das ist eine absolute Frechheit", erklärte Bierhoff. (sid,dpa)


    ksta.de

    Zitat

    Original von suspido
    Rudi ist sauer
    Völler geht auf Bierhoff los
    Rudi Völler kritisiert die Belehrungen des DFB-Managers und meint: „Bierhoff sollte etwas mehr Demut zeigen!“

    Damit spielt Völler auch auf seine Zeit als Teamchef an. Damals, sagt er, habe er nicht das Spielermaterial zur Verfügung gehabt wie nun Bundestrainer Joachim Löw. Deshalb habe er auch nicht so offensiv spielen können. „Man kann sein System nur an den Spielern ausrichten.“

    Wo der Rudi Recht hat........

    Dann liegts ja doch nich an unserem Trainer :LEV14 :LEV8

    :LEV3

    Fan-Prügel auf der Kyffhäuser Straße
    ERSTELLT 18.11.07, 15:09h, AKTUALISIERT 18.11.07, 15:14h

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    Druckfassung
    Köln -181 vorübergehende Ingewahrsamnahmen und 76 Strafanzeigen; das ist die Bilanz am Rande eines Fußballoberligaspiels zwischen der U 23 des 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen (0:0) am Samstag (17. Nov. ).

    Bereits vor dem Spiel versammelten sich ca. 130 Kölner "Fans" am Barbarossaplatz. Sie versuchten über die Kyffhäuser Straße zum Südbahnhof zu gelangen, wo der Zug mit den Leverkusener Fans einlief. Durch starke Polizeikräfte konnte das Aufeinandertreffen aber verhindert werden. Dabei wurden unter anderem die Polizisten mit Flaschen beworfen. Schließlich mussten 43 Kölner in Gewahrsam genommen werden und konnten erst gegen 21.00 Uhr ihren Heimweg antreten.

    Währen des Spiels im Franz-Kremer-Stadion versuchten ca. 100 FC-Fans die Gäste zu provozieren, die ihrerseits Rauchpulver abbrannten und versuchten zu diesen Fans zu gelangen. Auch hier konnten die Beamten ein Aufeinandertreffen verhindern.

    Auch nach dem Spiel gingen die Auseinandersetzungen weiter. Während die Gästefans noch 35 Minuten im Stadion gehalten wurden, provozierten 138 Kölner die Polizei im Bereich Nonnenwerthstraße. Diese Randalierer wurden vorübergehend durch die Ordnungshüter festgesetzt. In der Zwischenzeit wurden die Leverkusener mit einer Sonderbahn der KVB zum Hauptbahnhof begleitet. Auch dort kam es zum Abbrennen von Feuerwerkskörpern.

    Durch die Polizei wurden 43 Strafanzeigen wegen Landfriedensbruch, vier wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und 29 Anzeigen wegen Sachbeschädigung gefertigt. (gk)


    ksta.de

    „Ich bin so ein Mischtyp“
    ERSTELLT 16.11.07, 19:24h

    KÖLNER STADT-ANZEIGER:
    Vor Jahren sah es noch so aus, als würde aus Ihrem Talent nicht viel werden. Bei Werder Bremen kam Ihre Karriere nicht recht voran. Woran lag das?

    SIMON ROLFES:
    Für mich war der Sprung vom kleinen Amateurverein zum Profiklub sehr groß. Ich hatte körperlich viel aufzuholen damals. Außerdem hatte ich es mir wohl zu leicht vorgestellt. Man denkt, man ist näher dran, als man es in Wirklichkeit ist. Es ist eine Sache, mit den Profis zu trainieren und dort mitzuhalten, und eine andere, auch zu spielen. Das habe ich unterschätzt.

    Sie haben damals mit Leichtathleten gearbeitet, mit 400-Meter-Läufern.

    ROLFES: Das war in Bremen im letzten Jahr und in Aachen. Das hat mich enorm weitergebracht. Ich war als Junge klein und schmächtig, bin schnell gewachsen und war immer noch schmächtig. In der Jugend konnte ich mich noch mit meinen fußballerischen Mitteln durchsetzen. Aber bei den Profis brauchst du körperliche Härte.


    Als Werder Sie zum Zweitligisten Reutlingen ausgeliehen hat, schien da für Sie der Traum von der Nationalmannschaft schon geplatzt?

    ROLFES: Nein, denn ich habe damals gar nicht von der Nationalmannschaft geträumt. Für mich war die Frage: Wie finde ich den Weg Richtung Bundesliga? Ich wollte aus der Regionalliga bei Werder raus. Reutlingen war gut für mich: Ich konnte hinterher sagen: Ich habe bei einem Abstiegskandidaten der Zweiten Liga ohne Probleme mitgehalten, und als ich dann wieder ein Jahr in Bremen weitere Fortschritte gemacht hatte, war klar: Jetzt will ich zu einer Top-Mannschaft der Zweiten Liga. Da war Aachen genau das Richtige. Und dann kam der Wechsel nach Leverkusen. Da habe ich zum ersten Mal gedacht: Wenn ich es in Leverkusen zum Stammspieler schaffe, ist die Nationalmannschaft auch nicht mehr weit. Und das erste Jahr dort lief ja sehr gut.


    Ihr erstes Länderspiel stand unter unglücklichen Vorzeichen. Nach dem 0:1 gegen Dänemark mit einer reinen Test-Elf gab es viel Kritik. Hätten Sie sich einen schöneren Start gewünscht?

    ROLFES: Ach, wenn man das erste Länderspiel macht, da ist man so glücklich, das ist noch viel schöner als das erste Bundesligaspiel. Es war einfach wichtig, es gemacht zu haben. Und die Wochen danach haben ja gezeigt, dass es viele Spieler, die dabei waren, weitergebracht hat. Auch mich.


    Wo sehen Sie sich jetzt in der Hierarchie der Nationalmannschaft?

    ROLFES: Für mich gibt es zwei Gruppen: Die einen sind für die EM gesetzt, die anderen kämpfen um ein Ticket. Zur zweiten gehöre ich.


    Wo liegen die Unterschiede zwischen den Anforderungen im Verein und in der Nationalmannschaft?

    ROLFES: Die Spieler sind besser, die Qualitätsdichte ist höher, es wird noch ein Stück schneller gespielt. Weil es immer schneller wird, müssen die Spieler immer fitter werden. Das ist keine Frage.


    Viele Spieler schwärmen vom guten Klima in der Nationalmannschaft. Was ist das Besondere?

    ROLFES: Hier ist ein sehr guter Teamgeist, eine sehr gut gewachsene Struktur. Auch wenn jetzt viele fehlen: Das Gerüst der Mannschaft steht und wird von allen akzeptiert. Es gibt viel Respekt - sowohl von den Etablierten gegenüber den Neuen als auch von den Neuen gegenüber den Etablierten. Das ist eine gute Basis für Erfolg.

    Auch wenn Teile des Gerüsts fehlen?

    ROLFES: Einige sind ja schon noch da: Klose, Lehmann, Lahm zum Beispiel, dann die Innenverteidiger. Die stellen ein Gerüst dar.


    Wer gibt zum Beispiel am Samstag Anweisungen im Mittelfeld?

    ROLFES: Jeder, der spielt. Das meine ich ja: Es gibt nicht nur eine Führungsperson im Mittelfeld. Jeder muss sich einbringen. Es ist von denen, die hier sind, noch keiner in der Position wie ein Frings oder Ballack.


    Bundestrainer Löw fordert immer wieder Passhärte, Passgeschwindigkeit, vertikales Spiel. Sind Sie der Prototyp für Löws Spielauffassung?

    ROLFES: Na ja, dass ich der Prototyp bin, glaube ich nicht. Aber ich finde mich darin schon wieder. Diese Spielweise, schnelles Fußballspiel, das kommt mir entgegen.


    Gibt es für Sie Vorbilder auf Ihrer Position im defensiven Mittelfeld?

    ROLFES: Früher hat Frank Rijkaard wohl als Erster diese Position geprägt, als Sechser, der von hinten das Spiel bestimmt, dann Patrick Viera. Und Torsten Frings, der eine Super-WM gespielt hat.

    Welche Anforderungen werden heute an Ihre Position gestellt?

    ROLFES: Das Spiel ist immer flexibler geworden. Früher hatte man den Zehner, der war für das Spiel nach vorn zuständig, und dahinter einen, der alles abgeräumt hat. Diese starren Rollen und Unterscheidungen verschwinden immer mehr. Es gibt nicht mehr viele Zehner, die nur hinter den Spitzen sind, und Sechser gehen mit nach vorn. Ich bin so ein Mischtyp, wie er immer mehr gefordert wird, denke ich.

    Worin möchten Sie Ihr Spiel noch verbessern?

    ROLFES: Das Spiel noch mehr zu bestimmen. Der erste Schritt war, sich zu etablieren im Verein, der nächste Schritt, weswegen ich auch in Leverkusen verlängert habe, soll sein, von der Persönlichkeit her noch dominanter das Spiel zu bestimmen. Und fußballerisch kann man sich auch mit 25 noch verbessern.


    Üben Sie auch immer noch für Rekorde im Ballhochhalten?

    ROLFES: Das war mal eine Wette mit meinem älteren Bruder. Wir saßen Pfingsten 1998 zu Hause auf der Terrasse. Er hat gesagt, wenn du 3000-mal schaffst, kauf ich dir den neuen WM-Ball. Nach einer Dreiviertelstunde war ich bei 4500 oder so. Und habe aufgehört.

    Das Gespräch führte Christian Oeynhausen

    ksta.de
    Zur Person

    Völler in Rage
    VON CHRISTIAN OEYNHAUSEN, 12.11.07, 20:25h, AKTUALISIERT 12.11.07, 20:29h
    ch schien die Welt für Rudi Völler am Sonntag in Ordnung zu sein, immerhin hatte Bayer 04 Leverkusens Sportdirektor in Wolfsburg etwas vorgeführt bekommen, „das sah wie Fußball aus“, und das sogar von der eigenen Mannschaft. Aber tief drinnen im impulsiven Völler brodelte es schon seit Tagen. Und als sein Team am Sonntag 2:1 gewonnen hatte und also keiner sagen konnte, der Völler meckert nur, weil er verloren hat, da attackierte der 47-Jährige aufs Schärfste die Verantwortlichen für den Bundesliga-Spielplan. Völler ärgert sich wie viele andere über die fehlende Flexibilität bei der Ansetzung für Uefa-Cup-Teilnehmer. Am Donnerstag international spielen und am Samstag in der Liga - „Wettbewerbsverzerrung“, zischte Völler, „das finde ich nicht in Ordnung.“ Alle vier deutschen Starter mussten das in diesem Jahr schon durchmachen.

    Es war die Pleite von Bayern München in Stuttgart, die Völler auf dem Plan rief. Seine Rechnung: Meister VfB Stuttgart hatte zweimal - gegen Leverkusen und am vergangenen Samstag gegen Bayern München - das Glück, auf einen geschlauchten Gegner zu treffen, der nur eineinhalb Tage zuvor im Uefa-Cup spielen musste. Macht sechs Punkte für den kriselnden Meister, die womöglich gegen ausgeruhte Gegner nicht zustande gekommen wären. Und die Leverkusen wehtun, denn der VfB ist ein Konkurrent um einen Uefa-Cup-Platz. Vor diesem Hintergrund mutierte Völler zum Anwalt der Bayern: „In den nächsten 20 Jahren spielen die Bayern ja nicht mehr im Uefa-Cup. Jetzt aber sind sie betroffen, und ich hoffe, dass sie mit uns gemeinsam auch ein bisschen Druck machen“, sagt er. Auch Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld hat bereits gegen den Terminplan gewettert. Schon vor zwei Jahren hatte Thomas Doll, damals HSV-Coach, von Wettbewerbsverzerrung gesprochen.

    Die Lösung liegt nah und ist doch fern: Wer Donnerstag gespielt hat, wäre erst am Sonntag wieder dran. Aber der aktuelle TV-Vertrag sieht nur zwei Sonntagspiele vor - zuwenige für vier Uefa-Cup-Teilnehmer. Und wenn keiner ausscheidet und im Winter aus der Champions League noch Schalke und Werder hinzukommen sollten, würde es noch schwieriger. Vor zwei Jahren war die DFL mit dem Wunsch nach Dienstagspielen im Uefa-Cup abgeblitzt. Bleibt als Adressat der Kritik die DFL, die aber abwinkt: Geht nicht. Die Klubs haben den Rahmen-Spielplan der Liga bei Abschluss des TV-Vertrages selbst abgesegnet. Erst ab der Saison 2009 mit neuem Fernsehvertrag wäre ein anderer Spielplan denkbar - aber auch der wird sich zuerst an den TV-Interessen orientieren.

    ksta.de
    Kommentar

    Liebeserklärung an einen Verschmähten
    VON CHRISTOPH PLUSCHKE, 04.11.07, 22:08h
    .


    Leverkusen - Die Gelegenheit war günstig und die Zeit durchaus reif für ein deutliches Wort in der Klangfarbe persönlicher Genugtuung. Wie hatten sie ihn noch vor wenigen Minuten in der BayArena gefeiert! Die Sprechchöre mussten ihm lange in den Ohren klingen. Ovationen, dargebracht von denselben Fans, die denselben Spieler in demselben Stadion schon so viele Male geschmäht hatten. Plötzlich war aus dem Vielgescholtenen ein Liebling der Massen geworden - was muss das für ein erhebendes Gefühl gewesen sein? Doch Sergej Barbarez widerstand der Versuchung, rhetorische Rache an seinen Kritikastern zu nehmen. Dank der Erfahrung aus 36 Lebensjahren, von denen er immerhin die Hälfte als Berufsfußballer verbracht hat, noch mehr aber dank der ihm nun mal eigenen Coolness ging er mit der besonderen Situation genauso lässig um wie vorhin auf dem Platz mit dem Ball. „Ach, wissen Sie, warum soll ich jetzt ausflippen?“, tat der von Medienvertretern umzingelte Bosnier nach dem Leverkusener 4:0 (2:0)-Sieg über Arminia Bielefeld kund, „natürlich habe ich Grund zur Freude, aber das haben meine Kollegen auch, und ich war eben in der Kabine ganz sicher nicht der Einzige, der gelacht hat.“

    Ob es nicht doch eine besondere Befriedigung gewesen sei, endlich auch am Arbeitsplatz in Leverkusen dermaßen gefeiert zu werden, hakte jemand nach. „Och nö“, erklärte Barbarez lapidar, „ich habe längst damit zu leben gelernt, dass nicht jeder Zuschauer mag, wie ich spiele. Wichtiger ist, was die Trainer und Mannschaftskameraden darüber denken. Und deshalb freue ich mich jetzt besonders für die, die immer hinter mir gestanden haben.“

    Was unmissverständlich und vor allen anderen Michael Skibbe galt. Der Bayer-Chefcoach, in Leverkusener Fankreisen ungeachtet objektiv messbarer Erfolge auch nicht gerade allseits vergöttert, hat in der Vergangenheit immer wieder in Treue fest zu dem wegen seiner mitunter aufreizend legeren Spielweise kritisierten Filigrantechniker gestanden. Diesmal allerdings war der Trainer („Sergej hat wieder einmal seinen immens hohen Wert für uns unter Beweis gestellt - wie gut, dass wir ihn haben!“) nur einer von vielen, die ein Loblied auf den Routinier anstimmten.

    Barbarez hatte in bestechender Form aufgespielt und gegen die heillos überforderten Bielefelder nicht nur zwei Treffer (9., 80.) selbst erzielt, sondern auch die zwei Tore des Kollegen Theofanis Gekas (29., 33.) mustergültig vorbereitet, womit er buchstäblich Schützenhilfe für den zuletzt schwächelnden, kritisierten und verunsicherten griechischen Torjäger leistete. Man muss halt auch gönnen können. „Der Fanis hat mir in den letzten Tagen richtig leid getan, also hatte ich heute ein besonderes Auge auf ihn“, erzählte der Selbstlose hinterher und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: „Mal sehen, ob morgen früh vor dem Training eine Flasche Schampus auf meinem Platz steht.“

    Zukunft ungeklärt

    Und während Gekas am Samstagabend via Dolmetscher aktuelles Wohlbefinden artikulieren ließ („Heute hat all das geklappt, was in den vergangenen Wochen schiefgegangenen ist“), beantwortete sein Wohltäter sämtliche Fragen nach der eigenen Befindlichkeit sowie nach der weiteren, noch ungeklärten beruflichen Zukunft in aller Gelassenheit. „Warum soll nach zwei Toren plötzlich alles anders sein?“, entgegnete Barbarez, dessen Vertrag in Leverkusen im nächsten Sommer ausläuft, „entscheidend wird sein, wie ich am Ende der Saison körperlich drauf bin. Und wenn's noch geht, muss ich nur noch einen Verein finden, der mich bezahlen will.“

    http://www.ksta.de/bayer04

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    Einzelkritik

    Harmlos zurück ins Mittelmaß
    VON STEPHAN KLEMM, 08.10.07, 20:06h

    Frankfurt - Schon seit Wochen erreicht Albert Streit immer dieselbe Ansage von demselben Spieler vor einem Freistoß. „Immer brüllt der Kyrgiakos dann: »Zu mir«. Der geht mir damit manchmal ganz schön auf den Sack“, sagt Streit und meint damit den ballgierigen griechischen Innenverteidiger Sortirios Kyrgiakos, der bei jeder Standardsituation im gegnerischen Strafraum auftaucht. Streit und Kyrgiakos spielen für Eintracht Frankfurt, am Sonntag hat der Flankengeber seinen Adressaten zweimal verwöhnt, die Folge: zwei Gegentore für Bayer 04 Leverkusen, das selbst nur ein Tor erzielt hat und deshalb zum zweiten Mal in Folge in der Bundesliga verloren hat. Die vor zehn Tagen noch sehr gute Ausgangsposition - Leverkusen rangierte damals auf Rang zwei - ist nun fürs Erste dahin, Bayer 04 ist zurück im Mittelfeld der Tabelle.

    Nach dem Spiel haben die Bayer-Verantwortlichen sich zu einer sehr emotionalen Diskussion hinreißen lassen. Sie fühlten sich verschaukelt, weil sie der Meinung waren, dass der Freistoß, der dem 1:2 vorausging, niemals hätte gegeben werden dürfen. Streit und sein Leverkusener Gegenspieler Vratislav Gresko lieferten sich ein harmloses Duell in Höhe der Eckfahne, Gresko zupfte allerdings am Trikot des Frankfurters, und das bewirkt nun einmal einen Impuls zum Pfeifen. Und unabhängig von der Tatsache, dass Kyrgiakos vor seinem zweiten Treffer seinen Gegenspieler Karim Haggui auch noch weggeschubst hat - solche Gegentore fallen immer mal wieder, sich aufregen ist darauf keine professionelle Antwort. Das sieht mit dem Abstand einer Nacht auch Manager Michael Reschke so, er sagt: „Wir hätten ja auch noch ein zweites Tor machen können. Aber wir sind bisher einfach zu harmlos.“ Reschke untermauert seine Meinung mit statistischem Material.

    Auf Rang zwei der aktuellen Torchancen-Tabelle rangiert Bayer 04 mit 78 Möglichkeiten, Erster ist Bayern München mit 86. Doch während der Rekordmeister diesen Wert zu 25 Treffern genutzt hat, schaffte Leverkusen gerade mal zwölf Tore. „Uns fehlt die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, die Ruhe“, sagt Reschke. In Frankfurt fehlte zudem der am Knie verletzte Torjäger Theofanis Gekas. Stefan Kießling, zuletzt regelmäßiger Torschütze, wirkte in Frankfurt nach den vielen Spielen zuletzt zum Ende hin kraftlos.

    Nach wie vor jedoch besitzt Leverkusen die zweitbeste Abwehr der Liga, trotz der beiden Gegentreffer in Frankfurt musste man erst sechs Tore hinnehmen. Am Sonntag debütierte dabei erstmals der Ex-Kölner Lukas Sinkiewicz in der Startelf und hinterließ dabei im Abwehrzentrum einen starken Eindruck. Im Spiel selbst überzeugte er, und es war Sinkiewicz, der sich kurz vor Schluss die allergrößte Chance zum Ausgleich mit einem Kraftakt erkämpft hat - allerdings traf er nicht zum 2:2. Zuvor hatte er auch schon den zwischenzeitlichen Ausgleich bewirkt, als er den Frankfurter Marco Russ im Anschluss an eine Ecke so geschickt behinderte, dass der ein Eigentor erzielte. Sinkiewicz war nach dem Spiel niedergeschlagen: „Ich verliere nicht gerne.“ Zu hören war seine Stimme kaum noch, er hat sich heiser geschrien. Die Niederlage empfand er als „absolut unnötig, und sie ist sehr ärgerlich“.

    Wie es nun konkret mit ihm weitergeht, weiß er noch nicht. Sinkiewicz war einer der Verlierer der Vorbereitung. Eigentlich war er an der Seite von Haggui fest in der Innenverteidigung gesetzt, dann aber verletzte er sich und wurde von Manuel Friedrich überzeugend vertreten. Friedrich jedoch wirkt derzeit überspielt. Und genau so stellt sich Reschke das ja auch vor: „Unser Kader ist nun auch in der Tiefe sehr stark besetzt. Jetzt können wir endlich mal rochieren.“ Zum Beispiel in der Innenverteidigung.

    ksta

    Zitat

    Original von Erik M.
    zu dieser ganzen Systemdiskussion...gegen Hannover und Nürnberg haben wir im selben System auswärts gewonnen und gegen Bayern ein super Spiel gemacht. Und jetzt ist es dran schuld, dass wir in Frankfurt verloren haben? Albern.

    Das Problem ist doch, dass keiner unsere Spitzen in der lage ist
    von der Mittellinie aus aufs Tor zu marschieren.
    Dieses "Ball noch vorne und auf Gott vertrauen" hat keinen Sinn.
    Mit einem Mann wie Berbo kann man dass Spielen, aber unsere
    bekommen den Ball nicht unter kontrolle, verzetteln sich, oder fallen sehr schnell.
    Dazu kommt die fehlende Technik.

    Dann doch lieber mit 2 die sich gegenseitig die Räume machen und
    schwerer einzuschätzen sind.Glaube dann würden auch die Chancen zwingender.
    Evtl. entpuppt sich ja Vidal noch als echer Stürmer *g

    Ich hätte Vidal nach links auf die Abwehseite gesetzt und Rolfes
    aufrücken lassen. Schwegler hat als Nummer 6 gute Arbeit geleistet.

    Wie dem auch sein... nach JUHUUU Platz 3 nun Platz 8 so schnell kanns gehn.

    Leverkusen kämpft um Helmes
    VON CHRISTIAN OEYNHAUSEN, 03.10.07, 19:48h, AKTUALISIERT 03.10.07, 19:52h

    Leiria/Portugal - Der Transferstreit zwischen Bayer Leverkusen und dem 1. FC Köln um Stürmer Patrick Helmes geht in eine neue Runde. Der Erstligist will dem rheinischen Nachbarn ein neues Angebot für einen Wechsel bereits in der Winterpause unterbreiten. „Wir stehen bei Patrick im Wort. Wir wollten ihn schon im Sommer 2007. Aber der 1. FC Köln wollte nicht mit uns sprechen. Ich denke, wir sollten einen neuen Versuch unternehmen, ihn schon zur Rückrunde zu uns zu holen“, sagte Bayer 04-Trainer Michael Skibbe am Mittwoch während der Reise seines Teams zum Uefa-Cup-Rückspiel beim portugiesischen Vertreter UD Leiria am Donnerstag (22.15 Uhr, DSF).

    Der 23 Jahre alte Helmes hatte in der Winterpause 2006/07 mit dem Werksklub zwei Verträge geschlossen: Einen über einen Wechsel im Sommer 2007, einen für den Sommer 2008. Anschließend hatte Köln eine Option gezogen, die eine Verlängerung des auslaufenden Vertrags beim Zweitligisten bis Sommer 2008 bewirkte. Die erste Vereinbarung mit Bayer 04 wurde nach Intervention der Kölner von der Deutschen Fußball-Liga gekippt, so dass der Spieler erst nach der laufenden Saison den FC ablösefrei verlassen kann.

    Nach heftigem Streit zwischen den Vereinen hatte sich Leverkusen mehrfach um Gespräche mit dem FC bemüht, war aber abgeblitzt. Im Sommer 2007 wäre Leverkusen bereit gewesen, rund fünf Millionen Euro für Helmes zu zahlen. Wie verlautete, würde sich Leverkusens Angebot für einen Wechsel in der Winterpause auf etwa 2,5 bis drei Millionen Euro belaufen.

    ksta

    Wehe, wenn die Bayern Komplimente machen
    VON ELISABETH SCHLAMMERL, 28.09.07, 21:14h
    Bild: dpa
    Ganz locker: Der Brasilianer Zé Roberto vom Fußball-Bundesligisten FC Bayern München spricht auf einer Presskonferenz.

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    Druckfassung
    München - Die Zeit war knapp, um sich auf den neuen Verfolger einzustellen. Gerade einmal drei Tage lang hat sich der FC Bayern München mit dem nächsten Gegner, gleichzeitig derzeit der erste Herausforderer in der Fußball-Bundesliga, beschäftigen können - aber vielleicht war dies ganz gut so. Denn womöglich wären dem Spitzenreiter sonst irgendwann die Komplimente für Bayer 04 Leverkusen ausgegangen. Trainer Ottmar Hitzfeld jedenfalls lobte den Tabellenzweiten als „Mannschaft mit viel Potenzial. Bayer hat sich sehr gut entwickelt und ist in einer Top-Verfassung.“

    Wie sein eigenes Team eben, das am Mittwoch gegen Energie Cottbus den höchsten Sieg in der Allianz-Arena geschafft und bisher die mit Abstand meisten Tore der Liga erzielt hat. Derzeit kann kaum etwas die Stimmung in München trüben, auch nicht das kleine Verbalscharmützel, das sich der unzufriedene Lukas Podolski via Medien in den vergangenen Tagen mit Manager Uli Hoeneß geliefert hat. Am Freitag mischte sich nun auch noch der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge ein. „Wir haben sicherlich mehr von Lukas erwartet“, sagte er, mahnte aber auch zur Geduld, schließlich habe Podolski gerade eine lange Verletzungspause hinter sich.

    Das Duell am Samstag in der BayArena dürfte für die Torfabrik des FC Bayern mit Luca Toni und vor allem Miroslav Klose aber eine schwerere Aufgabe werden als zuletzt gegen Cottbus oder in Karlsruhe, schließlich bekommen es die Münchner Stürmer mit einer Abwehr zu tun, die erst drei Treffer zugelassen hat und damit nicht mehr als die der Münchner. „Wir müssen aufpassen und clever spielen“, sagt Zé Roberto vor dem Duell mit seinem Ex-Klub, „Leverkusen ist vor allem zu Hause sehr stark.“ Die Atmosphäre im Stadion mache es den gegnerischen Mannschaften stets schwer, weiß der Brasilianer. Immerhin haben die Münchner auch nur vier der letzten sieben Begegnungen in Leverkusen gewinnen können. „Wenn wir diese Hürde nehmen, sind wir auf dem richtigen Weg“, sagt Hitzfeld, der wohl wieder Lucio in die Mannschaft rotieren lassen wird.

    Oft ist es reines Kalkül, wenn an der Säbener Straße ein Klub höchste Wertschätzung erfährt, über die Maßen gelobt wird und kaum noch von der eigenen Stärke gesprochen wird. Es soll meist in erster Linie helfen, den Gegner einzulullen, manchmal aber auch, den Focus der eigenen Mannschaft zu schärfen. In dieser Saison allerdings hat der FC Bayern bisher derartige taktische Finessen angesichts der souveränen Tabellenführung kaum nötig. Das Team von Michael Skibbe dagegen schon eher, findet Zé Roberto. „Die Leverkusener haben ein bisschen Druck in diesem Spiel, denn in der Tabelle sind Schalke und Hamburg gleich dahinter. Sie müssen also gewinnen, um an uns dran zu bleiben.“

    Aber genau diese Ausgangssituation ist für Bayer 04 keine besonders Erfolg versprechende. Denn fast immer, wenn es bisher in den Duellen mit dem FC Bayern darauf ankam, wenn die Chance bestand, mit dem Münchner Starensemble gleichzuziehen oder es gar zu überholen, war der Respekt plötzlich groß. Zu groß, um dem deutschen Rekordmeister auf Augenhöhe zu begegnen.

    Bayer 04 Leverkusen: Adler - Castro, Friedrich, Haggui, Sarpei (Gresko) - Rolfes, Vidal - Kießling, Schneider (Barbarez), Barnetta - Gekas. - Bayern München: Kahn - Lell, Lucio, Demichelis, Jansen - van Bommel, Zé Roberto - Altintop, Ribéry - Klose, Toni. - Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg).


    ksta


    Für einen vernünftigen Schreibstil 6 Gramm :LEV8

    Zitat

    Original von Erik M.
    Wofür sollten die noch Gas geben?

    Schneider hat das aber anders gesehn ...

    Ich auch ... lieber noch ein 4:0 oder gar ein 5:0

    Mann sollte in so einem Spiel nicht schludern sondern konsequent nach
    vorne Spielen und das mit Druck. Das sind solche Spiele bei denen
    Du sowas lernen musst. Schalke am Freitag geht auch nach 70 Minuten
    noch an und wenn da ein Ding fällt tanzt der Bär.
    Obwohl ich nicht davon ausgehen das wir nach 60 Minuten 0:3 vorne liegen *g
    Die Mannschaft muss in der Lage sein 90+ gehen zu können und
    dass müssen sie sich beweisen.
    Die Saison ist jung, Doppelbelastung kommt noch. Da ist genug Zeit zur
    Regeneration.
    :LEV8

    Abwarten,
    wir hatten letzte Saison auch ein paar Eintagsfliegen.
    Wobei ich jetzt das Spiel gegen Stuttgart anführe.
    Das gegen den KSC war so eins. Erinnert mich an unser Auftackspiel
    gegen Aachen.

    Chancenverwertung hin oder her, profitiert haben wir von
    einer restlos überforderten Mannschaft.

    Die Fragen die ich mir stelle ist: Wars das? Kommt jetzt die Zeit
    in der wir endlich Spielstark auftreten? Oder wars wieder nur ein Spiel
    das die Ausnahme bleibt?

    Denke das werden wir gegen Schalke sehn..
    Und danach die Spiele...

    Und solange bin ich immer noch der Meinung das Skibbe
    hier keine Zukunft hat.

    Ansonsten Respekt für die Umstellung auf 4-4-2
    Vieleicht lernt er ja doch noch
    :LEV3

    Der „Verräter“ führt den HSV zum Sieg
    VON CHRISTIAN OEYNHAUSEN, 19.08.07, 19:01h, AKTUALISIERT 19.08.07, 20:52h

    Hamburg - Es gehört ja ganz offenbar zum Trennungs-Szenario des Rafael van der Vaart vom HSV, sich bei den Hamburger Fans so lange unbeliebt zu machen, bis der Klub ihn notgedrungen gehen lässt (siehe nebenstehende Meldung). Auf diesem Weg schien der Niederländer gute Fortschritte gemacht zu haben - so laut wie gestern vor dem Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen wird sonst nie ein eigener Mann ausgepfiffen. Aber nach 90 Spielminuten war die Wut über den Star verdrängt, vielleicht sogar für kurze Zeit vergessen. Denn Rafael van der Vaart war der beste Mann auf dem Platz und entschied das Spiel. Als Trainer Huub Stevens ihn in der Schlussminute vom Platz nahm, standen die Leute auf und klatschten - Hamburg verneigt sich vor dem Abtrünnigen. Während Verteidiger Atouba den Siegertanz zeigte, schlich Leverkusen mit 0:1 (0:0) geschlagen vom Platz. Im dritten Pflichtspiel der Saison ist Michael Skibbes Team kein Tor gelungen. Bayer 04 ist die einzige Elf der Bundesliga, die noch nicht getroffen hat - es gibt Anzeichen einer Krise. Es war eine verdiente Niederlage gegen eine in fast allen Belangen bessere Elf.

    HSV-Moderator Lotto King Karl hatte zuvor noch halb im Scherz von sieben Toren fabuliert, die Hamburg zur Tabellenführung gebraucht hätte. Doch dann hatten die Hanseaten in den ersten sieben Minuten schon drei riesige Chancen: Zidan traf aus 18 Metern die Latte von René Adlers Tor. Dann schickte van der Vaart zwei gefährliche Freistöße jeweils auf den zweiten Pfosten, wo zwei Mal Hamburgs Mittelfeldbulle Nigel de Jong verpasste. Dazwischen lag ein Bayer-Konter: Schneiders Zuspiel verpasste Barnetta ganz knapp. Die Anfangsphase in der mit 52 700 Zuschauern gut gefüllten HSH Nordbank Arena gehörte dem HSV, der Leverkusen an die Wand spielte. Das war eine schwierige Situation für einen Debütanten auf Bayer-Seite, und so dauerte es bei Arturo Vidal auch eine Halbzeit lang, bevor sich Leverkusens neuer Chilene einigermaßen zurechtfand. Das Umschalten von Abwehr in die Offensive gelang dem 20-Jährigen wesentlich besser als umgekehrt, und wenn Hamburgs Romeo Castelen in der 38. Minute getroffen hätte, hätte Vidal bereits zu diesem Zeitpunkt sein erstes Gegentor in der Bundesliga verschuldet. Aber der Niederländer traf nicht, genauso wie kurz darauf van der Vaart, dessen Schuss Adler aus dem Winkel holte (43.).

    In all der Aufregung ging fast unter, dass Leverkusen am Ende beinahe die allergrößte Gelegenheit der ersten Halbzeit gehabt hätte. Bernd Schneider stand zentral ganz frei vor Torwart Rost, doch das ungenaue Zuspiel von Theofanis Gekas trieb den Bayer-Kapitän weit aus der Schussposition (44.).

    „Wir müssen uns für die zweite Halbzeit etwas einfallen lassen“, sagte Bayer-Sportchef Rudi Völler in der Pause erschrocken. Doch es ging weiter wie zuvor. Der HSV drückte: Zidan an den Pfosten (52.), Jarolim in Adlers Arme (55.). Leverkusen blieb harmlos, auch weil Bernd Schneider das Duell der großen Inspiratoren gegen van der Vaart deutlich verlor.

    In der 58. Minute schoss Castelen den Ball an die Hand von Karim Haggui, doch Schiedsrichter Thomas Fandel pfiff keinen Elfmeter. Sechs Minuten später sah er die Situation klarer. Wieder war es Castelen, diesmal traf der Niederländer den Arm von Arturo Vidal. Zum Strafstoß trat van der Vaart an, der bei Leverkusens letztem Auftritt in Hamburg vom Elfmeterpunkt aus an Adler gescheitert war. Diesmal jagte er den Ball flach in Adlers linkes Eck. Bayer 04 antwortete mit einem Kopfball Barnettas an den Pfosten. Danach nahm Trainer Skibbe Vidal vom Platz und brachte Sergej Barbarez, van der Vaarts Vorgänger in Hamburg und dort immer noch sehr beliebt. Aber auch der Bosnier konnte der Partie keine Wende mehr geben.

    ksta

    Trikotsponsor gefunden
    ERSTELLT 08.08.07, 21:29h

    Leverkusen / Troisdorf - Bayer 04 Leverkusen hat offenbar einen neuen Trikotsponsor gefunden. Nach Informationen des Branchendienstes „Fußball 500“ handelt es sich dabei um das Troisdorfer Unternehmen Teldafax, einen Telekommunikationsdienstleister, der über seine relativ junge Sparte „Energy“ Privatkundentarife für Strom anbietet und damit auf das Bayer-Trikot geht. Klubchef Wolfgang Holzhäuser hatte den Wert des Trikotsponsorings auf sechs Millionen Euro pro Saison beziffert. In der BayArena werden gerade die letzten Andenken an den alten Sponsor RWE entfernt.

    Bayer 04 wollte das Thema gestern nicht kommentieren. Offenbar soll die Vereinbarung erst heute vorgestellt werden. Als Indiz für eine Zusammenarbeit kann gewertet werden, dass Bayer 04-Kommunikationschef Meinolf Sprink auf die heutige, turnusmäßige Pressekonferenz verwies, auf der sonst nur sportliche Themen erörtert werden. Teldafax-Sprecherin Antonie Schweitzer wiederum bat im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, „in den nächsten Tagen noch mal“ anzurufen. Ein anderer Sprecher des Unternehmens sagte zum Thema Bayer-Sponsoring: „Davon weiß ich nichts. Haken Sie das als Ente ab“. Seltsam erscheint auch, das Teldafax-Marketingleiter Volker Stockhausen noch im Urlaub ist. (co)

    ksta

    St. Pauli-Kicker blamieren Bayer-Elf
    ERSTELLT 04.08.07, 17:37h, AKTUALISIERT 04.08.07, 17:45h
    dpa

    Hamburg - Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen ist zum ersten Mal seit 11 Jahren wieder in der Auftaktrunde des DfB-Pokals gescheitert. Am 42. Geburtstag von Trainer Michael Skibbe unterlag der UEFA-Cup-Teilnehmer beim Zweitliga-Aufsteiger FC St. Pauli mit 0:1 (0:0) und wartet auch nach dem siebten Anlauf weiter auf den ersten Sieg bei den Hamburgern.

    Die Platzherren feierten hingegen schon den dritten Pokalsieg gegen einen Erstligisten in den vergangenen drei Jahren. in der Saison 2005/2006 waren Hertha BSC Berlin und Werder Bremen bezwungen worden. Fabian Boll erzielte in der 87. Minute das umjubelte Siegtor gegen den Werksklub.

    14.908 Zuschauer im Millerntorstadion sahen eine erste Halbzeit ohne große Höhepunkte. Während Leverkusen im Spiel nach vorn kaum etwas zustande brachte, erkämpften sich die Platzherren knapp eine Woche vor dem Ligaauftakt am kommenden Freitag gegen den 1. FC Köln zumindest leichte Feldvorteile. Zwingende Torchancen sprangen aber auch für die Hamburger nicht heraus.

    Bayer, das nur eines von acht Testspielen verlor, konnte seine ansprechenden Leistungen aus der Vorbereitung derweil nicht bestätigen. Der vom VfL Bochum verpflichtete Torschützenkönig Theofanis Gekas hing als einizge Spitze meist in der Luft und wurde in den ersten 45 Minuten nicht einmal entscheidend in Szene gesetzt.

    Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gäste dann ein wenig zielstrebiger und kamen zu ihren ersten Möglichkeiten. Gekas (46.), Bernd Schneider (47.) und Stefan Kießling (57.) konnten den Ball allerdings nicht in St. Paulis Tor unterbringen. Die Hamburger zeigten sich von den etwas stärker werdenden Gästen aber unbeeindruckt und ließen auch in der Folgezeit keinen Klassenunterschied erkennen.

    Bei St. Pauli waren Charles Takyi und Marcel Eger die Besten. Im Bayer-Trikot wussten eine Woche vor dem Ligastart gegen Energie Cottbus noch am ehesten Torhüter Rene Adler und Schneider zu überzeugen.

    (sid)

    ksta

    So, nun auch kurz meinen Senf.
    Er hat mit Sicherheit seine genialen Momente.
    Nur hat er das letzte Saison recht vermissen lasse.
    Das dann mal die Geduld vorbei ist sollte jedem einleuchten.
    Er ist ein gestandener Profi und sollte eigentlich von Nervosität
    verschont bleiben. Mit seiner Art zu Spielen hat er sich nicht
    in jedem Stadion beliebt gemacht. Auch das hat er hier weitgehend
    vermissen lassen.

    Zu gestern.
    Seine erste Flanke ging ins Seitenaus. Seine zweite war ein Fehlpaß.
    Also kein guter Start in eine Partie.
    Seine dritte allerdings auf die Außenbahn war wiederum genial.
    Denke das ist das was wir von ihm sehen wollten und wollen.
    Kann nur hoffen das seine Verletzung nichts schlimmes ist und das
    er uns allen zeigen kann wie Wertvoll er sein kann!

    Schuster zur seiner Zeit hier in Lev hat auch nur noch Standfußball
    gespielt, den allerdings Perfekt.
    Und das man mit fast 36 nicht mehr der schnellst ist sollte
    jedem klar sein.

    Also laßt ihn leben und gibt ihm eine Chance.
    Das tu ich auch, sogar mit Skippy ;)

    Zu viel Härte im Test
    VON CHRISTIAN OEYNHAUSEN, 29.07.07, 19:41h, AKTUALISIERT 29.07.07, 20:26h


    Leverkusen - Im strömenden Regen marschierten die Profis von Bayer 04 Leverkusen am Sonntagvormittag zum Training, vorbei an traurigen Fans, die gerade von der Absage des Rahmenprogramms für die offizielle Saisoneröffnung wegen des schlechten Wetters erfahren hatten. Der zentrale Programmpunkt konnte jedoch stattfinden: Leverkusens Freundschaftsspiel gegen den AS Rom, währenddessen sogar die Sonne kurz in die BayArena hineinschien. Am Ende hieß es 2:2 (1:1) - wobei Leverkusen die bessere Mannschaft war.

    15 221 Zuschauer waren gekommen; viele auch, um noch einmal Juan zu sehen, der ja gemeinsam mit dem ebenfalls abgegebenen Athirson für das vorläufige Ende der 20 Jahre dauernden brasilianischen Ära bei Bayer 04 steht. Beim italienischen Pokalsieger stand der 6,3-Millionen-Einkauf aus Leverkusen gemeinsam mit den Weltmeistern Perotta, de Rossi und Totti in der Startelf von Coach Luciano Spalletti (48) und spielte 67 Minuten lang einen soliden Part herunter. Bayer-Trainer Michael Skibbe musste aus gesundheitlichen Gründen auf Kapitän Carsten Ramelow, Paul Freier, Lukas Sinkiewicz und Karim Haggui verzichten. Außerdem fehlte der Chilene Arturo Vidal, der sich von der U-20-WM erholt.

    Skibbe hatte die Partie als „zweite Generalprobe“ (nach dem 4:0 gegen Alkmaar) bezeichnet, aber auch als „nur ein weiteres Testspiel“, aus dem wenig Schlüsse auf seine Stammelf zu ziehen seien, die sich am nächsten Wochenende im Pokal beim FC St. Pauli bewähren muss. Der Eindruck gestern: vorne prima, hinten Note vier. So leicht wie Vratislav Gresko vor dem 0:1 durch Perotta nach drei Minuten sollte sich ein linker Verteidiger nicht ausspielen lassen, und auch Manuel Friedrich in der Abwehrzentrale stand nicht sicher. Bald nach Leverkusens Ausgleich durch Bernd Schneiders Elfmeter kam Härte ins Spiel, die für eine Freundschafts-Partie unangemessen war. Roms Kapitän Franceso Totti, ansonsten kaum zu sehen, tat sich mit einem rotverdächtigen Tritt gegen Callsen-Bracker hervor, und auch Juans Abwehrkollege Mexes stand an der Grenze zum Platzverweis.

    Leverkusen erspielte sich zwischendurch immer wieder gute Gelegenheiten. In der Regel war Schneider der Initiator, der auf beiden Flügeln mit Barnetta und Kießling gute Anspielstationen fand. Es war dann irgendwie logisch, dass Schneider auf Vorarbeit Kießlings zum 2:1 traf. Kurz darauf ging Juan unter mittelstarkem Applaus, dann Schneider unter Standing Ovations.

    Es folgten aus Leverkusener Sicht noch zwei unschöne Momente: Erst das 2:2 durch Nonda, ein Resultat aus ausbleibendem Abseitspfiff, Sarpeis Zurückhaltung im Zweikampf und Torwart Adlers seltsamen Stellungsspiel. Und dann brach der eingewechselte Sergej Barbarez in der 90. Minute mit einer Knieverletzung am Mittelkreis zusammen. Die genaue Diagnose stand bei Redaktionsschluss noch aus.

    Bayer 04: Adler - Castro, Callsen-Bracker, Friedrich, Gresko (73. Sarpei) - Schwegler (65. Faty), Rolfes (84. Hegeler) - Kießling (78. Touré), Schneider (73. Barbarez), Barnetta (65. Dum) - Gekas (78. Papadopulos). - AS Rom: Sergio - Cassetti (69. Alvarez), Juan (67. Andreolli), Mexes, Tonetto (42. Rosi) - Pizarro (64. Barusso), de Rossi (46. Brighi) - Perotta (46. Aquilani), Giuly (64. Nonda), Esposito (42. Taddei) - Totti (46. Vucinic). - Zuschauer: 15 221. - Schiedsrichter: Choi (Südkorea). - Tore: 0:1 Perotta (3.), 1:1 Schneider (18. Foulelfmeter), 2:1 Schneider (65.), 2:2 Nonda (88.).

    ksta