Keine wirkliche [URL=http://www.lr-online.de/sport/rundscha…ed5aa9a7031a388]Fachquelle[/URL], aber eine interessante Information:
Bundesliga hat auf dem Transfermarkt kräftig investiert
Gesamtausgaben der Ligaclubs für Neuverpflichtungen stiegen auf über 116 Millionen Euro
Qualität statt Quantität – die Fußball-Bundesliga hat auch in der „Nachspielzeit“ auf dem Transfermarkt noch einmal kräftig investiert.
Vor dem Ende der Wechselfrist heute (24 Uhr) haben elf Vereine ihre Kader weiter verstärkt und für neue Spieler seit Anfang August 26,35 Millionen Euro ausgegeben. Damit stiegen die Gesamt-Ausgaben der 18 Eliteclubs für diese Spielzeit auf 116,75 Millionen Euro (Vorjahr: 89,9) für insgesamt 158 neue Akteure. Dem stehen nach einer dpa-Erhebung Einnahmen von 96,795 Millionen Euro für 138 abgegebene Spieler gegenüber.
Auf der Ausgabenseite wurde die 100-Millionen-Schallmauer erstmals seit der Rekordsaison 2001/2002 wieder durchbrochen. Die spektakulärsten und zugleich teuersten Nachkäufe leisten sich der FC Bayern München mit Mark van Bommel (6,0) vom FC Barcelona und der Hamburger SV mit Joris Mathijsen (6,0/AZ Alkmaar). Der niederländische Abwehrspieler ersetzt beim HSV den für 10,5 Millionen Euro zum FC Chelsea abgewanderten Nationalelf-Kollegen Khalid Boulahrouz. Zudem machten die Hanseaten gestern den Wechsel des argentinischen Kapitäns Juan Pablo Sorin (3) aus Villarreal perfekt.
Das lange Gezerre um Nationalspieler Per Mertesacker wurde schon kurz vor dem ersten Spieltag beendet. 5,0 Millionen Euro bekam Hannover 96 für den Abwehrspieler, im Gegenzug wechselte Frank Fahrenhorst von Werder Bremen zu den Niedersachsen.
Betriebsamkeit herrschte zuletzt auch bei Borussia Dortmund. Der von Porto Alegre verpflichtete brasilianische Mittelfeldspieler Tinga (2,9) absolvierte beim 3:1 in Stuttgart bereits ein viel versprechendes Debüt. Dafür verließ nach Delron Buckley (an den FC Basel ausgeliehen) überraschend auch Nationalstürmer David Odonkor den BVB, der das lukrative Angebot von Betis Sevilla (6,5) nicht ausschlagen wollte. Unter dem Strich erwirtschaftete der BVB trotz der Neuzugänge Alexander Frei (4,1), Nelson Valdez (4,7) und Tinga ein Transfer-Plus von 4,55 Millionen Euro, das nur von Bayer Leverkusen (9,8) und dem 1. FC Nürnberg (5,55) übertroffen wurde.
Mit insgesamt 26 Millionen Euro für Lukas Podolski, Daniel van Buyten sowie van Bommel, der den Weggang von Michael Ballack kompensieren soll, steht Rekordmeister Bayern München vor dem HSV (23,6) und Werder Bremen (12,2) bei den Ausgaben unangefochten an der Spitze. Ihr dickes Transfer-Minus von 23,2 Millionen Euro hätten die Bayern leicht ausgleichen können. Doch Manager Uli Hoeneß blieb hart und schlug das 25-Millionen-Angebot von Manchester United für Owen Hargreaves aus. Rechnet man den Transferverlust der Bayern heraus, ist der Bundesliga-Haushalt der übrigen 17 Vereine mehr als ausgeglichen. Gemeinsam nahmen sie durch Spielerverkäufe über drei Millionen Euro mehr ein als sie für Neuzugänge ausgaben. Nur ablösefreie Spieler holten in diesem Jahr Schalke 04 und Nürnberg. Alemannia Aachen nahm als einziger Club keinen Cent ein. (dpa/vdb)