Beiträge von account110512

    Bei der Bundeswehr, erster großer Absprung für den Gefreiten Rovski bei den Fallschirmjägern. Der Feldwebel gibt im Flugzeug den Tagesbefehl aus: "Männer, in drei Minuten ist Absprung. Denkt dran: wenn ihr auf 1000 Meter seid, Reißleine ziehen, der Fallschirm öffnet sich. Tut er es nicht, Ersatzleine ziehen, der Reservefallschirm öffnet sich. Wenn ihr gelandet seid, holt euch der LKW ab!" Der Gefreiter Rovski springt also, zieht bei 1000 Meter die Reißleine: Nichts passiert. Der Gefreite Rovski zieht die Ersatzleine: Nichts passiert. Darauf der Gefreite Rovski : "Typisch Deutschland, nichts klappt hier! Jede Wette, dass der LKW auch nicht da ist"

    Für deutsche Fans war der Sieg der Nationalelf in Wembley ein Feiertag - es sei denn, sie hatten einen Platz im englischen Fanblock. SPIEGEL-ONLINE-Autor Philip Oltermann hat den Selbstversuch gemacht. Er bekam Magenschmerzen und geschmacklose SMS beim Lampard-Tor.

    "Football's coming home" sang der deutsche Block kurz vor der Halbzeitpause. Das englische Publikum wurde verdächtig leise. "Cheeky bastards", murmelte ein Herr hinter mir und knackte mit seinen Fingergelenken. :LEV14

    In seinem exzellenten Buch über die Geschichte der deutsch-englischen Fußballrivalität, "The Best of Enemies", stellt der englische Autor David Downing die kontroverse These auf, dass der englische WM-Gewinn von 1966 keinen echten Triumph darstellt, sondern eher einen Fluch, der seit 40 Jahren auf den Schultern der "Three Lions" lastet. Der Glaube an robustes Tackling und den sturen weiten Ball nach vorne, der damals die Basis von Alf Ramseys Philosophie ausmachte, beherrscht noch immer die englische Fußballpsyche und blockiert die nötigen Reformen. Mittlerweile ist wohl eine Revolution notwendig.


    der ganze Artikel : http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,501576,00.html

    Zitat

    Dann wird’s aber langsam Zeit für ihn. Diese Saison hat er noch die Möglichkeit sich zu beweisen.
    Was aber wird mit ihm wenn nächste Saison Helmes hier aufschlägt ?Auf welcher Position soll er dann spielen ?

    Propille,
    Deine Hoffnung auf einen neuen Trainer für Kießling in allen Ehren, aber ich wette dass Helmes vor einem neuen Trainer hier sein wird...

    MATERAZZI-GESTÄNDNIS
    Zidanes Schwester als Prostituierte beleidigt
    Lange wurde spekuliert, jetzt ist es raus: Marco Materazzi hat mehr als ein Jahr nach dem WM-Finale enthüllt, mit welchen Worten er Frankreichs Star Zinedine Zidane wirklich zu einem Kopfstoß provoziert hat. Das neue Geständnis unterscheidet sich von Materazzis erster Version.

    Rom - Im Magazin "TV Sorrisi e Canzoni" gab der italienische Nationalverteidiger zu, Zidanes Schwester als Prostituierte beleidigt zu haben. Nachdem Zidane in der 110. Minute des WM-Finals festgehalten worden war, hatte er Materazzi angeboten, ihm das Trikot nach dem Spiel zu geben. "Ich nehme lieber deine Nutte von Schwester", sei seine Antwort gewesen, erklärte Materazzi, der mit seinen Äußerungen die Spekulationen um den Vorfall beenden will und sein Verhalten inzwischen bedauert.

    Im September vergangenen Jahres hatte sich Materazzi in der italienischen Sport-Tageszeitung "Gazzetta dello Sport" noch so geäußert: "Ich habe an seinem Trikot gezogen. Da hat er gesagt: Wenn ich sein Trikot unbedingt haben wolle, könne ich es ja nach dem Abpfiff haben. Ich habe darauf geantwortet, dass mir seine Schwester lieber wäre."

    Zidane hatte stets von einer beleidigenden Äußerung gegen seine Schwester und Mutter gesprochen. Der Franzose hatte für seinen Kopfstoß in der Verlängerung die Rote Karte gesehen. Italien gewann das Endspiel 5:3 im Elfmeterschießen, nachdem es nach 120 Minuten in Berlin 1:1 gestanden hatte.

    Nach der WM waren beide Spieler mit einer Sperre belegt worden. Materazzi wurde für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen, "Zizou" für drei - was allerdings bedeutungslos blieb, weil Zidane schon vor der WM angekündigt hatte, seine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden.

    wit/dpa

    Amico pectus, hosti frontem :LEV6

    PROVOKATION PUR
    Van der Vaart posiert mit Valencia-Trikot
    Er treibt es auf die Spitze: Obwohl der HSV sich im Transferstreit um Rafael van der Vaart bereits bei der Fifa über den FC Valencia beschwerte, traf sich der Niederländer mit dem FC-Manager - und ließ sich dabei sogar für eine spanische Zeitung mit Valencias Trikot fotografieren.

    http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,500614,00.html

    VdV ist ja wirklich ein Ausbund an Dreistigkeit.

    Die Hamburger Vereinsführung scheint das noch toppen zu wollen. Der Pressesprecher meint "Ich gehe davon aus, dass er spielt". :LEV5

    Auf die Stimmung im Stadion bin ich wirklich gespannt :D

    Wir Moderatoren haben uns entschlossen, diesen Thread vorübergehend zu schließen.

    Bereits Montagabend gab es hier ja schon einen Ansturm, der das Forum vorübergehend völlig lahm gelegt hat und uns dazu gezwungen hat, den alten Van der Vaart-Thread zu löschen.
    Auf Grund der verschiedenen Medienberichte der letzten Stunden ist nun neben dem erneut kritischen Ansturm auf das Forum im Allgemeinen und diesen Thread im Speziellen auch die Stimmung dermaßen aufgeheizt, dass eine normale Diskussion nicht mehr möglich ist.
    Dazu sollte auch bedacht werden, dass in den letzten Tagen offenbar wieder verstärkt Medienvertreter auch hier im Forum unterwegs sind, um die Stimmen hier einzufangen.
    Noch mehr als sonst gilt deshalb auch, dass die User hier die Fans unseres HSV und damit auch den Verein repräsentieren.

    Wir sind uns bewusst, dass diese Entscheidung uns auch viel Kritik einbringen wird, wir möchten uns aber von Vorwürfen der Zensur und Willkür distanzieren.
    Möglicherweise werden wir im Laufe des Tages einen Neustart versuchen, in der Hoffnung, dass sich die Teilnehmer an der Diskussion bis dahin wieder etwas abgekühlt haben und eine normale Diskussion wieder möglich ist.

    Euer Moderatorenteam

    das Interesse an weiteren tulpigen Neuzugängen dürfte nach Van der Vaart und Bouhlarouz in Hamburg merklich gesunken sein


    Zitat


    Original von hansa77
    So werden wir eh nie spielen

    das liegt aber nur daran dass Skibbe und nicht ich den Übungsleiter hier mime

    Zitat

    So werden wir eh nie spielen...hoffe ich auch...

    kannst dann ja in meinem Tread rumnölen falls wir mit der Aufstellung verlieren - was abba nicht der Fall sein wird [Blockierte Grafik: http://cosgan.de/images/smilie/sportlich/f015.gif]

    Zitat

    du findest Dum besser als Barnetta?

    derzeit, ja

    Zitat

    und wann hat Skibbe mal Papa von anfang an spielen lassen nie? oder doch einmal in Frankfurt glaube ich.... :LEV16

    nun ja, was Skibbe hier spielen läßt, und was nicht füllt bereits ohne Unterbrechung mehrere Treads. Es gibt eben Leute die übers Wasser laufen können und andere neutralisieren erfolgreich Sommerlöcher...

    Zitat


    Original von Webgard
    Außerdem würde es sicherlich schwer werden nach dem Spiel zu erklären warum man Kießling auf einer Linie mit Vidal hat spielen lassen

    aha, noch einer. Da verblasst selbst die Buchmannsche Variante! Skibbe sollte uns dankbar sein, intelligente Aufstellungen lenken den Focus weg auf dass kommende Spiel !

    zurück zu der Frage :

    Zitat

    warum haben Sie Kießling auf einer Linie mit Vidal hat spielen lassen ???


    Freier war noch nicht fit

    Die Bundesliga im TV
    VON RAINER BRAUN, 10.08.07, 16:11h, AKTUALISIERT 10.08.07, 16:15h

    Offiziell startete die nunmehr 45. Bundesliga-Saison bereits gestern Abend. Für die Mehrheit der Fans an den Bildschirmen beginnt die Qual der Wahl, was sie wann, wo und zu welchem Preis schauen, freilich erst heute. Denn es zählt zu den schon traditionellen Ausnahmen, dass zumindest das Eröffnungsspiel auch live im frei empfangbaren Fernsehen rollt. Diese Regelung wird für diese und die nächste Saison gelten, schon in diesem Herbst werden allerdings die Karten für die Zukunft neu gemischt. Bis Ende des Jahres wollen die Deutsche Fußball Liga (DFL) und ihr neuer Präsident Reinhard Rauball entschieden haben, wo der Bundesliga-Fußball ab Sommer 2009 rollt.
    Bis dahin bleibt zumindest alles weitgehend wie gehabt. Wer alle Spiele der Ersten und Zweiten Liga live, inclusive 70 Partien der spanischen Primera División sehen will, muss sich diesen Spaß knapp 20 Euro kosten lassen. Das ist der Paket-Preis, den Premiere derzeit anbietet. Für zehn Euro zusätzlich sind zudem alle Spiele der Champions-League und des UEFA-Pokals ab dem Viertelfinale, sowie Top-Partien der europäischen Ligen zu empfangen. Bisherige Kunden von Arena kommen, sofern sie ans Kabelnetz angeschlossen sind, für das Bundesliga-Paket fünf Euro billiger davon als bei Premiere. Bei Satellitenkunden spielt der Rechte-Wechsel von Arena zu Premiere finanziell keine Rolle. Sie zahlten schon bisher zusätzlich eine „Gebühr“ von fünf Euro. Personell wird der Bezahlsender insgesamt zehn Mitarbeiter vom Konkurrenten Arena übernehmen, so ein Premiere-Sprecher. Darunter ist dem Vernehmen nach Hansi Küpper, aber weder das Reporter-Urgestein Werner Hansch noch Radio-Legende Günther Koch.

    Wer keine weiteren Ausgaben tätigen will, bekommt in gewohnter Qualität die Zusammenfassungen der sechs Samstagsspiele und eine Nachlese vom Freitag in der ARD-“Sportschau“ ab 18 Uhr 30. Die 20 Minuten davor füllt die WDR-Redaktion mit Regionalliga-Fußball vom Tage. Das sollte für die „Sportschau“ in dieser Spielzeit durchaus Quoten-fördernd sein, steht doch in der aktuellen Saison für die Clubs aus dem Unterhaus die Qualifikation für die neugeschaffene dritte Profi-Liga an. Mit Innovationen in das Format hält sich WDR-Sportchef Steffen Simon mit Blick auf die ungewisse Zukunft zurück. Moderiert wird die Sportschau am Sonnabend wie gewohnt im Wechsel vom Trio Delling, Lierhaus und Beckmann. Neu unter den Kommentatoren sind Claus Lufen (WDR) und Markus Othmer (BR), zugleich will die ARD die Werbung leicht (um zwei 30 sec. -Spots) reduzieren, über die bislang rund die Hälfte der Rechtekosten von 93 Millionen Euro finanziert wurden. „Die Mindereinnahmen nehmen wir in Kauf, das ist uns die Optimierung wert“, so Steffen Simon, der damit auch einer gewissen Kritik an den langen Werbeblöcken Rechnung trägt.

    Erstliga-Fußball haben selbstverständlich auch wieder ZDF und DSF im Programm. Während das „aktuelle Sportschau“ am Sonnabend ab 22 Uhr 30 einen analyterischeren Blick auf die Bundesliga versucht, überträgt DSF zeitversetzt ab 22 Uhr die Sonntagsspiele der Ersten und zuvor die Zweitliga-Partien ab 19 Uhr 30. Das Montagsspiel der Liga zwei wird vom kommerziellen Sportkanal traditionell live übertragen. Anfangszeiten nach 22 Uhr für die ersten Bilder im frei empfangbaren Fernsehen wären im übrigen ganz nach dem Geschmack von Premiere-Georg Kofler. Notorisch trommelt der temperamentvolle Südtiroler für mehr Exklusivität wie spätere Anfangszeiten der „Sportschau“ und lockt die DSF-Bosse mit mehr Geld. Sollte ihm das gelingen, dürften die Erlöse bei Premiere wieder steigen und die Kunden perspektivisch tiefer in die Tasche greifen müssen.

    Ob die neue Riege um DFL-Präsident Rauball diesen Versuchungen im Spätherbst erliegt, muss allerdings die Verhandlungsrunde zeigen. Mit dem derzeitigen Modell konnte die DFL nämlich relativ gut leben. Zwar winken bei einer Übernahme von Koflers Vorschlag höhere Einnahmen von Premiere. Der Bezahlsender wird Ende des Jahres -die 700 000 Kunden von Arena, inclusive- rund 4,2 Millionen Kunden haben. Würde die Bundesliga tatsächlich erst nach 22 Uhr bei ARD oder ZDF zu sehen sein, sollte die Zahl der Abo‘s beo Premiere noch weiter steigen. Umgekehrt kann die ARD mit der „Sportschau“ auf zuletzt 5,77 Millionen Zuschauer (in der Vorsaison: 5,63 Mio.) und einen Marktanteil von 27,1 Prozent im Schnitt verweisen, was wiederum für die Sponsoren interessant ist. Nach 22 Uhr lassen sich solche Zahlen kaum erreichen. Hinzu kommt, dass die ARD dann auch wesentlich weniger überweisen dürfte als jene 93 Millionen Euro, die sich das Erste die Erstliga-Verwertung derzeit kosten lässt.

    Noch hofft die DFL-Führungsriege auf einen weiteren Mitbieter im Bezahlfernsehen, weil sich auch die Liga-Bosse ungern von Premiere die Preise und Bedingungen diktieren lassen möchten. Zugleich möchten sie aber, wie Rauball betonte, unbedingt mehr Geld aus den TV-Rechten erlösen, ohne dass damit ein Rückgang der Sponsoren-Gelder verbunden ist. Gern wird deshalb darüber nachgedacht -wie bei der Premier League-die Spieltage und Anstoßzeiten flexibler zu gestalten. Übersehen wird dabei allerdings, dass die Engländer dies mit Blick auf internationale Nachfrage machen, da die Premier League in Asien -wie die italienische Serie A in Lateinamerika- leichter und besser zu vermarkten ist als die Bundesliga. Ob es allein am vermeintlich fehlenden Geld liegt -wie die Chefetage der Bayern tönt-, dass deutsche Clubs auf europäischer Bühne seit Jahren keine Erfolge mehr feiern konnten, bleibt fraglich. Denn im europäischen Ranking werden deutsche Vereine seit Jahren von portugiesischen Clubs bedrängt, die finanziell über weit engere Spielräume verfügen. Zu sehen sind die Spiele der Champions League und im UEFA-Pokal überigens komplett bei Premiere und im Free-TV in diesem Jahr bei Sat 1 und ProSieben.

    ksta

    Zitat


    Original von Denne
    Und was ist, wenn 2 Vereine mit ähnlichen Möglichkeiten und ANgeboten ankommen??Du machst es dir etwas zu einfach. Das sind 2 Komponenten, aber sicherlich nicht die Einzigen wichtigen. Jeder SPieler hat da so seine eigene Gewichtung. Und ich glaub zwar nicht, dass einer wegen dem Völler auf die Hälfte seines Gehaltes verzichtet, aber so eine Lichtgestalt wie Völler kann sicherlich einen Ausschlag geben. Soweit ich mich erinner, hat das Werben von Völler damals bei Ze Elias den entscheidenden AUsschlag für den Transfer gemacht. Ze Elias hat ja auch gleich die Nr. 13 von ihm beerbt.
    Toll übrigens vom Sander, dass der nicht gegen Völler gewettert hat. Recht dazu hätte er auf jedenfall gehabt!

    Wenn man der Presse glauben schenken will/darf, so hat Vidal gesagt , das R. Völler das ausschlaggebende Moment gewesen sei.
    Wenn man der Presse glauben schenken will/darf, so wurde aber auch kolportiert, das Barcelona, Inter Mailand und Ajax an ihm dran gewesen sind.
    Das mit dem ausschlaggebenden Moment, “Lichtgestalt Völler “, relativiert sich da insofern wohl etwas, oder ?

    Zitat


    Original von Denne
    Jedenfalls sind Völlers AUssagen vollkommen deplatziert. Schöner Fussball war das von denen sicherlich nicht, aber das war im Rahmen des erlaubten und durchaus nicht unerwartet. Knacken hätten wir den Abwehrriegel bestimmt mit nem 2 Angreifer. Und da ist der Ansprechpartner eher Michael Skibbe. Nur so konnte man schön vom Trainer weglenken und die Schuld bei den ach so destruktiven Cottbussern suchen.

    Zustimmung. Völler hat offensichtlich unseren “Hurra“-Fußball letzte Saison auf Schlacke 04 und gegen andere Mannschaften erfolgreich verdrängt.
    Einfach nur peinlich!
    Auch wir graben uns im Zweifelsfall bei einem vermeintlich stärkeren Gegner lieber ein. Der Name unseres Übungsleiters lautet immer noch Skibbe, nicht Blücher ! :D

    Zitat


    Original von bulleroth
    Meiers Rhetorik gleicht der eines Sechstklässlers: "Sie sollen sich ja auch mal auf der Straße mit langen Haaren geprügelt haben."

    nun werd mal nicht kleinlich. Meier hat VWL und BWL studiert, dem fehlt heute noch der Durchblick bei Optionen, Arbeitsverträgen, etc.

    Jetzt forderst Du auch noch Geisteswissenschaften ein :LEV7

    DFL-VERSAMMLUNG
    "Sie sind ein widerborstiger Mensch"
    Die Verabschiedung von Wolfgang Holzhäuser als Interims-Präsident der DFL geriet emotional. Es wurde markig geredet und dann gelobt - am Ende stand die Versöhnung. Neuer Präsident ist Reinhard Rauball, der alle Strukturen des Profifußballs auf den Prüfstand stellen will.

    Berlin - Manager Michael Meier vom 1. FC Köln, der auf der Generalversammlung der Deutschen Fußball Liga als Vertreter der Zweitligisten in den Vorstand gewählt wurde, sparte bei seiner Dankesrede für den scheidenden Ligaverbands-Präsidenten Holzhäuser nicht mit deftigen Ausdrücken. "Sie sind schon ein Mensch, der eine gewisse Widerborstigkeit an den Tag legt", sagte Meier.

    Der Kölner forderte Holzhäuser auf, den Vorstand "nicht mit Groll" zu verlassen. "Ich kenne ihre Affinität zur 68-er-Generation. Sie sollen sich ja auch mal auf der Straße mit langen Haaren geprügelt haben. Machen Sie aber jetzt keine außerparlamentarische Opposition. Bringen Sie Ihre Kompetenz ein", so Meier.

    Auch der neue Ligaverbands-Präsident Rauball dankte seinem Vorgänger mit emotionalen Worten: "Ich werde mir bei Ihnen Rat holen. Es gibt kaum jemanden, der mit so viel Fach- und Sachkompetenz gesegnet ist. Sie können den Liga-Verband und die DFL guten Willens als ihr Baby bezeichnen." Holzhäuser selbst bedankte sich bei den Rednern und versprach: "Ich scheide nicht im Groll und werde mich nicht außerparlamentarisch betätigen."

    "Es gibt keine heiligen Kühe"

    Rauball will als neuer starker Mann des deutschen Fußballs die 36 Vereine der obersten beiden Ligen disziplinieren und die Strukturen des Profifußballs auf den Prüfstand stellen. "Es gibt keine heiligen Kühe. Wir sollten jeden Stein umdrehen", sagte Rauball unmittelbar nach seiner Wahl zum neuen Präsidenten des Ligaverbandes. Dazu gehörten auch Winterpause, Spielplan und Anstoßzeiten.

    Der Präsident von Borussia Dortmund bekam bei der Generalversammlung alle Stimmen der 36 Erst- und Zweitligisten. Mit "Disziplin nach innen" will Rauball nun die Konflikte und Unstimmigkeiten in der Deutschen Fußball Liga bekämpfen: "Es ist eine vordringlichste Aufgabe, hier intern die Wogen zu glätten."

    Holzhäuser hatte die DFL vor seinem Abschied hart kritisiert und der Liga im "Tagesspiegel" vorgeworfen, "im eigenen Saft" zu schmoren. Der Verband benötige "endlich Beratung von außen" und solle sich "sportpolitisch stärken mit Persönlichkeiten aus der Politik und der Wirtschaft". Holzhäuser, der seit Januar kommissarischer Präsident war, bemängelte zudem, dass "zuletzt Einzelinteressen in den Vordergrund getreten" seien und sich "ein Lagerdenken in der DFL" zwischen Bundesliga und Zweiter Liga entwickelt habe.

    Satzungsänderung und ein Ehrenpräsident

    Zuvor hatten sich der DFB und die DFL demonstrativ die Hände gereicht und eine enge Kooperation angekündigt. "Wir sind untrennbar und unauflösbar miteinander verbunden", sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger und sprach von einem Miteinander auf Augenhöhe: So könne die "unglaubliche Ausstrahlung, die der Fußball zurzeit auf die Menschen ausübt, fortgesetzt" werden.

    Jurist Rauball und seine beiden Stellvertreter Peter Peters (Schalke 04) und Harald Strutz (FSV Mainz 05) sind das neue Führungstrio des Ligaverbandes. Im Vorstand vertreten sind zudem für die Bundesliga Heribert Bruchhagen (Eintracht Frankfurt) und Karl-Heinz Rummenigge (Bayern München), für die Zweite Liga Michael Meier und Andreas Rettig (FC Augsburg). Auch die vier DFL-Geschäftsführer Christian Seifert, Holger Hieronymus, Christian Müller und Tom Bender wurden nach einer Satzungsänderung in den Vorstand berufen und machten damit das nun elfköpfige Gremium komplett.

    Der Anfang des Jahres verstorbene Werner Hackmann wurde posthum zum ersten Ehrenpräsidenten des Ligaverbandes ernannt. Hackmann war bis zu seinem Tode am 28. Januar 2007 Chef des Ligaverbandes.

    goe/sid/dpa


    wow, Holzi mit Matte neben Rudi (nein, nicht der Völler), brennende Barrikaden, Sit-ins , "die Bonzen verjagen, die Armeen zerschlagen, ein selbstbestimmtes Leben wagen", Enteignet Springer!.....hach, waren das noch Zeiten :LEV18

    St. Pauli lacht sich kaputt

    Von THOMAS GASSMANN

    Leverkusen - Letzten Donnerstag präsentierte Bayer einen Blick in die Zukunft. Neuer, launiger Kino-Spot, neue High-Tech-Arena für 56 Millionen Euro, neue Spieler und neue Ziele.
    Die Schale soll bald nach Leverkusen. Nur 40 Stunden später wurden die ehrgeizigen Pläne von einer Billig-Truppe jäh zerstört.

    Die Kicker vom Kiez blamierten Bayers Traumtänzer beim 1:0-Sieg bis auf die Knochen. Das baufällige Millerntor-Stadion bebte, die Fans lachten, um anschließend kräftig zu feiern. Die Spieler des Zweitliga-Aufsteigers kosteten den Triumph aus und verhöhnten den „Klassenfeind“.

    „Die dachten wohl, sie könnten mit uns Pingpong spielen“, zischte der saustarke Björn Brunnemann, „da haben sie sich aber geschnitten.“

    Die biederen Paulianer brauchten nicht viel aufzubieten, um Bayers Starensemble zu stoppen. Sie gingen nur kernig in die Zweikämpfe, schlugen bei Ballbesitz lange Pässe und sorgten in der Abwehr des Bundesligisten für ein Chaos.

    „So schlecht habe ich die mir nicht vorgestellt“, sagte Paulis Vizepräsident Carsten Pröpper, „da habe ich keine Leidenschaft und keinen Kampf gesehen.“ Bernd Schneider war angesichts der Nicht-Leistung so angefressen, dass er seinem Gegenspieler Marcel Eger nach dem Abpfiff den Handschlag verweigerte. „Die Leverkusener sind gespickt mit Nationalspielern“, höhnte der Verteidiger, „ich fand es bezeichnend, dass mir der Herr Schneider nach dem Spiel nicht die Hand gegeben hat. Er muss sich geärgert haben.“

    In der Chefetage Bayers nahm man das sensationelle Pokal-K.o überraschend emotionslos zur Kenntnis. „Das war keine Blamage“, resümierte Sportchef Rudi Völler, „jetzt sind wir in der Realität gelandet. Nun kommt Cottbus zum 1. Bundesligaspiel. Die müssen wir schlagen.“

    Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser ließ sich angesichts der Peinlichkeit zu dieser gewagten Prognose hinreißen. „Die Bayern haben auch schon einmal im Pokal gegen St. Pauli verloren und wurden im gleichen Jahr Deutscher Meister.“

    Express 06.08.