Euro 2024 in Deutschland - Spaniens überzeugendes Titel-Comeback

  • Ich finde aber das es im Allgemeinen einen schwache EM war.

    das ist ja eigentlich schon ein längeres Problem seit 2002, dass die Topspieler bei einem Turnier zum Saisonende nicht mehr wirklich frisch und in Form sind. So blöd die WM in Katar generell auch war, aber vom Niveau war sie eine erfreuliche Ausnahme.

    Fande es dieses Jahr aber in Ordnung, die Top Teams aus dem Club Fußball, die jeden Tag zusammen trainieren, darf man da nicht als Maßstab nehmen

    w11 Liga2 2019/2020: Schwolow, Flekken - Sinkgraven, Sane, Zimmermann, Halstenberg, Torunarigha - Haberer, Duda, Sabitzer, Schmid, Serdar, Darida - Mateta, Weghorst, Finnbogason, Mamba

  • das ist ja eigentlich schon ein längeres Problem seit 2002, dass die Topspieler bei einem Turnier zum Saisonende nicht mehr wirklich frisch und in Form sind. So blöd die WM in Katar generell auch war, aber vom Niveau war sie eine erfreuliche Ausnahme.

    Fande es dieses Jahr aber in Ordnung, die Top Teams aus dem Club Fußball, die jeden Tag zusammen trainieren, darf man da nicht als Maßstab nehmen

    Die sportliche Bedeutung der Nationalmannschaften nimmt im Vergleich zu den Clubmannschaften kontinuierlich ab, so zumindest meine Einschätzung. Nach Einführung der Superleague und der Klub-WM wird das noch ausgeprägter sein.

  • Die sportliche Bedeutung der Nationalmannschaften nimmt im Vergleich zu den Clubmannschaften kontinuierlich ab, so zumindest meine Einschätzung. Nach Einführung der Superleague und der Klub-WM wird das noch ausgeprägter sein.

    Würde ich so nicht sagen. Ich habe irgendwo letztens gehört, das bei dieser EM ein Zuschauerrekord gebrochen wurde. Das sicherlich auch der Aufstockung geschuldet war. Sowohl die ÖR als auch Magenta sprechen von Topquoten.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

  • Naja es war ja auch eine Heim-EM. Und der User sprach ja von der sportlichen Bedeutung, also nicht die Fan-Seite.

    Für die Spanier war es keine Heim-EM und wenn ich mir ihre Freude über diesen Titel (dessen Bedeutung angeblich schwindet) sehe, glaube ich auch nicht dran. Und für die Engländer war es auch keine Heim-EM. Aber deren Enttäuschung sprach Bände. Und wenn ich mir die Bilder der Copa American anschauen. Auch da ist die Freude riesig und es war für Argentinien keine Heim-Copa.


    Ich sach mal so (etwas überspitzt), nur weil ihr als Konsumenten vollgefressen seid und dadurch sportliche Wettbewerbe herabwürdigt (weil evtl für euch irrelevant), heißt das nicht, dass es die Spieler auch so sehen.


    Ich glaube, das alle Kontinentalwettbewerbe, ob Europa, Asien Afrika oder Nord- und Südamerika einen hohen Stellenwert haben. Sowohl bei Spieler als auch Fans.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
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  • Ich glaube, das alle Kontinentalwettbewerbe, ob Europa, Asien Afrika oder Nord- und Südamerika einen hohen Stellenwert haben. Sowohl bei Spieler als auch Fans.

    Einer der wichtigsten Aspekte pro sportlicher Bedeutung dieser Turniere ist imho das ständig steigende Leistungsniveau der vermeintlich "Kleinen".

    So gut wie jeder (sehr) gute Kicker dieser Nationen spielt in einer der europäischen Topp 5 Ligen.

    Die dort eingeforderte stetige Verbesserung bringen sie mit in ihre Länderspiele ein.

    Das befähigt solche Mannschaften, im Laufe der Jahre immer besser mithalten zu können.

    So sind in der Vorrunde dieser EM 2024 die höher eingeschätzten Kroaten und Tschechen sang- und klanglos ausgeschieden.

    Ins AF hingegen schafften es mit der Slowakei (u.a. 1:0 gegen Belgien), Georgien (u.a. 2:0 gegen Portugal) und Slowenien drei als Underdogs gehandelte.

    Das kommt den Turnieren nicht nur vom sportlichen Wert her zugute, es beflügelt darüber hinaus die Begeisterung der Fans.

  • Das eine bedingt dann auch das andere. Die Mannschaften werden besser, erfolgreicher und es wird honoriert. Ich glaube Georgien war es, die ihre Mannschaft in der Heimat abgefeiert haben und deren Regierung überlegt hat (wenn sie es nicht sogar getan haben) einen spontanen Feiertag einzuführen. Bei einem Asien-Turnier (evtl. ist es immer noch so), winkte den südkoreanischen Spieler bei einem möglichen Titelgewinn die Befreiung vom Wehrdienst.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

  • Die sportliche Bedeutung der Nationalmannschaften nimmt im Vergleich zu den Clubmannschaften kontinuierlich ab, so zumindest meine Einschätzung. Nach Einführung der Superleague und der Klub-WM wird das noch ausgeprägter sein.

    Dieses Gefühl habe ich auch. Allein, dass sich die Spieler häufen, die frühzeitig ihre Nationalmannschaft Karriere beenden oder überlegen zu beenden (Varane, Coman fallen mir spontan ein). Zudem werden immer mehr Spieler durch ihr Gehalt versaut. Das gibts halt vom Verein. Da liegt dann eher der Fokus. Zumindest bei den Stars. In der Nationalmannschaft geht es fast "nur" noch um das rein Sportliche.

  • Dieses Gefühl habe ich auch. Allein, dass sich die Spieler häufen, die frühzeitig ihre Nationalmannschaft Karriere beenden oder überlegen zu beenden (Varane, Coman fallen mir spontan ein). Zudem werden immer mehr Spieler durch ihr Gehalt versaut. Das gibts halt vom Verein. Da liegt dann eher der Fokus. Zumindest bei den Stars. In der Nationalmannschaft geht es fast "nur" noch um das rein Sportliche.

    Lächerlich. Diese Klub-WM oder Super-League von der oben die Rede ist, ist nur für die Vereine aus London, Madrid, Manchester und Co interessant. Vielleicht noch für die Handvoll Spieler, die das Niveau haben bei diesen Vereinen zu spielen. Das war's dann aber auch schon.

    Ich sach mal so, nur weil man sich hier von seiner Nationalmannschaft (warum auch immer) entfremdet hat, wäre das in anderr Ländern auch so. Ist genauso ein verzerrtes Weltbild wie dieses: Die WM in Katar wird nen Flop. War sie anscheinend nicht.

    Wenn die Menschen nur über das sprächen, was sie begreifen, dann würde es sehr still auf der Welt sein. (Albert Einstein)
    Ich bin zu alt, um von der Angst vor dummen Menschen beherrscht zu werden. (Charlie Skinner)

  • Die sportliche Bedeutung der Nationalmannschaften nimmt im Vergleich zu den Clubmannschaften kontinuierlich ab, so zumindest meine Einschätzung. Nach Einführung der Superleague und der Klub-WM wird das noch ausgeprägter sein.

    Aus meinem rein subjektiven Empfinden, stimmt das nicht. Ich hatte das Glück mehrere Jahre in verschiedenen Ländern leben zu dürfen und war bzw. bin dank meiner Eltern bzw. meines Jobs sehr viel rumgekommen. Egal wo, sind die Nationsmannschaften das Nonplusultra. Mir kommt diese "temporäre Begeisterung" für die Nationalmannschaft in Deutschland, auch eher wie ein Sonderfall vor.


    Bei diesem Sonderfall Deutschland darf man nicht die Historie des Landes vergessen, die sicherlich einen immensen Einfluss auf die "Kollektive Identitätsbildung" gehabt hat sowie soziologische als auch kulturelle Aspekte. Das jetzt alles aufzudröseln, geht dann sicher doch zu weit ^^

  • Spanien ist sicher ein völlig verdienter Europameister ... allein schon, weil sie uns, die zweitbeste Mannschaft, geschlagen haben ...


    Trotzdem tun mir die Engländer wirklich langsam leid. Seit 1966 nichts gewonnen (da war ich noch nicht mal auf der Welt), noch nie Europameister gewesen. Auch Kane tut mir leid, selbst wenn einige das hier im Forum anders sehen. Schon über 30 Jahre alt, einer der besten Stürmer der Welt und noch immer kein einziger Titel - unfassbar ...


    Aber böse Zungen sagen ja: Kane ist nicht verflucht, sondern er ist der Fluch.

  • Ist ohnehin mal wieder nur anekdotisches Geblubber hinsichtlich einer gefühlten Bedeutungsdebatte. Je nachdem wie man zählt,gab es,bei übrigens absteigender Demografie, noch nie so viele Zuschauer z.B. bei Deutschlands Viertelfinale (26 Mio.), mies gerechnet nur 1x vorher. Auch wenn der Vergleich hinkt, da Paywall und Nation vs Verein, lag das CL Finale bei knapp unter 13 Mio.. Zudem wäre wenn überhaupt die Verwässerung in der Gegenrichtung durch die Vermarktungsstrategien den Vereinsfußball betreffend anzunehmen (mehr Cups, Spieltage, Pokale werden in Singapur ausgespielt usw.). Egal wo man ansetzt (Trikotverkäufe), es bleibt ne Couchposition.

    Aus meinem rein subjektiven Empfinden, stimmt das nicht. Ich hatte das Glück mehrere Jahre in verschiedenen Ländern leben zu dürfen und war bzw. bin dank meiner Eltern bzw. meines Jobs sehr viel rumgekommen. Egal wo, sind die Nationsmannschaften das Nonplusultra. Mir kommt diese "temporäre Begeisterung" für die Nationalmannschaft in Deutschland, auch eher wie ein Sonderfall vor.


    Bei diesem Sonderfall Deutschland darf man nicht die Historie des Landes vergessen, die sicherlich einen immensen Einfluss auf die "Kollektive Identitätsbildung" gehabt hat sowie soziologische als auch kulturelle Aspekte. Das jetzt alles aufzudröseln, geht dann sicher doch zu weit ^^

    "Die Spieler wissen, dass ich keine Konzessionen mache. Sie müssen sich in die Mannschaft reinboxen. Das geht nur über die Leistung. Es gibt nichts Anderes" - Don Jupp