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Monday, April 26th 2021, 12:03pm

Das Schlachten der hei­ligen Kuh

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Bosz mag der Ruf eines wage­mu­tigen Offen­siv­geistes anhängen. Tat­säch­lich war die Ver­tei­di­gung aber nicht Bayers Schwach­punkt unter Bosz. In 26 Bun­des­liga-Spielen hatten die Lever­ku­sener unter dem Nie­der­länder gerade einmal 31 Gegen­tore kas­siert.

Das Pro­blem war die Offen­sive: Magere 43 Treffer erzielte Lever­kusen. Zieht man die zwölf Treffer nach ruhenden Bällen ab, zeigt sich: Bayer traf zu selten aus dem Spiel heraus. Boszs Ball­be­sitz­spiel lief häufig ins Leere. Zu lange passten sich die Innen­ver­tei­diger den Ball zu, zu selten gelangte man in gefähr­liche Räume. Gerade das Flü­gel­spiel hatte nicht mehr die Wucht der ver­gan­genen Jahre.

Am Sams­tag­abend hatte Bayer das große Glück, dass ihr Gegner sich als das per­fekte Opfer ent­puppte. Lever­ku­sens S‑Formation ging voll­ends auf: Als Rechts­außen begann Karim Bel­la­rabi. Er zog sich nur in die eigene Fün­fer­kette zurück, wenn der Ball weit in der Lever­ku­sener Hälfte war. Ansonsten suchte er per­ma­nent den Weg nach vorne. Er pos­tierte sich dabei bewusst hinter Filip Kostic. Frank­furts Links­außen wir­belt gerne in der geg­ne­ri­schen Hälfte, ver­nach­läs­sigt dabei aber man­ches Mal die Defen­siv­ar­beit.

Lever­kusen gelang beides: Defensiv nahm der her­über­rü­ckende Jona­than Tah Dribbler Kostic aus dem Spiel. Offensiv nutzte Bel­la­rabi die Lücken hinter Kostic. Zu Toren kam Lever­kusen indes erst, nachdem Wolf Bel­la­rabi durch den noch offen­si­veren Moussa Diaby ersetzt wurde. Der Rechts­außen legte zwei Tore auf – und ließ damit Wolfs Stra­tegie auf­gehen.


Quelle: 11 Freunde
Schluss mit Komfortzone: Völler raus!

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