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Monday, October 5th 2009, 8:01am

Leverkusen mit Leichtigkeit an die Tabellenspitze

VON UDO BONNEKOH - zuletzt aktualisiert: 05.10.2009 - 02:30

Leverkusen. Schade eigentlich. Sie würden gern gleich weitermachen in der Liga, ohne Pause wegen der Länderspiele. "Es rollt doch gerade so prima – für die Mannschaft und auch für mich", sagt Toni Kroos, der im Moment bei Jupp Heynckes in Leverkusen ein spezielles Förderprogramm durchläuft, weil, wie der Bayer-Trainer meint, "der Toni sich im physischen Bereich und auch in der Aggressivität noch verbessern" muss. Beim Leverkusener 4:0 gegen Nürnberg durfte sich der Ex-Münchner, der sich vom Image des ewigen Talents befreien will, als umtriebiger Vertreter des verletzten Brasilianers Renato Augusto vornehmlich seines technischen Potenzials bedienen.

Leverkusens Auftritt gegen die erbärmlich mutlosen, permanent desorientierten, nicht mal an Kampf interessierten Franken – das war nicht viel mehr als ein Auslaufen, allerdings ohne vorherige Anstrengung. Das Treffen voller Kurzweil geriet für Bayer zu einem Lust-Spiel, zu eigenem Spaß und zur Erbauung des entspannten Publikums – Leichtigkeit allenthalben.

Sami Hyypiä, ein Typ von gewinnender und ansteckender Seriosität im Profi-Fußball und der Großmäuligkeit im zuweilen zu lauten Gewerbe nicht verdächtig, freut sich schon auf die Begegnung in 14 Tagen in Hamburg. "Das", meint der charismatische Finne, "wird ein großes Spiel. Und wir gehen selbstverständlich dahin, um beim HSV zu gewinnen."

Gegen den "Club" konnte sich der bald 36-Jährige Verteidiger ein bisschen schonen – auch für die Qualifikationspartie mit Jogi Löws Nationalelf in der nächsten Woche, ebenfalls in Hamburg, und es schien so, als wäre es dem Verteidiger nicht so unangenehm, wenn die Deutschen dann bereits durch wären auf dem Weg zur WM in Südafrika. "Dann hätten wir wohl mehr Spaß", meint er.

Den Weg an die Spitze im nationalen Klassement machte Nürnbergs Torso den Leverkusenern früh frei. 1:0 von Kroos mit feinem Freistoß, 2:0 Simon Rolfes mit Elfmeter, 3:0 Eren Derdiyok, 4:0 Stefan Kießling per Kopf nach schöner Freistoß-Variante mit Gonzalo Castro und Manuel Friedrich – das alles geschah nach dämlichen Nürnberger Fouls oder gleich ganz ohne Gegenwehr. Kießling genoss das, denn "es ist besonders schön zu treffen, wenn man schon wieder nicht für die Nationalmannschaft nominiert worden ist".

Viele Hilfspunkte für eine Aufstellung in der ersten deutschen Auswahl am Samstag in Moskau sammelte Rolfes, überragend war das, was der Kapitän in Gestaltung der Offensive und Ordnung der verteidigung ablieferte. Er bestimmt inzwischen den Rhythmus. "Der Simon", lobte Chef Heynckes, "spielt jetzt viel mehr Bälle in die Tiefe als vorher." Das kommt der Vorstellung von Leverkusens seit Monaten sehr gelöstem Trainer ganz nahe.

"Ein perfekter Tag war das dennoch nicht", sagte Hyypiä, "den gibt es nämlich nicht. Wenn du daran glaubst, hörst du auf zu gewinnen." Und zur absoluten Nüchternheit des langen Blonden, dessen vorbildliche Solidität vor allem auf seinen Nebenmann Manuel Friedrich abstrahlt, passt genau die Einschätzung von den Leverkusener Chancen auf die Meisterschaft. "Fragen Sie mich im April noch mal", beschied er jene, die gern früh mit Hochrechnungen bei der Hand sind. Er hat wohl auch schon was vernommen von Bayers Wankelmut in den vergangenen Jahren.

Quelle: Rheinische Post
Ein Löwe stirbt nie - er schläft nur