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1,981

Thursday, October 24th 2019, 2:03pm

Quoted

Hier wurde selbst nach der 6:1-Halbzeit gegen Frankfurt darüber gemeckert, dass nicht mindestens 12:1 gewonnen wurde.


Aha. Ich würde allerdings nicht generalisieren. Jede community muss halt mit ein paar Schwachmaten leben..jede.

Quoted

Wer das, was er hat, nicht wertzuschätzen weiß, sondern immer mehr und noch mehr haben will, der ist es nicht wert, das zu haben, was er hat.


Eine Platitüde. Schwurbelt viel, sagt aber nix (zumindest nicht im Zusammenhang Wettbewerbssport).

1,982

Thursday, October 24th 2019, 2:12pm

Paderborn im Pokal sollte zu schaffen sein.


Da stimmt der Optimist in mir ohne wenn & aber zu. :LEV18

1,983

Thursday, October 24th 2019, 2:17pm

Meine Frage an dich BigB war ja auch nicht: Was denkst du, wird der Verein von Peter erwarten.

Es war klar: Was muss er für deinen Maßstab erreichen, damit eine Anstellung über diese Saison hinaus gerechtfertigt ist?

Einen gewissen Tabellenplatz? Einen Punkteschnitt? Wie sähe deiner Meinung nach die positive Entwicklung aus?
W11-1.Liga <= Deutscher Kicker-Meister 2016/2017 =>

Da geht er, ein großer Spieler. Ein Mann wie Steffi Graf! (Jörg Dahlmann zum Abschied von Lothar Matthäus)

1,984

Thursday, October 24th 2019, 2:23pm



Wer das, was er hat, nicht wertzuschätzen weiß, sondern immer mehr und noch mehr haben will, der ist es nicht wert, das zu haben, was er hat.


Aber in einem Wettbewerb darf man sich nicht auf dem ausruhen, was man (geleistet) hat. Weil sonst ist das, was man (erreicht) hat, ganz schnell wieder vergessen.

1,985

Thursday, October 24th 2019, 4:05pm

Meine Frage an dich BigB war ja auch nicht: Was denkst du, wird der Verein von Peter erwarten.

Ich habe nicht die leiseste Ahnung. Mich würde ja so einiges interessieren, was da hinter den Kulissen passiert. Zum Beispiel wie man im Sommer über eine mögliche Verpflichtung eines Innenverteidigers diskutiert hat und warum es nichts geworden ist.
Es war klar: Was muss er für deinen Maßstab erreichen, damit eine Anstellung über diese Saison hinaus gerechtfertigt ist?

Er muss einen Plan B finden, mit dem wir auch gegen Topteams bestehen können, es muss endlich wieder vernünftiger Fußball gespielt und es sollten zumindest ein paar Spieler aus ihrem Formtief geholt werden.
Einen gewissen Tabellenplatz? Einen Punkteschnitt? Wie sähe deiner Meinung nach die positive Entwicklung aus?
Die sieht man nur auf dem Platz (s.o.). Punkte und Tabellenplatz hängen davon ab.
3. Platz Saison 2017/18 Liga 1
3. Platz WM 2018

1,986

Thursday, October 24th 2019, 5:22pm

Aus dem Spox-Interview mit ihm:

Quoted

"Wenn
wir 60, 70 oder sogar 80 Prozent Ballbesitz haben, müssen wir nur 40,
30 oder 20 Prozent gegen den Ball arbeiten. Das ist einfacher, als 80
Prozent gegen den Ball zu arbeiten. Wenn wir seltener den Ball
verlieren, müssen wir auch weniger laufen. Gehen die Laufdaten zurück,
sind wir also nicht konditionell schwächer, sondern wir spielen besser.
Wenn wir gut im Ballbesitz sind und der Gegner viel laufen muss,
schwindet am Ende auch dessen Kraft, die Konter auszuspielen und hinter
unsere Kette zu laufen."

Das erklärt so einiges. Nur vergisst der liebe Peter dabei, dass man dafür unfassbar ballsichere Spieler braucht und die Pille nie, und zwar unter keinen Umständen, verlieren darf. Weil man sonst ausgekontert wird. Da helfen dann auch keine 80 Prozent Ballbesitz. Die im übrogen ja eh zu nix führen, weil man nicht dauzu in der Lage ist, eine Mannschaft, die geordnet in ihrer Abwehrfomation steht, auseinanderzuspielen. Wenn der Gegner mit 20 Prozent Ballbesitz gefährlicher ist als wir mit 80 Prozent, dann muss Bosz doch mal raffen, dass seine Idee (von einem System will ich gar nicht sprechen) nicht funktioniert – zumindest nicht mit den Spielern, die ihm zur Verfügung stehen.
+++ Hat den Balzac vergessen: Intellektueller Fußballtrainer kehrt in Kabine zurück +++

1,987

Thursday, October 24th 2019, 5:51pm

Die in jeder Saison wiederkehrenden Bemühungen, die Arbeit unseres jeweils aktuellen Cheftrainers mit dem Ziel in Frage zu stellen, in absehbarer Zeit einen "besseren" Trainer verpflichten zu wollen/sollen, sind obsolet.
Gleichermaßen obsolet sind jene Fehleinschätzungen, welche behaupten, für sehr gute Trainer sei die Adresse Bayer 04 nicht attraktiv genug.
Davon abgesehen, dass auch ein Peter Bosz hier nicht mit Pfefferminzplätzchen bezahlt wird, sollte es eigentlich nicht sonderlich aufwändiger Gedankengänge bedürfen, um sich darüber klar zu werden, dass Trainer mit wesentlich mehr Renommee und Qualität, zumal solche, die bei europäischen Toppclubs arbeiten und dabei nicht einmal zur Spitzengarde der Klasse Pep Guardiola oder Jürgen Klopp gehören, ein Vielfaches dessen an Gehalt fordern und bekommen, was Bayer 04 zu zahlen in der Lage ist.

Wer nach noch so vielen langen Jahren immer noch nicht begriffen hat, dass die irrwitzige Preisspirale im europäischen Fußball es einem Underdog wie Bayer 04 unmöglich macht, kickendes und coachendes Personal zu bezahlen, das mit demjenigen der zumal europäischen Beletage auch nur ansatzweise mitstinken kann, dem ist nicht zu helfen.
Die Zeiten, in denen ein Reiner Calmund die Kirstens, Nowotnys und Daums angeln und viele Jahre bei Laune halten konnte, weil seine Geldkoffer voller waren als jene der Konkurrenz, sind lange vorbei, und auch ein Rentner-Reaktivierungs-Glücksgriff der Marke Jupp Heynckes ist nicht wiederholbar und wird ein Einmalcoup bleiben.

Unter den gegebenen nicht veränderbaren Voraussetzungen verdient die Qualität der geleisteten Arbeit von jedem, der in Diensten von Bayer 04 steht, höchste Achtung und Anerkennung.
Insbesondere auch die Arbeit von Peter Bosz.
:LEV5

Ich hoffe, dass ihm das notwendige Glück beschieden sein wird, nachhaltig und erfolgreich bei Bayer 04 arbeiten zu können.
Weil ich weiß, dass hier mit jedem anderen zu finanziell vergleichbaren Bedingungen arbeitenden Trainer rein gar nichts besser werden kann und wird, ganz im Sinne des in Russland täglich gebrauchten Sprichwortes:

Quoted from "russiches Sprichwort"

Besser war schon!
:levz1
Bayer 04 Leverkusen.
Weil seit 1904 drin ist, was drauf steht.

1,988

Thursday, October 24th 2019, 7:07pm

Ich unterschreibe da vieles. Doch es bleibt ein Fakt das unter dem Strich der Trainer die Letztverantwortung für die Leistung der Mannschaft trägt. Im guten wie im schlechten. Und auch wenn er mir nicht sonderlich sympathisch ist, glaube ich das ein Nagelsmann mehr aus dieser Mannschaft holen würde. Aber Bosz ist nunmal Trainer und in 4 Wochen kann man sicher eine bessere Zwischenbilanz ziehen. Ich hoffe das er es packt.
Liebe die ein Leben hält

Diese Zeitung ist ein Organ der Niedertracht. Es ist falsch, sie zu lesen. Jemand, der zu dieser Zeitung beiträgt, ist gesellschaftlich absolut inakzeptabel. Es wäre verfehlt, zu einem ihrer Redakteure freundlich oder auch nur höflich zu sein. Man muss so unfreundlich zu ihnen sein, wie es das Gesetz gerade noch zulässt. Es sind schlechte Menschen, die Falsches tun." - Max Goldt über die Bildzeitung

1,989

Thursday, October 24th 2019, 8:49pm

Einen gewissen Tabellenplatz? Einen Punkteschnitt? Wie sähe deiner Meinung nach die positive Entwicklung aus?
Die sieht man nur auf dem Platz (s.o.). Punkte und Tabellenplatz hängen davon ab.
Hab diesen Teil mal herausgegriffen, da es in der Tat eine spannende Frage ist: Bei uns in Leverkusen scheinen zur Beurteilung des Erfolges qualitative Marker (gespielter Fussball, Atmosphäre, Dynamik im Verein) stets gewichtiger als quantitative (Tabellenplatzierungen, Punkteausbeute, Statistiken) zu sein, zumindest so lange, wie die meisten von uns hier dabei sind. Während der Heynckes-Saison bspw. standen wir lange vorne und dennoch stellte sie zu keinem Zeitpunkt eine berauschende Stimmung ein und die Spiele wurden sehr zäh absolviert und nach Führung sehr unansehnlich. Unter Augenthaler zeigte sich ein ähnlich flaues Bild, gleiches in den besseren Zeiten unter Skibbe und Labbadia. Selbst als Sascha an der Seitenlinie stand, hatte es eine Art neutralen Charakter. Ribbeck I hatte auch keinen ultimativen Glanz, trotz Cup-Sieg. Richtig actionreich war es insbesondere unter Daum, Toppi und Roger. Hier ergab sich eine völlig andere Wirkung, selbst wenn es nicht direkt lief oder zum Ende hin energieraubend wurde. Und im Moment tänzeln wir da irgendwo auf dem Seil…

1,990

Thursday, October 24th 2019, 9:12pm

Das stimmt. Ich denke, wir haben in Leverkusen im Laufe der Jahrzehnte ein Gespür dafür entwickelt, wann eine Entwicklung in die richtige Richtung geht und wann nicht. Unter Schmidt waren das rund anderthalb Jahre berauschenden Fußballs, bis man erkennen konnte, dass sich Abnutzungserscheinungen einstellten. Bei Daum war das durchgehend Euphorie, bei Toppmöller ein Jahr auf Wolke sieben, dann der Absturz in den Keller. Und in diesen Jahren, sowie in den schlechteren Phasen mit Skibbe, Dutt, Hyppiä etc. haben wir gelernt, uns nicht von einem Tabellenplatz blenden zu lassen. Insgeheim wollen wir doch alle irgendwann mal etwas in den Händen halten und da ist es für uns doch relativ schnell zu erkennen, ob das in der jeweiligen Konstellation möglich ist oder nicht. In der aktuellen Trainer-Mannschaft-Konstellation ist es das definitiv nicht. Es bleibt die Hoffnung, dass der Trainer das auch erkennt und sich entsprechend anpasst.
3. Platz Saison 2017/18 Liga 1
3. Platz WM 2018

1,991

Thursday, October 24th 2019, 9:36pm

Die in jeder Saison wiederkehrenden Bemühungen, die Arbeit unseres jeweils aktuellen Cheftrainers mit dem Ziel in Frage zu stellen, in absehbarer Zeit einen "besseren" Trainer verpflichten zu wollen/sollen, sind obsolet.
Gleichermaßen obsolet sind jene Fehleinschätzungen, welche behaupten, für sehr gute Trainer sei die Adresse Bayer 04 nicht attraktiv genug.
Davon abgesehen, dass auch ein Peter Bosz hier nicht mit Pfefferminzplätzchen bezahlt wird, sollte es eigentlich nicht sonderlich aufwändiger Gedankengänge bedürfen, um sich darüber klar zu werden, dass Trainer mit wesentlich mehr Renommee und Qualität, zumal solche, die bei europäischen Toppclubs arbeiten und dabei nicht einmal zur Spitzengarde der Klasse Pep Guardiola oder Jürgen Klopp gehören, ein Vielfaches dessen an Gehalt fordern und bekommen, was Bayer 04 zu zahlen in der Lage ist.

Wer nach noch so vielen langen Jahren immer noch nicht begriffen hat, dass die irrwitzige Preisspirale im europäischen Fußball es einem Underdog wie Bayer 04 unmöglich macht, kickendes und coachendes Personal zu bezahlen, das mit demjenigen der zumal europäischen Beletage auch nur ansatzweise mitstinken kann, dem ist nicht zu helfen.
Die Zeiten, in denen ein Reiner Calmund die Kirstens, Nowotnys und Daums angeln und viele Jahre bei Laune halten konnte, weil seine Geldkoffer voller waren als jene der Konkurrenz, sind lange vorbei, und auch ein Rentner-Reaktivierungs-Glücksgriff der Marke Jupp Heynckes ist nicht wiederholbar und wird ein Einmalcoup bleiben.

Unter den gegebenen nicht veränderbaren Voraussetzungen verdient die Qualität der geleisteten Arbeit von jedem, der in Diensten von Bayer 04 steht, höchste Achtung und Anerkennung.
Insbesondere auch die Arbeit von Peter Bosz.
:LEV5

Ich hoffe, dass ihm das notwendige Glück beschieden sein wird, nachhaltig und erfolgreich bei Bayer 04 arbeiten zu können.
Weil ich weiß, dass hier mit jedem anderen zu finanziell vergleichbaren Bedingungen arbeitenden Trainer rein gar nichts besser werden kann und wird, ganz im Sinne des in Russland täglich gebrauchten Sprichwortes:

Quoted from "russiches Sprichwort"

Besser war schon!
:levz1


Danke, das es hier auch noch weiter denkende User gibt. :LEV6

Aus dem Spox-Interview mit ihm:

Quoted

"Wenn
wir 60, 70 oder sogar 80 Prozent Ballbesitz haben, müssen wir nur 40,
30 oder 20 Prozent gegen den Ball arbeiten. Das ist einfacher, als 80
Prozent gegen den Ball zu arbeiten. Wenn wir seltener den Ball
verlieren, müssen wir auch weniger laufen. Gehen die Laufdaten zurück,
sind wir also nicht konditionell schwächer, sondern wir spielen besser.
Wenn wir gut im Ballbesitz sind und der Gegner viel laufen muss,
schwindet am Ende auch dessen Kraft, die Konter auszuspielen und hinter
unsere Kette zu laufen."

Das erklärt so einiges. Nur vergisst der liebe Peter dabei, dass man dafür unfassbar ballsichere Spieler braucht und die Pille nie, und zwar unter keinen Umständen, verlieren darf. Weil man sonst ausgekontert wird. Da helfen dann auch keine 80 Prozent Ballbesitz. Die im übrogen ja eh zu nix führen, weil man nicht dauzu in der Lage ist, eine Mannschaft, die geordnet in ihrer Abwehrfomation steht, auseinanderzuspielen. Wenn der Gegner mit 20 Prozent Ballbesitz gefährlicher ist als wir mit 80 Prozent, dann muss Bosz doch mal raffen, dass seine Idee (von einem System will ich gar nicht sprechen) nicht funktioniert – zumindest nicht mit den Spielern, die ihm zur Verfügung stehen.


Wir bekommen die wenigsten Gegentore aus Standards, haben den höchsten Ballbesitzwert in Europa und haben mit den besten Passwert überhaupt. Wo sollen wir bitte nicht die geeigneten Spieler haben? Das einzige was uns noch fehlt sind die Spieler die diesen Beton des Gegners knacken und dies regelmäßig und dafür müssen wir die Olmos dieser Welt holen statt Demirbay. Wir können aber nicht hinten die Süles parken und vorne die Olmos haben. Dafür reicht das Geld nunmal nicht aus. Also ist es besser im Kollektiv dafür zu Sorgen das der Gegner seine zwei drei Chancen hat aber mehr auch nicht und wir dies weg verteidigen können und wenn das halt unser TW machen muss aber der gehört ja nun mal auch zum Team und damit zur Qualität an sich.

Es ist aber immer besser alles soweit schon zu dominieren und nun gezielt noch mit viel Geld in das zu investieren was uns fehlt und das sind Eindeutig Tore und damit Spieler die das auch mit unseren System hin bekommen als jetzt komplett umzustellen auf etwas was wir schon so oft hatten. Umschaltspiel ist kein Weg wo wir sicher und dauerhaft Platz 4 holen werden. Das ist einfach Quark jedes Mal dies Anzuführen. Es ist doch ganz klar. Wenn wir mal weniger Ballbesitz haben und der Gegner damit mehr Chancen hat uns unter Druck zu setzen werden unsere defensiven Spieler deutlich mehr Fehler machen und wir noch mehr Gegentore bekommen. Das Ziel Platz 4 ist damit nahezu Ausgeschlossen.

Genau deswegen ist das System Bosz nicht nur das einzige funktionierende System mit Blick Ziel Platz 4 und damit die CL Gelder sondern auch das am besten passende System auf unsere jetzigen Spieler. Und sie haben gezeigt das es auch klappt und sie werden es diese Saison auch wieder zeigen. Für mehr bedarf es auch besserer Spieler. Für vorne und bei dauerhaften CL Teilnahmen dann auch für hinten.
Schluss mit Komfortzone: Völler raus!

1,992

Thursday, October 24th 2019, 9:39pm

Wir bekommen die wenigsten Gegentore aus Standards, haben den höchsten Ballbesitzwert in Europa und haben mit den besten Passwert überhaupt.
Einfach den Ball in den eigenen Reihen laufen lassen und kein Risiko eingehen. Schon dominiert man all diese Kategorien. Tore schießt man so allerdings nicht.
3. Platz Saison 2017/18 Liga 1
3. Platz WM 2018

1,993

Thursday, October 24th 2019, 10:15pm

Die in jeder Saison wiederkehrenden Bemühungen, die Arbeit unseres jeweils aktuellen Cheftrainers mit dem Ziel in Frage zu stellen, in absehbarer Zeit einen "besseren" Trainer verpflichten zu wollen/sollen, sind obsolet.
Gleichermaßen obsolet sind jene Fehleinschätzungen, welche behaupten, für sehr gute Trainer sei die Adresse Bayer 04 nicht attraktiv genug.
Davon abgesehen, dass auch ein Peter Bosz hier nicht mit Pfefferminzplätzchen bezahlt wird, sollte es eigentlich nicht sonderlich aufwändiger Gedankengänge bedürfen, um sich darüber klar zu werden, dass Trainer mit wesentlich mehr Renommee und Qualität, zumal solche, die bei europäischen Toppclubs arbeiten und dabei nicht einmal zur Spitzengarde der Klasse Pep Guardiola oder Jürgen Klopp gehören, ein Vielfaches dessen an Gehalt fordern und bekommen, was Bayer 04 zu zahlen in der Lage ist.

Wer nach noch so vielen langen Jahren immer noch nicht begriffen hat, dass die irrwitzige Preisspirale im europäischen Fußball es einem Underdog wie Bayer 04 unmöglich macht, kickendes und coachendes Personal zu bezahlen, das mit demjenigen der zumal europäischen Beletage auch nur ansatzweise mitstinken kann, dem ist nicht zu helfen.
Die Zeiten, in denen ein Reiner Calmund die Kirstens, Nowotnys und Daums angeln und viele Jahre bei Laune halten konnte, weil seine Geldkoffer voller waren als jene der Konkurrenz, sind lange vorbei, und auch ein Rentner-Reaktivierungs-Glücksgriff der Marke Jupp Heynckes ist nicht wiederholbar und wird ein Einmalcoup bleiben.

Unter den gegebenen nicht veränderbaren Voraussetzungen verdient die Qualität der geleisteten Arbeit von jedem, der in Diensten von Bayer 04 steht, höchste Achtung und Anerkennung.
Insbesondere auch die Arbeit von Peter Bosz.
:LEV5

Ich hoffe, dass ihm das notwendige Glück beschieden sein wird, nachhaltig und erfolgreich bei Bayer 04 arbeiten zu können.
Weil ich weiß, dass hier mit jedem anderen zu finanziell vergleichbaren Bedingungen arbeitenden Trainer rein gar nichts besser werden kann und wird, ganz im Sinne des in Russland täglich gebrauchten Sprichwortes:

Quoted from "russiches Sprichwort"

Besser war schon!
:levz1


Sehr richtiger Beitrag. Mit Blick auf die Konkurrenz ist die Kritik zu relativieren. Die Bundesliga hat ohnehin ein Qualitätsproblem. In München und Dortmund ist man ebenfalls latent unzufrieden. Und die fischen schon in anderen Gewässern als wir. Wir haben Probleme genug, unser investiertes Kapital gewinnbringend auf den Platz zu schicken.

1,994

Friday, October 25th 2019, 12:49am

Wir bekommen die wenigsten Gegentore aus Standards, haben den höchsten Ballbesitzwert in Europa und haben mit den besten Passwert überhaupt.
Einfach den Ball in den eigenen Reihen laufen lassen und kein Risiko eingehen. Schon dominiert man all diese Kategorien. Tore schießt man so allerdings nicht.
Genauso ist es richtig. Diesen Bosz Fussball kann man sich erlauben, wenn man eine überdurchschnittliche Offensive mit reichlich Finesse hat.
Deshalb funktioniert das System gegen "untere Teams" in der Regel gut, weil sich individuelle Klasse da schon bemerkbar macht.
Und selbst da zeigen Spiele wie gegen Paderborn, das ein kluger Underdog ganz leicht Nadelstiche setzen kann.

Ich vermisse, das der Herr Bosz davon mal redet, das es ungemein schwerer ist, Schnelligkeit und auch Kombinieren zum Torerfolg zu münzen, wenn man vorher den Gegner fast komplett vor und in den 16er gespielt hat. Das geht arithmetische Wahrscheinlichkeit eingesetzt, nicht auf. Das ist einfach bewiesene Fussballweisheit.

Bosz wird aufgrund seiner Einsilbigkeit scheitern, und das Scheitern beginnt, wenn er Spieler nicht mehr hinter sich hat.
Wenn Spieler sich im System nicht gut fühlen, dann verlieren sie ihre Stärken und dann die Form. War schon vor Herberger bekannt.

Natürlich wünscht man sich, wie BergLöwe schreibt, Kontinuität. Und sicher gibt es schlechtere Trainer, und natürlich haben wir nicht mehr das Geld, und bei weitem nicht jeder Gute will zu uns..... aber ich fürchte, das geht nicht gut.

1,995

Friday, October 25th 2019, 1:09am

Hier wurde selbst nach der 6:1-Halbzeit gegen Frankfurt darüber gemeckert, dass nicht mindestens 12:1 gewonnen wurde.

Wer das, was er hat, nicht wertzuschätzen weiß, sondern immer mehr und noch mehr haben will, der ist es nicht wert, das zu haben, was er hat.
ES wurde zurecht gemeckert, das man in Hälfte 2 gegen einen CL-Konkurrenten fahrlässig und schlampig die Chancen liegen liess, noch eine bessere Ausgangsposition zu schaffen. Ein 7 oder 8:1 war locker drin.

Nun,es ist zum Saisonende gut gegangen, dank glücklicher Ergebnisse auf anderen Plätzen für uns!

Nicht so in der Runde davor, wo man mit einer dämlichen Harakiri 0:4 Niederlage die ausgangsposition für CL gegnenüber Dortmund drastisch verschlechtert hatte. Bei einem 0:2 hätte man die Messe gelesen sein lassen. Und hätte damit CL gespielt.

Ich hasse es ,wenn Spieler und gar Trainer nicht wenigstens 5 Spieltage vor Saisonende die Tabelle lesen können, um zu beherzigen, wie wichtig Torverhältnisse sein können.

1,996

Friday, October 25th 2019, 10:06am

Also der Ballbesitz ist dem Peter Bosz sehr wichtig, weil der Gegner in Ballbesitz gefährlich für uns ist. Je weniger der Gegner in Ballbesitz ist, desto safer sind wir. Verstanden.

Jetzt die Frage an die Runde: Wie sollen in seinem Konzept Tore geschossen werden? Wie kommt man zum Torabschluss und den Ball hinter die Linie? Wenn es da ein Rezept gibt, setzt die Mannschaft es noch nicht um, das ist klar. Ich mach es mal nach dem Ausschlussverfahren, alles was es nicht ist oder sein kann (wie die Spiele dieser Saison zeigen):

-Umschaltsituationen sollen wohl nicht zu Torchancen führen, sonst würde man schneller nach vorne spielen bei Ballgewinn. Der Ballgewinn führt zu Ballstafetten hintenrum und auf der Trainerbank scheinen alle zufrieden damit. Brandt hatte letzte Saison wohl eine Sondergenehmigung für schnelles Umschaltspiel.
-Standardsituationen sind zwar mit Amiri besser geworden, aber gefährlich noch lange nicht. Der kleine Volland sieht da sowieso kein Land und Alario sitzt meist auf der Bank. Einzig die IV Tah und Bender können mit ihren Körpern etwas Gefahr ausstrahlen, aber bisher auch erfolglos. Sind auch nunmal keine Torjäger
-die schnellen Außen sind von Bosz nicht richtig gefragt. Schnelligkeit braucht man ja v.a. bei Umschaltsituationen (siehe Punkt 1)
-wenn man den Gegner durch hohen Ballbesitz schon so einschnürt hinten, kommt es natürlich auch auf die Spielmacherqualitäten an, d.h. mal eine Lücke zu sehen. Vom Wunderkind ist sowas schon lange nicht mehr zu sehen und Charly ist verletzt, daher kommt hier gar nix. Bosz gibt Paulinho, der das vielleicht könnte, auch gar keine Chance. Amiri ist sehr bemüht, hat aber seine Qualitäten eher im Dribbling. Das führt alles dazu, dass das OM eher zu Ballstafetten beiträgt, als zu Gefahr für den Gegner. In den letzten Spielen wird es zumindest mal mit Fernschüssen probiert. Das ist gut für die Statistik.

Kann mir jemand sagen wie wir nach dem "Bosz-Prinzip" ursprünglich überhaupt zu Torchancen kommen sollten?
Unser Nachbar hat ein Kreuz auf dem Dach...

1,997

Friday, October 25th 2019, 10:26am

Also der Ballbesitz ist dem Peter Bosz sehr wichtig, weil der Gegner in Ballbesitz gefährlich für uns ist. Je weniger der Gegner in Ballbesitz ist, desto safer sind wir. Verstanden.

Jetzt die Frage an die Runde: Wie sollen in seinem Konzept Tore geschossen werden? Wie kommt man zum Torabschluss und den Ball hinter die Linie? Wenn es da ein Rezept gibt, setzt die Mannschaft es noch nicht um, das ist klar. Ich mach es mal nach dem Ausschlussverfahren, alles was es nicht ist oder sein kann (wie die Spiele dieser Saison zeigen):

Kann mir jemand sagen wie wir nach dem "Bosz-Prinzip" ursprünglich überhaupt zu Torchancen kommen sollten?


Das ist ganz einfach und ähnlich wie Barca unter Pep, oder heute Ajax oder halt auch WIR:
Siehe mal ab 2:30 hier.

Das ist das Tor gegen RB zu Hause. Es ist kein Umschaltmoment, der Gegner ist geordnet, er steht kompakt, hat immer Überzahl und trotzdem schaffen wir es ein wunderschönes Tor zu machen. Das ist aus dem Ballbesitz, alles mit Flachpass, alles mit Ballsicherheit, alles mit Positionserlaufen und Mitdenkenden Fußball entstanden ähnlich wie bei ManCity oder Barca.

Genau das ist der Plan. Fehlerminimierung da von hinten heraus aus dem Ballbesitz. Das tempo war nicht einmal sonderlich hoch. Es ist Flachpass, es ist stets ein Dreiecksspiel. Es lediglich zwei Pässe am Ende die uns halt selten gelingen weil dafür oft die Qualität nicht reicht also die Genauigkeit und der -gegner im oberen Level meist auch keine Zitronen hinten drin hat.

Aber genau so will Bosz das und genau so ist das ein fantastischer Fußball.
Schluss mit Komfortzone: Völler raus!

1,998

Friday, October 25th 2019, 10:47am

Ballbesitz ist toll, wir werden die 99 % Quote aber nicht schaffen. Die Frage ist doch, wenn wir den Ball verlieren, wie viele Spieler von uns sind dann hinter dem Ball und sind wir in Überzahl oder nicht.
Da hakt es doch gewaltig, da unsere Abwehrspieler oder das defensive Mittelfeld den Ball mal gerne verdaddeln und dann langsamer sind als der Gegenspieler.

Wo wird der Ball auf dem Spielfeld verloren?

Also muss ich mit dem Ballbesitz auch zum Abschluss kommen, kommen wir aber nicht gegen gute Mannschaften. Oder ich spiele ihn hoch in Richtung Strafraum und gehe auf den zweiten Ball. Bei unseren Zwergen leider schwierig.
@StammtischTrainer: Super, wir machen gegen Dortmund, Hoffenheim, Leipzig, Frankfurt, Turin, Moskau und Madrid also ein Tor nach Vorgabe von Bosz. Traumquote. Ein Tor des Monats wird nicht reichen bei der Abwehr.
Registrierungsdatum
Donnerstag, 30. November 2006, 15:01

This post has been edited 1 times, last edit by "Merkels Erbe" (Oct 25th 2019, 10:55am)


1,999

Friday, October 25th 2019, 12:00pm

@ST: also beim Tor gegen Leipzig war wohl mal ordentlich Tempo drin. V.a, dass Charly sich auf dem Mittelfeld vorgewagt hat mit einem Sprint war der unerwartete Moment, der den Leipzigern hier das Genick brach.
Ballbesitz ist toll, wir werden die 99 % Quote aber nicht schaffen. Die Frage ist doch, wenn wir den Ball verlieren, wie viele Spieler von uns sind dann hinter dem Ball und sind wir in Überzahl oder nicht.
Da hakt es doch gewaltig, da unsere Abwehrspieler oder das defensive Mittelfeld den Ball mal gerne verdaddeln und dann langsamer sind als der Gegenspieler.

Wo wird der Ball auf dem Spielfeld verloren?

Also muss ich mit dem Ballbesitz auch zum Abschluss kommen, kommen wir aber nicht gegen gute Mannschaften. Oder ich spiele ihn hoch in Richtung Strafraum und gehe auf den zweiten Ball. Bei unseren Zwergen leider schwierig.
@StammtischTrainer: Super, wir machen gegen Dortmund, Hoffenheim, Leipzig, Frankfurt, Turin, Moskau und Madrid also ein Tor nach Vorgabe von Bosz. Traumquote. Ein Tor des Monats wird nicht reichen bei der Abwehr.
Dann sehe ich eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Für das Bosz-System braucht es eine Über-mannschaft, die mit so feinen Fußballern bestückt ist dass die im Schneckentempo jede Abwehr schwindelig spielen, weil einfach Pässe und Bewegungen zu 100% stimmen. Gegen schwächere Mannschaften funktioniert das System. Um aber die Spiele gegen Starke zu gewinnen brauchts eine noch bessere Mannschaft.
Die andere Möglichkeit ist, dass es für das theoretisch kluge Spielsystem einfach keine Mannschaft gibt und erst beim BVB und dann bei uns scheitert. Auf Dauer ist hier ja auch keiner zufrieden wenn nur gegen Augsburg und Freiburg gewonnen wird (Rudi vielleicht)
Unser Nachbar hat ein Kreuz auf dem Dach...

2,000

Friday, October 25th 2019, 12:12pm

Ich zitiere hier mal verschiedene Stellen aus dem Artikel, für mich sehr treffend:

Der Ballbesitz verhindert die Konzentration auf die eigenen Stärken. Geschwindigkeit bringt Bayer 04 nichts mehr, wodurch Spielertypen wie Paulinho, Moussa Diaby, Karim Bellarabi, Leon Bailey und Kai Havertz auf dem Platz untergehen. Merkt ihr was? Fast alle diese Spieler stecken in einem Formtief. Warum wohl?

Zudem tut die Dreierkette in der Abwehr Leverkusen nicht gut. Die Leistungen von Sven Bender, Jonathan Tah und Aleksandar Dragovic zeigen deutlich, dass ihnen die Arbeit im 3-2-4-1-System nicht liegt. Warum man erfahrene Profis in ein ihnen ungewohntes System steckt, ist fraglich und schlicht sinnlos.

Auch verwundert es, dass Spielgestalter wie Nadiem Amiri und Kerem Demirbay oder eben auch Havertz das Spiel nicht an sich reißen können.Im Endeffekt hängen alle Profis von Leverkusen in der Luft, wirken wie Fremdkörper und harmonieren nicht auf dem Platz.

...

Ich persönlich halte Bosz für ein Trainergenie, der den Fußball wirklich versteht. Allerdings ruiniert sich der Niederländer seine Fachkenntnis durch seine Sturheit. Leverkusen beweist seit Wochen eindrucksvoll, dass ihnen der Ballbesitz nicht schmeckt.

Sowieso ist es untypisch, dass die Führungsetage in der BayArena um Fernando Carro, Rudi Völler und Simon Rolfes die schlechten Ergebnisse nicht deutlicher kommentiert. Allgemein wirkt es fast so, als würde man die bisherige Saison in Leverkusen verdrängen. Allein die Tatsachen, das Bayer 04 Woche für Woche den selben Mist verzapft und immer dieselben Fehler macht, sprechen dafür.

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