Leverkusen: Die Linksfüßer gehen aus
Bayer 04 reagiert auf den Personalnotstand auf der linken Abwehrseite und verpflichtet Sebastian Boenisch (25, zuletzt Werder Bremen) mindestens bis Saisonende. Sportdirektor Rudi Völler begründet den Deal, den
kicker online exklusiv vermeldete: „Wir sind unverschuldet in eine Situation geraten, die uns zum Handeln zwingt. Man hat uns zwei linke Verteidiger vom Platz getreten.“ Ende Oktober hatte es in der Europa League in Wien (4:0) erst Stammkraft Michal Kadlec (27) mit einem Innenbandanriss im Knie erwischt. Keine Woche später im DFB-Pokal in Bielefeld (3:2 n.V.) dessen Vertreter Daniel Schwaab (24), der mit einem Bänderriss im Sprunggelenk ebenfalls mehrere Wochen ausfällt.
Boenischs Verpflichtung ergibt doppelt Sinn. Zum einen wegen des akuten Engpasses. Zum anderen, weil der Kader neben Kadlec (Schwaab ist Rechtsfüßer) keinen zweiten gelernten Linksverteidiger aufweist. Boenisch ist ein solcher. Mit seiner Dynamik, Beidfüßigkeit und seinem Offensivdrang passt der polnische EM-Teilnehmer (drei Einsätze, kicker-Notenschnitt 3,67) gut ins Konzept, in dem die Außenverteidiger bei Ballbesitz quasi als hängende Außenstürmer agieren. Einzig eine Frage bleibt: Nämlich wann Boenisch (64 Erstligaspiele, ein Treffer), der seit dem 1. Juli vereinslos war und sich zuletzt bei Fortuna Düsseldorf fit hielt, eine Alternative für die Startelf darstellt.
Quelle: kicker-Printausgabe vom 05.11.12